Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

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Staaten, in denen Deutschland eine Botschaft errichtet hat (blau)

Die Bundesrepublik Deutschland verfolgt außenpolitisch Interessen und Ziele, die sich aus geografischen, historischen, kulturellen und weltpolitischen Gegebenheiten ableiten. In den ersten zwei Jahrzehnten des Bestehens der Bundesrepublik war die Außenpolitik der Regierung in Bonn ganz auf die Wiedererlangung der Souveränität und die staatliche Einheit ausgerichtet, indem alle zur Erfüllung des Wiedervereinigungsgebots erforderlichen Regelungen getroffen wurden; dies stand in Spannung zum politischen Willen der Deutschen Demokratischen Republik und der Besatzungsmacht Sowjetunion. Dem Erreichen dieses Ziels ordnete die Bundesregierung alle anderen Interessen unter, auch die Integration in die EWG und die NATO sind letztlich als Mittel zum Erreichen der Wiedervereinigung anzusehen.[1]

Erst nachdem sich in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre in Bonn die Einsicht durchsetzte, dass die Vereinigung mit der DDR allenfalls langfristig zu erreichen sei und die Bundesrepublik mit den Ostverträgen in den Jahren 1970 bis 1973 die interalliierten Grenzziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg ausdrücklich als rechtlich verbindlich sowie deren Unverletzlichkeit bestätigte,[2] konnte die Außenpolitik der Bundesrepublik neue Prioritäten setzen. Hierzu gehörten in erster Linie das weitere Vorantreiben der europäischen Integration und die Förderung außenwirtschaftlicher Interessen, später aber auch Ziele wie die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte und der Umweltschutz.[3]

Seit 1990 bemüht sich die deutsche Außenpolitik verstärkt darum, in multilateralen Entscheidungsprozessen wie denen der Vereinten Nationen, der OSZE, der Europäischen Union und den G 20 einen ihrem Finanzierungsanteil an diesen Organisationen entsprechenden politischen Einfluss zu gewinnen. Daneben wurde das Instrumentarium der deutschen Außenpolitik seit dem Ende der 1990er Jahre durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr erweitert.

Die Außenpolitik wurde und wird erheblich geprägt durch die jeweiligen Außenminister der jeweiligen Regierungskoalitionen (1949–1966: Schwarz-Gelb; 1966–1969: Große Koalition; 1969–1982: Sozialliberale Koalition; 1982–1998: Schwarz-Gelb; 1998–2005: Rot-Grün; 2005–2009: Große Koalition; 2009–2013: Schwarz-Gelb; 2013–2021: Große Koalition; ab 2021: Ampelkoalition). Der Außenminister gehörte meist der kleineren Koalitionspartei an und war seit 1966 in der Regel Vizekanzler.

Normative Vorgaben für die deutsche Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgaben des Grundgesetzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrung des Friedens und Verbot eines Angriffskrieges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das deutsche Grundgesetz äußert sich an gleich vier unterschiedlichen Stellen zur Wahrung des Friedens. Schon in der Präambel heißt es, das deutsche Volk sei vom Willen beseelt, „dem Frieden der Welt zu dienen“. Gleich darauf in Art. 1 GG Abs. 2 wird weiter ausgeführt, dass die Menschenrechte als Grundlage des Friedens gelten sollen. Nach Art. 26 Abs. 1 Satz 1 GG sind Handlungen verfassungswidrig, „die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten“. Als vierte Stelle des Grundgesetzes ist Art. 24 Abs. 2 GG zu nennen, der es der Bundesrepublik erlaubt, einem System der kollektiven Sicherheit beizutreten, wenn dieses der „Wahrung des Friedens“ dient, um „eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeizuführen und zu sichern“.[4]

Für den Beitritt zu einem solchen System gilt, dass die Mitgliedschaft der Bundesrepublik Deutschland in der UNO als einem System kollektiver Sicherheit offensichtlich problemlos mit Art. 24 Abs. 2 GG übereinstimmt. Allerdings sind selbst die Mitgliedschaften in NATO und WEU als Systemen der kollektiven Verteidigung darin eingeschlossen, denn die dort enthaltenen Grundsätze sind auch dann erfüllt, wenn sich die Bündnisse strikt auf die Friedenswahrung verpflichten. Nach der Staatsrechtslehre ist das übereinstimmend bei NATO und WEU der Fall.[5]

Bereitschaft zu kooperativem Internationalismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grundgesetz erläutert ebenfalls schon in der Präambel, dass das deutsche Volk seinen Willen zum Ausdruck bringe, „als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen“. Art. 24 GG ermöglicht darüber hinaus die Möglichkeit, Hoheitsrechte auf zwischenstaatliche Einrichtungen zu übertragen. Absatz 3 stellt sogar die Aufforderung dar, einem System der internationalen Streitschlichtung beizutreten. Damit regt das Grundgesetz also aktiv zur internationalen Einbindung der Bundesrepublik an.

Achtung und Verwirklichung der Menschenrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Art. 1 GG bekennt sich das deutsche Volk zur Wahrung der Menschenrechte als einer der Grundlagen des Friedens. Da Frieden nach dem Grundgesetz nach herrschender Meinung nur die Abwesenheit von Krieg bedeutet und nicht etwa einer breiteren Definition von z. B. sozialem Frieden hat, kann Art. 1 GG als Aufforderung interpretiert werden, die Menschenrechte nicht nur innerstaatlich umzusetzen, sondern auch nach außen hin zu fördern.[6]

Völkerrechtliche Verpflichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland unterwirft sich nach Art. 25 GG dem Völkerrecht. Dabei ist bemerkenswert, dass die Bundesrepublik das Völkerrecht auch als unmittelbar im internen Rechtsraum anerkennt und nicht etwa von einer Dualität von nationalem und Völkerrecht ausgeht, wie es andere Staaten tun.

Des Weiteren verzichtet die Bundesrepublik auf atomare, biologisch und chemische Waffen (ABC-Waffen). Im Zuge des Beitritts zur NATO und zur WEU war es Konrad Adenauers eigene Entscheidung, freiwillig auf ABC-Waffen zu verzichten.[7] Allerdings bezog sich dieser Verzicht zunächst nur auf die Herstellung dieser Art von Waffen innerhalb der Bundesrepublik. Erst später mit der Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags im Jahr 1969 galt der Verzicht auch für den Besitz und die Verfügungsgewalt über Nuklearwaffen. Mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag im Zuge der Wiedervereinigung bestätigte die Bundesrepublik diesen Verzicht.

Institutionen und Akteure der deutschen Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Bundesregierung sind das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und das Bundesministerium der Verteidigung primär außenpolitisch tätig. Da es allerdings heute kaum noch Politikbereiche gibt, in denen keine internationale Abstimmung stattfindet, haben praktisch auch alle anderen Bundesministerien außenpolitische Kontakte. Die Geschäftsordnung der Bundesregierung (GOBReg) weist dem Auswärtigen Amt hierbei aber eine koordinierende Funktion zu. Nach § 11 GOBReg dürfen andere Ministerien ausländische Gäste nur nach Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt empfangen und internationale Verhandlungen nur mit Zustimmung des Amtes führen. Zudem ist das Bundeskanzleramt über seine entsprechenden Spiegelreferate stets über die außenpolitischen Aktivitäten der einzelnen Ressorts informiert und kann koordinierend wirksam werden.

Deutscher Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Deutschen Bundestag kommt vor allem die Rolle eines Kontrolleurs der Außenpolitik der Bundesregierung zu. Diese Kontrolle findet zuallererst in den entsprechenden Fachausschüssen, allen voran dem Auswärtigen Ausschuss statt. Nach Art. 59 GG ist eine Zustimmung des Bundestags zu internationalen Verträgen notwendig, daran muss auch der Bundesrat beteiligt werden, sofern ein Vertrag Zuständigkeiten der Länder berührt.

Nichtregierungsorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland beschäftigen sich eine ganze Reihe von Nichtregierungsorganisationen auf verschiedenste Weise mit Themen der Außenpolitik und den auswärtigen Beziehungen der Bundesrepublik. Bei diesen Organisationen kann es sich um reine Think Tanks wie die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Lobbying-Gruppen für spezielle Themen wie Amnesty International oder Organisationen zur Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und anderen Staaten (z. B. die Atlantik-Brücke) handeln. Die Arbeitsmethoden und die Ressourcen der Organisationen sind höchst unterschiedlich, den meisten ist aber gemein, dass sie versuchen, den politischen Entscheidungsträgern im Bereich der auswärtigen Politik alternative Informationsquellen zur Verfügung zu stellen und bemüht sind, die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westintegration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren vom Verlust der Souveränität und Staatlichkeit bestimmt, aus der sich als einziger Ausweg die Kooperation mit den Alliierten anbot. Zur Bekämpfung der Not leisteten die Amerikaner im Rahmen des Marshallplans ab 1947 Aufbauhilfe für die Kohle- und Stahlindustrie. Nach der von den Amerikanern vorbereiteten Währungsreform 1948 konnte der Wiederaufbau beginnen. 1948 drängte die Londoner Sechsmächtekonferenz auf die Gründung eines westdeutschen Staates. Vom Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 dauerte die Berlin-Blockade durch die sowjetische Besatzungsmacht, gegen die von den Westmächten eine Luftbrücke eingerichtet wurde, um die Bevölkerung der Stadt mit Lebensmitteln und Kohle zu versorgen. Nachdem die Westalliierten die Deutschen aufgefordert hatten, eine Verfassung zu konzipieren, tagten zunächst in der Rittersturz-Konferenz die Ministerpräsidenten der Länder in der Trizone und dann der Verfassungskonvent. Infolgedessen wurde 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet.

Der westliche Teil Deutschlands wurde dafür staatsrechtlich neu organisiert, im Grundgesetz vom 23. Mai 1949 ein Entscheidungsspielraum für nationale Politik gewonnen und bei der Gründung der NATO am 4. April 1949 in Washington eine deutsche Teilnahme diskutiert. Zudem wurden aus den ausländischen Militärgouverneuren Hochkommissare. Im Rahmen der Abkommen wurde am 21. September 1949 das Besatzungsstatut zur Kontrolle über Abrüstung, Entmilitarisierung, Außenpolitik, Außenhandel, Devisenverkehr und Anwendung des Grundgesetzes veröffentlicht. Im Petersberger Abkommen am 22. November 1949 behielten sich die Alliierten konsularische Beziehungen, Demontagen und Entscheidungen über den Beitritt Deutschlands zu Internationalen Organisationen vor.[9] Am 24. Oktober 1950 schlug Frankreich eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft vor, um den Aufbau einer deutschen Armee zu verhindern, konnte sich aber nicht durchsetzen. So entstand im Oktober desselben Jahres die Dienststelle Blank im Bundeskanzleramt zur Vorbereitung der Wiederbewaffnung. Das Amt des Außenministers übernimmt am 15. März 1951 der amtierende Bundeskanzler Konrad Adenauer.

Nur einen Monat danach, am 18. April 1951, wurde die EGKS Basis für die Grundstoffindustrie (Montanunion); die internationale Kontrolle über das Ruhrgebiet wurde aufgehoben. Ebenfalls 1951 wurde der Bundesgrenzschutz geschaffen, aus dem 1956 die Hälfte der Beamten in die Bundeswehr eintrat. Im Jahre 1952 werden vor allem Folgen des Zweiten Weltkrieges bearbeitet: So sah das Luxemburger Abkommen mit Israel vom 10. September 3 Milliarden DM für die Eingliederung von 500.000 Flüchtlingen vor; Adenauer sah in diesen Vereinbarungen eine Verbesserung der moralischen Position Deutschlands in der Welt. Schließlich wurden die internationalen Beziehungen durch die Mitgliedschaft in der UNHCR und eine eigene Mission bei den Vereinten Nationen in New York vorangetrieben. Unterstützt wurde dies durch das Londoner Schuldenabkommen vom 27. Februar 1953, das die Voraussetzung für die deutsche Kreditwürdigkeit und somit für internationale Geschäfte und Außenhandel schuf.

Souveränität und Hallstein-Doktrin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Status als besetztes Land konnte die Bundesrepublik mit dem Beitritt zur NATO im selben Jahr 1955 ablegen. Dabei wurden aus den alliierten Hochkommissaren Botschafter verbündeter Staaten und im Folgejahr 1956 die Bundeswehr als Armee innerhalb der NATO gegründet.

1957 unterzeichnete die Bundesrepublik zusammen mit Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), aus der später die Europäische Union hervorgehen sollte.

In den Jahren 1957 und 1961 gründete die Bundesrepublik zwei Organisationen zur Unterstützung von bedürftigen Gruppierungen, den zwölf Millionen Flüchtlinge vertretenden Bund der Vertriebenen und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, um sein praktisches Engagement in der Welt zu zeigen.

Auch nach Osten wurden Beziehungen angestrebt. So war Adenauer Anfang September 1955 zu Besuch in Moskau, um mit der UdSSR diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Hierbei wurde vor allem um die Freilassung und „Heimkehr der Zehntausend“ verhandelt; man beschäftigte sich mit der Repatriierung von 2 der 3,3 Mio. deutschen Kriegsgefangenen. Der Weg zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den übrigen Ostblockstaaten wurde indes durch das Dogma der Hallstein-Doktrin versperrt.

Mit der gegen starke Widerstände vorangetriebenen deutsch-französischen Aussöhnung und der im Élysée-Vertrag vom 22. Januar 1963 vereinbarten Partnerschaft verschaffte Konrad Adenauer der deutschen Außenpolitik ein zweites Standbein zwecks Ausgleich der seit dem Mauerbau empfundenen Ungleichgewichte in der transatlantischen Beziehung. Das Unverständnis des zweiten Kanzlers Ludwig Erhard gegenüber dieser Konstruktion führte nach dem Rücktritt Adenauers zum Streit zwischen den so genannten Atlantikern und Gaullisten.

Von der Ostpolitik zur Wiedervereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Hallstein-Doktrin von der Großen Koalition stillschweigend aufgegeben wurde, war der nächste Schritt ab 1969 der Ausgleich mit Polen, der Tschechoslowakei und anderen Ländern im Machtbereich der UdSSR. Durch die Ostverträge mit der UdSSR (12. August 1970) und Polen (7. Dezember 1970) wurden wichtige Abkommen zum Verhältnis mit den ehemals besetzten Nachbarländern geschlossen.

Die auf diese Weise entstandenen Spielräume im europäischen Dialog wurden anschließend genutzt, um die Beziehung mit der Deutschen Demokratischen Republik auf eine neue Grundlage zu stellen. Zunächst wurde am 3. September 1971 das Vier-Mächte-Abkommen über Deutschland und Berlin geschlossen, das den Status Berlins klären sollte, dann am 21. Dezember 1972 der Grundlagenvertrag, der der DDR einen Transitverkehr für West-Berlin garantierte.

Die Jahre 1973 und 1975 waren dann vornehmlich wieder den anderen internationalen Beziehungen gewidmet. So war die Bundesrepublik am 3. Juli 1973 bei der Eröffnung der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki präsent und konnte am 18. September desselben Jahres zusammen mit der DDR die UN-Vollmitgliedschaft erwirken. Die Schlussakte von Helsinki vom 1. August 1975 eröffnete schließlich auch der bundesdeutschen Außenpolitik größere Spielräume, um gutnachbarliche Beziehungen mit den osteuropäischen Staaten anzustreben und so die vorhandenen Widerstände gegen eine Wiedervereinigung Deutschlands abzubauen.

Situation seit 1989/1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wiedererlangung der vollen Souveränität durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag und die damit verbundene Wiedervereinigung Deutschlands – zum 3. Oktober 1990 ist das Wiedervereinigungsgebot als erfüllt angesehen und zusammen mit Art. 23 GG a.F. aus dem Grundgesetz gestrichen worden – markierten den Anfang eines erneuten Wandels in der deutschen Außenpolitik. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ende des bipolaren Machtgefüges in der Welt war Deutschland nun auch nicht mehr existentiell bedroht. Es folgten unter den Kanzlern Helmut Kohl und Gerhard Schröder sowohl eine Anpassung der Ziele deutscher Außenpolitik an eine veränderte weltpolitische Lage als auch Schritte, die eine deutliche Abkehr von alten Prinzipien darstellten.

In der Frage der europäischen Einigung wurde der auch schon vor der Wende aufgenommene Kurs beibehalten und an vielen Stellen verstärkt. So etablierte sich Deutschland als klarer Befürworter der EU-Ost-Erweiterung und ergriff immer öfter Partei für die osteuropäischen Staaten wie auch für Russland, was freilich auf die sehr freundschaftlichen Verhältnisse Jelzin/Kohl und Putin/Schröder zurückzuführen war. Weitere Eckpfeiler der EU-Politik nach der Wiedervereinigung waren die Einführung des Euro als gemeinsames Zahlungsmittel (ab 1. Januar 2002) und die Erstellung einer EU-Verfassung. Im Hinblick auf die letzten Jahre lässt sich feststellen, dass die Außenpolitik der deutschen Bundesregierung in EU-Fragen überwiegend mehr zur EU-Innenpolitik geworden ist, da die Europäische Union immer dichter in die Außenpolitik ihrer Mitgliedsländer eingreift und auch die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik immer stärker betrieben wird.

Ein Novum in der Außenpolitik seit 1945 war jedoch in jedem Fall die Abkehr von der „Scheckbuch-Diplomatie“, also der bloßen finanziellen Unterstützung militärischer Konflikte wie im Zweiten Golf-Krieg. Man spricht in diesem Bezug auch von einem Wandel Deutschlands vom Sicherheitsimporteur zum Sicherheitsexporteur. Obwohl im genannten Golfkrieg noch Parolen wie „Kein Blut für Öl“ die scheinbar einhellige Meinung charakterisierten, nahm Mitte 1993 die Bundeswehr das erste Mal an einem sogenannten „out-of-area“-Einsatz in Somalia teil und beschloss so, sich von einer Verteidigungsarmee zu einer internationalen Eingreiftruppe zu wandeln. 1999 wurde ein weiterer Schritt getan, als sich die Bundeswehr an Luftangriffen auf Serbien beteiligte. Dies stellte einen Präventivschlag zur Abwehr einer humanitären Katastrophe im Kosovo dar und war völkerrechtlich hart umstritten. Auch nach dem 11. September 2001 beteiligten sich die Deutschen an der „Operation Enduring Freedom“ in Afghanistan, nachdem zuvor die NATO das erste Mal in ihrer Geschichte den Bündnisfall ausgerufen hatte. Heute stehen alle Parteien (mit Ausnahme der Linken) hinter den Auslandseinsätzen der Bundeswehr; im Vorfeld einer solchen Maßnahme diskutierten die Ausschüsse teils heftig, bis letzten Endes die notwendige Zustimmung des Bundestages vorlag.

Eine Kursänderung der deutschen Außenpolitik zeigte sich auch in der Abkühlung der transatlantischen Beziehungen im Vergleich zu den Zeiten des Kalten Kriegs. Schon während der Amtszeit von Helmut Kohl wurde vermehrt auf deutsche Kritikpunkte wie die Anwendung der Todesstrafe oder die Nicht-Teilnahme am Kyoto-Protokoll zum Umweltschutz hingewiesen. Einen absoluten Tiefpunkt erlebte das deutsch-amerikanische Verhältnis während des Irak-Konflikts 2002–2003, als Bundeskanzler Schröder schon Mitte 2002 einer militärischen Intervention vielleicht auch aus wahltaktischen Gründen eine absolute Absage erteilte und somit einer Entscheidung des UN-Sicherheitsrates und der UN-Vollversammlung blind vorausgriff. In dieser Situation stellte die deutsch-französische Partnerschaft einmal mehr ihre Bedeutung als zweites Standbein der deutschen Außenpolitik unter Beweis.

Noch unter Schröder und seit 2005 unter Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das transatlantische Verhältnis wieder eine Aufhellung erlebt, speziell seitdem nach den Präsidentschaftswahlen 2008 Barack Obama US-Präsident wurde.

Eine Eintrübung des transatlantischen Verhältnisses fand wiederum in Folge der NSA-Affäre 2013 statt.

Die deutsch-russischen Beziehungen änderten sich abrupt mit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022.

Multilaterales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland ist Mitglied vieler internationaler Organisationen. Die Bundesrepublik unterstützt diese Organisationen nicht nur finanziell, sondern beteiligt sich auch aktiv an der Erarbeitung ihrer Strategien, der Gestaltung ihrer Programme und an der Umsetzung ihrer Ziele.

UN-Mitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 18. September 1973 als Vollmitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen.

Zuvor hatte die Bundesrepublik 1950 zunächst die Vollmitgliedschaft der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und in den folgenden Jahren aller weiterer Sonderorganisationen erworben. Seit dem 3. Oktober 1990 übt das vereinigte Deutschland unter der Bezeichnung „Deutschland“ die Mitgliedschaft in der Weltorganisation und dem gesamten „System der Vereinten Nationen“ aus. Heute strebt die Bundesrepublik einen ständigen Sitz in einem zu reformierenden Weltsicherheitsrat an.[10]

2019 und 2020 war Deutschland zum sechsten Mal als nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Im Juli 2020 führte Deutschland nach April 2019 erneut den Vorsitz im wichtigsten Gremium der UN. Neben der Befassung mit aktuellen Krisen in Syrien, Jemen und Libyen setzte Deutschland eigene Schwerpunkte: die Themen globale Gesundheit, Klima und Sicherheit, Menschenrechte und sexualisierte Gewalt in Konflikten aber auch die Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie standen auf der Agenda.

Bilaterale Beziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Beginn der offiziellen Beziehungen Anmerkungen Karte
Agypten Ägypten
Lage von Deutschland und Ägypten
Algerien Algerien
Lage von Deutschland und Algerien
Angola Angola
Lage von Deutschland und Angola
Äquatorialguinea Äquatorialguinea
Lage von Deutschland und Äquatorial-Guinea
Athiopien Äthiopien 1905
Lage von Deutschland und Äthiopien
Benin Benin
Lage von Deutschland und Benin
Botswana Botswana
Lage von Deutschland und Botswana
Burkina Faso Burkina Faso
Lage von Deutschland und Burkina Faso
Burundi Burundi
Lage von Deutschland und Burundi
Dschibuti Dschibuti
Lage von Deutschland und Dschibuti
Elfenbeinküste Elfenbeinküste
Lage von Deutschland und der Elfenbeinküste
Eritrea Eritrea
Lage von Deutschland und Eritrea
Eswatini Eswatini
Lage von Deutschland und Eswatini
Gabun Gabun
Lage von Deutschland und Gabun
Gambia Gambia
Lage von Deutschland und Gambia
Ghana Ghana
Lage von Deutschland und Ghana
Guinea-a Guinea
Lage von Deutschland und Guinea
Guinea-Bissau Guinea-Bissau
Lage von Deutschland und Guinea-Bissau
Kamerun Kamerun
Lage von Deutschland und Kamerun
Kap Verde Kap Verde
Lage von Deutschland und Kap Verde
Kenia Kenia
Lage von Deutschland und Kenia
Komoren Komoren
Lage von Deutschland und der Komoren
Kongo Demokratische Republik Demokratische Republik Kongo
Lage von Deutschland und der Demokratischen Republik Kongo
Kongo Republik Republik Kongo
Lage von Deutschland und der Republik Kongo
Lesotho Lesotho
Lage von Deutschland und Lesotho
Liberia Liberia
Lage von Deutschland und Liberia
Libyen Libyen
Lage von Deutschland und Libyen
Madagaskar Madagaskar
Lage von Deutschland und Madagaskar
Malawi Malawi
Lage von Deutschland und Malawi
Mali Mali
Lage von Deutschland und Mali
Marokko Marokko
Lage von Deutschland und Marokko
Mauretanien Mauretanien
Lage von Deutschland und Mauretanien
Mauritius Mauritius
Lage von Deutschland und Mauritius
Mosambik Mosambik
Lage von Deutschland und Mosambik
Namibia Namibia
Lage von Deutschland und Namibia
Niger Niger
Lage von Deutschland und Niger
Nigeria Nigeria
Lage von Deutschland und Nigeria
Ruanda Ruanda
Lage von Deutschland und Ruanda
Sambia Sambia
Lage von Deutschland und Sambia
Sao Tome und Principe São Tomé und Príncipe
Lage von Deutschland und São Tomé und Príncipe
Senegal Senegal
Lage von Deutschland und Senegal
Seychellen Seychellen
Lage von Deutschland und der Seychellen
Sierra Leone Sierra Leone
Lage von Deutschland und Sierra Leone
Simbabwe Simbabwe
Lage von Deutschland und Simbabwe
Somalia Somalia
Lage von Deutschland und Somalia
Sudafrika Südafrika
Lage von Deutschland und Südafrika
Sudan Sudan
Lage von Deutschland und Sudan
Sudsudan Südsudan
Lage von Deutschland und Südsudan
Tansania Tansania
Lage von Deutschland und Tansania
Togo Togo
Lage von Deutschland und Togo
Tschad Tschad
Lage von Deutschland und Tschad
Tunesien Tunesien
Lage von Deutschland und Tunesien
Uganda Uganda
Lage von Deutschland und Uganda
Zentralafrikanische Republik Zentralafrikanische Republik
Lage von Deutschland und der Zentralafrikanischen Republik

Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Beginn der offiziellen Beziehungen Anmerkungen Karte
Antigua und Barbuda Antigua und Barbuda
Lage von Deutschland und Antigua und Barbuda
Argentinien Argentinien
Lage von Deutschland und Argentinien
Bahamas Bahamas
Lage von Deutschland und der Bahamas
Barbados Barbados
Lage von Deutschland und Barbados
Belize Belize
Lage von Deutschland und Belize
Bolivien Bolivien
Lage von Deutschland und Bolivien
Brasilien Brasilien
Lage von Deutschland und Brasilien
Chile Chile
Lage von Deutschland und Chile
Costa Rica Costa Rica
Lage von Deutschland und Costa Rica
Dominica Dominica
Lage von Deutschland und Dominica
Dominikanische Republik Dominikanische Republik
Lage von Deutschland und der Dominikanischen Republik
Ecuador Ecuador
Lage von Deutschland und Ecuador
El Salvador El Salvador
Lage von Deutschland und El Salvador
Grenada Grenada
Lage von Deutschland und Grenada
Guatemala Guatemala
Lage von Deutschland und Guatemala
Guyana Guyana
Lage von Deutschland und Guyana
Haiti Haiti
Lage von Deutschland und Haiti
Honduras Honduras
Lage von Deutschland und Honduras
Jamaika Jamaika
Lage von Deutschland und Jamaika
Kanada Kanada
Lage von Deutschland und Kanada
Kolumbien Kolumbien
Lage von Deutschland und Kolumbien
Kuba Kuba
  • Kuba unterhält eine Botschaft in Berlin
  • Deutschland betreibt eine Botschaft in Havanna
  • Außenminister Steinmeier öffnet neue Perspektiven für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) in Havanna im Jahr 2015[11]
Lage von Deutschland und Kuba
Mexiko Mexiko
Lage von Deutschland und Mexiko
Nicaragua Nicaragua
Lage von Deutschland und Nicaragua
Panama Panama 1951
Lage von Deutschland und Panama
Paraguay Paraguay
Lage von Deutschland und Paraguay
Peru Peru
Lage von Deutschland und Peru
Saint Kitts Nevis St. Kitts und Nevis
Lage von Deutschland und St. Kitts und Ne­vis
Saint Lucia St. Lucia
Lage von Deutschland und St. Lucia
Saint Vincent Grenadinen St. Vincent und die Grenadinen
Lage von Deutschland und St. Vincent und die Grenadinen
Suriname Suriname
Lage von Deutschland und Suriname
Trinidad und Tobago Trinidad und Tobago
Lage von Deutschland und Trinidad und Tobago
Uruguay Uruguay
Lage von Deutschland und Uruguay
Venezuela Venezuela
Lage von Deutschland und Venezuela
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Lage von Deutschland und den Vereinigten Staaten

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Afghanistan Afghanistan
Lage von Deutschland und Afghanistan
Armenien Armenien
Lage von Deutschland und Armenien
Aserbaidschan Aserbaidschan
Lage von Deutschland und Aserbaidschan
Bahrain Bahrain
Lage von Deutschland und Bahrain
Bangladesch Bangladesch
Lage von Deutschland und Bangladesch
Bhutan Bhutan
Lage von Deutschland und Bhutan
Brunei Brunei
Lage von Deutschland und Brunei
China Volksrepublik Volksrepublik China
Lage von Deutschland und China
Georgien Georgien
Lage von Deutschland und Georgien
Indien Indien
Lage von Deutschland und Indien
Indonesien Indonesien
Lage von Deutschland und Indonesien
Irak Irak
Lage von Deutschland und dem Irak
Iran Iran
Lage von Deutschland und Iran
Israel Israel
Lage von Deutschland und Israel
Japan Japan
Lage von Deutschland und Japan
Jemen Jemen
Lage von Deutschland und Jemen
Jordanien Jordanien
Lage von Deutschland und Jordanien
Kambodscha Kambodscha
Lage von Deutschland und Kambodscha
Kasachstan Kasachstan
Lage von Deutschland und Kasachstan
Katar Katar
Lage von Deutschland und Katar
Kirgisistan Kirgisistan
Lage von Deutschland und Kirgisistan
Kuwait Kuwait
Lage von Deutschland und Kuwait
Laos Laos
Lage von Deutschland und Laos
Libanon Libanon
Lage von Deutschland und Libanon
Malaysia Malaysia
Lage von Deutschland und Malaysia
Malediven Malediven
Lage von Deutschland und der Malediven
Mongolei Mongolei
Lage von Deutschland und der Mongolei
Myanmar Myanmar
Lage von Deutschland und Myanmar
Korea Nord Nordkorea 2001
Lage von Deutschland und Nordkorea
Oman Oman
Lage von Deutschland und Oman
Osttimor Osttimor
Lage von Deutschland und Osttimor
Pakistan Pakistan
Lage von Deutschland und Pakistan
Philippinen Philippinen
Lage von Deutschland und der Philippinen
Russland Russland
Lage von Deutschland und Russland
Saudi-Arabien Saudi-Arabien
Lage von Deutschland und Saudi-Arabien
Singapur Singapur
Lage von Deutschland und Singapur
Sri Lanka Sri Lanka
Lage von Deutschland und Sri Lanka
Korea Sud Südkorea
Lage von Deutschland und Südkorea
Syrien Syrien
Lage von Deutschland und Syrien
Tadschikistan Tadschikistan
Lage von Deutschland und Tadschikistan
Thailand Thailand
Lage von Deutschland und Thailand
Turkei Türkei
Lage von Deutschland und der Türkei
Turkmenistan Turkmenistan
Lage von Deutschland und Turkmenistan
Usbekistan Usbekistan
Lage von Deutschland und Usbekistan
Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate
Lage von Deutschland und der Vereinigten Arabischen Emirate
Vietnam Vietnam 23. September 1975[12]
Lage von Deutschland und Vietnam
Zypern Republik Zypern
Lage von Deutschland und Zypern

Australien und Ozeanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Beginn der offiziellen Beziehungen Anmerkungen Karte
Australien Australien
Lage von Deutschland und Australien
Cookinseln Cookinseln
Lage von Deutschland und der Cookinseln
Fidschi Fidschi
Lage von Deutschland und Fidschi
Kiribati Kiribati
Lage von Deutschland und Kiribati
Marshallinseln Marshallinseln
Lage von Deutschland und den Marshallinseln
Mikronesien Foderierte Staaten Mikronesien
Lage von Deutschland und Mikronesien
Nauru Nauru
Lage von Deutschland und Nauru
Neuseeland Neuseeland
Lage von Deutschland und Neuseeland
Palau Palau 1997
Lage von Deutschland und Palau
Papua-Neuguinea Papua-Neuguinea
Lage von Deutschland und Papua-Neuguinea
Salomonen Salomonen
Lage von Deutschland und der Salomonen
Samoa Samoa
Lage von Deutschland und Samoa
Tonga Tonga
Lage von Deutschland und Tonga
Tuvalu Tuvalu
Lage von Deutschland und Tuvalu
Vanuatu Vanuatu
Lage von Deutschland und Vanuatu

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Beginn der offiziellen Beziehungen Anmerkungen Karte
Albanien Albanien
Lage von Deutschland und Albanien
Belarus Belarus 1999
Lage von Deutschland und Belarus
Belgien Belgien
Lage von Deutschland und Belgien
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina November 1992
Lage von Deutschland und Bosnien-Herzegowina
Bulgarien Bulgarien
Lage von Deutschland und Bulgarien
Danemark Dänemark
Lage von Deutschland und Dänemark
Estland Estland 9. Juli 1921 und wieder 28. August 1991
Lage von Deutschland und Estland
Finnland Finnland 4. Januar 1918
Lage von Deutschland und Finnland
Frankreich Frankreich
Lage von Deutschland und Frankreich
Griechenland Griechenland 1834 (Preußen)
Lage von Deutschland und Griechenland
Irland Irland 1922
Lage von Deutschland und Irland
Island Island
Lage von Deutschland und Island
Italien Italien
Lage von Deutschland und Italien
Kasachstan Kasachstan 31. Dezember 1991
Lage von Deutschland und Kasachstan
Kosovo Kosovo 20. Februar 2008
Lage von Deutschland und dem Kosovo
Kroatien Kroatien 15. Januar 1992
Lage von Deutschland und Kroatien
Lettland Lettland 15. Juli 1920 und wiederum 28. August 1991
Lage von Deutschland und Lettland
Liechtenstein Liechtenstein
Lage von Deutschland und Lichtenstein
Litauen Litauen 1918 und wieder 1991
Lage von Deutschland und Litauen
Luxemburg Luxemburg
Lage von Deutschland und Luxemburg
Malta Malta 1965
Lage von Deutschland und Malta
Moldau Republik Moldau 30. April 1992
Lage von Deutschland und Moldau
Monaco Monaco
Lage von Deutschland und Monaco
Montenegro Montenegro
Lage von Deutschland und Montenegro
Niederlande Niederlande
Lage von Deutschland und den Niederlanden
Nordmazedonien Nordmazedonien
Lage von Deutschland und Nordmazedonien
Norwegen Norwegen
Lage von Deutschland und Norwegen
Osterreich Österreich
Lage von Deutschland und Österreich
Polen Polen
Lage von Deutschland und Polen
Portugal Portugal
Lage von Deutschland und Portugal
Rumänien Rumänien 20. Februar 1880[15] bzw. mit der BR Dtld. 31. Januar 1967[16]
Lage von Deutschland und Rumänien
Russland Russland
Lage von Deutschland und Russland
San Marino San Marino
Lage von Deutschland und San Marino
Schweden Schweden
Lage von Deutschland und Schweden
Schweiz Schweiz
Lage von Deutschland und der Schweiz
Serbien Serbien 11. Dezember 1951 (zu Jugoslawien)[21]
Lage von Deutschland und Serbien
Slowakei Slowakei 1993
Lage von Deutschland und der Slowakei
Slowenien Slowenien 15. Januar 1992
Lage von Deutschland und Slowenien
Spanien Spanien
Lage von Deutschland und Spanien
Tschechien Tschechien
Lage von Deutschland und Tschechien
Turkei Türkei
Lage von Deutschland und der Türkei
Ukraine Ukraine
Lage von Deutschland und der Ukraine
Ungarn Ungarn 21. Dezember 1973
Lage von Deutschland und Ungarn
Vatikanstadt Vatikanstadt
Lage von Deutschland und dem Heiligen Stuhl
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Lage von Deutschland und dem Vereinigten Königreich
Zypern Republik Zypern
Lage von Deutschland und Zypern

Ehemalige Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Dauer der offiziellen Beziehungen Anmerkungen Lage Karte
Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik 1972–1990 Europa
Lage der BRD und der DDR

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einführungen:

Geschichte:

Quellen: Es gibt eine umfangreiche Ausgabe Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 19xx. Sie erscheint im Oldenbourg Wissenschaftsverlag. Beispiele:

  • Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland
    • Bd. 2: Adenauer und die Hohen Kommissare 1952. ISBN 978-3-486-55201-0 (1. Aufl. 1952);
    • Bd. 1: Das Jahr 1952. (1. Aufl. 2000).
  • Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1982 (1 Band), ISBN 978-3-486-71876-8 (1. Aufl. 2013).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Institutionen:

Presse und Publikationen:

Sonstiges

  • FAZ 2. Januar 2013: Rezension der Dissertation Die außenpolitische Staatsräson der Bundesrepublik Deutschland: Theoretische Grundlagen und politikwissenschaftlicher Diskurs (These: Die Bundesrepublik hegt unverändert grundsätzliche Vorbehalte gegenüber dem Einsatz militärischer Gewalt und ist damit weiterhin weit davon entfernt, eine Neubestimmung deutscher Außenpolitik in diesem Sinne vorzunehmen.)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werner Kilian: Die Hallstein-Doktrin – Der diplomatische Krieg zwischen der BRD und der DDR. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-10371-8, S. 22–25.
  2. „Mit der Wiedervereinigung und dem Deutsch-Polnischen Grenzvertrag vom 14. November 1990 wurde die im Görlitzer Abkommen anerkannte Grenzziehung endgültig bestätigt.“ Zit. nach Görlitzer Abkommen. Görlitz/Zgorzelec, 6. Juli 1950: Die Oder-Neiße-Linie, Webseite des Auswärtigen Amtes, 16. November 2009.
  3. Philipp Rock: Macht, Märkte und Moral – Zur Rolle der Menschenrechte in der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland in den sechziger und siebziger Jahren. Peter Lang, Frankfurt a. M. 2010, ISBN 978-3-631-59705-7, S. 270.
  4. Das Bundesverfassungsgericht konstruiert dabei eine Rechtspflicht hinsichtlich einer aktiven Teilnahme an der Friedenspolitik (vgl. BVerfGE 5, 85 [127] und BVerfGE 36, 1 [17]). So Martina Haedrich, Friedensgebot und Grundgesetz, in: Hans J. Gießmann, Bernhard Rinke (Hrsg.): Handbuch Frieden, 1. Auflage, VS Verlag, Wiesbaden 2011, S. 340 Fn. 5.
  5. Alexander Siedschlag: Die aktive Beteiligung Deutschlands an militärischen Aktionen zur Verwirklichung Kollektiver Sicherheit. Frankfurt a. M. [u. a.] 1995.
  6. Gunther Hellmann: Deutsche Außenpolitik. Eine Einführung. 2006, S. 16.
  7. Gunther Hellmann: Deutsche Außenpolitik. Eine Einführung. 2006, S. 19.
  8. Gero Erdmann: Kirchen und NRO. In: Siegmar Schmidt, Gunther Hellmann, Reinhard Wolf (Hrsg.): Handbuch zur deutschen Außenpolitik, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-13652-3, S. 303–312, hier S. 311 f.
  9. Petersberger Abkommen. Bonn, 22. November 1949: Eine Chance für die junge Bundesrepublik, auswaertiges-amt.de, 16. November 2009.
  10. Vor 45 Jahren: Aufnahme der beiden deutschen Staaten in die UNO. Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 2. Juli 2020.
  11. Hoffmann, Bert ; ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) (Ed.): Wandel und Annäherung: Perspektiven deutschkubanischer Beziehungen in Kultur und Bildung. Stuttgart, 2016 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik). ISBN 978-3-921970-50-8. URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-51123-5
  12. Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland: 1. Januar bis 30. Juni 1976, Band 1
  13. Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland. Abgerufen am 26. Juli 2021 (deutsch, russisch).
  14. Auswärtiges Amt: Deutsche Botschaft Minsk. Abgerufen am 19. Dezember 2021 (deutsch, russisch).
  15. Diplomatic Relations of Romania (englisch). Romania, Ministry of Foreign Affairs. Abgerufen am 6. November 2011.
  16. Kurze Geschichte der politischen Beziehungen. Botschaft von Rumänien, Berlin. Abgerufen am 12. November 2012.
  17. Vertretungen San Marino. Auswärtiges Amt. Abgerufen am 6. Januar 2012.
  18. Deutsche Vertretungen. Auswärtiges Amt. Abgerufen am 6. Januar 2012.
  19. Botschaft Berlin. Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten. Abgerufen am 6. Januar 2012.
  20. Deutsche Botschaft Bern (deutsch und französisch). Abgerufen am 6. Januar 2012.
  21. Friederike Baer: Zwischen Anlehnung und Abgrenzung. Die Jugoslawienpolitik der DDR 1946 bis 1968. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2009, S. 78.
  22. Botschaft der Slowakischen Republik in Berlin (deutsch und slowakisch). Abgerufen am 6. Januar 2012.
  23. Auswärtiges Amt: Deutsche Botschaft Pressburg. Abgerufen am 26. Juli 2021 (deutsch, slowakisch).
  24. Willkommen auf den Seiten der Botschaft der Republik Slowenien in Berlin (deutsch, englisch und slowenisch). Abgerufen am 6. Januar 2012.
  25. Auswärtiges Amt: Deutsche Botschaft Laibach. Abgerufen am 26. Juli 2021 (deutsch, slowenisch).
  26. Embajada de España en Berlin (deutsch und spanisch). Ministerio de Asuntos Exteriores y de Cooperación. Archiviert vom Original am 8. Januar 2012. Abgerufen am 6. Januar 2012.
  27. Witaj k nam bei der Deutschen Botschaft in Madrid (deutsch und spanisch). Abgerufen am 6. Januar 2012.
  28. Leitet eine sog. „Arbeitseinheit im Leitungsbereich des Auswärtigen Amts“ und untersteht unmittelbar dem Bundesminister des Auswärtigen. Das Papier fordert eine „Neuvermessung“ der internationalen Beziehungen zu Gunsten der BRD, das heißt mehr Einfluss der Deutschen; man bezeichnet sich hier als „Gestaltungsmacht im Wartestand“, Fritz Fischer nannte das in Bezug auf das Kaiserreich den „Griff nach der Weltmacht“. Das Papier spiegelt angeblich den Diskussionsstand von November 2012 bis September 2013