Zeitalter der Franko-Flamen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Dikussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Das Zeitalter der Franko-Flamen (auch: Niederländische Schule) bezeichnet in der Musikgeschichte die polyphone Vokalmusik der Renaissancezeit, etwa zwischen 1420 und 1600, als die Burgunder Herzöge über Flandern regierten, bis hin zu Kaiser Karl V. Die meisten Komponisten dieser Periode stammen aus dem südlichen Belgien, dem Fürstbistum Lüttich und den ehemals zur Grafschaft Flandern gehörenden Provinzen in Nordfrankreich. Komponisten und Sänger aus diesem Gebiet oder der Stilrichtung, waren in den meisten Hofkapellen Europas tonangebend. Trotz des Namens stammen relativ wenige Komponisten aus dem Gebiet der heutigen Niederlande. Die Komponisten dieser Region waren jedoch berühmt für ihre Arbeit anderenorts. Bis Ende des sechzehnten Jahrhunderts schob sich der Schwerpunkt der westlichen Musikwelt nach Italien.

Diese Zeitspanne wird in fünf Zeitabschnitte (Generationen) gegliedert. Die musikgeschichtliche Bedeutung der Franko-Flämischen Schule liegt in der Weiterentwicklung der mehrstimmigen Musik und der Entwicklung des Kontrapunktes, der von Giovanni Pierluigi da Palestrina zur Perfektion gebracht wird.

Das Zeitalter der Franko-Flamen beginnt mit der Wahrnehmung der Terz und Sext als Konsonanz. Dies wurde vor allem durch John Dunstable und den Fauxbourdon vorangetrieben und verbreitet.

Abschnitte[Bearbeiten]

Die Wegbereiter ca. 1380-1420[Bearbeiten]

ca. 1420-1450[Bearbeiten]

Die erste Generation (1420-1450) war von Dufay, Binchois and Antoine Busnois dominiert; diese Gruppe ist meist als die Burgundische Schule bekannt. Die Quellen dieses Stils beziehen sowohl Burgundische Traditionen als auch italienische und englische Stilelemente ein.

Motettenkompositionen werden wie schon im 14. Jahrhundert vom Verfahren der Isorhythmie bestimmt. Die Messe wird eine autonom musikalische Form. Die Vierstimmigkeit wird zur Norm. Es entwickeln sich die Discantusmesse und die Cantus firmus Messe.

ca. 1450-1490[Bearbeiten]

Ockeghem ist der Hauptvertreter der zweiten Generation.

ca. 1490-1520[Bearbeiten]

In dieser Zeit wird eine Gleichberechtigung aller Stimmen angestrebt. Musiker kommen aus den Niederlanden nach Italien. Dadurch verbinden sich die Künste der Niederländer mit den italienischen "Volksliedern" Lauda und Frottola. Josquin des Prez ist ein bedeutender Vertreter dieser Generation.

ca. 1520-1550[Bearbeiten]

Ab dieser Zeit gibt es Regeln zur restriktiven Dissonanzenbehandlung. Fünf- und Sechsstimmigkeit werden zur Norm. Der cantus firmus verliert an Bedeutung. Es entsteht die Parodiemesse. Zu dieser Zeit lebten viele Komponisten in Italien und anderen Ländern.

ca. 1550-1600[Bearbeiten]

Während der Gegenreformation findet das Konzil von Trient statt, bei dem maßgeblich die Kirchenmusik und deren Verständlichkeit diskutiert werden.

Siehe auch: Kategorie:Franco-Flämischer Komponist

Gattungen des Zeitalters der Franko-Flamen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]