Kırşehir (Provinz)

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Kırşehir
Nummer der Provinz: 40
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Über dieses Bild
Landkreise
Kırşehir districts.png
Basisdaten
Koordinaten: 39° 19′ N, 34° 8′ OKoordinaten: 39° 19′ N, 34° 8′ O
Provinzhauptstadt: Kırşehir
Region: Zentralanatolien
Fläche: 6.584 km²
Einwohnerzahl: 241.868[1] (2018)
Bevölkerungsdichte: 36,7 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: İbrahim Akın[2]
Sitze im Parlament: 2
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0386
Kennzeichen: 40
Website
www.kirsehir.gov.tr (Türkisch)

Kırşehir ist eine Provinz der Türkei. Ihre Hauptstadt ist das gleichnamige Kırşehir.

Die Provinz im Zentrum Anatoliens grenzt im Nordwesten an die Provinz Kırıkkale, im Nordosten an die Provinz Yozgat, im Südosten an die Provinz Nevşehir, im Südwesten an die Provinz Aksaray und im Westen an die Provinz Ankara.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz gliedert sich in sieben Landkreise (İlçe):

Landkreis Fläche1
(km²)
Bevölkerung (2018)2 Anzahl der Einheiten Dichte
(Ew/km²)
städt.
Anteil (in %)
Sex
Ratio3
Gründungs-
datum4,5
Landkreis (İlçe) Verwaltungssitz
(Merkez)
Gemeinden
(Belediye)
Stadt-
viertel
(Mahalle)
Dörfer
(Köy)
Akçakent 370 4229 910 1 3 20 11,4 21,52 1007 1990
Akpınar 582 7826 2.925 1 6 26 13,4 37,38 1010 1987
Boztepe 747 5.581 2.749 1 3 14 7,5 49,26 973 1990
Çiçekdağı 891 14.735 6.454 2 12 45 16,5 61,55 1063 1924
Kaman 1.284 37.223 21039 2 15 50 29,0 62,67 997 1944
Merkez Kırşehir 1.719 153.511 139.134 2 21 53 89,3 93,00 1010 1957
Mucur 992 18.763 13.049 1 7 44 18,9 69,55 1021
PROVINZ Kırşehir 6.584 241.868 10 67 252 36,7 80,54 1011

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 Fläche 2014[3]
2 Bevölkerungsfortschreibung am 31. Dezember 2018[4]
3 Geschlechterverhältnis: Anzahl der Frauen auf 1000 Männer (berechnet)
4 PDF des Innenministeriums[5]
5 Landkreise, die erst nach Gründung der Türkei (1923) gebildet wurden.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgende Tabelle zeigt die jährliche Bevölkerungsentwicklung am Jahresende nach der Fortschreibung durch das 2007 eingeführte adressierbare Einwohnerregister (ADNKS). Zusätzlich sind die Bevölkerungswachstumsrate und das Geschlechterverhältnis (Sex Ratio d. h. Anzahl der Frauen pro 1000 Männer) aufgeführt. Der Zensus von 2011 ermittelte 221.935 Einwohner, das sind über 31.000 Einwohner weniger als zum Zensus 2000.[6]

Jahr Bevölkerung am Jahresende Wachstums-
rate der Be-
völkerung
(in %)
Geschlechter
verhältnis
(Frauen auf
1000 Männer)
Rang
(unter den 81 Provinzen)
gesamt männlich weiblich
2018 241.868 120.278 121.590 3,13 1011 69
2017 234.529 116.969 117.560 1,98 1005 69
2016 229.975 114.815 115.160 1,96 1003 69
2015 225.562 112.121 113.441 1,28 1012 69
2014 222.707 110.948 111.759 −0,35 1007 70
2013 223.498 111.435 112.063 1,03 1006 68
2012 221.209 110.008 111.201 0,09 1011 68
2011 221.015 109.796 111.219 −0,39 1013 67
2010 221.876 110.020 111.856 −0,55 1017 70
2009 223.102 110.423 112.679 0,16 1020 67
2008 222.735 110.338 112.397 −0,19 1019 67
2007 223.170 110.301 112.869 1023 67
2000 253.239 124.739 128.500 1030 67

Volkszählungsergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgende Tabellen geben den bei den 14 Volkszählungen dokumentierten Einwohnerstand der Provinz Kırşehir wieder.
Die Werte der linken Tabelle sind E-Books (der Originaldokumente) entnommen, die Werte der rechten Tabelle entstammen der Datenabfrage des Türkischen Statistikinstituts TÜIK – abrufbar über diese Webseite:[7]

Jahr Bevölkerung Rang
Provinz Türkei
1927 126.901 13.648.270 48
1935 145.932 16.158.018 50
1940 149.518 17.820.950 52
1945 157.565 18.790.174 52
1950 181.899 20.947.188 50
1955 158.280 24.064.763 60
1960 175.749 27.754.820 61
Jahr Bevölkerung Rang
Provinz Türkei
1965 196.836 31.391.421 60
1970 214.932 35.605.176 60
1975 232.853 40.347.719 59
1980 240.497 44.736.957 61
1985 260.156 50.664.458 61
1990 256.862 56.473.035 63
2000 253.239 67.803.927 67

Anzahl der Provinzen bezogen auf die Censusjahre:

  • 1927, 1940 bis 1950: 63 Provinzen
  • 1935: 57 Provinzen
  • 1955: 67 Provinzen
  • 1960 bis 1985: 73 Provinzen
  • 1990: 73 Provinzen
  • 2000: 81 Provinzen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osmanischen Reich war der Vorläufer der Provinz Kırşehir ein Sandschak des Vilâyets Ankara und umfasste damals auch Keskin (heute Provinz Kırıkkale), Hacıbektaş und Avanos (beide heute Provinz Nevşehir). 1921 wurde der Sandschak eine selbständige Provinz. Wegen der Wahl eines oppositionellen Politikers (Osman Bölükbaşı) in die türkische Nationalversammlung wurde die Provinz 1954 aufgelöst und ihr Gebiet auf die Nachbarprovinzen Ankara, Yozgat und Nevşehir verteilt. 1957 wurde die Provinz aber im verkleinerten heutigen Umfang wieder gegründet.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von Kırşehirspor

Die Provinz, der Landkreis und die Stadt Kırşehir haben mit dem Fußballverein Kırşehirspor seit den 1970er Jahren einen Fußballverein, der die Region überwiegend in der dritthöchsten türkischen Spielklasse, der heutigen TFF 2. Lig, vertrat. Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein in den Jahren 1982–1987, in denen man zweimal als Meister der 2. Lig den Aufstieg in die zweithöchste türkische Spielklasse, die heutige TFF 1. Lig, schaffte. Anschließend folgten mehrere erfolglose Neuformierungen, um sich längerfristig im Profifußball halten zu können. Beim letzten erfolglosen Versuch in den 2000er Jahren stieg der Verein in die dritte Liga, in die TFF 2. Lig, ab und spielte hier sechs Spielzeiten lang. Im Sommer 2011 stieg der Verein von der viertklassigen und der niedrigsten türkischen Profiliga, der TFF 3. Lig, ab und spielt seither in der regionalen Amateurliga, welche wiederum der fünfthöchsten türkischen Spielklasse entspricht.

Neben Kırşehirspor hatte die Provinz in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre mit Kamanspor aus dem Landkreis Kaman und der gleichnamigen Kreisstadt einen weiteren Vertreter im türkischen Profifußball. So spielte Kamanspor in den drei Drittligaspielzeiten 1986/87, 1987/88 und 1988/89 in der Türkiye 3. Futbol Ligi. Ähnlich wie Kırşehirspor konnte sich der Klub nicht langfristig im Profifußball halten und stieg in den Amateurbereich ab.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mustafa Bumin (* 1940), ehemaliger Vorsitzender des Verfassungsgerichts
  • Neşet Ertaş (1938–2012), Folk-Musiker
  • Haşim Kılıç (* 1950), seit 2007 Vorsitzender des türkischen Verfassungsgerichts
  • Suat Yalaz (* 1932), Comiczeichner, Drehbuchautor, Regisseur

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Türkiye Nüfusu İl ve İlçelere Göre Nüfus Bilgileri, abgerufen am 5. Juli 2019
  2. Webseite der Provinz Kırşehir
  3. Directorate General of Mapping İl ve İlçe Yüzölçümleri (PDF; 0,25 MB).
  4. Türkiye Nüfusu İl İlçe Mahalle Köy Nüfusu, abgerufen am 28. Juni 2019.
  5. illeridaresi.gov.tr (PDF; 1,4 MB).
  6. Türkiye Nüfusu İl ve İlçelere Göre Nüfus Bilgileri, jährliche Bevölkerungsfortschreibung 2007–2018, abgerufen am 5. Juli 2019
  7. Genel Nüfus Sayımları (Volkszählungsergebnisse 1965 bis 2000).