Wallhausen (bei Bad Kreuznach)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Wallhausen
Wallhausen (bei Bad Kreuznach)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wallhausen hervorgehoben
49.8881888888897.7656200Koordinaten: 49° 53′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Rüdesheim
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 10,3 km²
Einwohner: 1560 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 151 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55595
Vorwahl: 06706
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 109
Adresse der Verbandsverwaltung: Nahestraße 63
55593 Rüdesheim
Webpräsenz: www.wallhausen.de
Ortsbürgermeister: Franz-Josef Jost (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Wallhausen im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Ortszentrum

Wallhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rüdesheim an. Wallhausen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Wallhausen liegt am Südrand des Hunsrücks, schon in der Naheregion. Der Gräfenbach fließt durch den Ort. 36,9 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet, 45,3 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.(Stand 2012).[2]

Zu Wallhausen gehört auch der Wohnplatz Wiesenmühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Aus verschiedenen Quellen ist die erstmalige urkundliche Erwähnung entweder im Jahr 1195, als Lehen des Hochstifts Speyer, oder im Jahr 1021, wonach ein fränkischer Landsmann ein „Waldhus“ errichtete, zu sehen.

Eine Kirche zu Wallhausen wurde 1219 erwähnt. Am 21. Februar 1219 bestätigte der Speyerer Bischof Konrad dem Kloster Eberbach die Befreiung des Klosterhofes zu Dadenborn (Dadinburen) von einem an die Kirche zu Wallhausen (Waldenhusen) schuldigen Zehnten durch den Edlen Godebold von Weyerbach (Wierbach).[4] Am 1. Mai 1219 beurkundeten der Schultheiß und die Gemeinde zu Wallhausen dem Godebold von Weyerbach die Übergabe von zwei Wingerten an ihre Kirche.[5] „Wierbach“, „Weyerbach“ ist wahrscheinlich das heutige Weiersbach südlich von Birkenfeld. „Dadinburen“, „Dadenborn“ ist vermutlich das heutige Dalberg, ein Nachbarort von Wallhausen.[6]

Zur Pfarrei von Wallhausen gehörten die Filialen in Dalberg und in Sommerloch. Die heutige, dem hl. Laurentius geweihte, Pfarrkirche wurde 1792 erbaut.[6]

Ein Schullehrer in Wallhausen wurde erstmals in einem Bericht über eine Kirchenvisitation aus dem Jahr 1790 erwähnt. Sein Jahresgehalt waren 15 Malter Korn und 30 Gulden.[6]

In Wallhausen befindet sich das Schloss der Familie Dalberg, Kämmerer von Worms, das heute im Besitz der Prinzen von Salm-Salm ist. Diese sind für Wallhausen Mitglied der Rheinischen Ritterschaft.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wallhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 821
1835 1.057
1871 1.301
1905 1.308
1939 1.277
1950 1.495
Jahr Einwohner
1961 1.504
1970 1.647
1987 1.584
1997 1.661
2005 1.601
2013 1.560

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wallhausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl CDU FBL Gesamt
2014 11 5 16 Sitze
2009 10 6 16 Sitze
2004 10 6 16 Sitze
  • FBL = Freie Bürgerliste Wallhausen e.V.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Kirche St. Laurentius stammt aus dem Jahr 1794. Das Schloss Wallhausen ist Sitz des Weinguts Prinz Salm, des ältesten deutschen Weinguts, das ununterbrochen im Familienbesitz ist.

Weinbau[Bearbeiten]

Wallhausen ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 226 Hektar bestockter Rebfläche (Stand 2007) nach Bad Kreuznach und Guldental größte Weinbaugemeinde der Nahe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wallhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 16 (PDF; 2,3 MB)
  4. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band III, Coblenz: Hölscher, 1874, S. 95 (Urkunde 99)
  5. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band III, Coblenz: Hölscher, 1874, S. 96 (Urkunde 99a)
  6. a b c Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Band 2, Trier: Bischöfliches General-Vikariat, 1887, S. 278 (Online-Ausgabe bei dilibri)
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Winfried von Borell: Mainzer Zeitschrift (Mittelrheinisches Jahrbuch für Archäologie, Kunst und Geschichte), Jahrgang 73/74, S. 978/79, Verlag des Mainzer Altertumsvereins