Präfektur Okayama

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Okayama-ken
岡山県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Okayama
Region: Chūgoku
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 7.113,21 km²
Wasseranteil: 0,3 %
Einwohner: 1.917.299
(1. Juni 2016)
Bevölkerungsdichte: 270 Einw. pro km²
Landkreise: 10
Gemeinden: 27
ISO 3166-2: JP-33
Gouverneur: Ryūta Ibaragi
Website: www.pref.okayama.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Okayama
Präfekturbaum: Japanische Rotkiefer
Präfekturblume: Pfirsichblüte
Präfekturvogel: Buntfasan
Präfekturlied: Minna no kokoro ni
(„In jedermanns Herz“)
Erziehungstag: 1. November

Die Präfektur Okayama (jap. 岡山県, Okayama-ken) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in der Region Chūgoku auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Okayama. Okayama wurde in den Provinzen Bitchū, Bizen und Mimasaka gebildet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hiruzen an der Grenze zu Tottori
Blick von der Burgruine Shimotsui auf die Inlandsee und die Seto-Ōhashi, die Okayama mit Kagawa verbindet

Die Präfektur Okayama liegt im Südosten der westjapanischen Region Chūgoku an der Küste der Seto-Inlandsee (Setonaikai). Aus dem Chūgoku-Gebirge im Norden von Okayama kommen drei größere Flüsse: im Westen der Takahashigawa, an dem die gleichnamige Stadt und an der Mündung die Stadt Kurashiki liegen, im Zentrum der Asahigawa, an dessen Mündung die Stadt Okayama liegt, und östlich davon der Yoshiigawa. Große Teile von Okayama bestehen aus Bergland. Außerdem umfasst es über 90 Inseln in der Inlandssee, von denen zehn[1] größer als 1 km² sind.

Mit dem Setonaikai-Nationalpark und dem Daisen-Oki-Nationalpark erstrecken sich zwei Nationalparks auf Teile von Okayama, im Nordosten gehört zur Präfektur auch ein Teil des staatlich designierten Parks („Quasi-Nationalpark“) Hyōnosen-Ushiroyama-Nagisan. Außerdem gibt es sieben Präfekturnaturparks in Okayama.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Präfektur (-ken) Okayama ging 1871 aus dem gleichnamigen Fürstentum (-han) Okayama hervor, daneben entstanden auf dem Gebiet der heutigen Präfektur Okayama im Zuge der Abschaffung der Han 13 weitere Präfekturen – die zum Teil aus der Feudalordnung übernommenen, in der Präfekturgliederung bald abgeschafften Exklaven von anderen Präfekturen nicht eingerechnet. Das Gebiet wurde noch 1871 in drei Präfekturen konsolidiert: die Präfektur Oda (anfangs: Fukatsu) in Bitchū und einem Teil von Bingo mit Verwaltungssitz in Kasaoka im Kreis Oda, die Präfektur Hokujō in Mimasaka mit Verwaltungssitz in Tsuyama im Kreis Hokujō und die Präfektur Okayama in Bizen mit Verwaltungssitz in Okayama im Kreis Mino. 1875/76 wurde Oda zwischen Okayama und Hiroshima geteilt, 1876 Hokujō nach Okayama eingegliedert, wodurch die Präfektur abgesehen von kleineren Veränderungen durch präfekturübergreifende Gemeindefusionen ihre heutigen Grenzen erhielt, die wiederum im Wesentlichen den Grenzen der antiken Provinzen Bitchū, Bizen und Mimasaka entsprechen.[3][4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionsstärken im Präfekturparlament
(Stand: 15. Mai 2015)[5]
     
Von 55 Sitzen entfallen auf:

Ryūta Ibaragi, ehemaliger Präsident der in Okayama ansässigen Kaufhauskette Tenmaya, wurde bei der Gouverneurswahl im Oktober 2012 zum Nachfolger von Masahiro Ishii gewählt. Im Parlament gewann die Liberaldemokratische Partei bei den Wahlen im April 2015 eine absolute Mehrheit.

Im nationalen Parlament wird Okayama durch fünf direkt gewählte Abgeordnete im Shūgiin und einen pro Wahl im Sangiin vertreten. Die fünf Shūgiin-Wahlkreise Okayamas gewannen 2012 vier Liberaldemokraten und Takeo Hiranuma für die Jisedai no Tō. Im Sangiin vertreten Okayama nach den Wahlen 2010 und 2013 für die Demokratische Partei der ehemalige Justizminister Satsuki Eda, dessen Vater Saburō seine politische Karriere bereits vor dem Pazifikkrieg im Präfekturparlament aufnahm und nach dem Krieg lange für Okayama im nationalen Parlament saß, und für die Liberaldemokratische Partei Ex-Gouverneur Ishii.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 gibt es noch 27 Gemeinden in Okayama (von über 450 im Jahr 1889 und noch über 350 im Jahr 1947): 15 [kreisfreie] Städte (-shi), zehn [kreisangehörige] Städte (-chō) und zwei Dörfer (-son). Bei chō/son ist auch der Landkreis (-gun) angegeben, zu dem sie gehören, auch wenn die Kreise heute nur noch als geographische und statistische Einheit genutzt werden.

Liste der Gemeinden der Präfektur Okayama
Gemeinde Typ Kreis Fläche (2014)[6] Einwohnerzahl (1. Juni 2016)
Okayama
(Sitz der Präfekturverwaltung)
-shi
(designierte Großstadt)
789,96 km² 720.745
Kurashiki -shi
(„Kernstadt“)
355,63 km² 477.501
Akaiwa -shi 209,36 km² 43.055
Asakuchi -shi 66,46 km² 34.054
Bizen -shi 258,29 km² 34.677
Ibara -shi 243,54 km² 40.939
Kasaoka -shi 136,39 km² 49.954
Maniwa -shi 828,53 km² 45.565
Mimasaka -shi 429,29 km² 27.533
Niimi -shi 793,29 km² 30.292
Setouchi -shi 125,45 km² 36.790
Sōja -shi 211,90 km² 66.956
Takahashi -shi 546,99 km² 31.783
Tamano -shi 103,58 km² 60.247
Tsuyama -shi 506,33 km² 102.863
Nishiawakura -son Aida 57,97 km² 1454
Satoshō -chō Asakuchi 12,23 km² 10.970
Kibichūō -chō Kaga 268,78 km² 11.898
Nagi -chō Katsuta 69,52 km² 5910
Shōō -chō Katsuta 54,05 km² 11.099
Kumenan -chō Kume 78,65 km² 4856
Misaki -chō Kume 232,17 km² 14.227
Shinjō -son Maniwa 67,11 km² 856
Yakage -chō Oda 90,62 km² 14.031
Kagamino -chō Tomata 419,68 km² 12.697
Hayashima -chō Tsukubo 7,62 km² 12.143
Wake -chō Wake 144,21 km² 14.204
Summe 27 Gemeinden 10 Kreise 7114,62 km² 1.917.299

Anmerkung: Es gibt Gebiete mit ungeklärter Gemeindezugehörigkeit, darunter eines zwischen Gemeinden in Okayama und Kagawa.[6]

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden in Okayama zwischen den Volkszählungen 2005 und 2010, Zunahme in grün, Abnahme in rot

Die meisten Gemeinden in Okayama verzeichnen im beginnenden landesweiten demographischen Wandel bereits abnehmende Einwohnerzahlen. Nur die zentralen Städte Okayama und Kurashiki und einige Vororte verzeichneten in den späten 2000er Jahren noch Bevölkerungswachstum. Die Präfekturbevölkerung insgesamt war im Fünfjahreszeitraum zwischen den Volkszählungen 2005 und 2010 erstmals rückläufig.

Die höchste Bevölkerungsdichte unter den Gemeinden in Okayama weist derzeit die Kleinstadt Hayashima auf, die zwischen den Großstädten Kurashiki und Okayama auch nach der letzten großen Welle von Gemeindefusionen in den 2000er Jahren eigenständig weiterbesteht.

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hauptgebäude der Präfekturverwaltung im Bezirk Kita der Stadt Okayama liegt auch das Hauptquartier der Präfekturpolizei.

Die Polizei von Okayama gehört mit weniger als 3500 Polizisten (Planstellen 2015) zu den kleineren im Land, ist aber die zweitgrößte Präfekturpolizei in der Region Chūgoku nach der von Hiroshima.[7] Sie verfügt über 22 Polizeireviere: vier in Mimasaka, neun in Bitchū und neun in Bizen. Wie in allen Präfekturen steht die Polizei unter Aufsicht der Kommission für öffentliche Sicherheit, die in Okayama fünf Mitglieder hat. Drei werden vom Gouverneur mit Zustimmung des Parlaments ernannt, zwei werden von Bürgermeister und Parlament der Stadt Okayama nominiert, die als designierte Großstadt zusätzliche Mitspracherechte hat.[8][9]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Okayama gibt es zwei Kfz-Kennzeichen: Der Großteil der Präfektur einschließlich der Stadt Okayama verwendet das Kennzeichen Okayama. In sechs Gemeinden im Südwesten wird seit den 2000er Jahren das Kennzeichen Kurashiki verwendet, auch wenn das zuständige Verkehrsamt des MLIT weiterhin ebenfalls in der Stadt Okayama liegt und keine eigene Außenstelle in Kurashiki hat.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kokudo Chiriin: 平成26年全国都道府県市区町村別面積調, 島面積
  2. Präfekturverwaltung Okayama, Umwelt- und Kulturamt: Naturparks in Okayama
  3. Präfekturverwaltung Okayama: 岡山県統計年報 平成25年版, Anhang S. 257ff., 岡山県の沿革
  4. Ishida Satoshi, 地理データ集: 版籍奉還から廃藩置県まで(中国地方) und 府県の変遷(中国地方)
  5. Präfekturparlament Okayama: Abgeordnete nach Fraktion
  6. a b Kokudo Chiriin: 平成26年全国都道府県市区町村別面積調, S. 69f.: 岡山県
  7. Präfekturverwaltung Iwate: 都道府県警察官の定員
  8. Präfekturverwaltung Okayama: Polizei (japanisch), Seiten für Ausländer (enthalten hauptsächlich allgemeine Sicherheitshinweise) (englisch, chinesisch, koreanisch, spanisch, portugiesisch, indonesisch)
  9. Präfekturverwaltung Okayama: Kommission für öffentliche Sicherheit (japanisch)

Koordinaten: 35° N, 134° O