Ardahan (Provinz)

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Ardahan
Nummer der Provinz: 75
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Über dieses Bild
Landkreise
Ardahan districts.png
Basisdaten
Koordinaten: 41° N, 43° OKoordinaten: 41° N, 43° O
Provinzhauptstadt: Ardahan
Region: Ostanatolien
Fläche: 5.576 km²
Einwohnerzahl: 99.265[1] (2015)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: Ibrahim Özefe[2]
Sitze im Parlament: 2
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0478
Kennzeichen: 75
Website
www.ardahan.gov.tr (Türkisch)
Burg Şeytan Kalesi

Ardahan ist eine türkische Provinz im Nordosten des Landes an der Grenze zu Georgien und somit eine Grenzregion zwischen Ostanatolien und Transkaukasien. Hauptstadt der 1992 durch Ausgliederung aus der Provinz Kars neugebildeten Provinz ist das gleichnamige Ardahan.

Im Süden grenzt sie an die Provinz Kars, im Südwesten an Erzurum, im Westen an Artvin und im Norden und Osten an Georgien. Ein kleiner Teil grenzt an Armenien. Sie hat eine Fläche von 5.576 km² und 99.265 Einwohner (Stand 2015). Die Bevölkerung besteht aus Türken und Aserbaidschanern (darunter Yerli-Ahiska und Karapapaken/Terekeme) und Minderheiten wie Georgiern, Lasen, Kurden, Tscherkessen und anderen. Ardahan ist auch erstes Ziel für Gastarbeiter (u. a. Georgier und Aserbaidschaner).

Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie besteht aus den Landkreisen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Inschriften aus Ardahan finden sich bei Çıldır (Hanak-Inschrift) und stammen von den Urartäern. Die Kimmerier gerieten hier im 8. Jahrhundert v. Chr. auf ihrem Weg vom Kaukasus nach Anatolien in feindseligen Kontakt mit dem Reich von Urartu. Nach Urartu beherrschten um 650 v. Chr. die Meder diese Gegend. Von den Medern ging die Herrschaft 550 v. Chr. auf die Perser über. Ardahan gehörte danach verschiedenen Reichen und Kulturen an, unter anderen den Georgiern, Griechen, Römern und Armeniern, und kam 1069 unter die Kontrolle der Seldschuken. Seit 1551 herrschten hier die Osmanen, die das Gebiet nach dem Russisch-Osmanischen Krieg 1878 an das Russische Zarenreich abtreten mussten. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Ardahan kurzzeitig an die Demokratische Republik Georgien. Nach der Okkupation Georgiens durch Sowjetrussland wurde die Provinz mit dem Vertrag von Kars 1922 an die Türkei abgegeben. Ardahan wurde mit Kars zu einer Provinz zusammengefasst, aber 1992 als eigene Provinz wiederhergestellt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Kobro: Das Gebiet von Kars und Ardahan. München 1989.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Provinz Ardahan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 20. Februar 2016
  2. Webseite der Provinz Ardahan