Präfektur Aomori

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Aomori-ken
青森県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Aomori
Region: Tōhoku
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 9.644,54 km²
Wasseranteil: 1,2 %
Einwohner: 1.262.823
(1. Oktober 2018)
Bevölkerungsdichte: 131 Einw. pro km²
Landkreise: 8
Gemeinden: 40
ISO 3166-2: JP-02
Gouverneur: Shingo Mimura
Website: www.pref.aomori.lg.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Aomori
Präfekturbaum: Hiba-Lebensbaum
Präfekturblume: Apfelblüte
Präfekturvogel: Schwan
Präfekturfisch: Paralichthys olivaceus
Präfekturlied: Aoi mori no message
(„Botschaft des grünen Waldes“)

Die Präfektur Aomori (jap. 青森県, Aomori-ken) ist eine Präfektur Japans. Sie befindet sich in der Region Tōhoku auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Aomori.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Präfektur Aomori ist die nördlichste der Hauptinsel Honshū. Zwischen Aomori und der Insel Hokkaidō befindet sich die Tsugaru-Straße. Im Süden grenzt Aomori an die Präfektur Akita und an die Präfektur Iwate.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Präfektur in ihrer jetzigen Form existiert seit 1871, als die aus Lehen (Han) hervorgegangenen Präfekturen Tate, Hirosaki, Kuroishi, Tonami (ein 1869 eingerichteter Ableger von Aizu aus ehemaligen Gebieten des ebenfalls rebellischen/shōgunatstreuen Morioka, der dem neugeborenen Aizu-Erben Matsudaira Kataharu überlassen wurde), Shichinohe und Hachinohe zusammengeschlossen wurden. 1872 wurde die ehemalige Präfektur Tate, namentlich die Landkreise Nishi, Hiyama, Tsugaru und Fukushima der Provinz Oshima, wieder abgetrennt und an die Entwicklungsbehörde (Hokkaidō) übertragen. Seit 1876, als der Landkreis Ninohe an die Präfektur Iwate transferiert wurde, umfasst die Präfektur Aomori ihr heutiges Gebiet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionsstärken im Präfekturparlament (Stand: 15. November 2016)[1]
      
Insgesamt 46 Sitze
Die neue Wahlkreiseinteilung von Aomori für das Abgeordnetenhaus seit 2017

Gouverneur von Aomori ist seit 2003 der ehemalige nationale Abgeordnete Shingo Mimura. Er wurde bei der Gouverneurswahl im Juni 2015 für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Im Präfekturparlament verteidigte die Liberaldemokratische Partei (LDP) bei den einheitlichen Regionalwahlen im April 2015 ihre absolute Mehrheit.

Aomori ist ein „konservatives Königreich“ (hoshu ōkoku). Bei der Wahl 2017 zum Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, verlor Aomori einen Sitz und ist nun in drei Wahlkreise eingeteilt, die LDP verteidigte alle drei. Im nationalen Oberhaus vertraten nach den Wahlen von 2010 und 2013 zwei Liberaldemokraten die Präfektur; aber bei der Oberhauswahl 2016 ging Aomori knapp an die Opposition. Namentlich besteht die direkt gewählte Delegation Aomoris ins nationale Parlament (Stand: Februar 2018) aus:

  • im Shūgiin
    • für den 1. Wahlkreis im Norden von Aomori, zu dem jetzt die gesamte Stadt Aomori gehört: Jun Tsushima (LDP, 3. Amtszeit), ein Mitglied der Tsushima-Schriftsteller-Politikerdynastie, die die Präfektur mit Unterbrechungen seit Jahrzehnten im Parlament vertritt,
    • für den 2. Wahlkreis mit der Stadt Hachinohe: Tadamori Ōshima (LDP, 12. Amtszeit), der vorher den alten Wahlkreis 3 vertrat,
    • für den 3. Wahlkreis mit der Stadt Hirosaki: Jirō Kimura (LDP, 1. Amtszeit), der Bruder von Tarō Kimura, dem letzten Abgeordneten des alten Wahlkreises 4,
  • im Sangiin

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Seikan-Tunnel verbindet die japanische Hauptinsel Honshū mit der Insel Hokkaidō. Er hat eine Länge von 53,85 Kilometern. Davon liegen 23,3 Kilometer unter dem Meer. Die Tsugaru-Straße ist zwar nur 140 Meter tief, aufgrund der Erdbebengefahr liegt der Tunnel jedoch bis zu 240 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Tunnel wurde nach 17 Jahren Bauzeit im März 1988 eröffnet. Gleichzeitig wurden die Eisenbahnfähren über die stürmische Tsugaru-Straße aufgegeben. Im Seikan-Tunnel gibt es zwei unterseeische Bahnhöfe, die zu den tiefsten Bahnhöfen der Welt zählen.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sannai-Maruyama
Towada-See

Aomori ist besonders für seine Apfelplantagen bekannt.

Der See Towada, der sich in einer Caldera auf dem Vulkan Towada befindet, liegt zwischen den Präfekturen Akita und Aomori.

Der Berg Osorezan befindet sich in Mutsu auf der Shimokita-Halbinsel.

Im Hakkōda-Gebirge in Aomori kann man im Sommer Bergwandern und im Winter Skifahren.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 gibt es noch 40 Gemeinden in Aomori: 10 [kreisfreie] Städte (-shi), davon zwei in Sonderformen für Großstädte, 22 [kreisangehörige] Städte (-machi/-chō) und acht Dörfer (-mura). Nach der Einführung der heutigen Gemeindeformen 1889 waren es zunächst über 170 Gemeinden, 1953 vor der großen Shōwa-Gebietsreform noch über 160.

Anmerkung: Die bis dahin bestehenden Kreise Tsugaru und Kita wurden 1878/79 in mehrere Kreise geteilt. Im Sinne der Lesbarkeit wurden die dabei angefügten Präfixe [Kita-: „Nord-“, Minami-: „Süd-“, Higashi-: „Ost-“, Nishi-: „West-“, Naka-: „Mittel-/Zentral-“, Kami-: „Ober-“, Shimo-: „Unter-“] hier durch Bindestrich getrennt, die sonstige Romanisierungspraxis ist uneinheitlich.

Liste der Gemeinden in Aomori
Gemeinde Typ Kreis (-gun) Fläche
(1. Oktober 2015)[2]
Einwohner­zahl
(1. Oktober 2018)
Aomori
(Sitz der Präfekturverwaltung)
-shi („Kernstadt“) 824,61 km² 279.133
Hirosaki -shi 524,20 km² 172.447
Hachinohe -shi („Kernstadt“) 305,54 km² 225.463
Kuroishi -shi 524,20 km² 32.732
Goshogawara -shi 404,18 km² 52.559
Towada -shi 725,65 km² 61.634
Misawa -shi 119,87 km² 39.122
Mutsu -shi 864,16 km² 55.741
Tsugaru -shi 253,55 km² 31.576
Hirakawa -shi 346,01 km² 31.107
Hiranai -machi Higashi-Tsugaru 217,09 km² 10.495
Imabetsu -machi Higashi-Tsugaru 125,27 km² 2496
Yomogita -mura Higashi-Tsugaru 80,84 km² 2718
Sotogahama -machi Higashi-Tsugaru 230,29 km² 5662
Ajigasawa -machi Nishi-Tsugaru 343,08 km² 9376
Fukaura -machi Nishi-Tsugaru 488,89 km² 7724
Nishi-Meya -mura Naka-Tsugaru 246,02 km² 1338
Fujisaki -machi Minami-Tsugaru 37,29 km² 14.824
Ōwani -machi Minami-Tsugaru 163,43 km² 8979
Inakadate -mura Minami-Tsugaru 22,35 km² 7569
Itayanagi -machi Kita-Tsugaru 41,88 km² 13.274
Tsuruta -machi Kita-Tsugaru 46,43 km² 12.769
Nakadomari -machi Kita-Tsugaru 216,32 km² 10.401
Noheji -machi Kami-Kita 81,68 km² 12.890
Shichinohe -machi Kami-Kita 337,23 km² 14.974
Rokunohe -machi Kami-Kita 83,89 km² 10.531
Yokohama -machi Kami-Kita 126,38 km² 4324
Tōhoku -machi Kami-Kita 326,50 km² 17.138
Rokkasho -mura Kami-Kita 252,68 km² 10.401
Oirase -chō Kami-Kita 71,96 km² 24.263
Ōma -machi Shimo-Kita 52,10 km² 4889
Higashidōri -mura Shimo-Kita 295,27 km² 6214
Kazamaura -mura Shimo-Kita 69,55 km² 1782
Sai -mura Shimo-Kita 135,04 km² 1956
Sannohe -machi Sannohe 151,79 km² 9362
Gonohe -machi Sannohe 177,67 km² 16.492
Takko -machi Sannohe 241,98 km² 5102
Nambu -chō Sannohe 153,12 km² 17.260
Hashikami -chō Sannohe 94,01 km² 13.625
Shingō -mura Sannohe 150,77 km² 2344
Summe Aomori-ken 40 Gemeinden 8 Kreise 9.645,59 km² 1.262.823

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Präfektur Aomori – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Präfekturparlament Aomori: Abgeordnete nach Fraktion
  2. Kokudo Chiriin: 平成27年全国都道府県市区町村別面積調, S. 14 f.: 青森県

Koordinaten: 40° 44′ N, 140° 53′ O