Namibische Rugby-Union-Nationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Namibia
Logo Namibia Sports National Teams.png
Spitzname(n) Welwitschias
Verband Namibia Rugby Union
Nationalstadion Hage-Geingob-Stadion
Trainer Danie Vermeulen
Kapitän Corné Powell
Heim
Auswärts
Meiste Länderspiele
Herman Lintvelt (34)
Meiste erzielte Punkte
Jaco Coetzee (174)
Meiste erzielte Versuche
Gerhard Mans (12)
Erstes Länderspiel
NamibiaNamibia Namibia 0:9 British and Irish Lions Free Use British and Irish Lions flag.PNG
(5. Juli 1955)
Höchster Sieg
NamibiaNamibia Namibia 116:0 Madagaskar MadagaskarMadagaskar
(15. Juni 2002)
Höchste Niederlage
AustralienAustralien Australien 142:0 Namibia NamibiaNamibia
(25. Oktober 2003)
Weltmeisterschaft
Teilnahmen: 4
Bestes Ergebnis: jeweils Gruppenletzter
World Rugby-Kürzel: NAM
WR-Rang: 22. (58.78 Punkte) (Stand: 1. September 2014)[1]

Die Namibische Rugby-Union-Nationalmannschaft repräsentiert Namibia in der Rugby Union. Das Team ist vom International Rugby Board (IRB) als Nationalmannschaft der dritten Kategorie eingestuft. Der Spitzname des Teams lautet Welwitschias, eine in der Namib-Wüste wachsende Pflanze.

Hinter Südafrika gehört Namibia zu den stärksten Vertretern Afrikas im Rugby Union.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Welwitschia, Namensgeber der Nationalmannschaft

Rugby wird bereits seit 1916 in Namibia gespielt und wurde von den Südafrikanern, während ihrer Mandatsherrschaft eingeführt. Das erste Länderspiel gegen die British and Irish Lions am 5. Juli 1955 verlor man knapp mit 0:9. Bevor Namibia 1990 seine Unabhängigkeit erlangte, spielte es als South West Africa im südafrikanischen Currie Cup mit und erzielte mit einem dritten Platz 1989 sein bestes Ergebnis. Zudem ist es bis heute nicht unüblich, dass in Namibia geborene Spieler für Südafrika auflaufen. Als beste Beispiele gelten Jan Ellis und Percy Montgomery.

Im März 1990 wurde dann der eigene Verband gegründet, welcher noch im selben Monat dem International Rugby Board beitrat. Dies war jedoch trotzdem zu spät, um an der Qualifikation für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1991 teilzunehmen. Im ersten Jahr der Eigenständigkeit ging das Team in sämtlichen zehn Testspielen als Sieger vom Platz, darunter Siege gegen Irland und Italien, die als weitaus stärker eingeschätzt waren.

1995 startete man dann erstmals in der Qualifikation zur Rugby-Union-Weltmeisterschaft, jedoch scheiterte das Team in der zweiten und letzten Qualifikationsrunde knapp an der Elfenbeinküste.

In der Qualifikation zur Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1999 konnten sich die Welwitschias zum ersten Mal für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Dort hagelte es deutliche Niederlagen gegen die Mannschaften Fidschis, Kanadas und Frankreichs. Einziger Lichtblick des Turniers war ein früher Versuch (Try) gegen Frankreich, der dem Team bis zur 20. Spielminute einen ausgeglichenen Spielstand bescherte.

Namibische Rugbynationalmannschaft

Mit einem knappen Sieg über Tunesien qualifizierte man sich auch für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2003. Dort musste die Mannschaft wie vier Jahre zuvor nach vier überaus deutlichen Niederlagen gegen Australien, Irland, Argentinien und Rumänien nach der Vorrunde abreisen.

In zwei hart umkämpften Partien gegen die Auswahl Marokkos qualifizierte sich Namibia zum dritten Mal in Folge für eine Weltmeisterschaft, die 2007 in Frankreich stattfand, konnte aber keinen einzigen Sieg erringen.

Die bisher größten Erfolge errang die Nationalmannschaft mit dem Sieg des IRB Nations Cup 2010 in Rumänien sowie dem Gewinn der Rugby-Union-Afrikameisterschaften 2002, 2004 und 2008/09.

Bei der Weltmeisterschaft 2011 wurden in der Vorrundengruppe D alle Spiele verloren.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Namibia trat bisher drei Mal im Rahmen von Freundschaftsspielen gegen die Deutsche Rugby-Union-Nationalmannschaft an. 1990 gewannen die Welwitschias 54 zu 7, 1999 79 zu 13 und am 29. Oktober 2014 58 zu 20.[2]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Die namibische Nationalmannschaft nahm bisher an vier Rugby-Union-Weltmeisterschaften teil. Sie war bisher bei allen Weltmeisterschaft nach der IRB-Weltrangliste die am niedrigsten eingestufte Mannschaft. Sie gewann kein Spiel und wurde folglich bei allen Teilnahmen jeweils Gruppenletzter. Zu den besten Spielen zählt das Vorrundenspiel bei der Weltmeisterschaft 2011 gegen Fidschi, welches die Mannschaft 25:49 verlor.

Afrikameisterschaft[Bearbeiten]

IRB Nations Cup[Bearbeiten]

  • 2006 IRB Nations Cup in PortugalPortugal Portugal: nicht teilgenommen
  • 2007 in RumänienRumänien Rumänien: teilgenommen
  • 2008 in RumänienRumänien Rumänien: nicht teilgenommen
  • 2009 in RumänienRumänien Rumänien: nicht teilgenommen
  • 2010 in RumänienRumänien Rumänien: 1. Platz
  • 2011 in RumänienRumänien Rumänien: 4. Platz
  • 2012 in RumänienRumänien Rumänien: nicht teilgenommen
  • 2013 in RumänienRumänien Rumänien: nicht teilgenommen
  • 2014 in RumänienRumänien Rumänien: nicht teilgenommen

Kader[Bearbeiten]

Der angegebene Kader basiert auf der Nominierung für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011 in Neuseeland.[3]

Name Aktiver Verein
Schlussmann (Fullback)
Chrysander Botha NamibiaNamibia Kudu
Danie Dames SudafrikaSüdafrika Leopards
Rechter/Linker Außendreiviertel (Right/Left Wing)
Heini Bock NamibiaNamibia Reho Falcon
Conrad Marais SudafrikaSüdafrika Villager
McGrath van Wyk RumänienRumänien Farul Constanța
Llewellyn Winkler NamibiaNamibia Western Suburbs
Erster/Zweiter Innendreiviertel (Inside/Outside Centre)
Darryl de la Harpe NamibiaNamibia Western Suburbs
David Philander NamibiaNamibia United
Danie van Wyk NamibiaNamibia United
Piet van Zyl unbekannt
Verbindungshalb (Fly-Half)
Theuns Kotze SudafrikaSüdafrika Universität Johannesburg
TC Losper NamibiaNamibia Western Suburbs
Gedrängehalb (Scrum-Half)
Eugene Jantjies NamibiaNamibia Western Suburbs
Ryan de la Harpe EnglandEngland Moseley
Nummer Acht (Eightman)
PJ van Lill NamibiaNamibia Wanderers
Linker/Rechter Flügelstürmer (Flank)
Jacques Burger EnglandEngland Saracens
Tinus du Plessis NamibiaNamibia Wanderers
Rohan Kitshoff SudafrikaSüdafrika Western Province
Jacques Nieuwenhuis FrankreichFrankreich Aurillac
Renaud van Neel NamibiaNamibia UNAM
Zweite-Reihe-Stürmer (Flock)
Nico Esterhuyse NamibiaNamibia Keetmanshoop
Henk Franken SudafrikaSüdafrika Villager
Wacca Kazombiaze NamibiaNamibia Reho Falcon
Heinz Koll NamibiaNamibia Wanderers
Linker/Rechter Pfeiler (Prop)
Jané du Toit SudafrikaSüdafrika Villager
Raoul Larson SudafrikaSüdafrika Villager
Johnny Redelinghuys NamibiaNamibia Wanderers
Marius Visser SudafrikaSüdafrika Border Bulldogs
Hakler (Hooker)
Egbertus O'Callaghan NamibiaNamibia Wanderers
Hugo Horn vereinslos
Trainer
NamibierNamibier Johan Diergaardt

Junioren[Bearbeiten]

Das Junioren-Team von Namibia erreichte 2008 und 2009 bei der Junior World Rugby Trophy den 5. Platz. Bei der JWRT 2013 erzielte Namibia den achten und damit letzten Platz. 2014 wurde die Mannschaft Afrikameister.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IRB World Rankings - 1 September 2014. In: IRB.com, 1 September 2014. Abgerufen am 01. September 2014.
  2. DRV XV verliert deutlich gegen WM-Teilnehmer Namibia. Deutscher Rugby-Verbabd, 29. Oktober 2014 abgerufen am 30. Oktober 2014
  3. Namibian Rugby World Cup squad announced . Namibia Sport, 17. August 2011