Arrast-Larrebieu

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Arrast-Larrebieu
Ürrüstoi-Larrabile
Arrast-Larrebieu (Frankreich)
Arrast-Larrebieu
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Montagne Basque
Gemeindeverband Pays Basque
Koordinaten 43° 18′ N, 0° 51′ WKoordinaten: 43° 18′ N, 0° 51′ W
Höhe 132–299 m
Fläche 7,56 km2
Einwohner 94 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 12 Einw./km2
Postleitzahl 64130
INSEE-Code

Blick auf Arrast-Larrebieu

Arrast-Larrebieu ist eine französische Gemeinde mit 94 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Montagne Basque (bis 2015: Kanton Mauléon-Licharre).

Die Bewohner werden Urrustoitars genannt.[1] Der Name in der baskischen Sprache lautet Ürrüstoi-Larrabile.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arrast-Larrebieu liegt ca. 30 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Region Soule, einer der drei historischen Territorien im französischen Teil des Baskenlands.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Charre
Espès-Undurein Nachbargemeinden Angous
Moncayolle-Larrory-Mendibieu
Berrogain-Laruns
Viodos-Abense-de-Bas

Arrast-Larrebieu liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Der Laxubie, auch Apaure genannt, ist ein Zufluss des Saison und entspringt im Ortsgebiet.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Arrast ist bereits im 13. Jahrhundert mit dem gleichen Namen im Kopialbuch von Bayonne erwähnt. Paul Raymond vermerkte die Erwähnung von Larrebieu unter dem Namen Larrebiu im Jahre 1384 durch einen Notar aus Navarrenx.[4]

Im 14. Jahrhundert wird erwähnt, dass die Gemeinde ein Laienkloster in Verbindung mit dem Vicomte von Soule besitzt. Am 16. Oktober 1842 schlossen sich die Gemeinden Arrast und Larrebieu zur heutigen Kommune zusammen.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl der Einwohner ist kontinuierlich von 323 im Jahre der Vereinigung der früheren Gemeinden Arrast mit Larrebieu auf unter 100 gesunken.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 173 144 128 131 123 105 103 102 94
Bis 1836 nur Einwohner von Arrast, ab 1841 von Arrast-Larrebieu

Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[6] INSEE ab 2009[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche, gewidmet Lucia von Syrakus. Am Ende des 19. oder Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Teile der früheren Kirche neu gebaut. Der Glockengiebel ist ein typisches Beispiel für die Region Soule mit seinem charakteristischen Clocher trinitaire. Der Giebel weist drei Spitzdächer auf, jedes mit einem Kreuz versehen, als Symbol für die Dreifaltigkeit.[8]
  • Kapelle von Larrebieu. Durch den Zusammenschluss der beiden Gemeinden im Jahre 1842 wurde die Kirche in Arrast zur Ortkirche und die ehemalige Kirche von Larrebieu zur Kapelle. Mit ihrem Glockengiebel und dem schiefergedeckten Vordach am Eingang zeigt sie zwei der für die Region typischen Elemente der Kirchenarchitektur.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Wirtschaftsfaktoren des Orts sind die Landwirtschaft und das Kunsthandwerk. Ein Kunsttischler und ein Polsterer haben ihren Betrieb in der Gemeinde.[5]

Arrast-Larrebieu liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[10]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[11]
Gesamt = 14

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arrast-Larrebieu wird durchquert von den Routes départementales 135 und 243.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arrast-Larrebieu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitant.fr. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  2. Lieux - toponymie: Ürrüstoi-Larrabile (Pettarra (-a)) (fr) Königliche Akademie der Baskischen Sprache. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  3. Ma commune : Arrast-Larrebieu (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  4. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 11,94. 1863. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  5. a b Conseil régional d’Aquitaine: Arrast-Larrebieu (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 2. Februar 2017. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  6. Notice Communale Arrast-Larrebieu (fr) EHESS. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  7. Populations légales 2014 Commune d’Arrast-Larrebieu (64050) (fr) INSEE. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  8. Conseil régional d’Aquitaine: Église Sainte-Lucie (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 25. Januar 2017. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  9. Conseil régional d’Aquitaine: Chapelle de Larrebieu (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 2. Februar 2017. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  10. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher-un-produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  11. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Arrast-Larrebieu (64050) (fr) INSEE. Archiviert vom Original am 5. Februar 2017. Abgerufen am 25. Januar 2017.