Löllbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Löllbach
Löllbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Löllbach hervorgehoben
49.688877.59296208Koordinaten: 49° 41′ N, 7° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Meisenheim
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 4,94 km²
Einwohner: 209 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67744
Vorwahl: 06753
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 060
Adresse der Verbandsverwaltung: Obertor 13
55590 Meisenheim
Webpräsenz: www.loellbach.de
Ortsbürgermeister: Harry Schneider
Lage der Ortsgemeinde Löllbach im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild

Löllbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Meisenheim an.

Der Ort ist ein typisches Haufendorf und liegt zwischen Lauterecken und Meisenheim abseits der größeren Verkehrswege im Nordpfälzer Bergland in etwa 200 Metern Höhe.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde nahe dem Ort belegen eine Besiedelung seit der Steinzeit. Im Striedter Wald existiert ein „Hünengrab“ aus der Bronzezeit. Zur Zeit der römischen Eroberung lebten hier die keltisch-germanischen Treverer. Aus der Römerzeit stammt ein Viergötterstein, der 1872 an der Lochwiese gefunden wurde. In der Völkerwanderungszeit kam die Gegend zum Frankenreich und gehörte zum Nahegau. Löllbach wurde 1319 erstmals als Leubilbach erwähnt und gehörte zum Hochgericht Sien auf der Heide und zum Amtsbezirk Sien-Löllbach innerhalb des Territoriums der Wildgrafen, dann der Rheingrafen, durch die Löllbach zur Linie Salm-Kyrburg des Hauses Salm gelangte. 1698 werden im Ort 18 Haushalte gezählt; im Dreißigjährigen Krieg und in den Kriegen mit Frankreich im 18. Jahrhundert war die Gegend mehrfachen Plünderungen und Zerstörungen ausgesetzt. 1795 kam Löllbach mit dem linksrheinischen Gebiet an die französische Republik; es wurde vom Kanton Meisenheim im Arrondissement Birkenfeld im Saardepartement verwaltet. Durch den Wiener Kongress kam der Kanton 1816 als Oberamt Meisenheim zu Hessen-Homburg. 1866 wurde das Fürstentum vom Großherzogtum Hessen geerbt, das noch im selben Jahr nach seiner Niederlage gegen Preußen die Meisenheimer Exklave an dieses abtreten musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Löllbach an Rheinland-Pfalz; seit 1970 gehört es der Verbandsgemeinde Meisenheim an.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Löllbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 278
1835 k.A.
1871 317
1905 408
1939 343
Jahr Einwohner
1950 368
1961 341
1970 336
1987 266
2005 232

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Löllbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Amtierender Ortsbürgermeister ist Harry Schneider, der zuletzt bei der Kommunalwahl 2014 mit 78 Prozent der Stimmen gewählt wurde.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Durch Wellenschnitt schräglinks geteilt, oben in Gold ein wachsender Roter Löwe, unten in Rot ein weißes Gemerke in Form eines Schaftes mit Hinterer Oberkopfstrebe, alle mit kreisförmigen Enden“. Der Löwe verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu den Wildgrafen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die evangelische Kirche des Ortes enthält Baureste aus dem 12. oder 13. Jahrhundert; das Kirchenschiff stammt aus der Zeit um 1500. Die Kirchenorgel ist ein Werk aus dem Hause Stumm.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Löllbach

In Löllbach gibt es den Reitverein „Perlbach“, den Förderverein Feuerwehr Löllbach und den Förderverein Gemeinde Löllbach.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft des Ortes ist durch mehrere kleine Handwerksbetriebe geprägt. Ein Teil der Bevölkerung pendelt zu den nächstgrößeren Orten wie Meisenheim zur Arbeit.

Löllbach liegt an der Landesstraße L 373 Meisenheim–Jeckenbach–Löllbach–Kappeln–Merzweiler. Es besteht Busanschluss nach Meisenheim und Kirn.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen