Araux

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Araux
Araux (Frankreich)
Araux
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Le Cœur de Béarn
Gemeindeverband Communes du Béarn des Gaves
Koordinaten 43° 21′ N, 0° 48′ WKoordinaten: 43° 21′ N, 0° 48′ W
Höhe 98–188 m
Fläche 5,40 km2
Einwohner 139 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 26 Einw./km2
Postleitzahl 64190
INSEE-Code

Araux ist eine französische Gemeinde mit 139 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Le Cœur de Béarn (bis 2015: Kanton Navarrenx).

Der Name in der gaskognischen Sprache lautet Araus.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Araux liegt in einem waldreichen Gebiet ca. 27 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie im Béarn.

Umgeben wird Araux von den Nachbargemeinden:

Araux liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour am linken Ufer des Gave d’Oloron, einem Zufluss des Gave de Pau. Zuflüsse des Gave d’Oloron, der Lausset und die Bäche Cassou dou Boue und Ruisseau de Lescuncette durchfließen das Ortsgebiet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert erwähnten die Schriften einen Bischof namens Arnaud d’Araux, der beauftragt war, die Kapelle von Gabas einzuweihen. Araux selbst wird im 13. Jahrhundert erstmals unter den Namen Araus im Kopialbuch von Tarragona erwähnt. In der Volkszählung im Jahre 1385 wurden 27 Haushalte gezählt und vermerkt, dass die Siedlung in der Bailliage von Navarrenx liegt. Am Ende des Mittelalters war Araux eine relativ bedeutsame Ortschaft mit einem Laienkloster, lehnsabhängig vom Vicomte von Béarn, und zwei adligen Familien, die Lo Casteg und die des Abtes des Laienklosters. Im späteren Verlauf kam Anaux zum Baronat von Jasses. Nach den Hugenottenkriegen im 17. Jahrhundert gehörte das Dorf der Familie Casamajor-Jasses, die das Lehen mit dem Laienkloster zusammenlegten.[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2014
Einwohner 115 109 123 110 115 118 129 139
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2009[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche, gewidmet Johannes dem Täufer. Die ursprüngliche Kirche wurde wie viele Kirchen während des Hugenottenkrieges zerstört, die heutige Kirche im Rahmen einer groß angelegten Aktion im 17. Jahrhundert wiederaufgebaut. Der Glockengiebel hat die charakteristische Form eines Clocher trinitaire als Symbol der Trinität. Wegen der drei Kreuze auf den Spitzen der Dachaufsätze des Giebels lässt sich auch eine Verbindung mit der Passion Christi auf dem Berg Golgotha herstellen. Der gedeckte Vorbau schützt das seitliche Eingangsportal, eingefasst in einem Rundbogen aus Quadersteinen. Das Kircheninnere ist in einem Haupt- und einem Seitenschiff eingeteilt. Wahrscheinlich im 19. Jahrhundert hat der Innenraum Wandmalereien erhalten mit Blumenmotiven, deren Farben sich nach dem jeweiligen Altar in der Nähe richten.[7]
  • Schloss von Araux. Am Ende einer Allee inmitten üppiger Vegetation steht das am Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Schloss, Die Fassade mit orangefarbenem Putz, der im Kontrast zu den hellen Quadersteinen steht, die in einem Rundbogen die Fenster umrahmen, ist im sogenannten Île-de-France-Stil gehalten.[8]
  • Eiffelbrücke. Die 20 m lange und 3 m breite Brücke überquert den Lausset in einem Stück ohne Pfeiler. Der Entwurf der Brücke ist Gustave Eiffel zu verdanken, die Ausführung im Jahre 1891 allerdings der Firma Labas in Bayonne, zwei Jahre nach der Weltausstellung in Paris.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Araux liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[10]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[11]
Gesamt = 7

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Araux wird durchquert von der Route départementale 936 (ehemalige Route nationale 636).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Araux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France, volume III (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Librairie Droz, Genf. S. 1442. 1863. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  2. Ma commune : Araux (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  3. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 8. 1863. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  4. Conseil régional d’Aquitaine: Araux (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  5. Notice Communale Araux (fr) EHESS. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  6. Populations légales 2014 Commune d’Araux (64033) (fr) INSEE. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  7. Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Jean-Baptiste (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  8. Conseil régional d’Aquitaine: Château d’Araux (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  9. Conseil régional d’Aquitaine: Pont Eiffel d’Araux (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  10. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 28. August 2017.
  11. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Araux (64033) (fr) INSEE. Abgerufen am 14. Januar 2017.