Dahn

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Dahn. Für weitere Bedeutungen siehe Dahn (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dahn
Dahn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dahn hervorgehoben
49.1513888888897.7797222222222210Koordinaten: 49° 9′ N, 7° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 40,75 km²
Einwohner: 4427 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66994
Vorwahl: 06391
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 004
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Webpräsenz: www.dahn.de
Stadtbürgermeister: Alexander Fuhr (SPD)
Lage der Stadt Dahn im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
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Dahn ist eine Stadt im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, der sie auch angehört. Dahn ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Wahrzeichen: Der Jungfernsprung

Die Stadt liegt in der Region Pfalz auf 210 m ü. NHN Höhe in einem Tal des Dahner Felsenlandes, das zum südlichen Pfälzerwald, dem deutschen Teil des Wasgaus, gehört. Sie wird von dem Flüsschen Lauter durchflossen, das hier am Oberlauf Wieslauter heißt und ein linker Zufluss des Rheins ist. Nur 10 km südlich verläuft die Grenze zum französischen Elsass.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden Dahns sind von Norden im Uhrzeigersinn Hinterweidenthal, Erfweiler, Schindhard, Busenberg und Salzwoog.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Dahn gehören auch die Weiler und Wohnplätze Büttelwoog, Fischwoogmühle, Neudahner Weiher und Reichenbach.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ritter von Than waren als Lehnsleute des Fürstbischofs von Speyer über vierhundert Jahre lang die Herren des Ortes, wahrscheinlich benannten sie sich nach ihm. Seit dem Aussterben des Rittergeschlechts im Jahre 1603 war Dahn bis zu den Französischen Revolutionskriegen (1792/97) Sitz eines Amtes des Hochstifts Speyer.
siehe auch Burg Gerstbergerkopf

Dahn erhielt relativ spät die Stadtrechte. Dem Antrag auf Verleihung vom 24. Januar 1963 gab das Land Rheinland-Pfalz am 27. Oktober des gleichen Jahres statt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dahn zeigt das Diagramm; die Werte bis 2010 sind Fortschreibungen auf Basis der jeweils vorangegangenen Volkszählung, die Werte ab 2011 basieren auf dem Zensus 2011:[2]


Jahr Einwohner
1963 4.227
1965 4.351
1970 4.561
1975 4.696
1980 4.666
1985 4.590
Jahr Einwohner
1990 4.903
1995 5.164
2000 5.022
2005 4.800
2010 4.497
2012 4.427

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat in Dahn besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[4]

Wahl SPD CDU FDP FD WGR Gesamt
2014 6 9 3 2 20 Sitze
2009 7 8 3 2 20 Sitze
2004 4 12 1 3 20 Sitze
  • FD = Wählergruppe Für Dahn e.V.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen derer von Than (Reihe 2, links), 15. Jh.[5]

Aufgrund historischer Erkenntnisse wurde das Wappen von Dahn 1952 neu gestaltet.

Die Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten durch eine erhöhte eingebogene goldene Spitze, darin eine grüne Tanne auf grünem Hügel, von Blau und Rot; vorn ein durchgehendes silbernes Kreuz, hinten ein silberner Adler.“

Die Tanne als vermutetes Symbol für den Ortsnamen war früher das alleinige Dahner Siegelbild. Das neue Wappen berücksichtigte folgende Voraussetzungen: Da die Ritter von Than über vierhundert Jahre lang die Herren des Ortes Dahn waren, wurde der weiße Adler auf rotem Feld ihrem Wappen entnommen, das drei weiße Adler zeigt (die möglicherweise die aus drei Burgen bestehende Dahner Burgengruppe symbolisieren). Später war Dahn bis zum Übergreifen der Französischen Revolution nach Südwestdeutschland Sitz eines Amtes des Hochstifts Speyer, weshalb von diesem das weiße Kreuz übernommen wurde. Die Tanne verblieb als Erinnerung an den Ortsnamen, an das alte Gerichtssiegel und an die landschaftliche Lage des Ortes im Pfälzerwald.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Seit 1971 ist Wasselonne im Elsass Partnergemeinde von Dahn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege

In Dahns Umgebung befinden sich die Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein, auch als Dahner Burgengruppe bekannt, sowie die Burg Neudahn.

Der Ort wird vom Jungfernsprung überragt, einem etwa 70 m hohen steilen Felsen, der als Teil des Klettergebiets Südpfalz im Sommer oft das Ziel von Sportkletterern ist und zu dem eine alte Sage existiert.

Noch heute bilden die Wälder rund um Dahn einen der „Lebensräume“ für das Fabelwesen Elwetritsch, dem in Dahn ein Elwetritsche-Lehrpfad, ein Elwetritsche-Wanderweg, ein Elwetritsche-Brunnen und weitere „Denkmäler“ gewidmet sind.

2008 wurden zwei sogenannte Premiumwanderwege angelegt. Die Felsentour ist ein außergewöhnlicher Rundwanderweg entlang beeindruckender Felsformationen, auf der Gespenstertour lernt der Wanderer Burgen und Felsen kennen.

Im Süden der Stadt, am Rande der Felsgruppe Hochstein, liegt der Dahner Ehrenfriedhof für Soldaten aus der Pfalz und dem Elsass, die bei der Ardennen-Offensive im Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Seit November 2007 erinnern im Stadtbereich Stolpersteine[6] an diejenigen Einwohner, die in der Zeit des Nationalsozialismus Opfer der Willkürherrschaft wurden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der strukturschwachen Südwestpfalz muss Dahn ohne nennenswerte Industrie auskommen. Die Probleme lassen sich auch daraus ersehen, dass die Einwohnerzahl sich rückläufig entwickelt. Einzig der Tourismus zeigt angesichts der weitgehend intakten, zum Teil sogar spektakulären Natur einen positiven Trend.

Verkehr[Bearbeiten]

Zug im Bahnhof Dahn

Mitten durch Dahn führt die B 427 (HinterweidenthalBad Bergzabern). Der ursprünglich vorgesehene Streckenschluss der A 8 (PirmasensKarlsruhe) an Dahn vorbei wurde nie realisiert. Eine kleinere Ortsumgehung ist aber für die Zukunft geplant.

In Dahn verfügt die Wieslauterbahn, die seit 1997 im Ausflugsverkehr betrieben wird, mit dem Bahnhof und den Haltepunkten Moosbachtal, Dahn Süd sowie Busenberg-Schindhard über vier Stationen. Die Züge verkehren mittwochs, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen von Mai bis Oktober sowie alljährlich zum Martinimarkt und zum Dahner Faschingsumzug. Der reguläre Personenzugbetrieb war 1966 eingestellt worden.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Das allgemeine St.-Josef-Krankenhaus der Stadt wurde zum Jahresende 2005 aus Kostengründen geschlossen. In der Felsenland-Klinik für Psychotherapie wird eine spezielle Technik der psychoanalytischen Hypnose (Hypnotherapie) praktiziert, die dort entwickelt wurde. Außerdem verfügt Dahn über eine Außenwohngruppe des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie.

Bildung[Bearbeiten]

Die Grundschule Dahn versorgt die Stadt sowie die Gemeinden Schindhard und Erfweiler. Das Schulzentrum Dahn mit einer Realschule Plus und dem Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium Dahn hat als Einzugsgebiet den westlichen Wasgau. Das Gymnasium ist das einzige im Landkreis Südwestpfalz. Ferner steht die Ritter-von-Tann-Förderschule zur Verfügung. Von 1958 bis 1994 betrieb die katholische Kirche das Studienheim St. Pirmin der Diözese Speyer, ein Internat für männliche Schüler, das nach dem heiligen Pirminius benannt war.

Sport[Bearbeiten]

Im Südwesten von Dahn befindet sich das Erlebnisbad Felsland Badeparadies. Vom 1. August 2010 bis 7. August 2010 war Dahn Austragungsort der Weltmeisterschaft im Feldbogenschießen.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit der Stadt verbunden sind[Bearbeiten]

  • Stephan Eisel (* 1955), Politiker (CDU), war Schüler des Otfried-von-Weißenburg-Gymnasiums.
  • Heiner Geißler (* 1930), Politiker (CDU), hatte sein Büro in Dahn.
  • Fritz Korter (1892–1945), Bildhauer, schuf das Dahner Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz.
  • Sigmar Kratzin (* 1940), Lehrer und Maler, lebt in Dahn.
  • Friedl Rinder (1905–2001), Schachspielerin, gewann 1959 in Dahn die deutsche Damen-Meisterschaft.
  • Klaus Scheidel (1970–2011), Weltmeister der World Field Archery Championchip in Dahn 2010 in der Klasse Bowhunter-Recurve
  • Jakob Cronauer, Träger des Bundesverdienstkreuzes
  • Anna Stoffel, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dahn – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Dahn – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 107 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Die Hyghalmen-Rolle entstand 1447–1455 in Köln und ist heute im Besitz des English College of Arms in London.
  6. Die erste Sekunde der Ewigkeit. Verlag PfalzMundArt, abgerufen am 28. April 2014.
  7. Offizielle Website der WFAC 2010