Loarre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde Loarre
Loarre – Castillo
Loarre – Castillo
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Loarre
Loarre (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Huesca
Comarca: Hoya de Huesca
Koordinaten 42° 19′ N, 0° 37′ WKoordinaten: 42° 19′ N, 0° 37′ W
Höhe: 775 msnm
Fläche: 74,42 km²
Einwohner: 331 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 4,45 Einw./km²
Postleitzahl: 22809
Gemeindenummer (INE): 22149 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Loarre
Loarre – Ortsbild

Loarre oder Lobarre ist ein Ort und eine aus dem Hauptort und drei Weilern (pedanías) bestehende nordspanische Gemeinde (municipio) mit 331 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Zentrum der Provinz Huesca in der Autonomen Region Aragonien.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Loarre liegt an einem alten Handelsweg gut 30 km (Fahrtstrecke) nordwestlich der Provinzhauptstadt Huesca in einer Höhe von etwa 775 m; die Stadt Saragossa befindet sich etwa 100 km südlich. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 640 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 1.696 1.544 696 407 332[3]

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft hatte im 20. Jahrhundert einen kontinuierlichen Verlust an Arbeitsplätzen und einen deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen zur Folge.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher lebten die Bewohner des Ortes direkt oder indirekt (als Bauern, Land- oder Transport-Arbeiter, Händler oder Handwerker) von der Feld- und Viehwirtschaft. Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus eine zunehmend wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltische, römische und westgotische Spuren wurden in der Region bislang nicht entdeckt und so ist anzunehmen, dass der Ort in der Spätantike oder im frühen Mittelalter als Rastplatz oder als Zwischenstation für Hirten und ihre Herden sowie für Händler und ihre Waren auf dem Weg von Huesca nach Jaca oder Pamplona entstand. Die erste Erwähnung des Ortsnamens Luar stammt aus dem Jahr 1099. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden der Ort und die Burg von der Krone von Aragonien an lokale bzw. regionale Adelsfamilien verkauft.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iglesia de San Esteban
  • Die Iglesia de San Estéban ist ein dreischiffiger Bau des 18. Jahrhunderts, der an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert, von dem noch die unteren Geschosse des Glockenturms (campanar) mitsamt einer sterngewölbten Kapelle erhalten sind, erbaut wurde. Das Mittelschiff hat ein klassizistisches Gewölbe mit Stichkappen, welches sich bis in die flachschließende Apsis hinein fortsetzt.
Umgebung
  • Hauptsehenswürdigkeit der Gemeinde ist das ca. 4 km nordöstlich des Ortes gelegene und im 11. und frühen 12. Jahrhundert erbaute Castillo de Loarre.[5][6]
  • Die romanische Ermita de Santa Águeda mit ihrem eindrucksvollen Stufenportal steht in der Nähe. Das Innere des kleinen schmucklosen Kirchenbaus ist von einem Spitztonnengewölbe bedeckt.[7]
  • Die Ermita de San Andrés ist eine ruinierter Bau aus dem 12. Jahrhundert unterhalb einer steil aufragenden Felswand.[8]
  • Die Ermita de la Virgen de la Pena steht in einer imposanten Felslandschaft im Ortsteil Aniés; sie stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, wurde jedoch im 18. und 19. Jahrhundert restauriert und umgestaltet.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Loarre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Loarre – Klimatabellen
  3. Loarre – Bevölkerungsentwicklung
  4. Loarre – Geschichte
  5. Loarre – Castillo
  6. Loarre – Castillo
  7. Loarre – Ermita de Santa Águeda
  8. Loarre – Ermita de San Andrés
  9. Loarre – Ermita de la Virgen de la Pena