Präfektur Hiroshima

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Hiroshima-ken
広島県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Hiroshima
Region: Chūgoku
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 8.479,58 km²
Wasseranteil: 0,3 %
Einwohner: 2.830.069
(1. Oktober 2017)
Bevölkerungsdichte: 334 Einw. pro km²
Landkreise: 5
Gemeinden: 23
ISO 3166-2: JP-34
Gouverneur: Hidehiko Yuzaki
Website: www.pref.hiroshima.lg.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Hiroshima
Präfekturbaum: Ahorn
Präfekturblume: Ahorn
Präfekturvogel: Sterntaucher
Präfekturfisch: Auster
Präfekturlied: Aoi sora nara

Die Präfektur Hiroshima (jap. 広島県, Hiroshima-ken) ist eine Präfektur in Japan in den Provinzen Aki und Bingo. Sie liegt in der Region Chūgoku hauptsächlich auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Hiroshima.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osorakanzan
Die Utsumi-Brücke (Präfekturstraße 53) in Fukuyama verbindet die Numakuma-Halbinsel von Honshū mit Tajima, einer der vorgelagerten Inseln in der Inlandsee.

Hiroshima liegt im Zentrum der westjapanischen Region Chūgoku auf der Südseite des Chūgoku-Gebirges an der Küste der Seto-Inlandsee. Wichtigster Fluss ist der Ōtagawa, an dessen Mündung die Stadt Hiroshima liegt. Im Osten mündet der Ashidagawa in der Stadt Fukuyama. Große Teile von Hiroshima bestehen aus Bergland, höchste Erhebung ist mit 1346 m der Osorakanzan an der Grenze zu Shimane. Außerdem umfasst Hiroshima über 100 Inseln in der Inlandsee.

Teile der Präfektur gehören zum Nationalpark Seto-Inlandsee, auch die Quasi-Nationalparks Hiba-Dōgō-Taishaku und Westliches Chūgoku-Gebirge (Nishi-Chūgoku-sanchi) liegen teilweise in Hiroshima. Daneben gibt es sechs Präfekturnaturparks in Hiroshima.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Präfektur kommt von der 1589 errichteten Burg Hiroshima, dem von dort regierten Fürstentum (-han) Hiroshima und der um die Burg entstandenen Stadt. Die Präfektur Hiroshima ging bei der Abschaffung der Fürstentümer 1871 aus dem Fürstentum hervor, sie absorbierte bald weitere aus den Fürstentümern in den Provinzen Aki und Bingo hervorgegangene Präfekturen – bereinigt um En- und Exklaven – und erreichte 1876 im Wesentlichen ihre heutigen Grenzen.

Bei der Modernisierung der Gemeindeordnungen 1888/89 entstanden in Hiroshima über 450 Gemeinden, darunter als einzige kreisfreie Stadt (-shi) die Hauptstadt Hiroshima.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Präfekturparlament
(Stand: 12. Mai 2017)[2]
       
Insgesamt 64 Sitze
  • Jimin giren (LDP): 30
  • Minshu Kenseikai (Ex-DPJ): 15
  • Kōmeitō: 6
  • Jiminkai (LDP): 5
  • Jimintō Kōshikai (LDP): 5
  • Sōmō no Kai (LDP): 2
  • KPJ: 1
Hauptgebäudekomplex der Präfekturverwaltung im Naka-ku der Stadt Hiroshima.

Gouverneur von Hiroshima ist Hidehiko Yuzaki. Er wurde erstmals 2009 mit Unterstützung der Anhänger seines Vorgängers Yūzan Fujita gewählt und bei der Gouverneurswahl am 12. November 2017 mit Unterstützung der drei größten etablierten Parteien für eine dritte Amtszeit bestätigt, einziger Gegenkandidat war der Kommunist Atsumi Takami.[3] Im Parlament blieb die Liberaldemokratische Partei (LDP) bei den Wahlen im April 2015 klar stärkste Partei. Allerdings verteilen sich die LDP-Abgeordneten zusammen mit einigen der parteilosen Abgeordneten auf mehrere Fraktionen.

Im nationalen Parlament wird Hiroshima durch sieben direkt gewählte Abgeordnete im Abgeordnetenhaus vertreten: 2017 gewann die LDP alle Wahlkreise bis auf einen, einen gewann Kōji Satō von der Partei der Hoffnung. Ins Rätehaus wählt die Präfektur zwei Vertreter pro Wahl, und wird nach den Wahlen 2013 und 2016 wie die Mehrheit der Zweimandatswahlkreise von je zwei Liberaldemokraten und Demokraten repräsentiert.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte Touristenattraktion außerhalb der Präfekturhauptstadt ist die Insel Itsukushima, auch Miyajima genannt, die zusammen mit Amanohashidate und Matsushima zu den Drei schönsten Landschaften Japans zählt.

Das meistbesuchte Touristenziel in Hiroshima ist der Friedenspark, an dessen Stelle das Epizentrum der Atombombenexplosion lag. Im Friedenspark gibt es ein Friedensgedenkmuseum sowie zahlreiche Denkmäler.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 gibt es noch 23 Gemeinden in Hiroshima (von über 100 1960 und noch 86 im Jahr 2000): 14 [kreisfreie] Städte (-shi) – davon drei in Sonderformen für große Städte – und neun [kreisangehörige] Städte (-chō/-machi). Die letzten verbliebenen sechs der 1889 über 450 Dorfgemeinden (-son/-mura) verschwanden in der Heisei-Gebietsreform der 2000er Jahre. Die kreisfreie Stadt Shōbara hat seit der Heisei-Gebietsreform rund 40.000 Einwohner auf einem Gebiet, das fast anderthalb Mal so groß ist wie das Berlins.

Liste der Gemeinden in Hiroshima-ken
Gemeinde Typ Kreis (-gun) Fläche (2014)[4] Einwohnerzahl (1. Oktober 2017)
Hiroshima
(Sitz der Präfekturverwaltung)
-shi
(designierte Großstadt)
906,53 km² 1.198.555
Fukuyama -shi
(„Kernstadt“)
518,05 km² 463.618
Kure -shi
(„Kernstadt“)
352,80 km² 223.503
Aki-Takata -shi 537,75 km² 28.616
Etajima -shi 100,74 km² 23.344
Fuchū -shi 195,75 km² 38.943
Hatsukaichi -shi 489,48 km² 115.207
Higashi-Hiroshima -shi 635,16 km² 194.135
Mihara -shi 471,54 km² 94.054
Miyoshi -shi 778,14 km² 52.298
Onomichi -shi 285,09 km² 135.545
Ōtake -shi 78,66 km² 27.444
Shōbara -shi 1246,49 km² 35.653
Takehara -shi 118,23 km² 25.512
Fuchū -chō Aki 10,41 km² 51.069
Kaita -chō Aki 13,79 km² 29.226
Kumano -chō Aki 33,76 km² 23.402
Saka -chō Aki 15,69 km² 12.890
Jinseki-Kōgen -chō Jinseki 381,98 km² 8766
Sera -chō Sera 278,14 km² 15.834
Ōsaki-Kamijima -chō Toyota 43,11 km² 7730
Aki-Ōta -chō Yamagata 341,89 km² 6146
Kita-Hiroshima -chō Yamagata 646,20 km² 18.579
Summe 23 Gemeinden 5 Kreise 8479,38 km² 2.830.069

Anmerkung zu den Flächenangaben: Es gibt ein Gebiet mit ungeklärter Gemeindezugehörigkeit.[4]

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden in Hiroshima zwischen den Volkszählungen 2005 und 2010, Zunahme in grün, Abnahme in rot

Im Fünfjahreszeitraum zwischen den Volkszählungen 1995 und 2000 war die Präfekturbevölkerung erstmals rückläufig und ist seitdem weiter langsam gesunken. Allerdings verzeichnen einige Gemeinden noch Bevölkerungswachstum, im Fünfjahreszeitraum 2005 bis 2010 die Städte Hiroshima, Ost-Hiroshima, Fukuyama und Saka.

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Polizei von Hiroshima ist mit über 5000 Polizisten die größte Präfekturpolizei in Chūgoku. Es gibt präfekturweit 28 Polizeireviere und zusammen knapp 300 städtische und ländliche Polizeistellen (kōban und chūzaishō). Wie in allen Präfekturen steht die Polizei unter Aufsicht der Präfekturkommission für öffentliche Sicherheit (ken kōan iinkai), die in Hiroshima fünf Mitglieder mit dreijährigen Amtszeiten hat; drei werden vom Gouverneur mit Zustimmung des Parlaments ernannt, zwei werden von Bürgermeister und Parlament der Stadt Hiroshima nominiert, die als designierte Großstadt besondere Mitspracherechte hat. Das Hauptquartier der Polizei von Hiroshima und die Sicherheitskommission haben ihren Sitz im Ostbau der Präfekturverwaltung.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verwaltung der Präfektur Hiroshima, Umweltamt: Naturparks in Hiroshima (japanisch)
  2. Präfekturparlament Hiroshima: Fraktionen
  3. 広島県知事選 現職の湯崎英彦氏が3選果たす. In: Mainichi Shimbun Online. 12. November 2017; abgerufen am 29. November 2017 (japanisch).
  4. a b Kokudo Chiriin: 平成26年全国都道府県市区町村別面積調, S. 71f.: 広島県
  5. Verwaltung der Präfektur Hiroshima: Polizei (japanisch)
  6. Verwaltung der Präfektur Hiroshima: Kommission für öffentliche Sicherheit (japanisch)

Koordinaten: 34° N, 133° O