Nivollet-Montgriffon

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Nivollet-Montgriffon
Nivollet-Montgriffon (Frankreich)
Nivollet-Montgriffon
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Belley
Kanton Ambérieu-en-Bugey
Gemeindeverband Plaine de l’Ain
Koordinaten 46° 0′ N, 5° 27′ OKoordinaten: 46° 0′ N, 5° 27′ O
Höhe 440–833 m
Fläche 8,24 km2
Einwohner 118 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 01230
INSEE-Code

Das Dorf Nivollet gesehen vom Mont Luisandre

Nivollet-Montgriffon ist eine französische Gemeinde mit 118 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört administrativ zum Kanton Ambérieu-en-Bugey im Arrondissement Belley.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nivollet-Montgriffon liegt auf 744 m, etwa 30 Kilometer südöstlich der Stadt Bourg-en-Bresse (Luftlinie) im südlichen französischen Jura-Gebirge. Die Fläche des 8,24 km2 großen Gemeindegebiets umfasst einen Teil der stark reliefierten Westausläufer des Bugey. Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortschaften Nivollet und Montgriffon, die einige Kilometer voneinander entfernt sind. Montgriffon liegt auf einem hier zu einer Hochfläche verbreiterten Höhenzug, der von der Cluse des Hôpitaux im Süden bis zur Chaîne de l’Avocat im Norden ansteigt. Nivollet liegt unterhalb dieser Hochfläche an einem kleinen Pass zwischen den Tälern der Bäche Riez und Oiselon, die auf dem Gemeindegebiet entspringen und es nach Westen hin entwässern.

Nachbargemeinden von Nivollet-Montgriffon sind Boyeux-Saint-Jérôme im Norden, Corlier und Aranc im Osten, und Oncieu und Saint-Rambert-en-Bugey im Süden sowie L’Abergement-de-Varey im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teile der Burgmauer des Château de Montgriffon

Nivoletum wurde 1213 erstmals urkundlich erwähnt als Teil der Besitztümer der mächtigen Benediktinerabtei Saint-Rambert. Montgriffon bildete eine eigenständige kleine Herrschaft, die zuerst auch der Abtei und später den Herren von Chatillon-de-Cornelle unterstand.[1] Seit dem Mittelalter standen die beiden Dörfer unter der Oberhoheit der Grafen von Savoyen, bis sie durch den Vertrag von Lyon im Jahre 1601 schließlich an Frankreich gelangten. Die zuerst nur Montgriffon genannte vereinigte Gemeinde erhielt 1883 den heutigen Namen Nivollet-Montgriffon.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von Montgriffon wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet, von dem noch Teile des Chors erhalten sind. Von der mittelalterlichen Burg Montgriffon sind nur noch Grundmauern vorhanden, die vom Wald überwachsen sind (45° 59′ 42,4″ N, 5° 28′ 32,1″ O). Sie war einst durch Graben, Mauer und Zugbrücke befestigt und wurde im Krieg Heinrichs IV gegen die Grafen von Savoyen zerstört.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 113
1968 103
1975 81
1982 63
1990 66
1999 87
2006 127
2011 135

Mit 118 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015)[3] gehört Nivollet-Montgriffon zu den kleinsten Gemeinden des Département Ain. Nachdem die Einwohnerzahl im 20. Jahrhundert kontinuierlich abgenommen hatte (1901 wurden noch 349 Personen gezählt),[2] kehrte sich der Trend 1990 um, und die Einwohnerzahl steigt wieder an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nivollet-Montgriffon ist ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf, von den wenigen im Ort Erwerbstätigen gehören etwa die Hälfte zum primären Sektor. Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Saint-Rambert-en-Bugey über den Pass Col du Cendrier nach Corlier führt. Eine weitere Straße erreicht die Gemeinde von L’Abergement-de-Varey aus über das Tal des Oiselon und verbindet Nivollet mit Montgriffon. Die nächste Autobahn (A42) befindet sich in etwa 20 Kilometer Entfernung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nivollet-Montgriffon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. É. Philipon: Dictionnaire Topographique du Département de l’Ain. Imprimerie Nationale, 1911, S. 274, 293 (französisch, online [PDF; abgerufen am 4. Januar 2014]).
  2. a b Nivollet-Montgriffon — notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 25. Februar 2014 (französisch, ab 1968 Einwohnerzahlen von INSEE).
  3. Französisches Statistikinstitut (www.insee.fr)