Dahn
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | ||||
| Landkreis: | Südwestpfalz | ||||
| Verbandsgemeinde: | Dahner Felsenland | ||||
| Höhe: | 210 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 40,75 km² | ||||
| Einwohner: | 4664 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 114 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 66994 | ||||
| Vorwahl: | 06391 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | PS | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 40 004
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| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schulstraße 29 66994 Dahn |
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| Webpräsenz: | |||||
| Stadtbürgermeister: | Alexander Fuhr (SPD) | ||||
Dahn ist eine Stadt in der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland im Landkreis Südwestpfalz (Bundesland Rheinland-Pfalz) und zugleich Sitz der Verbandsgemeinde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Stadt liegt auf 210 m Höhe in einem Tal des Dahner Felsenlandes, das zum Wasgau gehört, einem Teil des Pfälzerwaldes in der Region Pfalz. Sie wird von dem Flüsschen Lauter durchflossen, das hier am Oberlauf Wieslauter heißt. Nur 10 km südlich verläuft die Grenze zum französischen Elsass.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Wappen
Aufgrund historischer Erkenntnisse wurde das Wappen von Dahn 1952 neu gestaltet. Blasonierung: Gespalten durch eine erhöhte eingebogene goldene (gelbe) Spitze, darin eine grüne Tanne auf grünem Hügel, von Blau und Rot; vorn ein durchgehendes silbernes (weißes) Kreuz, hinten ein silberner (weißer) Adler.
Die Tanne als vermutetes Symbol für den Ortsnamen war früher das alleinige Dahner Siegelbild. Das neue Wappen berücksichtigte folgende Voraussetzungen: Da die Ritter von Than als Lehnsleute des Fürstbischofs von Speyer über vierhundert Jahre lang die Herren des Ortes Dahn waren und sich wahrscheinlich nach ihm benannten, wurde der weiße Adler auf rotem Feld ihrem Wappen entnommen, das drei weiße Adler zeigt (die möglicherweise die aus drei Burgen bestehende Dahner Burgengruppe symbolisieren). Seit dem Aussterben des Rittergeschlechts im Jahre 1603 war Dahn bis zu den Französischen Revolutionskriegen (1797/98) Sitz eines Amtes des Hochstifts Speyer, weshalb von diesem das weiße Kreuz übernommen wurde. Die Tanne verblieb als Erinnerung an den Ortsnamen, an das alte Gerichtssiegel und an die landschaftliche Lage des Ortes im Pfälzerwald.
[Bearbeiten] Stadtrechte
Dahn erhielt relativ spät die Stadtrechte. Dem Antrag auf Verleihung vom 24. Januar 1963 wurde durch das Land Rheinland-Pfalz am 27. Oktober des gleichen Jahres stattgegeben.
[Bearbeiten] Politik
Stadtrat:
(Wahl am 07. Juni 2009, Zahl der Mandate: 20)
CDU 39,90% (-21,2) – 8 Sitze (-4)
SPD 34,91% (+13,91) – 7 Sitze (+3)
FDP 12,42% (+8,62) – 3 Sitze (+2)
WGR 11,08% (-3,02) – 2 Sitze (-1)
Gleichzeitig mit den Stadtratswahlen fand am 07. Juni 2009 auch die Wahl des Stadtbürgermeisters statt.
Alexander Fuhr (SPD) wurde bereits im ersten Wahlgang zum neuen Stadtbürgermeister gewählt, wobei er sich mit 58,5 % der Stimmen gegen Dr. Manfred Maus (CDU) (28,1 %), Roland Gappa (FDP) (12,0 %) und Sascha Wagner (NPD) (1,4 %) durchsetzte.
Damit stellt die SPD zum ersten Mal in der Geschichte den Stadtbürgermeister der Stadt Dahn.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Dahns Umgebung befinden sich die Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein, auch als Dahner Burgengruppe bekannt, sowie die Burg Neudahn. Im Süden der Stadt, am Rande der Felsgruppe Hochstein befindet sich der als Dahner Ehrenfriedhof bezeichnete Friedhof für Soldaten aus der Pfalz und dem Elsaß, die bei der Ardennen-Offensive im 2. Weltkrieg gefallen sind.
Der Ort wird vom Jungfernsprung überragt, einem steilen, ca. 70 m hohen Felsen, der im Sommer oft das Ziel von Sportkletterern ist und zu dem eine alte Sage existiert.
Noch heute bieten die Wälder rund um Dahn einen der attraktivsten Lebensräume für die sagenhaften Elwetritsche, denen ein „Elwetritsche-Lehrpfad“, ein „Elwetritsche-Wanderweg“ sowie Brunnen und weitere „Denkmäler“ in Dahn gewidmet sind.
2008 wurden zwei sogenannte Premiumwanderwege angelegt. Die Felsentour ist ein außergewöhnlicher Rundwanderweg entlang beeindruckender Felsen, auf der Gespenstertour lernt der Wanderer sagenumwobene Burgen und Felsen kennen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft
In der strukturschwachen Südwestpfalz muss Dahn ohne nennenswerte Industrie auskommen. Die Probleme lassen sich auch daraus ersehen, dass die Einwohnerzahl sich rückläufig entwickelt. Einzig der Tourismus zeigt angesichts der weitgehend intakten, zum Teil sogar spektakulären Natur einen positiven Trend.
[Bearbeiten] Verkehr
Mitten durch Dahn führt die Bundesstraße 427 (Hinterweidenthal–Bad Bergzabern). Der ursprünglich vorgesehene Streckenschluss der Bundesautobahn 8 (Pirmasens–Karlsruhe) an Dahn vorbei wurde nie realisiert. Eine kleinere Ortsumgehung ist aber für die nahe Zukunft geplant.
In Dahn hält die Wieslauterbahn, die seit 1997 im Ausflugsverkehr an Sonn- und Feiertagen Hinterweidenthal und Bundenthal verbindet. Der reguläre Personenzugbetrieb war 1966 eingestellt worden.
[Bearbeiten] Gesundheitswesen
Das allgemeine St.-Josef-Krankenhaus der Stadt wurde zum Jahresende 2005 aus Kostengründen geschlossen. In der Felsenland-Klinik für Psychotherapie wird eine spezielle Technik der psychoanalytischen Hypnose (Hypnotherapie) praktiziert, die dort entwickelt wurde. Außerdem verfügt Dahn über eine Außenwohngruppe des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie.
[Bearbeiten] Bildung
Die Grundschule Dahn versorgt die Stadt sowie die Gemeinden Schindhard und Erfweiler. Das Schulzentrum Dahn mit einer Hauptschule, einer Realschule und dem Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium Dahn hat als Einzugsgebiet den westlichen Wasgau. Das Gymnasium ist das einzige im Landkreis Südwestpfalz. Ferner steht die Ritter-von-Tann-Förderschule zur Verfügung. Von 1958 bis 1994 wurde von der katholischen Kirche unter der Führung der Diözese Speyer das JungenInternat Studienheim St. Pirmin, benannt nach dem Heiligen Pirminius, geführt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Ingbert Naab (1885–1935), Kapuzinerpater und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, nach ihm wurde die Ingbert-Naab-Straße in Dahn benannt
- Theodor Schaller (1900–1993), Theologe und Kirchenpräsident
- Stefan Baron (*1948), Konzernsprecher der Deutschen Bank
- Theodor Kissel (*1962), Althistoriker und Autor
- Regina Reim (*1965), Malerin und Tiefdruckerin
- Alexander Fuhr (*1969), rheinland-pfälzischer Landtagsabgeordneter (SPD)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die mit der Stadt verbunden sind
- Stephan Eisel (*1955), Politiker (CDU), war Schüler des Otfried-von-Weißenburg-Gymnasiums.
- Heiner Geißler (*1930), Politiker (CDU), hat sein Büro in Dahn.
- Fritz Korter (1892–1945), Bildhauer, schuf das Dahner Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz.
- Friedl Rinder (1905–2001), Schachspielerin, gewann 1959 in Dahn die deutsche Damen-Meisterschaft.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
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