Anna-Lena Friedsam

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Anna-Lena Friedsam Tennisspieler
Anna-Lena Friedsam
Anna-Lena Friedsam 2019
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 1. Februar 1994
Größe: 174 cm
Gewicht: 68 kg
1. Profisaison: 2011
Spielhand: rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Sascha Müller
Preisgeld: 1.850.733 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 281:173
Karrieretitel: 0 WTA, 1 WTA Challenger, 13 ITF
Höchste Platzierung: 45 (15. August 2016)
Aktuelle Platzierung: 128
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 78:68
Karrieretitel: 1 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 34 (21. September 2020)
Aktuelle Platzierung: 65
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
2. August 2021
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Anna-Lena Friedsam (* 1. Februar 1994 in Neuwied) ist eine deutsche Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedsam begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennissport. 2009 wurde sie Deutsche Jugendmeisterin.

Saison 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie gewann in diesem Jahr sechs ITF-Turniere. Damit verbesserte sie sich zwischen Januar und August um etwa 450 Plätze in der Weltrangliste. In der zweiten Runde der Qualifikation des WTA-Turniers von Luxemburg besiegte sie 2012 mit Andrea Hlaváčková erstmals eine Top-100-Spielerin.

Saison 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August gewann sie das ITF-Turnier von Kasan, im September das von Trabzon. Bei den French Open, in Wimbledon und den US Open sowie bei mehreren WTA-Turnieren nahm sie an der Qualifikation teil, wobei ihr ein Sieg gegen Peng Shuai in Stuttgart gelang, aber nicht die Qualifikation für ein Hauptfeld.

Saison 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch einen Sieg über Luksika Kumkhum konnte sich Friedsam in Shenzhen erstmals für das Hauptfeld eines WTA-Turniers qualifizieren; mit einem Sieg über Bojana Jovanovski zog sie dort ins Achtelfinale ein, in dem sie Jana Čepelová unterlag. Bei den Australian Open scheiterte sie in der Qualifikation. Beim Hallenturnier in Paris gelang ihr erstmals die Qualifikation für ein Turnier der Premier-Kategorie. In Rio de Janeiro, wo sie erstmals direkt für das Hauptfeld eines WTA-Turniers qualifiziert war, erreichte sie das Achtelfinale. Auch in Wimbledon sowie in Roland Garros war sie durch ihre Weltranglistenposition erstmals für die Hauptrunde qualifiziert; sie kam jedoch jeweils nicht über die erste Runde hinaus. Nach ihrem Ausscheiden in der Qualifikation der US Open gewann sie Anfang September 2014 ihr erstes WTA-Challenger-Turnier im Einzel; sie besiegte im Finale von Suzhou die Chinesin Duan Yingying mit 6:1, 6:3.

Ihr bislang größter Erfolg gelang ihr dann in der ersten Runde des WTA-Turniers von Linz mit einem Sieg (2:6, 6:3, 6:4) über die an Position 3 gesetzte Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulková. Nach weiteren Siegen über Jana Čepelová und Stefanie Vögele erreichte Friedsam zum ersten Mal das Halbfinale eines WTA-Turniers, in dem sie Karolína Plíšková unterlag.

Saison 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Hauptfeld der Australian Open war sie direkt qualifiziert; sie traf in der ersten Runde jedoch auf die an Position 7 gesetzte Eugenie Bouchard, der sie mit 2:6, 4:6 unterlag. Bei den French Open und in Wimbledon erreichte sie jeweils die zweite Runde. Am 20. Juli erlitt sie in der Partie gegen Klára Koukalová bei den Nürnberger Gastein Ladies beim Spielstand von 6:1 und 4:0 einen doppelten Bänderriss, der sie zu einer längeren Auszeit zwang.[1] Nach ihrer Rückkehr erreichte sie bei den Generali Ladies Linz mit Siegen über Magdaléna Rybáriková, Andreea Mitu, Margarita Gasparjan und Johanna Larsson das Finale. Ende des Jahres wurde Friedsam Deutsche Tennismeisterin, als sie im Finale der nationalen Meisterschaften Katharina Hobgarski mit 6:0 und 6:1 besiegte.[2]

Saison 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Saisonbeginn erreichte sie zunächst das Halbfinale in Shenzhen, wo sie Agnieszka Radwańska unterlag. Bei den darauf folgenden Australian Open zog sie erstmals in ihrer Karriere ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein.[3] Bei den US Open bestritt sie ihr vorerst letztes Match, denn im Saisonverlauf steigerten sich ihre Probleme mit der Schulter, die schließlich operiert werden musste.[4]

Seit 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen ihrer Schulteroperation konnte Friedsam erst Ende des Jahres 2017 beim ITF-Turnier in Clermont-Ferrand ihr Comeback beginnen[4] und gewann das ITF-Turnier in Shrewsbury.

Bei den Australian Open 2018 hatte sie gleich in der ersten Runde Angelique Kerber zur Gegnerin und unterlag. In der ersten Aprilwoche musste sich Friedsam erneut an der Schulter operiert lassen[5] und konnte erst Ende Mai mit dem Aufbautraining beginnen.[6]

Saison 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Februar 2020 debütierte Friedsam für die deutsche Fed-Cup-Mannschaft. Wenig später gelang ihr der bis dahin größte internationale Erfolg beim Turnier von Lyon, dort erreichte sie nach Linz 2015 zum zweiten Mal das Finale eines WTA International Tournaments, verlor dieses aber gegen Sofia Kenin 2:6, 6:4, 4:6. Im Turnierverlauf besiegte die ungesetzte Deutsche drei gesetzte Spielerinnen, zunächst die Nummer zwei der Setzliste, Kristina Mladenovic, und danach Viktória Kužmová sowie Darja Kassatkina.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 12. März 2012 KasachstanKasachstan Astana ITF $10.000 Hartplatz RusslandRussland Jekaterina Jurjewna Jaschina 6:4, 6:3
2. 27. Mai 2012 SlowenienSlowenien Velenje ITF $10.000 Sand ItalienItalien Agnese Zucchini 6:1, 6:3
3. 3. Juni 2012 SlowenienSlowenien Maribor ITF $25.000 Sand BrasilienBrasilien Teliana Pereira 2:6, 7:62, 6:2
4. 17. Juni 2012 ItalienItalien Padua ITF $25.000 Sand ItalienItalien Corinna Dentoni 6:2, 6:2
5. 15. Juli 2012 DeutschlandDeutschland Aschaffenburg ITF $25.000 Sand DeutschlandDeutschland Kathrin Wörle 6:4, 2:6, 6:4
6. 26. August 2012 BelgienBelgien Charleroi ITF $25.000 Sand NiederlandeNiederlande Angelique van der Meet 6:4, 7:65
7. 24. März 2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sunderland ITF $15.000 Hartplatz BelgienBelgien Alison Van Uytvanck 6:2, 7:64
8. 31. August 2013 RusslandRussland Kasan ITF $50.000 Hartplatz RusslandRussland Marta Sirotkina 6:2, 6:3
9. 14. September 2013 TurkeiTürkei Trabzon ITF $50.000 Hartplatz UkraineUkraine Julija Bejhelsymer 4:6, 6:3, 6:3
10. 28. September 2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Loughborough ITF $25.000 Hartplatz (Halle) BelgienBelgien Alison Van Uytvanck 6:3, 6:0
11. 6. September 2014 China VolksrepublikVolksrepublik China Suzhou WTA Challenger Hartplatz China VolksrepublikVolksrepublik China Duan Yingying 6.1, 6:3
12. 15. Juni 2015 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ilkley ITF $50.000 Rasen PolenPolen Magda Linette 5:7, 6:3, 6:1
13. 11. November 2017 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Shrewsbury ITF $25.000 Hartplatz (Halle) NiederlandeNiederlande Lesley Kerkhove 6:4, 6:2
14. 28. September 2019 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Roehampton ITF $25.000 Hartplatz NiederlandeNiederlande Indy de Vroome 6:3, 6:3

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Turniersiegerin Ergebnis
1. 18. Oktober 2015 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz RusslandRussland Anastassija Pawljutschenkowa 4:6, 3:6
2. 8. März 2020 FrankreichFrankreich Lyon WTA International Hartplatz (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sofia Kenin 2:6, 6:4, 4:6

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 13. Februar 2012 DeutschlandDeutschland Leimen ITF $10.000 Hartplatz (Halle) DeutschlandDeutschland Julia Kimmelmann BelgienBelgien Elyne Boeykens
DeutschlandDeutschland Jana Nabel
6:1, 7:64
2. 21. Mai 2012 SlowenienSlowenien Velenje ITF $10.000 Sand UngarnUngarn Vanda Lukacs SlowenienSlowenien Anja Prislan
DeutschlandDeutschland Dejana Raickovic
7:63, 5:7, [10:4]
3. 25. März 2013 FrankreichFrankreich Croissy-Beaubourg ITF $50.000 Hartplatz (Halle) BelgienBelgien Alison Van Uytvanck FrankreichFrankreich Stéphanie Foretz
TschechienTschechien Eva Hrdinová
6:3, 6:4
4. 28. April 2019 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) DeutschlandDeutschland Mona Barthel RusslandRussland Anastassija Pawljutschenkowa
TschechienTschechien Lucie Šafářová
2:6, 6:3, [10:6]

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Turniersiegerinnen Ergebnis
1. 10. November 2013 Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Taipeh WTA Challenger Hartplatz (Halle) BelgienBelgien Alison Van Uytvanck FrankreichFrankreich Caroline Garcia
KasachstanKasachstan Jaroslawa Schwedowa
3:6, 3:6
2. 20. September 2020 ItalienItalien Rom WTA Premier 5 Sand RumänienRumänien Raluca Olaru Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Hsieh Su-wei
TschechienTschechien Barbora Strýcová
2:6, 2:6
3. 11. April 2021 KolumbienKolumbien Bogotá WTA 250-Kategorie Sand RumänienRumänien Mihaela Buzărnescu FrankreichFrankreich E. Lechemia
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten I. Neel
3:6, 3:6

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Karriere
Australian Open Q1 1 AF 1 Q1 Q1 AF
French Open Q1 1 2 1 1 Q3 2
Wimbledon Q2 1 2 3 1 n. a. Q1 3
US Open Q1 Q3 1 1 Q3 2 Q2 2

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Runde der Qualifikation; n. a. = nicht ausgetragen

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Karriere
Australian Open 1 1 1
French Open AF AF 1 2 AF
Wimbledon 1 AF n. a. 2 AF
US Open 1 AF AF 1 AF

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Anna-Lena Friedsam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anna-Lena Friedsam erleidet zweifachen Bänderriss. Abgerufen am 21. Juli 2015.
  2. DM 2015: Friedsam und Otte gewinnen in Biberach, auf: dtb-tennis.de, vom 20. Dezember 2015, abgerufen 31. Mai 2018
  3. Gerald Kleffmann: Friedsam rockt Melbourne, auf: sueddeutsche.de, vom 22. Januar 2016, abgerufen 24. Januar 2016
  4. a b Anna-Lena Friedsam: „Endlich wieder auf dem Court“, auf: dtb-tennis.de, vom 2. Oktober 2017, abgerufen 31. Mai 2018
  5. Anna-Lena Friedsam erneut an der Schulter operiert, auf: spox.com, vom 7. April 2018, abgerufen 31. Mai 2018
  6. Blog & News – Aufbautraining, auf: anna-lena-friedsam.de, vom 28. Mai 2018, abgerufen 31. Mai 2018