Bretzenheim

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Bretzenheim im Landkreis Bad Kreuznach, zu anderen Orten mit dem Namen Bretzenheim siehe Bretzenheim (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bretzenheim
Bretzenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bretzenheim hervorgehoben
49.8780555555567.8986111111111102Koordinaten: 49° 53′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Langenlonsheim
Höhe: 102 m ü. NHN
Fläche: 5,81 km²
Einwohner: 2553 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 439 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55559
Vorwahl: 0671
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 018
Adresse der Verbandsverwaltung: Naheweinstraße 80
55450 Langelonsheim
Webpräsenz: www.bretzenheim.de
Ortsbürgermeister: Thomas Gleichmann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Bretzenheim im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild

Bretzenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Langenlonsheim an. Bretzenheim ist eine staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bretzenheim liegt an der Nahe 10 km vor deren Einmündung in den Rhein. Im Süden befindet sich Bad Kreuznach, im Norden Bingen am Rhein.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1057 erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1789 hatte das Kurfürstentum Köln die Grundherrschaft über die freie Reichsherrschaft Bretzenheim. Lehensnehmer waren zunächst die Pfalzgrafen bei Rhein, gefolgt von den Grafen von Falkenstein in verschiedenen Linien,[3] bevor 1642 Graf Alexander II. von Velen die Herrschaft kaufte. Nachdem dessen Nachfahre Graf Alexander IV. von Velen 1733 ohne Erben gestorben war, gelangte die Reichsherrschaft 1734 an Ambrosius Franz von Virmont, der 1744 ebenso ohne Erben verstarb, so dass Freiherr Ignaz Felix von Roll zu Bernau mit Bretzenheim belehnt wurde, das er 1772 an Graf Karl August von Heydeck verkaufte.[4] Letzterer, ein illegitimer Sohn des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, wurde 1774 zum Reichsgrafen und 1789 zum Reichsfürsten erhoben, Bretzenheim stieg damit von einer Reichsherrschaft zum Reichsfürstentum auf. Bereits 1795 wurde das Fürstentum im Rahmen der Koalitionskriege französisch besetzt und zerschlagen. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Bretzenheim der preußischen Rheinprovinz eingegliedert.

Auf Teilen der Gemarkung bei Bretzenheim befand sich von 1945 bis 1948 ein Kriegsgefangenenlager, das sogenannte Feld des Jammers, das zur Gruppe der Rheinwiesenlager gehörte.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bretzenheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 728
1835 969
1871 937
1905 954
1939 1.095
Jahr Einwohner
1950 1.280
1961 1.431
1970 1.872
1987 2.075
2005 2.414

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bretzenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[5]

  SPD CDU FWL BBL Gesamt
2009 2 7 4 3 16 Sitze
2004 2 7 4 3 16 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Felseneremitage war eine in den Fels geschlagene Kultstätte aus der Vorzeit. Später wurde sie von Eremiten benutzt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bretzenheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Bretzenheim gehört zum „Weinbaubereich Nahetal“ im Anbaugebiet Nahe. Im Ort sind 17 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 112 Hektar. Etwa 64 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch 36 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 94 Hektar.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

In Bretzenheim ist Deutschlands erstes Pfarrradio ansässig: Studio Nahe wird von der Katholischen Pfarrgemeinde Bretzenheim betrieben und überträgt Gottesdienste und sendet samstags ab 10:00 Uhr eine Lokalsendung. Domradio Köln ist Mantelprogramm wenn keine eigene Sendungen gesendet werden. Die Sendeantenne liegt unterhalb des Kirchturms der Kirche St. Maria Geburt und strahlt das Programm auf der Frequenz 87,9 MHz mit der Sendeleistung 0,16 kW (Vertikale Ausstrahlung) in der Naheregion von Bad Kreuznach bis Bingen am Rhein aus.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bretzenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Vgl. http://www.bretzenheim.de/geschichte.html
  4. Günther Ebersold: Karl August Reichsfürst von Bretzenheim. Die politische Biographie eines Unpolitischen. BoD, Norderstedt 2004, ISBN 3833413506
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Infothek