Saint-Pé-de-Léren

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Saint-Pé-de-Léren
Saint-Pé-de-Léren (Frankreich)
Saint-Pé-de-Léren
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel
Gemeindeverband Béarn des Gaves
Koordinaten 43° 30′ N, 1° 2′ WKoordinaten: 43° 30′ N, 1° 2′ W
Höhe 9–49 m
Fläche 5,31 km2
Einwohner 257 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 48 Einw./km2
Postleitzahl 64270
INSEE-Code

Pfarrkirche Saint-Pierre in Saint-Pé-de-Léren

Saint-Pé-de-Léren ist eine französische Gemeinde mit 257 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie (bis 2016: Arrondissement Pau) und zum Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel (bis 2015: Kanton Salies-de-Béarn).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Pé-de-Léren liegt ca. 55 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Provinz Béarn an der nördlichen Grenze zum benachbarten Département Landes.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Léren Sorde-l’Abbaye (Landes)
Came Nachbargemeinden Carresse-Cassaber
Labastide-Villefranche
Saint-Dos

Saint-Pé-de-Léren befindet sich im Einzugsgebiet des Flusses Adour und liegt am linken Ufer des Gave d’Oloron, einem Nebenfluss des Gave de Pau. Einer seiner Nebenflüsse, der Baniou, hier auch Arriougrand genannt, durchquert das Gebiet der Gemeinde.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde war eine lange Zeit von der Abtei Saint-Jean de Sorde abhängig. Anschließend gehörte sie zum Erzpriestertum Rivière-Fleuve des Bistums Dax. Mit Came und Sames bildete die Gemeinde ein Baronat innerhalb des Herzogtums von Gramont und unterstand dem Grundherrn von Dax.[2][3]

Toponyme und Erwähnungen von Saint-Pé-de-Léren waren:

  • Sent-Per (1302, Urkunden der Vicomté des Béarn),
  • Sanctus-Petrus de Sendos (1413, rôles gascons),
  • Saint-Pé en France (1675, réformation de Béarn, Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
  • Saint Pée de Leren (1750, Karte von Cassini),
  • Saint Pé de Leren (1793, Notice Communale),
  • Saint-Pé (1801, Bulletin des Lois) und
  • Saint-Pé-de-Léren (1863, Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées).[3][4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde erreichte einen Höchststand ihrer Größe mit rund 440 Einwohnern in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Folge reduzierte sich die Einwohnerzahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1970er Jahren auf ein Niveau von rund 200. Nach der Jahrtausendwende setzte eine moderate Wachstumsphase ein, die bis heute anhält.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 228 217 200 207 207 205 235 253 257
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[5] INSEE ab 2006[6][7]
Los Chancaires auf dem Festival 2015

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr findet im Frühjahr in Saint-Pé-de-Léren das Festival Lo Primtemps de l’Arribèra mit Musik, traditionellen Tänzen und Animationen statt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche, geweiht dem Apostel Petrus. Sie ist im Mittelalter im romanischen Stil errichtet worden. Im späten 19. Jahrhundert und ein weiteres Mal im Jahre 1975 ist die Kirche restauriert worden. Bei den Arbeiten gegen 1896 wurde der Glockengiebel durch einen Glockenturm auf dem Eingangsvorbau ersetzt. Sein Sichtmauerwerk zeigt Kieselsteine im oberen Teil und Bruchsteine im unteren Teil des Turms. Typisch für die Region um Salies-de-Béarn ist die Umrandung des Eingangs mit weißen Steinen und der mit Schiefer gedeckte Helm des Glockenturms. Das einschiffige Langhaus der Kirche wird durch eine Apsis verlängert, deren Sichtmauerwerk ebenfalls die Verwendung von Kieselsteinen zeigt. Mehrere Pfarrer und Grundherren sind in der als nationales Kulturgut registrierten Kirche begraben.[8][9][10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ossau-Iraty verschiedener Reifungsgrade

Saint-Pé-de-Léren liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[12]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[13]
Gesamt = 29

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vorschule mit 16 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.[14]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Pé-de-Léren wird durchquert von der Route départementale 28.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Pé-de-Léren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ma commune : Saint-Pé-de-Léren (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  2. Saint-Pé-de-Léren (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 11. Dezember 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  3. a b Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 151. 1863. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  4. David Rumsey Historical Map Collection France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  5. a b Notice Communale Saint-Pé-de-Léren (fr) EHESS. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  6. Populations légales 2006 Commune de Saint-Pé-de-Léren (64494) (fr) INSEE. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  7. Populations légales 2014 Commune de Saint-Pé-de-Léren (64494) (fr) INSEE. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  8. Église Saint-Pierre de Saint-Pé-de-Léren (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 11. Dezember 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  9. Clocher-porche de l’église Saint-Pierre (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 11. Dezember 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  10. église paroissiale Saint-Pierre (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  11. Moulin Dufau (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 11. Dezember 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  12. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  13. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Saint-Pé-de-Léren (64494) (fr) INSEE. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  14. École maternelle (fr) Nationales Bildungsministerium. Abgerufen am 11. Dezember 2017.