Deutsch-griechische Beziehungen

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deutsch-griechische Beziehungen
Lage von Deutschland und Griechenland
DeutschlandDeutschland GriechenlandGriechenland
Deutschland Griechenland

Die deutsch-griechischen Beziehungen stehen im Zusammenhang der europäischen Integration, in ihrer derzeitigen rechtlichen Form existieren sie seit den 1951 als die Bundesrepublik Deutschland mit zunächst zwölf Ländern wieder diplomatische Beziehungen aufnahm.[1] Beide Staaten sind Mitglieder der NATO, der Europäischen Union, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Die Hellenische Republik unterhält eine Botschaft in Berlin und Konsulate in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart[2], Deutschland eine Botschaft in Athen, ein Generalkonsulat in Thessaloniki und Honorarkonsulate in Chania, Igoumenitsa, Iraklion, Komotini, Korfu, Patras, Rhodos, Samos und Volos[3].

Traditionell unterhalten einige deutsche Konzerne Fertigungsstätten in Griechenland, die bis in das späte 19. Jahrhundert zurückreichen.[4]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Griechenland und Byzanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Älteste historische Berichte über germanische Kulturen stammen von Begegnungen mit den Griechen und dem Römischen Reich. Der griechische Reisende Pytheas aus Massalia berichtete um 330 v. Chr. über die Länder um die Nordsee und die dort lebenden Völker. Die historischen Überlieferungen über auch so bezeichnete Germanen beginnen in den Berichten antiker Schriftsteller im 1. Jh. v. Chr. Der älteste Hinweis findet sich um das Jahr 80 v. Chr. bei Poseidonios von Apameia im 30. Buch. Dort schildert er, dass die Germanen als Hauptmahlzeit Glieder gebratenen Fleisches zu sich nähmen, Milch tränken und unvermischten Wein. Für die Leser der damaligen Zeit beschreibt diese Charakterisierung kulturlose, unzivilisierte Völker. Poseidonios nannte offenbar nur ein in der Nähe des Rheins lebendes, den Kelten nahestehendes Volk Germanen, zu denen die Kimbern am Nordrand der bekannten Welt (Oikoumene) nicht gehörten. Auch Strabon bezeichnete mit Germanen ein Volk, das er als ein mit den Galliern verwandtes ansah.

Im Jahre 325 verlagerte der römische Augustus Flavius Valerius Constantinus die Hauptstadt des Imperiums von Ravenna ins griechische Byzantion. Nach der verwaltungstechnischen Reichsteilung von 395 unter Theodosius I. entwickelte sich das Römische Reich im Osten (heute als Byzantinisches Reich bezeichnet) unvermindert weiter. Dagegen geriet nur wenige Jahre danach der Westen des Reiches mit seinen wechselnden Hauptstädten Mailand und Ravenna von Norden her zunehmend unter Druck. Sowohl die lateinischen wie auch griechischen Herrscher in Konstantinopel sahen die Einheit des Römischen Reiches weiterhin als gegeben. Trotzdem hielten sie sich ab dem 7. Jahrhundert nach und nach aus dem Tagesgeschehen des Westens heraus, mit der Folge, dass dort fränkische Könige Einzug hielten, die sich nun als Caesaren (Kaiser)[5] des Römischen Reiches bezeichneten. Um ihre Legitimierung durch den römischen Augustus zu erwirken, bauten sie ihre diplomatische Beziehungen zu Konstantinopel aus. Ein reger diplomatischer Austausch begann. So berichten z.B. karolingische Chroniken, dass im Jahre 757 eine Gesandtschaft aus Konstantinopel Pipin III. (der Kurze) ein όργανοv (=Orgel) als Geschenk von Konstantin V. überbrachte. Ein über tausend Jahre altes Tasteninstrument,[6] das bei den Griechen wegen seiner Klangfülle bei offiziellen Anlässen (Pferderennbahn, Militär, Kirche...) gespielt wurde. Die Franken waren wegen dieses Geschenks derart beeindruckt, dass später (812) auch Pipins Sohn Karl I. von einer Gesandtschaft des Römischen Reiches ein όργανοv zum Geschenk erhielt. Karls Sohn Ludwig dagegen, ließ sich 826 von einem venezianischen Priester mit griechischem Namen in Aachen eine eigene Orgel fertigen. Kurz danach beanspruchten auch Kirchenfürsten für ihren Sitz das „kaiserliche“ Instrument, sodass aus dem griechischen Instrument für Platzmusik im Westen ein rein kirchliches wurde.

Aus den byzantinisch-fränkischen Beziehungen erwähnt sei ebenfalls das Bemühen des Frankenkönigs Karls I. 787, seine Tochter Rotrud mit Konstantin VI. dem Sohn Irenes von Athen zu verheiraten. Irene war mit Unterbrechung über zwanzig Jahre lang zunächst Regentin dann Augusta des Römischen Reiches. Der zeitgenössische Chronist Theophanes berichtet sogar, dass Karl sich um die Hand Irenes selbst bemühte. Er plante, wie in vier oder fünf anderen Ehen, durch Heirat in die jeweilige Herrscherfamilien eine Legitimation zu erreichen.[7] Die Anträge stießen aber bei der Griechin auf Ablehnung, um fränkische Ansprüche im Römischen Reich zu vermeiden.
Karl I. hatte während seiner frühen Regentschaft Teile des Römischen Reiches besetzt, so auch bis 774 weite Teile Italiens. Jedoch blieben wichtige Zentren wie Venedig, Neapel, Reggio, Brindisi weiterhin frei. Erst als Karl den Pax Nicefori brach und sich 804 Venedig einverleibte, entschloss sich Konstantinopel aktiv zu werden. Nikephoros entsandte eine Flotte, die die fränkisch besetzten Küsten Norditaliens verwüsteten. Daraufhin lenkte Karl ein und es kam 810 zu einer Einigung. Dieser zeitlich begrenzte militärische Konflikt ist der einzige historisch dokumentierte Krieg zwischen Griechen und "Deutschen" vor 1941. In der Folge verbesserten sich wieder die bilateralen Beziehungen zwischen Römischem Reich und Fränkischem Reich. Um die Lage weiter zu entschärfen, verlieh 812 Michael I. Karl den lang ersehnten Kaisertitel, jedoch ohne Erbfolge oder Hoffnung auf einen Augustus-Titel und explizit beschränkt auf das Fränkische Reich. Zur Verleihung übersandte er ihm als Geschenk das (oben erwähnte) όργανον.

Skulptur der Kaiserin Theophano am Rathausturm der Stadt Köln

Eine eheliche Verbindung gelang erst Otto I., als dieser nach drei Anträgen 972 seinen Sohn mit der byzantinischen Prinzessin Theophano verheiraten konnte, wenn auch wieder ohne Erbfolge für das Römische Reich.[8] Die Verbindung von Otto und Theophano wirkte sich in vielerlei Hinsicht bereichernd und zum Teil einschneidend auf das kulturelle Leben im Ostfrankenreich aus. Nach dem Tod ihres Gatten übernahm die noch junge Theophano – für die Franken völlig überraschend – die kaiserlichen Amtsgeschäfte vollumfänglich als „Imperator“ und regierte bis zu ihrem Tode 991 gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Adelheid. Zuvor aber, um ihre Position gegen die patriarchalen Strukturen des Ostfrankenreiches zu behaupten, berief sie 985 das Colloquium Dominarum und sicherte sich die Unterstützung der mächtigsten Frauen des Frankenreiches.[9] Gemeinsam mit Beatrix von Paris und der Äbtissin Mathilde von Quedlinburg erwirkte das Colloquium die Herausgabe ihres, wegen der Erbfolge von Verwandten entführten und festgehaltenen, dreijährigen Sohnes Ottos III. und die Anerkennung ihrer kaiserlichen Macht bis zu dessen Volljährigkeit. Dieses selbstbewusste Auftreten der Griechin war so nachhaltig, dass selbst nach ihrem Tod Adelheid ohne Probleme als Kaiserin weiterregieren konnte, um die Krone ihrem Enkel, dem Deutsch-Griechen Otto III. / Όθων Γ΄ zu sichern (Regentschaft der Kaiserinnen (985–994)).

Diese außergewöhnliche deutsch-griechische Verbindung des zehnten Jahrhunderts dokumentiert auch die damalige, noch natürliche Einheit der gemeinsamen Religion in den beiden kulturell so unterschiedlichen Reichen,[10] und das in einer Zeit, kurz bevor die Ostfranken in Rom den letzten regulär gewählten griechischen Bischof Johannes Philagathos[11] folterten, blendeten und schließlich in einem offiziellen Akt absetzten. Gegen den Wunsch der Römer, setzten sie stattdessen den ersten deutschen „Papst“[12] Gregor ein und ließen 1054 vom vierten deutschen Papst schließlich die Abspaltung des römischen Episkopats vom Ökumenischen Patriarchat in Konstantinopel einleiten. Rom begann, für die nächsten zwei Jahrhunderte in den größten (also) griechischen Städten des Römischen Reiches aber auch in Jerusalem jeweils kleine konkurrierende Parallelkirchen zu gründen.[13]

Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen gehörte der größte Teil des griechischen Sprachraums vierhundert Jahre lang zum Osmanischen Reich. Die griechische Oberschicht begann ihre internationalen Beziehungen zu intensivieren. Sie etablierte vor allem in den europäischen Staaten permanente Außenstellen und zeigte dort zunehmend Präsenz in der internationale Diplomatie und Geschäftswelt, gründete Kulturvereine.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renaissance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwar wurde der Begriff der „Wiedergeburt“ des griechischen Kulturkreises in Italien erst 1550 vom sizilianischen Künstler Giorgio Vasari geprägt. Nach Vasari wurden allerdings schon im 13. Jahrhundert in Kunst und Architektur das Rinascimento ins Leben gerufen. nämlich während der Kreuzzüge. Seit der Besetzung von Konstantinopel, der Hauptstadt des Römischen Reiches 1204–1261 durch fränkische und fränkischstämmige norditalienische Feudalherren begann der Exodus griechischer Eliten v. a. in italienische Städte, die direkte Beziehungen (familiäre, wirtschaftliche, politische) zu den Griechen unterhielten. Bis zum Jahre 1423, nur 30 Jahre vor dem Untergang des Reiches, war Giovanni Aurispa mehrfach in die Hauptstadt gereist und brachte mit Unterstützung Johannes Palaiologos hunderte antiker Texte nach Italien, darunter Werke von Homer, Herodot, Thukydides, Platon und Aristoteles bevor er sich als Griechischlehrer an der Universität Florenz niederließ. Vasaris humanistisches Ideal war, entgegen fränkischer Einflüsse auf Kirche und Staat, die Annäherung zwischen Künste und Wissenschaften einerseits und Religion andererseits wieder rückgängig zu machen.
Auf Grund seines hervorragenden Rufes und wegen seiner zahlreichen Reisen zwischen Konstantinopel, Bologna, Florenz, Basel, Mainz, Köln stellte Giovanni Aurispa seinerzeit in Italien eine kulturelle Brücke zwischen dem griechischen und dem konkurrierenden deutschen Kulturkreis her. Eine Brücke, die sich gerade für das Wiedererwachen des Hellenismus im 18. und 19. Jahrhundert und dessen Adaption bei den deutschen Kultureliten als überaus positiv erwies.

Philhellenismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kartenspiel mit den Konterfeis der Protagonisten des griechischen Freiheitskampfs

Seit dem 15. Jahrhundert existiert der Gründungsmythos der Stadt Frankfurt, wonach diese entweder wie Rom[14] in Folge des Trojanischen Kriegs oder zu Ehren Helenas der Mutter Konstantin des Großen als Helenopolis (griechisch: „Stadt Helenas“) gegründet sein soll. Der Mythos war bis ins 18. Jahrhundert verbreitet. In seiner Festschrift zum zweihundertjährigen Bestehen der ersten brandenburgischen Landesuniversität Alma Mater Viadrina 1706 in Frankfurt (Oder) prägte Erdmann Wircker den Ausdruck Spree-Athen als Namen der preußischen Hauptstadt Berlin. Aber auch die bayerische Hauptstadt München wurde als „Isar-Athen“ bezeichnet.[15] Etwa zur gleichen Zeit bestand eine griechische Gemeinde in Leipzig, die einerseits im Handel wirkte, andererseits zu Freundschaften zwischen Griechen und Deutschen beitrug. Goethe lernte dort Griechen kennen und übersetzte auch einige Gedichte aus dem Neugriechischen, Johannes Papadopoulos wiederum übersetzte Goethes Iphigenie auf Tauris ins Griechische. Werner von Haxthausen bearbeitete eine Sammlung Neugriechischer Volkslieder. Die Beschäftigung mit aktueller griechischer Literatur stand unmittelbar in Zusammenhang mit dem Anliegen sich für eine Unabhängigkeit Griechenlands einzusetzen und reichte über das bloße Studium antiker Klassiker weit hinaus. Im Verein der Philomusen waren sowohl Auslandsgriechen als auch Philhellenen organisiert. Zu den Mitgliedern der 1815 gegründeten Münchener Zweigstelle gehörten Maximilian I., wie auch sein Sohn, Kronprinz Ludwig I. Dieser glühende Philhellene gräzisierte sogar den Landesnamen Baiern zu Bayern und ließ zum Beispiel die Gebäude des Münchner Königsplatzes im altgriechisch-klassizistischen Stil errichten.

Die Sympathie für Griechenland war keinesfalls ohne Opposition, bereits zuvor existierte auch eine Antipathie gegen östliche Christen und Griechen im Speziellen, die sich nun in einer Kritik gegen den Philhellenismus konzentrierte.[16] Die vermeintlich negativen Folgen der Griechenbegeisterung für die intellektuelle Entwicklung Deutschlands thematisierten Friedrich Paulsen und die britische Germanistin Eliza Marian Butler in ihrem Werk The Tyranny of Greece over Germany.

Frankreich und Großbritannien hatten sich bereits mit einem unabhängigen Griechenland abfinden können, während Fürst Metternich trotz Ereignissen wie dem Massaker von Chios versuchte, die Staatsgründung zu verhindern.[17] Dass Ludwig I. der erste Monarch war, der sich für eine Unabhängigkeit Griechenlands einsetzte, trug nicht unwesentlich dazu bei, dass dessen Sohn Otto 1832 zum ersten König Griechenlands gekrönt wurde.

Erste Forschungsreisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis ins späte 18. Jahrhundert gab es keinen nennenswerten Reiseverkehr, und so wurde auch Griechenland nur vereinzelt von deutschen Besuchern aufgesucht. Hans Jacob Breuning von Buchenbach besuchte Athen am 9. Juni 1579, von dem jedoch kein Reisebericht überliefert ist. Georg August von Breitenbauch veröffentlichte 1794 die erste deutschsprachige Topographie Athens, die von der wissenschaftlichen Arbeit „Attika“ von Karl Otfried Müller übertroffen wurde.[18]

Die griechische Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Rande des Wiener Kongresses 1814/15 regte der aus Korfu stammende Gesandte und dann Außenminister des russischen Zaren Ioannis Antonios Graf Kapodistrias die Gründung einer Gesellschaft der Philomusen an. Kapodistrias genoss beachtliches Ansehen in der hohen Diplomatie der europäischen Monarchien.[19] Die Gesellschaft der Philomusen war ein zunächst im osmanischen Athen etablierter griechischer Kulturverein zur Förderung von Sprache und Kultur der Bevölkerung mit Sitz in einem dortigen Kloster. Bis zum Wiener Kongress waren die Förderer ausschließlich griechische und englische Mäzene.[20] Noch während des Kongresses wurde die (europäisch erweiterte) Philomusengesellschaft gegründet und deren Sitz nach München verlegt. Erster Direktor war Franz von Baader. Die Mitglieder stammten aus Intellektuellenkreisen und vor allem dem griechischen Bürgertum in seinen Auslandszentren (u. a. Wien, Genf, Zürich, München, Leipzig). Damit wurde neben Frankreich, England und Russland nun auch in den deutschen Staaten für die Freiheit der Griechen geworben. Mit diesem klugen Schachzug und nach den ersten Erfolgen der Griechischen Revolution ab 1821 betrieb Kapodistrias die Gründung eines griechischen Staates, an dessen Anerkennung durch die europäischen Staaten die Gesellschaft der Philomusen großen Anteil hat.

Auf der ersten Nationalversammlung in Epidavros wurde die erste Verfassung verabschiedet, die am 1. Januar 1822 in Kraft trat. 1827 wurde Kapodistrias zum Gouverneur ernannt und führte zwei Jahre später in Griechenland die erste demokratische Direktwahl der Neuzeit zur Nationalversammlung durch, die ihn sodann in seinem Amt bestätigte. Ab 1832 wurde nach Intervention von England, Frankreich und Russland die griechische Demokratie abgeschafft, die Verfassung außer Kraft gesetzt und ein 16-jähriger Deutscher als absolutistischer Herrscher eingesetzt.

König Otto und Königin Amalia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitgenössisches Porträt von Amalia mit einem der von ihr favorisierten schulterfreien Kleider
Werbung für Mavrodaphne des Weinguts Achaia Clauss

König Otto schuf administrative Grundlagen des griechischen Staates, weiterhin gelang es ihm, Auslandsgriechen als Mäzene für sein Königreich zu gewinnen. Innen- wie außenpolitisch gelang es ihm jedoch nicht, für Stabilität zu sorgen: Attackiert wurde sein Wirken von den europäischen Mächten, die auf die Innenpolitik seines Landes Einfluss nahmen. Er selbst hatte aufgrund seiner neoabsolutistischen Auffassung von Politik nicht vor, eine Verfassung einzuführen und somit die Mitwirkung von Untertanen zu ermöglichen. Ganz im Gegenteil, nach der Ausrufung der Ersten Hellenischen Demokratie (Griechische Verfassung von 1822) wurde unter der Amtszeit ihres Gouverneurs Ioannis Kapodistrias im Jahre 1828 die erste demokratische Wahl im neu gegründeten Staat durchgeführt. Mit der Βαυαροκρατία (=Bayernherrschaft)[21] wurde ab 1833 wie zuvor unter der Türkenherrschaft eine absolutistische Monarchie installiert und verdiente Revolutionäre verfolgt.[22] Otto ließ sich als überzeugter Katholik trotz Widerstände zum Oberhaupt der neugegründeten Orthodoxen Kirche Griechenlands ernennen. Die Kirche reagierte mit der Trennung vom Ökumenischen Patriarchat und Wahl eines Metropoliten von Athen (Autokephalie). Auch hatten in Ottos Regierung und Militär Griechen keinen Platz. Erst als 1843 die bayrische Söldnertruppe nach 10 Jahren vertragsgemäß aufgelöst wurde (Londoner Konferenz), war Otto veranlasst seinen Untertanen eine Verfassung zuzugestehen und einen Griechen zum Ministerpräsidenten zu ernennen.

Auch nach seiner Abdankung 1862 setzte sich König Otto von Bamberg aus für Griechenland ein. So stiftete er seine Apanage eines ganzen Jahres, um Kretern die Waffenlieferungen für deren Unabhängigkeitskampf gegen die Osmanen zu finanzieren. Die von Otto geschaffenen Grundlagen sollten seinem Nachfolger Georg I. ein funktionierendes Staatswesen und eine volle Staatskasse gewähren, die für die Finanzierung von Befreiungskriegen griechisch besiedelter Gebiete des Osmanischen Reichs nützlich war. Bis in die Gegenwart erhalten blieb eine Orientierung am deutschen Bildungswesen und am deutschen Rechtssystem. Otto und seine Frau Amalie von Oldenburg waren ein beliebtes Monarchenpaar der Griechen, zahlreiche Straßen und sogar Orte tragen ihren Namen.

Erste bilaterale Verträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1833 wurde unter Otto eine griechische Vertretung in München eingerichtet.[23] Die erste griechische Botschaft in Berlin wurde 1834 eröffnet, als Berlin die Hauptstadt des Königreichs Preußens war. 1839 kommt es zum Abschluss eines Handels- und Schifffahrtsvertrags zwischen Preußen und Griechenland sowie eines Handelsvertrags zwischen Sachsen und Griechenland.[24] 1857 wurde ein Übereinkommen zwischen dem Zollverein und der Republik der Ionischen Inseln abgeschlossen, die 1864 zu Griechenland beitrat.

1859 lieferte das damals junge Unternehmen Siemens und Halske Telegrafenapparate für eine Telegrafenlinie, die Griechenland mit der Türkei verband.[25] Bis zur Jahrhundertwende und Einrichtung einer eigenen Niederlassung in Griechenland kam es zu mindestens 3 weiteren Vertragsabschlüssen. Zu den ersten Exportartikeln im großen Stil gehörten auch chemische Produkte und Halbzeuge. Auch im Bau von Bahnstrecken und Fahrzeugen wurden anfangs Aufträge vergeben. Als der griechische Staat jenen Firmen den Vorzug gab, die auch bereit waren, das unternehmerische Risiko der Investition zu tragen, gingen Eisenbahnaufträge als Konzessionen an französische und englische Investoren. Für die Firma Krupp stellte Griechenland einen wichtigen Markt für Kanonen und Geschütze dar.[26]

Kaiserreich und Weimarer Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermählung von Prinz Andreas von Griechenland und Prinzessin Alice von Battenberg in Darmstadt, 1903
Venizelos in Berlin, 1929
Der Marmor Tinos verde antico aus Tinos, verwendet von Mies van der Rohe für den Bau des Barcelona-Pavillon, 1929

Während der Kolonialpolitik war Griechenland als Hafen und Zwischenstation zu den Kolonien von Interesse. Kaiser Wilhelm hatte von den Erben der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sisi) das Schloss Achilleion auf Korfu gekauft und als Feriendomizil genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche deutsche Institutionen in Griechenland gegründet, darunter die bis heute existierenden zwei deutschen Schulen und 1872 das Deutsche Archäologische Institut Athen. 1884 wurde ein Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Griechenland abgeschlossen.

Nachdem Deutsche von französischer Seite nicht zu der Gründung des Internationalen Olympischen Komitees 1894 an der Pariser Sorbonne geladen waren, setzte Dimitrios Vikelas gegen Pierre de Coubertin durch, Deutschland zu den Olympischen Spielen 1896 zu laden. Aber auch in Deutschland gab es Widerstände von Seiten der Deutschen Turnerschaft, die an den olympischen Spielen nicht teilnehmen wollte. Der wichtigste Fürsprecher der olympischen Idee in Deutschland war Willibald Gebhardt, der mit Unterstützung von Vikelas die Aufnahme Deutschlands ins IOC erreichte. Die Olympische Geschichte Deutschlands beginnt jedoch einige Jahre früher, denn Deutschland hatte die Ausgrabungen im antiken Olympia geleitet.

Im Ersten Weltkrieg weigerte sich das Königreich Griechenland, auf Seiten der Alliierten in den Krieg einzutreten. Diese Haltung wurde von der griechischen Königin Sophie von Preußen – der Schwester Kaiser Wilhelms – und vom Außenminister Georgios Streit getragen. Eine Annäherung zwischen Deutschland und Griechenland wurde durch Frankreich verhindert, welches sich in Griechenland ab 1914 verstärkt wirtschaftlich engagierte und z. B. in Eisenbahngesellschaften investierte.[27] Mit der Kriegserklärung an Deutschland 1917 trat König Konstantin ab und Griechenland wurde vorerst Republik mit Eleftherios Venizelos als Ministerpräsident. 1924 wurde die Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer gegründet. Venizelos unternahm 1929 eine Reise nach Berlin mit dem Zweck, dem wachsenden Warenaustausch der beiden Länder auch ein politisches Zeichen zu geben. Venizelos besuchte auch die Firma Siemens & Halske, welche einen Auftrag für das Selbstwählnetz in Griechenland erhalten hatte, es wurde am 10. Februar 1930 in Betrieb genommen, und war eines der ersten weltweit.

Auch gegenüber Georges Clemenceau, der ein Jahr später Athen besuchte, betonte Venizelos bezogen auf den vergangenen Weltkrieg, dass frühere Abneigungen gegenüber Deutschland ausschließlich nur dem deutschen Militarismus galten. Venizelos bat das Land Bayern, den Mathematiker Constantin Carathéodory für ein Jahr von seiner Lehrtätigkeit zu beurlauben, damit dieser an der Reformierung des griechischen Hochschulwesens mitwirken könne.[28] 1931 besuchte der liberale Reichstagsabgeordnete Theodor Heuss Griechenland. Im Anschluss an eine Konferenz machte er eine Rundreise, in der er mit Artikeln über das Land berichtete. Seit 1932 war das deutsche Reich der wichtigste Handelspartner Griechenlands, sowohl in den Exporten als auch im Import. 1931 wurde die Charta von Athen (Denkmalpflege) und 1933 die Charta von Athen (CIAM) beschlossen, beide prägten den Städtebau auch in Deutschland für viele Jahrzehnte.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Berliner Flughafen, 1936: Spiridon Louis (in griechischer Tracht) wird zum griechischen Thronfolger Paul vorgelassen
Kapitulationsverhandlungen 1941
Deutsche Panzer in Athen, 1943

Am 30. Januar 1933 erfolgte die Machtergreifung durch die NSDAP in Deutschland, ab dem 13. April 1936 regierte der autoritäre Ioannis Metaxas in Griechenland. Im Mai 1934 nahm Hermann Göring eine Urlaubsreise nach Griechenland zum Anlass, der politischen Führung „Grüße […] und das besondere Interesse Hitlers an Griechenland“ mitzuteilen. Der Eindruck der deutschen Delegation war, „dass kein Volk beliebter sei in Griechenland als das deutsche“.[29] Die Initiative Görings wurde in Griechenland, als eine Art Philhellenismus fehlinterpretiert.[30]

In den 1930er Jahren intensivierten Griechenland und Deutschland ihre wirtschaftlichen Beziehungen, wobei Griechenland einer schwierigeren Lage war, da seine Hauptausfuhrprodukte Tabak und Korinthen wegen diverser Luxusbesteuerungen nicht genug Abnehmer in der Welt fanden und Deutschland entsprechend profitierte. Griechenland akzeptierte, industrielle Fertigwaren über Weltmarktdurchschnitt zu kaufen. Es war durch seine Exporte nach Deutschland wirtschaftlich abhängig, eine Auszahlung des erzielten Überschusses wurde stets abgelehnt, so dass Griechenland umfangreiche Rüstungsbestellungen tätigen musste. Die Rohstoffvorkommen Griechenlands gerieten ins Visier, den deutschen Rohstoffmangel lindern zu können.[31]

Außerökonomische Beziehungen entstanden in der Kommunismusbekämpfung und aus der griechischen Bewunderung für die (allerdings nur oberflächlichen) wirtschaftlichen und sozialen Erfolge des Nationalsozialismus. Die Kriegstreiberei und der Antisemitismus wurden von griechischer Seite noch unterschätzt.

Vorläufiger Höhepunkt deutsch-griechischer Beziehungen stellten die Olympischen Spiele in Berlin dar. Erstmals wurde das Olympische Feuer in Olympia entfacht und mit einem Fackellauf nach Berlin getragen. Die griechische Fotografin Nelly traf Leni Riefenstahl und beriet sie zu dem Film Olympia. Das außenpolitische Amt der NSDAP erwarb Bildrechte von Nelly für seine Publikation Unsterbliches Hellas von 1937, die den Zweck hatte, eine kulturelle Verbindung herzustellen.[32] Die Spiele selbst wurden u. a. von Paul von Griechenland besucht, Spiridon Louis der Olympiasieger von 1896 tauchte als Zuschauer auf und wurde zur griechischen Delegation vorgelassen.

Ioannis Metaxas versuchte Griechenland aus dem Geschehen des Zweiten Weltkriegs herauszuhalten und lehnte britische Militärhilfe ab. Am 28. Oktober 1940 wurde Griechenland von Mussolini überfallen. Es gelang, die Truppen zurückzuschlagen, so dass Deutschland ab dem 6. April mit der Besetzung Griechenlands reagierte. Innerhalb von drei Wochen war ganz Griechenland besetzt. Die bisherige Haltung Griechenlands stieß auf Verständnis in Deutschland, zumal das Land sich einer Anteilnahme auf britischer Seite bisher verweigerte.[33] Auch Berichte, die für Soldaten verfasst wurden (z. B. von Erhart Kästner), zeichneten ein positives Bild des Landes.[33] Wenngleich auch Bulgarien und Italien an der Besetzung Griechenlands beteiligt waren, sicherte sich das Dritte Reich die nahezu exklusive Ausbeutung des Landes.

Von 1942 bis 1944 existierte ein deutsches Forschungsinstitut für Biologie in Piräus, das vom Kaiser Wilhelm Institut für Biologie gegründet worden war. Die Institution war schon in den 1930er Jahren – auch als außenpolitische Maßnahme – geplant gewesen, die Arbeit wurde jedoch vom Zweiten Weltkrieg überschattet.[34]

Wirtschaftliche Ausbeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis ins Jahr 1941 waren die Plünderungen von Sachgütern eher willkürlicher Natur, beispielsweise die Ausräumung Athener Geschäfte und Büros durch Wehrmachtssoldaten. Mussolini spottete über diese Situation in Griechenland, dass „Die Deutschen den Griechen selbst die Schnürsenkel davon getragen haben.“[35]

Anschließend wurde die Ausbeutung systematisiert. So wurden fortan die Besatzungskosten so festgelegt, dass sie den Wert der beschlagnahmten Güter überstiegen. Griechenland hatte die höchsten Besatzungskosten eines vom Deutschen Reich besetzten Landes zu zahlen. Als der Betrag astronomische Höhen erreichte, entschied Hitler, diese im Fall von Griechenland in Aufbaukosten umzubenennen.[36]

Am 1. Oktober 1942 wurde die DEGRIGES (Deutsch-Griechische Warenausgleichsgesellschaft mbH) gegründet. Zweck der Gesellschaft war, Sach- und Vermögenswerte des Landes abzuziehen sowie die Besatzungskosten einzutreiben, nachdem die Steigerung des Banknotenumlaufs durch die gleichgeschaltete Bank von Griechenland diesen Zweck nicht weiter erfüllen konnte.

Der Konfiskation aller Nahrungsmittel stand eine lächerliche Anzahl verteilter Lebensmittel gegenüber. Dies machte sich besonders in Athen bemerkbar, wo während der großen Hungersnot 300.000 Menschen starben. 130.000 Zivilisten wurden von der deutschen Besatzungsmacht umgebracht und 70.000 griechische Juden in Vernichtungslager deportiert.[37] Über 150.000 NS-Zwangsarbeiter wurden sowohl in Griechenland eingesetzt, als auch nach Deutschland verschleppt.[38]

Wandlung der Kriegsberichterstattung ab 1943: Vom „guten“ zum „bösen“ Griechen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nationalsozialistischen Ideologie hatte einst die Griechen als edel und tapfer eingestuft. Daher wurde die Partisanenbekämpfung nun als Rechtfertigungsgrund der wirtschaftlichen Ausplünderung herangezogen. Offenbar reichte jedoch die Partisanenaktivität nicht aus, die größte Ausplünderung eines besetzten Landes zu rechtfertigen. Ab 1943 begann man daher allmählich in der gleichgeschalteten Presse zu suggerieren, die Griechen hätten einen Hass gegen Deutsche: „… aber dafür sind es griechische Caféhäuser, man kann nicht verlangen, dass sie einen Fremden rühmen“[39], bereits ein Jahr später heißt es in der Signal: „Ich glaube, dass ein Jude zehn Griechen übers Ohr haut. Das Feilschen liegt dem Griechen im Blut. Von einer geregelten Arbeit wollen die meisten nichts wissen.“ Mit der sich abzeichnenden Niederlage wird später eine Unbeherrschbarkeit impliziert: „Händlerische Gewinnsucht und orientalische Lebensgesetze beherrschen diese südländische Menschenrasse.“[40]

Gedenken und Nachwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Gefallenen sind auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Maleme auf Kreta und dem Deutschen Soldatenfriedhof Dionyssos-Rapendoza bei Athen bestattet.

Die Verfolgung von Tätern wurde von Seiten der Bundesregierung als Belastung der deutsch-griechischen Beziehungen betrachtet. Man feilschte um eine Herabsetzung der Anzahl der Täter, die juristisch in Deutschland belangt werden sollten. Von 911 Verdächtigten an „Mord, Körperverletzung, Notzucht, Raub, Plünderung und Brandstiftung“ sagte die Bundesregierung zu, 22 Personen strafrechtlich zu verfolgen. Die Verfahren wurden nach Weiterreichung an die Landesbehörden jedoch überwiegend eingestellt.[41]

Beziehungen Griechenlands zur alten Bundesrepublik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1949 bis 1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. März 1957 wurde die Bundesrepublik Deutschland Gründungsmitglied der EWG, Griechenland unterzeichnete 1961 ein Assoziierungsabkommen mit der EWG.

Nach dem Weltkrieg befand sich Griechenland bis 1949 im Bürgerkrieg und Deutschland war geteilt. 1950 öffnete das griechische Generalkonsulat in Bonn, ein Jahr später eine diplomatische Mission der Bundesrepublik in Athen. Die Alliierte demontierten zahlreiche Produktionsanlagen und sprachen Griechenland eine bereits demontierte Turbinenanlage aus Bremen zu. Die Stadt hatte übermäßig unter Reparationen zu leiden, so dass der Verzicht Griechenlands auf diese Anlage und der Wiedereinbau für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze von großer Bedeutung war. Im Oktober 1950 besuchte der stellvertretende Ministerpräsident Griechenlands Georgios Papandreou Bonn. Im Mittelpunkt standen die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen, beispielsweise dem Export griechischen Tabaks nach Deutschland. Papandreou erwähnte gegenüber Adenauer den Weltkrieg nur in einem Nebensatz. Zuvor hatte Griechenland auf Wunsch der Bundesrepublik, zahlreiche Verfahren gegen deutsche Nazis eingestellt, mit einem Freispruch enden lassen oder Begnadigungen erlassen. Das „Tabakabkommen“ wurde von deutscher Seite nicht eingehalten, es wird trotzdem von beiden Seiten als Erfolg in den Beziehungen gedeutet.

1952 wurde offiziell der Kriegszustand zwischen Deutschland und Griechenland beendet. Am 18. Februar 1952 trat Griechenland der NATO bei (die Bundesrepublik Deutschland folgte am 6. Mai 1955). Am 27. Februar 1953 wurde das Londoner Schuldenabkommen unterzeichnet. Dabei verzichteten 60 Gläubigerstaaten auf Schulden Deutschlands, darunter auch Griechenland, das Abgesandte zu den Verhandlungen geschickt hatte.[42]

Griechenland ermöglichte vor allen anderen Ländern eine Wiederaufnahme der Arbeit deutscher Institutionen, so etwa 1951 das Deutsche Archäologische Institut Athen (vor Rom und Istanbul), die erste Auslandsniederlassung des Goethe-Instituts 1952 (zum Teil wurden die Aktivitäten eines seit 1837 existierenden deutsch-griechischen Vereins übernommen) und der deutschen Evangelischen Kirche 1953.[43] Von deutscher Seite wurde die griechische Initiative durch das Wirtschaftsabkommen vom 11. November 1953 honoriert, in dem die Bundesrepublik eine Anleihen gewährte, diese erreichten eine Höhe von 200 Mio. DM und wurden mit 2 % verzinst[44] mit denen Investitionsgüter in Deutschland gekauft wurden.[45] Anders als beispielsweise die Türkei und Jugoslawien erhielt Griechenland keine Wirtschaftshilfe der Bundesrepublik.[46] Bereits zuvor hatte der Minister Spyros Markezinis in Eigenregie Kontakt zu deutschen Unternehmen und zu Ludwig Erhard aufgenommen, und musste nach Bekanntwerden zurücktreten. Der griechische Ministerpräsident Alexandros Papagos, einst im KZ Dachau interniert, zeigte sich versöhnlich und lobte wiederholt die Bundesrepublik.

Der griechische Ministerpräsident Papagos zu Besuch im Haus der Kunst in München, 1954

Auf Einladung Griechenlands besuchte Konrad Adenauer im März 1954 das Land, diese freundliche Einladung wurde in Anbetracht der Kriegsfolgen von deutscher Seite mit Verwunderung wahrgenommen.[47] Während einer Audienz beim Königspaar überreichte Adenauers Tochter Lotte einen Scheck über 50.000 Mark mit genauen Vorgaben, wie diese den Opfern des deutschen Massakers in Kalavryta zugute kommen sollte. Königin Friederike empfand dies als Affront und ließ den Scheck auf einem Flügel liegen, erst später nach diplomatischen Bemühungen ihres deutschen Bruders wurde der Scheck eingelöst. Nach dem Besuch in Athen reiste der Bundeskanzler mit der Fähre nach Santorin, wie dort üblich erreichte er die Oberstadt der Insel auf einem Esel. Zur Verabschiedung des Bundeskanzlers organisierten die Einwohner ein großes Feuerwerk. Im Juni 1954 besuchte der griechische Ministerpräsident Alexander Papagos die Bundesrepublik. Nach der Bundeshauptstadt besuchte Papagos München zur Kranzniederlegung an den Gräbern von König Otto und Königin Amalie in der Theatinerkirche. Im Herbst 1954 besuchte Ludwig Erhard Griechenland und erreichte, dass Grundbesitz deutschen Reiches nur an die Bundesrepublik zurückgegeben wurden.

Paul, Friederike und Heuss in Bonn, 1956

Von größerer Bedeutung war 1956 die Einladung den Bundespräsidenten Theodor Heuss zu einem Staatsbesuch, denn diese brach die formelle diplomatische Isolierung Deutschlands. Die Einladung überbrachte Ernst August von Hannover, Bruder der griechischen Königin, im Auftrag des griechischen Königs Paul. Der Staatsbesuch wurde ein Erfolg. Tausende Athener begrüßten das Staatsoberhaupt am Bahnhof, wo das Begrüßungszeremoniell stattfand. Bei seiner Rückkehr in Deutschland bezeichnete Heuss die Reise als Rückwanderung in die eigene geistige Heimat.[48] Der Außenminister Heinrich von Brentano nahm die euphorische Stimmung zum Anlass, bilaterale Abkommen im Bereich Kultur und Erziehung abzuschließen. Ausländische Botschafter blieben dem offiziellen Empfang demonstrativ fern. Noch im selben Jahr wurde der Staatsbesuch erwidert, es war der erste Staatsbesuch in Bonn der mit militärischen Ehren empfangen wurde. In einer Parade fuhren König Paul mit Theodor Heuss und Königin Friederike folgend mit Konrad Adenauer in je einem offenen Mercedes 300 durch die Stadt.[49] Weitere Stationen der Reise waren Essen, Celle, Hannover, Braunschweig, Lüneburg und München. Staatliche Interesse über den Besuch als neugewonnene Souveränität, sowie Jubel und Begeisterung in der Bevölkerung über den Besuch eines Königspaars ergänzten sich.[50]

1960 wurde das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Griechenland geschlossen. Es regelte die Anwerbung von Gastarbeitern nach Deutschland. Niederschlag in der deutschen Populärkultur fand diese Thematik im Lied Griechischer Wein von Udo Jürgens aus dem Jahr 1974, das von den Problemen griechischer Gastarbeiter in Deutschland handelt.

Demo gegen die Junta in Stuttgart am 1. Mai 1967

Die Zeit der griechischen Junta fiel in die Zeit der sozial-liberalen Koalition und der Studentenrevolte. Aus wirtschaftlichem Kalkül unterhielt die Bundesrepublik weiterhin gute Beziehungen zur Junta. Paul Frank besuchte als Staatssekretär im Auswärtigen Amt offiziell im September 1972 Griechenland. Während des Besuchs wurden die Festlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Deutsch-Griechischen Handelskammer abgehalten. Für 1971 konnte man Exportaufträge aus Griechenland in Höhe von 371 Mio. Dollar einholen, darunter für Krupp, Siemens, Hoechst, Degussa, Kraftwerk-Union, Transformatoren-Union, Buckau- Wolff und Telefonbau & Normalzeit.[51] Letztendlich waren es innenpolitische Gründe zumindest bei einigen militärischen Gütern auf einen Export zu verzichten. Als Verteidigungsminister erfuhr Helmut Schmidt erst im Nachhinein von Verhandlungen zwischen Krauss-Maffei und der griechischen Militärführung über eine Lieferung von 120 Leopard-Panzern, die er umgehend stoppte.[52] Auf persönlicher Ebene hatte der Widerstand gegen die Junta in Deutschland zahlreichen Freundschaften begründet, die über das politische Engagement hinausreichten. Der spätere Ministerpräsident Kostas Simitis war zu jener Zeit Professor in Gießen. Die Deutsche Welle verlieh in ihren griechischsprachigen Sendungen, die in Griechenland viel gehört wurden, der Opposition gegen das Regime eine Stimme; der spätere Präsident Karolos Papoulias arbeitete an diesen Sendungen mit. Eberhard Rondholz berichtete über die Prozesse gegen die Teilnehmer des Polytechnion-Aufstandes, Günter Wallraff und der Spiegel provozierten das Obristenregime und trugen zu seiner Entlarvung bei.

1974 bis 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beitritt Griechenlands zur EWG wurde nicht unter wirtschaftlichen, sondern geopolitischen Gesichtspunkten entschieden. Die Westmächte betrieben nach dem Ende des Bürgerkriegs 1949 in aller Eile die Integration des Landes in ihr militärisches und wirtschaftliches Bündnis. Auf griechischer Seite engagierten sich für den schnellen Beitritt in die NATO und dem Assoziierungsabkommen mit der EWG der (norddeutsche) König der Griechen Paul I. nebst seines Ministerpräsidenten Konstantinos Karamanlis (Ernennung 1955). Auch später wurde Karamanlis mit deutsch-französischer Unterstützung gleich nach dem Sturz der Junta 1974 abermals zum Ministerpräsidenten ernannt, der sogleich den EWG-Beitritt vorbereitete. 1978 erhielt er als eine der ganz wenigen nicht EWG-Persönlichkeiten den Karlspreis der Stadt Aachen und unterschrieb ungeachtet der ablehnenden Haltung der Griechen (dafür) ein Jahr später den Beitrittsvertrag, um gleich darauf vom Amt des Ministerpräsidenten zurückzutreten. Der überstürzte griechische Beitritt leitete die sog. EWG-Süderweiterung ein, noch fünf Jahre bevor Spanien und Portugal folgten. Die Folgen waren: Die unkontrollierte Öffnung der unvorbereiteten griechischen Märkte für europäische Konzerne sorgte für eine rasche Deindustrialisierung. Um die Entwicklung nicht zu gefährden, wurden Förderprogramme aufgelegt, die die schlimmsten Härten kompensierten.

Deutschland spielte insofern eine bedeutende Rolle, als dass in dieser geostrategisch brisanten Zeit (NATO-Doppelbeschluss 1979) der Bundeskanzler Helmut Schmidt nach anfänglichem zögern sich zu einem der wichtigsten Befürworter eines Beitritts entwickelte. Zu Beginn soll Schmidt noch gesagt haben Nur über meine Leiche[53] Schmidt besuchte Griechenland 1975, über die Reise schrieb er später: „abgesehen von langen, fruchtbaren Gesprächen mit dem Gastgeber – für Loki und mich eine Offenbarung“.[54]

Als bisher einzige motivgleiche Briefmarken-Gemeinschaftsausgabe der beiden Länder erschien 1990 eine zu Ehren des deutschen Archäologen Heinrich Schliemann, verausgabt von der damaligen Deutschen Bundespost und der griechischen Post ELTA

1976 zeigte das Badische Landesmuseum die Ausstellung mit dem Titel „Kunst und Kultur der Kykladen“, die zu großen Teilen aus erworbener Hehlerware bestand, was von griechischen Fachleuten gerügt wurde. Erst 2014 wurden einige der Objekte an Griechenland restituiert.[55]

1981 wurde Andreas Papandreou Ministerpräsident und 1982 Helmut Kohl Bundeskanzler. Griechenland gehörte schon zu jener Zeit den europaskeptischen Ländern an, während die Bundesrepublik sich zusammen mit Frankreich zu den treibenden Kräften der europäischen Integration festigte.[56] Helmut Kohl setzte sich einerseits für eine europäische Integration ein, andererseits bestand er auf eine Übernahme deutscher Standards: So hatten Griechenland und Portugal die Haftungshöchstgrenze bei Kraftfahrzeugversicherungen beenden müssen, gleichzeitig wurde auch der europaweite Wettbewerb ermöglicht. Argument war der größtmögliche Bürgerschutz, für Bürger in den betroffenen Ländern bedeutet dies zunächst einen extremen Anstieg der Versicherungskosten.[57] Möglichen Widerständen gegen die Übernahme deutscher Standards wurde durch die Stärkung der Fördergelder für unterentwickelte Regionen entgegengewirkt. Da dieses Budget nach 1990 nicht aufgestockt wurde, konnte Deutschland für Ostdeutschland selbst von dieser Förderung auch direkt profitieren.[58]

Beziehungen Griechenlands zur DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Athener U-Bahnwagen: In der Bundesrepublik für Griechenland entwickelt und in der DDR gebaut
Mikis Theodorakis auf einem Treffen der FDJ, 1989

Die SBZ und danach die DDR suchten den Kontakt zu den Kommunisten Griechenlands und unterstützten diese im Bürgerkrieg. Als Folge erkannte Griechenland die DDR nicht an und pflegte nur mit der Bundesrepublik diplomatische Beziehungen. Paradoxerweise wurden die Beziehungen zwischen der DDR und Griechenland während der Militärdiktatur diplomatisch und wirtschaftlich aufgewertet. Am 25. Mai 1973 wurden diplomatische Beziehungen aufgenommen. Siehe auch die Liste der Botschafter der DDR.

Es entwickelte sich im Anschluss ein reger Tauschhandel zwischen beiden Ländern, die beide an Devisenknappheit litten. Beispielsweise wurden Agrarprodukte, die aufgrund von Überschuss nicht auf den freien Markt kommen sollten, in die DDR exportiert und gegen Industriegüter eingetauscht, die häufig nicht Weltmarktniveau hatten. Griechenland beauftragte die DDR auch mit der Lizenzfertigung westdeutscher Schienenfahrzeuge (Intercityzüge und U-Bahnwagen). Sowohl die DDR als auch die jeweilige griechische Regierung legten Wert darauf, dass die Kommunistische Partei Griechenlands nicht als Mittler fungierte.[59]

Beziehungen mit dem wiedervereinigten Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 bis 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ehepaare Schröder und Simitis auf einer Veranstaltung

Auf der Agenda der Wiedervereinigungsgespräche stand auch die Frage der Reparationen gegenüber Griechenland, hatte die alte Bundesrepublik ja immerfort auf einen noch nicht geschlossenen Friedensvertrag verwiesen. Daher kam man auf die Idee, von „statt eines Friedensvertrags“ zu sprechen, „aus finanziellen Erwägungen“ (so der damalige Staatssekretär Friedrich Voss). An die Stelle eines Friedensvertrages trat sodann der Zwei-plus-Vier-Vertrag.[60]

Deutschland war das erste Land, das Kroatien und Slowenien anerkannte. Griechenland hielt sich zurück und war eines der letzten. Für Griechenland waren die folgenden Jugoslawienkriege eine wirtschaftliche Katastrophe, da mit der Schließung der Transitstrecken nach Mitteleuropa die Warenströme nur über Fähren abgewickelt werden konnten. Griechische Produkte verteuerten sich aufgrund höherer Transportkosten, importierte Waren waren in Griechenland ebenfalls teurer. 1992 empfing Helmut Kohl den Ministerpräsidenten Mitsotakis, welcher von April 1990 bis zum Oktober 1993 das Land regierte. 1995 gründete die Griechische Kulturstiftung ihre Zweigstelle in Berlin, 2001 war Griechenland Gastland der Frankfurter Buchmesse.

Konstantinos Simitis wurde 1996 Ministerpräsident und leitete umfassende Reformen ein, die das Land stärker marktwirtschaftlich orientierten, Simitis war von 1971 bis zu seiner Rückkehr nach Griechenland nach dem Ende der Junta Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen und pflegte auch danach enge Kontakte zu Deutschland. Gerhard Schröder regierte ab 1998. In seiner Amtszeit wurde mit der Agenda 2010 das deutsche Sozialsystem und der Arbeitsmarkt reformiert und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gestärkt.

Griechenland ist bei deutschen Touristen traditionell ein beliebtes Reiseziel. So waren die Deutschen z. B. im Jahr 2005 zahlenmäßig die größte ausländische Gästegruppe und damit eine wichtige Einkommensquelle für den Tourismus in Griechenland.[61]

Die Vorboten einer Trübung des Verhältnisses 2003–2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland hatte die Drittstaatenregelung, dass Abschiebungen von Flüchtlingen durch diejenigen Länder zu erfolgen haben, in denen sie EU-Territorium betraten (Dublin II-Verordnung), ist Griechenland aufgrund der EU-weit längsten Küstenlinie besonders hart betroffen. Denn soweit Griechenland die Einreise von Flüchtlingen nicht verhindert, dient es nicht nur als Aufnahmeland der in Griechenland verbleibenden Flüchtlinge, sondern muss auch noch diejenigen wieder aufnehmen, welche durch sein Staatsgebiet in andere EU-Staaten weiterreisten, aber aufgrund der Drittstaatenregelung von dort nach Griechenland zurückgewiesen wurden.

Eine Eintrübung des deutsch-griechischen Verhältnisses trat ein, als 2007 einzelne deutsche Zeitungen über Waldbrände in Griechenland pauschal schrieben, dass das Land diese im Wesentlichen selbst zu verantworten habe, und berichtet wurde, dass Deutschland neben Schweden und weiteren Ländern sich die Hilfe an den Löscharbeiten bezahlen ließ.

Die Beziehungen und die Berichterstattung in der Krise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quadriga-Preis Berlin, 2010

Strukturelle Verwaltungsdefizite in Griechenland führten zu einer Misswirtschaft, die in Folge der globalen Finanzkrise ab 2007 zu einer erneuten, heute noch andauernde Staatsschuldenkrise führte. Fehlende Kontrollmechanismen begünstigten die privatwirtschaftliche Korruption aus Deutschland, die zu unnötigen oder überteuerten Auftragsvergaben des griechischen Staates an deutsche Unternehmen führten.

Im Zuge der griechischen Finanzkrise verschlechterte sich das griechisch-deutsche Verhältnis erheblich. Das sich neu entfaltende Phänomen der Griechenfeindlichkeit beschäftigte mittlerweile auch die Wissenschaft. So erschien 2012 die Arbeit „Die Dynamik der Konstruktion von Differenz und Feindseligkeit am Beispiel der Finanzkrise Griechenlands“ von Hans Bickes.

Zahlreiche deutsche Medien begannen – etwa mit dem verunglimpfenden Begriff „Pleite-Griechen“ – offen Vorurteile gegen Griechen zu kultivieren.[62][63][64] Häufig wurden diese Theorien durch die Interpretation historischer Beispiele unterlegt, etwa der Beteiligung Griechenlands in der Lateinischen Münzunion. Sie zielte auf eine negative Stereotypen-Bildung. Trotz oder wegen der über 300.000 Griechen in Deutschland war über deren Standpunkt zu dem Thema in der deutschen Presse oft nur sehr selten etwas zu lesen.[65]

Als der Focus mit dem Titel Betrüger in der Eurofamilie die Venus von Milo mit Stinkefinger, eingehüllt in eine verdreckte griechische Fahne, auf dem Titelblatt zeigte, fühlten sich Bürger Griechenlands beleidigt. Anzumerken ist, dass beispielsweise in Deutschland das Beschmutzen oder Beschimpfen der Deutschlandfahne, rechtliche Konsequenzen bis hin zu Haftstrafen nach sich ziehen kann.[66] Eine Initiative in Griechenland zog vor Gericht und bot an, die Klage zurückzunehmen, sofern sich Focus entschuldige. Das Magazin ging jedoch hierauf nicht ein; die Klage wurde von einem Athener Gericht abgewiesen. Eine Athener Boulevardzeitung druckte das Focus-Titelbild ab und setzte es neben ein Bild der „Berliner Goldelse“ mit einem Hakenkreuz in der Hand. Dieses Bild (ohne Kontext) wurde dann in deutschen Medien weiterverbreitet und als Zeichen einer antideutschen Haltung in Griechenland gewertet. Der Eindruck einer antideutschen Haltung verstärkte sich, als im Verlauf der griechischen Staatsschuldenkrise auf griechischen Protestkundgebungen und in griechischen Medien deutsche Politiker, insbesondere die Bundeskanzlerin, mit Attributen des Nationalsozialismus in Verbindung gebracht worden waren. Wenngleich sich Griechenlands Haltung in der Reparationsfrage nie wesentlich geändert hat, zielten Fragen von Journalisten an Politiker darauf hin, eine Aktualität der Thematik zu schaffen.

Obwohl die Volkswirtschaft Griechenlands selbst für Europa eher klein ist, wurde oft eine Systemrelevanz der griechischen Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise – jedenfalls mit Hilfe einer „Dominotheorie“ – angenommen, die Deutschland und andere Länder fremdverschuldet ebenfalls in eine Krise reißen könne. Hieraus entstand – gestützt durch Wirtschaftswissenschaftler wie etwa Hans-Werner Sinn – die Vorstellung, dass die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion auseinanderfallen könne und dass Griechenland zur Wiederherstellung seiner Wettbewerbsfähigkeit aus dem Euro austreten bzw. zur Abwendung des Untergangs der Währungsunion zum Austritt gezwungen werden müsse.

Eine wissenschaftliche Untersuchung, welche die Griechenland-Berichterstattung aus Frankreich, Italien, Großbritannien, den USA und Deutschland auswertete, kam zu dem Schluss, dass sich in Berichten aus Deutschland auffallend häufig Vorurteile wiederfänden.[67] Ein häufiges Mittel griechenfeindlicher Berichterstattung sei es, von einem allgemeinen Hass gegen Deutsche zu berichten.[68]

Griechische Medien wiederum kritisierten, die erforderlichen Finanzhilfen für Griechenland wären im Rahmen des Euro-Rettungsschirms stets zu spät gekommen. Somit hätten Renditezuschläge („Strafzinsen“), die die Finanzmärkte beim Ankauf von Staatsanleihen der Krisenländer verlangten, zur unnötigen Verschlimmerung der Staatsverschuldung beigetragen. Die Auflagen zu einer restriktiven griechischen Fiskalpolitik (Austerität), die von einer Troika überwacht werden, seien demütigend oder überzogen hart, was nicht zuletzt auf „mangelnde deutsche Solidarität“ zurückzuführen sei.[69] Mitunter wurde in den Medien eine Hegemonie und Dominanz Deutschlands in Europa befürchtet. Antideutsche Stimmungen stammen nicht nur aus dem ultralinken bis anarchistischen Lager. Sie zielen darauf, die Erinnerung an die Besetzung Griechenlands durch die Wehrmacht wieder aufleben zu lassen, etwa indem deutsche Diplomaten als „Gauleiter“ beleidigt wurden,[70][71] und beziehen sich auf die wirtschaftliche Potenz und den Einfluss „deutscher Konzerne“ in der Welt. In einem Artikel der italienischen LINKIESTA vom 26. November 2011 wird ein historischer Bezug der heutigen Weigerung der griechischen Bevölkerung sich von einer durch Deutschland geführten EU helfen zu lassen zum 17. Jahrhundert hergestellt. Der Autor erinnert an italienisch-deutsche Marineeinsätze gegen die Türken in Athen, bei der am 26. September 1687 ein sächsischer Offizier aus Lüneburg nach einem Dauerfeuer schließlich den bis dahin seit Perikles gut erhaltenen Parthenon auf der Akropolis in die Luft sprengte.[72]

Nach einer repräsentativen Umfrage der griechischen Tageszeitung To Vima vom Jahr 2005 waren die Deutschen damals noch das beliebteste Volk bei den Griechen. 78,4 % der Befragten äußerten sich positiv zu den Deutschen (zu Frankreich 77,5 %, zu den USA nur 27,8 %). Als diese Umfrage 2013 wiederholt wurde, war der entsprechende Wert auf 33,2 % gefallen. Eine Umfrage der BBC kam auf 35 % für Deutschland, eine Umfrage von Kappa Research auf nur 28,3 % (Frankreich 82,3 % USA 31 %).[73] Mit 42 % für 2013 sind die Deutschen in Griechenland heute etwa so (un-)beliebt, wie sie es seit langem in Großbritannien waren, aber neuerdings nicht mehr sind.[74] Die Medien in Deutschland erklären das Absinken der deutschen Beliebtheitswerte in Griechenland mit dem Beharren der Bundesregierung auf die Durchsetzung einer restriktiven Fiskalpolitik in Griechenland und anderen Krisenstaaten als Gegenleistung für einen deutschen Beitrag zum Euro-Rettungsschirm.[75] Werte über die Haltung der Deutschen zu den Griechen wurden bisher nicht erhoben. Umfragen bestätigen die Ansicht von Kommentatoren, dass der lange in Griechenland verbreitete Antiamerikanismus von einem „Antigermanismus“ abgelöst werde.[76][77] Andererseits dürften Griechen in Deutschland nie annähernd so gute Werte genossen haben.

Situation nach 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.
Angela Merkel auf Staatsbesuch in Athen, Gespräche mit Antonis Samaras in dessen Büro, 2012

Von staatlicher und privater Seite bemüht man sich, der Verschlechterung der Beziehungen durch Initiativen entgegenzuwirken und einer langfristigen Beschädigung der bilateralen Beziehungen vorzubeugen. Die von deutscher Seite unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel stehende Deutsch-Griechische Versammlung tagte 2011 und 2012 in Thessaloniki; 2013 fand die Veranstaltung in Nürnberg statt. Am 3. Oktober 2010 wurde der damalige griechische Ministerpräsident Giorgos Andrea Papandreou mit dem Quadriga-Preis ausgezeichnet.

Auf Initiative der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften und ihrer Präsidentin Sigrid Skarpelis-Sperk floss das Projekt eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks in den Vertrag zur Bildung der Großen Koalition ein.[78]

In Thessaloniki ist ein Holocaustmuseum geplant, wenngleich sich Deutschland nicht an den Betriebskosten beteiligt, so stellt es mit 10 Mio. Euro über 1/3 der Baukosten. Ein deutsches Engagement in dieser Höhe in Griechenland dürfte bisher einmalig sein. [79]

Nach wie vor (2017) ist die deutsche Berichterstattung über Griechenland tendenziell negativ. Dies reicht beispielsweise vom Hervorheben kritischer Stimmen zur documenta 14 in Athen (während die Besucherzahlen weit über den Erwartungen liegen) bis hin zu einem Bericht der Heinrich-Böll-Stiftung über Antisemitismus in Griechenland, der fast zeitgleich zu einem Gipfeltreffen zwischen Israel und Griechenland veröffentlicht wurde.

Wirtschaftsbeziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit in Griechenland, so dass die Handelsbilanz seit Jahrzehnten positiv zugunsten Deutschlands ausfällt. Zeitweise belief sich das Verhältnis auf etwa 4:1, gegenwärtig befindet es sich auf 2,7 : 1.[80] Mit Abklingen der Krise ist anzunehmen, dass der Bedarf nach den eher hochpreisig platzierten deutschen Produkten wieder steigen wird und die Handelsbilanz wieder stärker zugunsten Deutschlands ausfällt. Das Ungleichgewicht wird durch den Tourismus in Griechenland ausgeglichen. Gemessen an den Ausgaben pro Tag, befinden sich Touristen aus Deutschland weitestgehend im Mittelfeld. Eine regionale Ausnahme stellt Kreta dar, wo diese mit 85 € pro Tag annähernd so viel ausgeben wie Touristen beispielsweise aus Russland mit 100 € pro Tag.[81]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Vertretungen in Griechenland – Die Geschichte der Kanzlei. In: griechenland.diplo.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  2. Griechische Konsulate und Botschaft Griechenland in Deutschland. Abgerufen am 14. Januar 2015. In: konsulate.de
  3. Deutsche Vertretungen in Griechenland. In: griechenland.diplo.de. 11. Januar 2015, abgerufen am 14. Januar 2015.
  4. Auswärtiges Amt: Auswärtiges Amt – Beziehungen zu Deutschland. In: auswaertiges-amt.de. 7. März 2014, abgerufen am 14. Januar 2015.
  5. Der Titel Caesar (griech. καίσαρ, daraus dt. Kaiser) wurde an Anwärter auf die römische Herrschaft als Augustus verliehen. Weil de jure ein Augustus nur vom republikanischen Senat ernannt werden konnte – eine Erbfolge war illegitim – ernannte ein amtierender Augustus meist einen Anwärter (z. B. einen Sohn) zum Caesar, der später vom Senat (mehr oder weniger freiwillig) zum Augustus erhoben wurde.
  6. Das όργανοv basiert auf das vom griechischen Ingenieur Ktesibios in Alexandria erfundene Hydraulis (= Wasserrohr, Wasserorgel)
  7. Seine ersten zwei Ehefrauen Himiltrud und Desiderata verstieß Karl nach nur je zwei Ehejahren. Sie sind in den Chroniken kaum erwähnt. Die 13-jährige Hildegard dagegen war seine große Liebe. Sie starb nach 12 Jahren Ehe. Die beiden letzten Ehen mit Fastrada und Luitgard dauerten 11 und 5 Jahre. Daneben hatte Karl mindestens 5 Konkubinen.
  8. Theophano war Nichte des amtierenden Augustus des Römischen Reiches Johannes Tsimiskes. Er wählte sie bewusst aus, weil Theophano keine „purpurgeborene“, also für eine Erbfolge im Reich nicht berechtigte Prinzessin war. Otto I., wenn auch enttäuscht, akzeptierte diesen Umstand und empfing die etwa 13-Jährige mit allen gebührenden Ehren als kaiserliche Braut für seinen Sohn Otto II.
  9. REGESTA IMPERII
  10. Theophanos Sarkophag in Köln zeigt auf seiner Stirnseite die beiden Kirchen Sankt Pantaleon (Köln) und Haghia Sophia (Konstantinopel) gleichberechtigt.
  11. Johannes Philagathos wird heute in der offiziellen Liste der Päpste als Gegenpapst geführt
  12. Die Bezeichnung des Vertreters der römischen Gemeinde war eigentlich „Episkopos“ (Bischof). Erst sechs Jahrhunderte später entwickelte sich im deutschen Sprachraum der Begriff „Papst“
  13. In der Zeit kurz vor und nach der Abspaltung des römischen Episkopats entstanden als Konsequenz des 1. 4. und 5. Kreuzzuges vorübergehend lateinische Konkurrenzpatriarchate 1098 in Antiochien, 1099 in Jerusalem, 1204 in Konstantinopel und 1219 in Alexandria.
  14. Nach Vergils Aeneis floh Äneas nach dem verlorenen trojanischen Krieg (12. Jahrhundert v. Chr.) und gründete die Stadt Rom. Tatsächlich aber wurde Rom im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet. Just im selben Jahrhundert wie auch die meisten griechischen Städte in Italien und Sizilien gegründet wurden. Die historischen Daten passen somit zum älteren Gründungsmythos, wonach im 8. Jahrhundert Romelus und Remus die Stadt gegründet hätten.
  15. was Heinrich Heine als „unter uns gesagt etwas ridikül“ bezeichnete, siehe Stadtporträt des Bayerischen Rundfunks
  16. Melina Philippou: Der Philhellenismus in Deutschland: Philhellenische Bekundungen. 2008, S. 4.
  17. Maria Rieder: Das System Metternich in Bayern, S. 6 2008.
  18. Walther Judeich: Topographie von Athen. 1931, S. 25.
  19. Im 13. Jahrhundert war einer seiner Urahnen in männlicher Linie vom damals venezianischen Capo d'Istria ins ebenfalls venezianische Korfu umgesiedelt. Im siebzehnten Jahrhundert hatte Carlo Emanuele II von Savoyen der angesehenen Familie den Grafentitel (Conte) verliehen .
  20. Schon vor 1815 wurde Frederick North, der jüngste Sohn des englischen Premierministers, von der Gesellschaft zu ihrem Präsidenten ernannt. North war glühender Verehrer der italienischen und griechischen Kultur und gründete später auf Korfu die erste neugriechische Universität.
  21. Verächtliche Bezeichnung der Griechen für die "griechische" Regierung, die damals nur aus Bayern bestand
  22. Theodoros Kolokotronis wurde 1834 zum Tode verurteilt, dann zu 20 Jahren begnadigt und schließlich amnestiert.
  23. https://[www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Ausw%C3%A4rtige_Gesandtschaften_in_M%C3%BCnchen Gesandtschaften in München]
  24. Abschluss eines Handels- und Schifffahrtsvertrags zwischen Preußen und Griechenland sowie eines Handelsvertrags zwischen Sachsen und Griechenland, Frage der Wahrung der Interessen des Zollvereins. In: www2.landesarchiv-bw.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  25. Deutsch-Österreichischer Telegraphen-Verein: Zeitschrift des Deutsch-Österreichischen Telegraphen-Vereins. Ernst & Korn, 1859, S. 300 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  26. Fritz Blencke: Alfred Krupp, 1898, S. 39.
  27. Katrin Boeckh: Von den Balkankriegen zum 1. Weltkrieg. S. 210.
  28. Maria Geōrgiadou: Constantin Carathéodory: mathematics and politics in turbulent times. S. 249.
  29. Alfred Kube: Pour le mérite und Hakenkreuz: Hermann Göring im Dritten Reich. S. 88.
  30. Emmanouil Zacharioudakis: Die deutsch-griechischen Beziehungen 1933–1941. S. 46, 159, 168.
  31. Hans Rudolf Mahnert: Der deutsche Rohstoffmangel und seine Bekämpfung, Triltsch, 1939, S. 125.
  32. Esther Sophia Sünderhauf: Griechensehnsucht und Kulturkritik: die deutsche Rezeption von Winckelmanns Antikenideal 1840–1945. S. 196.
  33. a b Anne Mrotzek: Die Macht der Worte – Wie die deutsche Propaganda das Kriegsgeschehen in Griechenland darstellte. S. 6.
  34. Maria Zarifi: In: Susanne Heim (Hrsg.): Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. S. 206.
  35. Dieter Schwarzkopf: Kollaboration in Griechenland während des 2. Weltkrieges.
  36. Martin Seckendorf: Zur Wirtschaftspolitik der deutschen Besatzer in Griechenland 1941–1944 Ausbeutung, die in die Katastrophe mündete (Memento vom 18. Juli 2011 im Internet Archive) In: 2i.westhost.com
  37. Deutliche Warnung vor Beschädigung deutsch-griechischer Beziehungen. In: boerse-express.com. 6. März 2010, archiviert vom Original am 4. Juni 2015; abgerufen am 14. Januar 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boerse-express.com
  38. wollheim-memorial.de Herkunft und Anzahl ausländischer Zivilarbeiter/innen und Zwangsarbeiter/innen. In: wollheim-memorial.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  39. Anne Mrotzek: Die Macht der Worte – Wie die deutsche Propaganda das Kriegsgeschehen. 2011, S. 6.
  40. Anne Mrotzek: Die Macht der Worte – Wie die deutsche Propaganda das Kriegsgeschehen. 2011, S. 16.
  41. Hans Booms, Ulrich Enders, Konrad Reiser: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung, darin: Protokolle der 268. Kabinettssitzung. 1989.
  42. Christine Cornelius: Als die Griechen den Deutschen halfen. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  43. Pantelis M. Pantelouris: Die deutsch-griechischen Nachkriegsbeziehungen Die deutsch-griechischen Nachkriegsbeziehungen. In: griechenland.net. Archiviert vom Original am 23. Juli 2008; abgerufen am 14. Januar 2015.
  44. http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1/k/k1958k/kap1_2/kap2_36/para3_3.html
  45. Katerina Králová: Das Vermächtnis der Besatzung: Deutsch-griechische Beziehungen seit 1940, S. 121
  46. http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1/k/k1958k/kap1_2/kap2_36/para3_3.html
  47. Hans-Peter Schwarz: Adenauer: Der Staatsmann S. 312
  48. Frieder Günther: Heuss auf Reisen: die auswärtige Repräsentation der Bundesrepublik. S. 84.
  49. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43064135.html
  50. Frieder Günther: Heuss auf Reisen: die auswärtige Repräsentation der Bundesrepublik, S. 93
  51. Günter Wallraff, Eckart Spoo: Unser Faschismus nebenan: Erfahrungen bei NATO-Partnern. S. 97, 1982.
  52. Philipp Rock: Macht, Märkte und Moral: zur Rolle der Menschenrechte. 2010, S. 79.
  53. Michael Martens: Alles bleibt in der Familie. In: FAZ.net. 16. September 2007, abgerufen am 14. Januar 2015.
  54. Helmut Schmidt: Menschen und Mächte: Die Deutschen und ihre Nachbarn.
  55. Julia Voss: Jetzt ist der Raubzug endlich vorbei. In: FAZ.net. 7. Juni 2014, abgerufen am 14. Januar 2015.
  56. Günter Buchstab, Hans-Otto Kleinmann, Hanns Jürgen Küsters: Die Ära Kohl im Gespräch: eine Zwischenbilanz. S. 137.
  57. Richard Santoleri: Tabakwerbung und Prävention. S. 25.
  58. Mareike König ,Wolf D. Gruner, Matthias Schulz: Die Bundesrepublik Deutschland und die europäische Einigung 1949–2000. S. 234.
  59. MATEO: Stergiou – Beziehung Griechenland DDR. In: uni-mannheim.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  60. Kanzler Kohl trickste 1990, um Reparationen an Griechenland zu vermeiden, Spiegel Online, 20. Februar 2015.
  61. Grenzüberschreitender Tourismus in Europa. Statistische Bundesamt Deutschland. Abgerufen am 12. November 2012.
  62. Hans Bickes, Tina Otten: Griechenland und die deutschen Medien. In: Hellenika. Jahrbuch für griechische Kultur und deutsch-griechische Beziehungen. Neue Folge 8, LIT Verlag, Münster 2013, S. 10 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  63. Suche zum Begriff Pleite-Griechen im Portal bild.de, abgerufen am 27. April 2014.
  64. Philine Lietzmann: Gier nach Zinsen: Anleihen der Pleite-Griechen sind gefragt wie nie. In: Focus Online. 2. April 2014, abgerufen am 14. Januar 2015.
  65. Sigrid Skarpelis-Sperk: Griechenland und Deutschland – 40 Jahre persönliche und politische Erfahrungen. Vortrag gehalten auf der Tagung „Meilensteine deutsch-griechischer Beziehungen“ Athen, 16. und 17. April 2010, S. 15.
  66. Ingo Durstewitz: Fahne mit Adler ist Bundesbehörden vorbehalten. In: fr-online.de. Archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 14. Januar 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fr-online.de
  67. Image crisis: An analysis of Greece’s portrayal by the international media, Artikel von Alexandra Katsoulis in der Kathimerini über die Untersuchung von George Tzogopoulos (Memento des Originals vom 4. August 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ekathimerini.com
  68. Yannis Behrakis: Greek tourism battered by political crisis, fear. In: reuters.com. 7. Juni 2012, abgerufen am 14. Januar 2015.
  69. Auswärtiges Amt, Länderinfo Griechenland
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  77. Nikiforos Malevitis in reporter.gr vom 14. April 2013: „Antiamerikanismus und Antigermanismus“ (griechisch)@1@2Vorlage:Toter Link/www.reporter.gr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  78. Koalitionsvertrag S. 156 f. (Memento vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive)
  79. https://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/news/190773/index.html
  80. Griechenlands Exporte nach Deutschland sinken. In: griechenland-blog.gr. 11. Januar 2014, abgerufen am 14. Januar 2015. Primärquelle: Στην Ελλάδα μόλις το 0,43% των γερ. In: naftemporiki.gr. 1. August 2016, abgerufen am 14. Januar 2015 (griechisch).
  81. ΝΑΥΑΡΧΙΔΑ ΤΟΥ ΤΟΥΡΙΣΜΟΥ Η Κ&. In: matrix24.gr. 22. Mai 2012, abgerufen am 14. Januar 2015 (griechisch).