Fürfeld

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Fürfeld in Rheinland-Pfalz, für den gleichnamigen Ortsteil von Bad Rappenau in Baden-Württemberg siehe Fürfeld (Bad Rappenau).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Fürfeld
Fürfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Fürfeld hervorgehoben
49.777597.89298210Koordinaten: 49° 47′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Kreuznach
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 12,48 km²
Einwohner: 1547 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55546
Vorwahl: 06709
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 032
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheingrafenstraße 2
55543 Bad Kreuznach
Webpräsenz: www.fuerfeld.de
Ortsbürgermeister: Klaus Zahn
Lage der Ortsgemeinde Fürfeld im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild

Fürfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt, ebenso wie Frei-Laubersheim und Neu-Bamberg, in der Rheinhessischen Schweiz. Ortsmittelpunkt ist der so genannte „Römer“.

Zu Fürfeld gehören auch die Wohnplätze Biedenthalerhof, Hof Iben, Thalermühle und An der Goldkaut.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde in einer Schenkungsurkunde König Zwentibolds von Lothringen an das Kloster St. Maximin bei Trier 897 als Furnifeld erstmals urkundlich erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Fürfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 875
1835 1.314
1871 1.080
1905 1.190
1939 1.090
Jahr Einwohner
1950 1.367
1961 1.293
1970 1.389
1987 1.449
2005 1.567

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Fürfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG BLF Gesamt
2014 5 2 6 3 16 Sitze
2009 9 3 4 16 Sitze
2004 7 5 4 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Fürfeld e.V.
  • BLF = Bürgerliste Fürfeld e.V.

Wappen[Bearbeiten]

Seit 1973 führt die Gemeinde Fürfeld dieses Kommunalwappen. Es folgt in der Gestaltung einem Gerichtssiegel von 1614 und zeigt in Feld 1 (oben links = heraldisch rechts) eine goldene Laubkrone in Rot, in Feld 2 (oben rechts = heraldisch links) 2 Reihen blauer Eisenhutfehs in Silber, in Feld 3 (unten links = heraldisch rechts) einen gespaltenen Adler in Gold, in Feld 4 drei (heraldisch) schrägrechte silberne Schnallen in Rot. Feld 1 und 2 stehen für die Familie von Cronberg, Feld 3 für die Zugehörigkeit zur Reichsritterschaft, Feld 4 für die Boos von Waldeck. Nicht zu verwechseln mit den Marschällen von Waldeck, die ebenfalls auf der Burg Iben lebten. Doch deren Stamm ist bereits 1553 ausgestorben. 1614 gehörte Iben bereits den Cronbergern, die außerdem in Fürfeld Gerichtsherren waren und daher im Wappen ganz korrekt zweimal präsent sind. Gerichtsherren waren ferner die Boos von Waldeck.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Fürfeld unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Crissey im Burgund und Brachstedt in Sachsen-Anhalt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Fürfeld gehört zum „Weinbaubereich Bingen“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind 15 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 57 Hektar. Etwa 64 Prozent des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch 48 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 66 Hektar.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ludwig Baum (1800–nach 1871), großherzoglich-hessischer Bürgermeister zu Fürfeld (1845–1871), Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen zu Darmstadt (1856–1862)
  • Franz Josef Brunck (1787–1848), großherzoglich-hessischer Bürgermeister zu Fürfeld (1814–1836), Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen zu Darmstadt (1826–1848), Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung (1848)
  • Heinrich Steitz (1907–1998), ein evangelischer Theologe

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Thon: Fürfeld. In: Jürgen Keddigkeit (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2002, ISBN 3-927754-48-X (Beiträge zur pfälzischen Geschichte.Bd. 12/2), S. 162.
  • Hans-Joachim Oesterle: Fürfeld. Geschichte eines rheinhessischen Weindorfes. Rhein-Mosel-Verlag, Briedel 1997, ISBN 3-929745-43-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fürfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 14 (PDF; 2,3 MB)
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen