Darja Domratschawa

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Darja Domratschawa Biathlon
Darja Domratschawa bei den Weltmeisterschaften in Östersund 2008
Voller Name Darja Uladsimirauna Domratschawa
Verband WeissrusslandWeißrussland Weißrussland
Geburtstag 3. August 1986
Geburtsort Minsk, Sowjetunion
Karriere
Beruf Sportlehrerin
Verein Dinamo Minsk
Trainer Nikolai Sacharow
Aufnahme in den
Nationalkader
1999
Debüt im Weltcup 2006
Weltcupsiege 6
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze 2010 Vancouver Einzel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Silber 2008 Östersund Mixed-Staffel
Silber 2011 Chanty-Mansijsk Massenstart
Bronze 2011 Chanty-Mansijsk Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Gold 2007 Bansko Sprint
Gold 2007 Bansko Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2005 Kontiolahti Sprint
Gold 2005 Kontiolahti Verfolgung
Bronze 2006 Presque Isle Verfolgung
Silber 2007 Martell Sprint
Silber 2007 Martell Verfolgung
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 6. (2009/10),(2010/11)
Einzelweltcup 4. (2009/10)
Sprintweltcup 5. (2008/09)
Verfolgungsweltcup 4. (2009/10)
Massenstartweltcup 1. (2010/11)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 1 0 2
Sprint 1 6 4
Verfolgung 2 2 5
Massenstart 2 2 2
Staffel 0 2 2
letzte Änderung: 6. Februar 2012

Darja Uladsimirauna Domratschawa (weißrussisch Дар’я Уладзіміраўна Домрачава, russisch Да́рья Влади́мировна До́мрачева; * 3. August 1986 in Minsk), in Startlisten meist unter dem Namen Darya Domracheva angegeben, ist eine weißrussische Biathletin.

Darja Domratschawa betreibt seit 1999 Biathlon. Die Sportlehrerin, die in Minsk und Njagan lebt, startet für Dinamo Minsk und wird von Nikolai Sacharow trainiert. Sie debütierte zu Beginn der Saison 2006/07 in Östersund im Weltcup. Bei ihrem dritten Rennen, einem Sprint in Hochfilzen, lief sie als Fünfte erstmals unter die Top 10. Schon 2005 in Kontiolahti wurde sie im Sprint und der Verfolgung Juniorenweltmeisterin. Im folgenden Jahr musste sie sich bei der Verfolgung in Presque Isle nur Magdalena Neuner und der Französin Marion Blondeau geschlagen geben und 2007 holte sie in Sprint und Verfolgung jeweils Silber. Im Jahr 2008 gewann sie bei den Biathlon-Weltmeisterschaften mit der Mixedstaffel Silber.

Am 11. Januar 2009 fuhr sie im Massenstartrennen des Weltcups in Oberhof in Führung liegend zum zweiten Liegendschießen. Sie schoss jedoch stehend und hatte fünf Fehlschüsse, weil ihre fünf Treffer auf den falschen Scheiben, den Stehendscheiben, einschlugen. Diesen Irrtum konnte sie erst beim Verlassen des Schießstandes bemerken, da sie als Rechtsschützin auf Bahn 1 stehend die Konkurrentinnen nicht im Blick hatte. Weil dieser Fehler eine mögliche Zeitstrafe von zehn Minuten bedeutete, gab sie wenig später auf.[1][2][3] Es war das erste Mal, dass so etwas einem Biathleten in einem Massenstartrennen des Weltcups passierte. Nach diesem Missgeschick bekam Domratschawa viel Trost und Zuspruch. Insgesamt ging es danach für die Weißrussin in der Leistung steil bergauf. In den folgenden Rennen kam sie mehrfach nacheinander unter die besten Zehn. Beim Sprint in Ruhpolding lief sie als Dritte erstmals auf das Podest, eine Woche später wurde sie in Antholz sogar Sprint-Zweite. Fast auf den Tag genau ein Jahr später passierte Domratschawa in Oberhof ein ähnliches Missgeschick. Erneut in Führung liegend, zielte sie beim dritten Schießen vom Stand eins auf die Scheiben von Stand zwei, bemerkte aber dieses Mal während des Schießens ihren Fehler und konnte zumindest einen Schuss richtig setzen. Sie beendete das Rennen als Neuntplatzierte.

Ihren bislang größten sportlichen Erfolg konnte Darja Domratschawa bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver feiern, als sie im Einzel die Bronzemedaille gewann. Die gute Olympiaform bewies Darja Domratschawa ebenfalls mit Rang sechs im Massenstart und Platz acht im Sprint. Beim ersten Weltcup nach den Winterspielen gewann Domratschawa beim Sprint in Kontiolahti erstmals ein Weltcup-Rennen und konnte im anschließenden Verfolgungsrennen erneut auf Platz eins laufen.

[Bearbeiten] Statistik

Biathlon-Weltcup-Platzierungen

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 1 2 2 6
2. Platz 5 2 1 2 10
3. Platz 2 4 4 2 2 14
Top 10 5 28 20 13 31 97
Punkteränge 11 48 35 19 33 146
Starts 12 54 38 21 33 158
Stand: 25. Januar 2012
Weltcupsiege
Datum Ort Land Distanz
13. März 2010 Kontiolahti Finnland Sprint
14. März 2010 Kontiolahti Finnland Verfolgung
20. März 2011 Oslo Norwegen Massenstart
1. Dezember 2011 Östersund Schweden Einzel
10. Dezember 2011 Hochfilzen Österreich Verfolgung
22. Januar 2012 Antholz Italien Massenstart

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Boris Herrmann (12. Januar 2009): Stehend K.o.. Berliner Zeitung – Berliner Verlag GmbH. Abgerufen am 23. Februar 2009.
  2. rbb/sid/dpa (11. Januar 2009): Kati Wilhelm gewinnt Massenstart. sport.ard.de. Abgerufen am 23. Februar 2009.
  3. IBU Disciplinary Rules (englisch) S. 5.4 c. IBU. Abgerufen am 23. Februar 2009.
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