Godzilla (2014)

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Filmdaten
Deutscher TitelGodzilla
OriginaltitelGodzilla
Godzilla (2014) - Logo.svg
ProduktionslandVereinigte Staaten, Japan
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2014
Länge123 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
RegieGareth Edwards
DrehbuchMax Borenstein (Drehbuch),
Dave Callaham (Story)
ProduktionJon Jashni,
Mary Parent,
Brian Rogers,
Thomas Tull
MusikAlexandre Desplat
KameraSeamus McGarvey
SchnittBob Ducsay
Besetzung
Synchronisation

Godzilla ist ein Science-Fiction-Kaijū-Actionfilm des Regisseurs Gareth Edwards aus dem Jahr 2014 mit Aaron Taylor-Johnson und Bryan Cranston in den Hauptrollen. Der Film ist nach Godzilla (1998) von Roland Emmerich die zweite US-amerikanische Verfilmung der japanischen Filmreihe des gleichnamigen Monsters, die erstmals 1954 produziert wurde.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Film beginnt 15 Jahre vor der Haupthandlung, als auf den Philippinen bei Minenarbeiten ein prähistorisches Monster (genannt Muto – massiver unbekannter terrestrischer Organismus) erwacht, das daraufhin ein Atomkraftwerk in Japan zerstört. Bei diesem Unglück kommt unter anderem Sandra Brody, die Frau des für Erdbebensicherheit des Kraftwerks zuständigen Joe Brody und Mutter von Ford Brody, ums Leben.

Im Jahr 2014 wird Lt. Ford Brody, der jetzt als Bombenentschärfer bei der US-Armee arbeitet und selbst eine Frau und einen Sohn hat, nach Japan gerufen, da sein von Schuldgefühlen geplagter Vater verhaftet wurde, nachdem er versucht hat, in das Sperrgebiet um das Atomkraftwerk einzudringen. Nach seiner Freilassung kann Joe seinen Sohn davon überzeugen, dass die Regierung den wahren Grund der Katastrophe vertuscht hat und sie nicht durch ein Erdbeben ausgelöst wurde. Als sich die beiden zusammen erneut in das Sperrgebiet wagen, werden sie Zeugen davon, wie der männliche Muto erneut erwacht. Er hat sich in der Ruine des Kernkraftwerks eingenistet und sich vom radioaktiven Material ernährt. Bei seinem Ausbruch aus der Sperrzone und Flucht ins Meer zerstört er die Einrichtungen, die gebaut wurden, um einen solchen Ausbruch zu verhindern. Dabei wird Joe verletzt und stirbt später im Rettungshelikopter.

Dr. Serizawa, Leiter von Monarch (der Organisation, welche die Mutos untersucht hat), bittet Ford um seine Mithilfe. Ford berichtet, sein Vater habe erzählt, er hätte einen Paarungsruf des Monsters aufgezeichnet. Das Monster fliegt nach Hawaii und frisst dort den Reaktor eines atombetriebenen U-Boots. Versuche, es zu töten, schlagen fehl. Es wird klar, dass sich das Monster auf dem Weg in die kontinentalen Vereinigten Staaten befindet, wo eine zweite Muto-Spore, die fälschlicherweise als inaktiv und versteinert eingestuft wurde, entsorgt wurde. Aus dieser Spore schlüpft ein weibliches Monster derselben Art und folgt dem Paarungsruf des Männchens. Während sich dieses auf die Küste zubewegt, wird es vom in der Zwischenzeit in Hawaii aufgetauchten Godzilla verfolgt. Dr. Serizawa bezeichnet ihn als urzeitliches Alpha-Raubtier, das Jagd auf die beiden Mutos macht und als einziges in der Lage sei, das Gleichgewicht wiederherzustellen und die Monster zu besiegen. Dr. Serizawa erklärt auch, dass die Atombombentests in den Fünfziger Jahren allesamt (vergebliche) Versuche waren, Godzilla zu töten.

Die Armee vertraut jedoch nicht auf die Überlegungen von Dr. Serizawa und bereitet den Einsatz von Atomsprengköpfen vor. Mit diesen sollen die Monster auf das offene Meer gelockt und danach getötet werden. Beim Transport der Bomben darf Ford helfen und kann so zurück nach San Francisco, seiner Heimatstadt, wo sich auch seine Frau und sein Sohn befinden.

Während sich die Mutos auf San Francisco zubewegen, attackiert das Weibchen den Bombentransport und verspeist eine der Bomben. In San Francisco zerstören die beiden Monster zahlreiche Gebäude und bauen ein Nest, in dem das Weibchen seine Eier ablegt. Als die zweite Bombe mit einem Hubschrauber an die Küste von San Francisco geflogen wird, wird dieser attackiert und die Bombe wird vom Weibchen ins Nest gelegt, um die Jungen zu ernähren.

Da die Bombe bereits mit einem Zeitzünder scharf gemacht wurde, bedroht die geplante Explosion nun die Stadt, anstatt wie geplant auf dem Meer zu explodieren. Die Armee muss die Bombe deshalb entschärfen. Ford soll dabei helfen. Die Soldaten werden mit Fallschirmen in der Stadt abgesetzt, während diese im Kampf zwischen den Monstern und Godzilla weiter zerstört wird. Als das Entschärfungsteam das Nest erreicht, wird klar, dass die Bombe nicht entschärft werden kann. Der Sprengkopf soll deshalb an die Küste transportiert und von dort aufs offene Meer hinaus gebracht werden. Ford jedoch bleibt unbemerkt von den anderen Soldaten dort, wo es ihm gelingt, die von dem weiblichen Muto abgelegten Eier mit Hilfe eines vor Ort liegendem kaputten Benzintankers zu verbrennen, was jedoch in einer großen Explosion mündet, bei der er selbst verletzt wird. Im selben Moment ist Godzilla in einen Kampf mit beiden Mutos verwickelt, welchen er jedoch zu verlieren scheint, doch plötzlich wird das weibliche Muto darauf aufmerksam, dass seine Eier dabei sind, zu verbrennen. Wutentbrannt begeben sich beide Mutos zu den Eiern, wo Ford von dem weiblichen Muto entdeckt und zornig angeblickt wird. Doch bevor das Muto Ford töten kann, sieht man wieder Godzilla, der nun zum ersten Mal seine stärkste Fähigkeit, seinen Hitzestrahl, entfacht und das weibliche Muto damit zurückschlägt. Daraufhin greift das männliche Muto den wieder gestärkten Godzilla an. Als das weibliche Muto jedoch wieder steht und bereit ist, mitzukämpfen, entdeckt es die inzwischen am Boot angekommenen Soldaten mit der Bombe. Ohne dem Kampf seine Aufmerksamkeit zu widmen, läuft das weibliche Muto zum Ufer, während die Soldaten vergeblich versuchen, mit dem Boot und der Bombe das Weite zu suchen. Kaum angekommen tötet das weibliche Muto alle Soldaten vor Ort, abgesehen von Ford, der aufgrund der Zerstörung des Nests hinterherhinkt und dank der Ablenkung der inzwischen toten Soldaten zum Boot gelangen kann.

Der währenddessen noch laufende Kampf zwischen dem männlichen Muto und Godzilla nähert sich seinem Ende, als Godzilla den auf ihn zufliegenden Muto mit seinem Schwanz mit voller Wucht in ein Gebäude schlägt, wo es nur wenige Sekunden danach stirbt. Als das Gebäude daraufhin auf Godzilla stürzt, fällt dieser zu Boden und blickt, bevor ihn eine Staubwolke einhüllt, den zufällig vorbeikommenden Ford schmerzerfüllt und hilfesuchend an.

Auf dem Boot wird Ford kurz darauf von dem weiblichen Muto bedroht und macht sich für einen letzten Kampf bereit. Kurz bevor es ihn jedoch erreicht, zuckt das Muto zusammen und Ford sieht, wie Godzilla dem Muto in die Schulter beißt. Ohne eine Chance reißt Godzilla das Muto um sich und gibt als Todesstoß einen so enorm starken Hitzestrahl in das Maul des Mutos ab, dass der Körper vom Kopf abreißt und leblos ins Wasser fällt. Ford bricht daraufhin verletzt und völlig erschöpft zusammen und wird, als das Boot unter der Golden Gate Bridge durchfährt, von einer Helikopterbesatzung gerettet, bevor die Atombombe in ausreichend großer Entfernung zur Stadt detoniert.

Godzilla kollabiert nach seinem letzten Kampf in der Stadt, erwacht während der dort stattfindenden Rettungsarbeiten allerdings wieder und verschwindet unter dem Jubel zahlloser Menschen (darunter auch Admiral Stenz und Dr. Serizawa) im Meer. Im Fernsehen wird er als „König der Monster – Retter unserer Stadt?“ betitelt, während Ford, seine Frau Elle und ihr Sohn Sam wieder zusammenfinden.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Realisierung des Films waren die Filmproduktionsgesellschaften Warner Bros., Legendary Pictures, Disruption Entertainment und Toho Company beteiligt.[3]

Godzilla wurde in Kanada, Las Vegas und auf Hawaii gedreht.[4]

Im Rahmen der San Diego Comic-Con International stellte Thomas Tull, der CEO von Legendary Pictures und einer der Produzenten, am 26. Juli 2014 den Film vor.[5]

Die USS Saratoga (CVN-88) ist ein lediglich fiktiver atomgetriebener Flugzeugträger, der als Flaggschiff der US-Task Force unter Rear Admiral William Stenz dient.

Dr. Serizawa überreicht in einer Szene Admiral Stenz eine Taschenuhr, die im Moment der Atomexplosion über Hiroshima stehengeblieben ist, um ihn zum Umdenken zu bewegen.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In mehreren europäischen Ländern startete der Film am 14. Mai 2014. Der deutsche Kinostart war am 15. Mai 2014. In den Vereinigten Staaten kam der Film am 16. Mai 2014 in die Kinos.[6] Bei Produktionskosten von 160 Millionen US-Dollar spielte er am Startwochenende weltweit 196 Millionen US-Dollar ein, davon 93,2 Millionen US-Dollar in den Vereinigten Staaten.[7] Die Gesamteinnahmen belaufen sich auf knapp 525 Millionen US-Dollar. Aufgrund des Erfolges sind zwei weitere Teile geplant; der erste der beiden soll am 8. Juni 2018 in die US-Kinos kommen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An dem Film wirkten zwei Veteranen der Godzilla-Reihe mit: Yoshimitsu Banno und Akira Takarada. Yoshimitsu Banno ist einer der Produzenten dieses Godzilla-Films, führte aber schon 1971 Regie bei dem unter den Fans sehr umstrittenen Film Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster. Für Akira Takarada, der in dem Film eine kleine Rolle als Angestellter der japanischen Einwanderungsbehörde hat, ist dies die siebte Beteiligung an einem Godzilla-Film. Schon 1954 spielte er im japanischen Originalfilm die Hauptrolle des Marinetauchers Hideto Ogata. Die Szene mit Takarada schaffte es jedoch nicht in den Film.

Roman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2014 wurde von Titan Books eine von Greg Cox geschriebene Roman-Adaption mit dem Titel Godzilla – The Official Movie Novelization veröffentlicht.[8]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Joe Brody Bryan Cranston Joachim Tennstedt
Lt. Ford Brody Aaron Taylor-Johnson Ricardo Richter
Sandra Brody Juliette Binoche Katrin Decker
Elle Brody Elizabeth Olsen Annina Braunmiller
Admiral Stenz David Strathairn Reinhard Kuhnert
Cpt. Russell Hampton Richard T. Jones Oliver Siebeck
Sgt. Tre Morales Victor Rasuk Julius Jellinek
Military Analyst Taylor Nichols Axel Malzacher
Stan Walsh Garry Chalk Roland Hemmo
Dr. Ishiro Serizawa Ken Watanabe Tōru Tanabe
Dr. Vivienne Graham Sally Hawkins Katrin Zimmermann

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Denn das ist ja das Brillante an der Blockbusterfabel des jungen Regisseurs Gareth Edwards […]: Wie Edwards Retro-Chic und Fabulierwahnsinn in eine Geschichte bringt, die ihren fantastischen Stoff absolut ernst nimmt und daraus ein Apokalypsenszenario mit räumlicher Tiefe und verstörender Sogwirkung entwickelt.“

„Der genreerprobte Regisseur Gareth Edwards beweist nach seiner meisterhaften Low-Budget-Sci-Fi Monsters (2010) wieder sein Gespür für düstere Stimmungen und Hochspannung in Anbetracht der monströsen äußeren Gefahr, die dem Zuschauer den Atem raubt. Dem beklemmenden Anblick einer postapokalyptischen Ruine von San Francisco, in der das Duell der Monster seinen Höhepunkt erreicht, stehen jedoch zahlreiche Schwachstellen im zusammengeschustert wirkenden Drehbuch von Max Borenstein gegenüber.“

Lutz Granert auf Moviemaze.de[10]

„Die Darsteller-Riege bleibt trotz namhafter Besetzung größtenteils farblos – vor allem, weil der Film sich kaum wirklich so auf eine der Figuren fokussiert, dass man ihr Schicksal interessierter verfolgt als das der Riesen-Echse. Am ehesten heraus sticht Breaking Bad-Star Bryan Cranston, der den seelisch gebrochenen Atomforscher Joe glaubwürdig und mit viel Leidenschaft verkörpert. Nach 123 Minuten bleibt von Godzilla eine unterhaltsame Zeit Popcorn-Kino mit wuchtiger Action und offenkundigen Schwächen im Drehbuch.“

Frank Kaltofen auf unique-online.de[11]

„Das amerikanische Reboot zum 60. Geburtstag der japanischen Riesenechse ist eine brachiale Erlösungsphantasie in der das Monster der Menschheit als regulierende Naturgewalt beisteht. Wenn der sanfte Riese im Hafen von San Francisco auftaucht, um die Menschheit von der MUTO-Plage zu erlösen, gleicht das einem spirituellen Ereignis. Ein ungewöhnlich schöner und versöhnlicher Monsterfilm.“

Jörg Buttgereit in epd-Film[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Godzilla. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2014 (PDF; Prüf­nummer: 144 863 K).
  2. Alterskennzeichnung für Godzilla. Jugendmedien­kommission.
  3. IMDb Company Credits Godzilla (2014). Abgerufen am 8. Januar 2014.
  4. IMDb Filming Locations Godzilla (2014). Abgerufen am 8. Januar 2014.
  5. Legendary Showcase Future Film Line-up including unveiling Expansion of the Godzilla Universe and the Company's Take on Skull Island In: corporate.legendary.com, 26. Juli 2014.
  6. IMDb Release Info Godzilla (2014). Abgerufen am 8. Januar 2014.
  7. „Box Office: 'Godzilla' Scores Monstrous $93M Weekend“, Forbes.com, 18. Mai 2014
  8. Godzilla – The Official Movie Novelization In: titanbooks.com. Abgerufen am 6. Januar 2017.
  9. Neues „Godzilla“-Epos: Auferstanden aus den Ruinen Fukushimas. Abgerufen am 12. Mai 2014.
  10. Filmkritik Godzilla bei Moviemaze.de. Abgerufen am 12. Mai 2014.
  11. Godzilla 2014 – „back to the roots“? Abgerufen am 12. Mai 2014.
  12. Godzilla. Abgerufen am 12. Mai 2014.