Busenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südwestpfalz | |
| Verbandsgemeinde: | Dahner Felsenland | |
| Höhe: | 245 m ü. NN | |
| Fläche: | 9,64 km² | |
| Einwohner: |
1291 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 134 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 76891, 66996 (Bärenbrunnerhof) | |
| Vorwahl: | 06391 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 40 002 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schulstraße 29 66994 Dahn |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Klaus Klonig (FWG) | |
| Lage der Ortsgemeinde Busenberg im Landkreis Südwestpfalz | ||
Busenberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz). Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Busenberg ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Busenberg liegt im deutschen Teil des Wasgaus, dem südlichen Teil des Pfälzerwaldes, in der Region Dahner Felsenland, von der die Verbandsgemeinde, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat, ihren Namen ableitet. Der Ort ist von Bergen umgeben, die ihn um etwa 200 Meter überragen. Beherrschende Erhebungen sind der Jüngstberg (491 Meter) im Südwesten und der Löffelsberg (445 Meter) im Nordosten. Der Ortskern erstreckt sich in einer Mulde dazwischen, kleinere Neubaugebiete sind mittlerweile an den Hängen emporgewachsen.
Zu Busenberg gehört der Weiler Bärenbrunnerhof, der vier Kilometer nordöstlich am Ende des Bärenbrunner Tales liegt und nur über den Nachbarort Schindhard erreicht werden kann sowie die Wohnplätze Bärenbrunnermühle und Weißensteiner Hof.[3]
Nachbarorte sind im Uhrzeigersinn die Stadt Dahn (nordwestlich, vier Kilometer entfernt), Schindhard (nördlich, ein Kilometer), Vorderweidenthal (östlich, sechs Kilometer), Erlenbach (südöstlich, fünf Kilometer) und Bruchweiler-Bärenbach (südwestlich, vier Kilometer). Acht Kilometer (Luftlinie) südwestlich verläuft die Grenze zum französischen Departement Bas-Rhin (Unterelsass).
Geschichte[Bearbeiten]
Vermutlich gab es den Ort bereits um das Jahr 1200, erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf 1408. Im Jubiläumsjahr 2008 feierte die Bevölkerung vom 8. bis 10. August drei Tage lang das 600-jährige Bestehen; bei einem auf die Historie bezogenen Festumzug ließen hauptsächlich die örtlichen Vereine mit ihren Motivwagen die Geschichte des Dorfes aufleben.
Während des Mittelalters und in der frühen Neuzeit zählte Busenberg wie die Umgebung meist zum Herrschaftsbereich des Hochstifts Speyer, zwischenzeitlich auch zur Kurpfalz bzw. zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Als die Französische Revolution in den 1790er Jahren auch auf die linksrheinischen deutschen Gebiete übergriff, wurden diese bis 1814 Bestandteil Frankreichs. Von 1816 an gehörte die heutige Pfalz zum Königreich, ab 1918 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Freistaat Bayern. Im 1946 gebildeten Land Rheinland-Pfalz liegend, wurde Busenberg 1972 im Zuge einer umfassenden Verwaltungsreform der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland zugeordnet.
Religion[Bearbeiten]
2012 waren 75,3 Prozent der Einwohner katholisch und 11,0 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.
Jüdische Einwohner gibt es in Busenberg nicht mehr. Die letzten wurden 1940 durch die Nationalsozialisten deportiert und sind tot oder verschollen; am 21. November 2007 wurden vor ihren früheren Wohnstätten durch den Kölner Künstler Gunter Demnig Stolpersteine verlegt.[5] 1824, als die örtliche jüdische Gemeinde ihre größte Mitgliederzahl erreichte, lebten hier 127 Bürger jüdischen Glaubens.[6] Nahe Busenberg existiert bis heute der denkmalgeschützte Jüdische Friedhof Busenberg.
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Busenberg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]
| Wahl | SPD | CDU | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 3 | 3 | 10 | 16 Sitze |
| 2004 | – | 5 | 11 | 16 Sitze |
Wappen[Bearbeiten]
Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Schwarz und Gold gespalten, rechts ein zehnendiges goldenes Hirschgeweih, links ein blaubewehrter und -bezungter roter Löwe“.
Es wurde 1972 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Der Pfälzer Löwe steht für die ehemaligen Ortsherren, die wittelsbachischen Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, und das Hirschgeweih entstammt dem Wappen der Edlen von Drachenfels, die anfangs Ministerialen und Lehnsmannen des Bischofs von Speyer waren.[8]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Jüdisches Badehaus – Das ehemalige rituelle Judenbad in der Talstraße ist das einzige Mikwegebäude in der Pfalz, das erhalten geblieben ist. Die Bausubstanz ist allerdings in sehr schlechtem Zustand.
Jüdischer Friedhof – Der jüdische Friedhof mit 286 Grabstätten liegt auf einer kleinen Anhöhe etwa einen halben Kilometer südöstlich außerhalb des Ortes in Richtung Bad Bergzabern. Er war von 1824 bis in die Zeit des Nationalsozialismus und, für drei Bestattungen, zwischen 1958 und 1979 in Gebrauch. Nicht nur 1938, sondern auch noch lange nach dem Ende des Dritten Reiches – 1978, 1994 und 1997 – war er Ziel von Friedhofsschändungen.[6] 1985 wurde die Anlage als geschütztes Kulturgut im Sinne der Haager Konvention eingestuft.
Felsenburg – Im Gemeindegebiet unmittelbar südlich oberhalb Busenbergs liegt auf 368 Meter Höhe die Burg Drachenfels mit dem auffälligen Backenzahn, wie der Rest des Bergfrieds im Volksmund genannt wird. Sie wurde 1523 zerstört, weil ein Ganerbenanteil dem besiegten und getöteten Ritter Franz von Sickingen gehört hatte. Letzte Herren der Ruine waren die Eckbrechte von Dürkheim, die nach der Französischen Revolution enteignet wurden. Seither befindet sich die Anlage in Gemeindebesitz. Sie wurde über mehrere Jahrhunderte als Steinbruch missbraucht.
Schlösschen – Freiherr Franz Christoph Eckbrecht von Dürkheim errichtete 1778 mit Steinen vom Drachenfels mitten in Busenberg ein herrschaftliches Landhaus, das heute „Schlösschen“ genannt wird.[9]
Jakobuskirche – Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus ging gemäß Urkunde vom 6. Oktober 1490 aus einer mittelalterlichen Kapelle hervor. Sie wurde in der späten Barockzeit zwischen 1760 und 1767 vergrößert und ausgebaut, dabei wurden ebenfalls Steine vom Drachenfels verwendet.[9]
Rundwanderweg – Der 24 Kilometer lange Busenberger Holzschuhpfad wurde zur Erinnerung an den früher auch in Busenberg verbreiteten Beruf der Holzschuhmacher angelegt und führt über sieben Berggipfel und zehn Aussichtspunkte rund um den Ort.[10]
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Der Ort verfügt über keinerlei Industrie und ist eine reine Wohngemeinde. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts öffnete sich Busenberg verstärkt dem Tourismus. Die Werbung bezieht sich vor allem auf die Lage inmitten des Naturparks Pfälzerwald und empfiehlt Wander- und Radtouren. Als Unterkünfte werden hauptsächlich private Fremdenzimmer und Ferienwohnungen angeboten.
Verkehr[Bearbeiten]
Durch Busenberg führt die Bundesstraße 427, die von Nordwest nach Südost verläuft und über 40 Kilometer Hinterweidenthal und Bad Bergzabern verbindet. In Hinterweidenthal ist die B 427 an die B 10 angebunden, in Bad Bergzabern besteht Anschluss an die Bundesstraßen 38 und 48.
Literatur[Bearbeiten]
- Otmar Weber: „Wie eine weiße Lilie in ihrer ersten Blüte ...“. Der jüdische Friedhof Busenberg. Verlag Geiger-Druck, Dahn 1998, ISBN 3-00-003507-9.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 94 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
- ↑ stolpersteine.com: Chronik
- ↑ a b Weber: „Wie eine weiße Lilie in ihrer ersten Blüte ...“, S. 96
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
- ↑ Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
- ↑ a b busenberg.de: Ortschronik
- ↑ dahner-felsenland.net: Busenberer Holzschuhpfad (4,83 MB)
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