Erste Tschechoslowakische Republik

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První Československá Republika (tschechisch)
Prvá Československá Republika (slowakisch)
Erste Tschechoslowakische Republik
1918–1938
Flagge der Tschechoslowakei
Wappen der Tschechoslowakei
Flagge Wappen
Wahlspruch: Die Wahrheit siegt!
(Tschechisch Pravda vítězí)
Amtssprache sog. Tschechoslowakisch
(offiziell eine Sprache mit zwei Varianten)
Hauptstadt Prag
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Präsident der Tschechoslowakei
Regierungschef Ministerpräsident der Tschechoslowakei
Fläche 140.800 km²
Einwohnerzahl 15,247 Millionen[1] (1938)
Bevölkerungsdichte 96,9 (1921)
105,1 (1935) Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung 7,5 % (zwischen 1921 und 1935) pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 1,800 $ (1938)[2]
Währung Tschechoslowakische Krone
Gründung 28. Oktober 1918
Auflösung 30. September 1938
Nationalhymne Kde domov můj und Nad Tatrou sa blýska
Nationalfeiertag 28. Oktober
(Staatsgründung 1918)
Zeitzone UTC +01:00
Kfz-Kennzeichen 1918 bis 1932: kein einheitliches Kennzeichen
ab 1932: ČSR
Fläche und Bevölkerung beziehen sich auf das Jahr 1938
Lage und Staatsgebiet der Tschechoslowakei von 1920 bis 1938
Lage und Staatsgebiet der Tschechoslowakei von 1920 bis 1938

Die Erste Tschechoslowakische Republik (tschechisch První Československá Republika, slowakisch Prvá Československá Republika; amtliches Kürzel: ČSR), bezeichnet die erste Zeit des tschechoslowakischen Staates, von der Unabhängigkeit 1918 bis zum Münchner Abkommen 1938. Der Staat wird in der Literatur gelegentlich auch als „erste Republik“ bezeichnet. Er bestand aus Böhmen, Mähren, Schlesien, der Slowakei und der Karpatenukraine.

Nach 1933 blieb die Tschechoslowakei die einzige funktionierende Demokratie im zentralen- und östlichen Europa. Unter dem Druck der sudetendeutschen Minderheit im Lande und unterstützt vom benachbarten NS-Deutschland wurde die Tschechoslowakei gezwungen, das Sudetenland am 1. Oktober 1938 an Deutschland als Teil des Münchner Abkommens abzutreten. Auch der südliche Teil der Slowakei musste Ungarn und die Region Olsa in Schlesien an Polen abgetreten werden. Diese Ereignisse und Gebietsverluste beendeten die Ära der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Sie wurde von der Zweiten Republik abgelöst, die aber nur weniger als ein halbes Jahr existierte.

Geschichte[Bearbeiten]

Staatsgründung[Bearbeiten]

Ausrufung der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei am 28. Oktober 1918

Kaiser Karls Versuch, mit seinem Kaiserlichen Manifest vom 16. Oktober 1918 wenigstens die österreichische Reichshälfte zu retten und in einen Bundesstaat mit weitgehender Autonomie für die einzelnen Nationen umzuwandeln, kam zu spät. Seine Einladung an die Nationalitäten Cisleithaniens, Nationalräte zu bilden, wurde angenommen, soweit dies nicht, wie durch die Tschechen, bereits ohne Einladung erfolgt war. Von einer bundesstaatlichen Ordnung unter Führung des Kaisers wollten die Nationalitäten der Monarchie nichts mehr wissen.

Die Tschechen ließen sich nicht darin beirren, einen eigenen, unabhängigen und demokratisch orientierten Staat zu gründen. Drei Tage nach dem kaiserlichen Manifest unterstützte dies Wilson, indem er von Österreich-Ungarn verlangte, die Autonomie der Nationalitäten der Doppelmonarchie anzuerkennen. Am 28. Oktober 1918 wurde hierauf im Prager Gemeindehaus von Vertretern vier tschechischer Parteien der tschecho-slowakische Staat ausgerufen. Der k.k. Statthalter und die k.u.k. Garnison nahmen dies widerspruchslos zur Kenntnis; der Statthalter überließ die Amtsgeschäfte seinem tschechischen Stellvertreter. Zwei Tage später konstituierte sich der neue Nachbarstaat Deutschösterreich. Masaryk, der erst am 21. Dezember aus dem Exil nach Prag zurückkehrte, wurde am 14. November von den Parlamentariern zum Staatspräsidenten, Beneš zum Außenminister der Vorläufigen tschecho-slowakischen Regierung unter Masaryks Vorsitz gewählt. Am gleichen Tag wurde die Regierung Karel Kramář als erste reguläre Regierung des Landes gebildet.

Eine Gruppe slowakischer Politiker proklamierte am 30. Oktober 1918 in Turčiansky Svätý Martin (heute Martin) in der so genannten Martiner Deklaration den Anschluss der Slowakei an den neuen Staat. Die slowakische Bevölkerung verhielt sich gegenüber dem neu gegründeten Staat überwiegend abwartend.

Politische Neuordnung und neue Verfassung[Bearbeiten]

Als erster Präsident wurde der Philosoph und Soziologe Tomáš Garrigue Masaryk gewählt. Erster Ministerpräsident war Karel Kramář in seiner Regierung Kramář 1918–1919. Die provisorische Verfassung vom November 1918 wurde vom Tschechoslowakischen Nationalausschuss verabschiedet, der im Juni 1918 aus Vertretern tschechischer Parteien entsprechend den Wahlergebnissen von 1911 zusammengesetzt war.

Die Verfassungsurkunde der Tschechoslowakischen Republik wurde am 29. Februar 1920 angenommen[3] – nicht durch ein gewähltes Parlament, sondern durch die Provisorische Nationalversammlung, die durch eine Erweiterung des oben genannten Nationalausschusses gebildet worden war. Von den 270 Abgeordneten der Nationalversammlung waren den Slowaken 54 Sitze zugeteilt worden. Die Deutschen in Böhmen und Mähren, welche die Gründung des neuen Staates überwiegend ablehnten, boykottierten die Nationalversammlung und verpassten so die Gelegenheit, die Entstehung eines neuen Staates zu beeinflussen. Die ersten Parlamentswahlen zum Abgeordnetenhaus und Senat fanden anschließend am 18. April 1920 statt. Abgesehen von der Schweiz und der Tschechoslowakei setzte sich in keinem anderen Staat Mittel-, Ost- und Südosteuropas die Demokratie als Regierungsform zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg auf Dauer durch. Die ČSR blieb auch nach 1938 noch eine parlamentarische Demokratie.

Krisenjahre und Staatlichkeit (1920–1935)[Bearbeiten]

Die ČSR von 1928 bis 1938

Die Inkraftsetzung der Verfassung von 1920 installierte ein parlamentarisches System und eine Demokratie mit relativ wenigen Bestandteilen für die einzelnen Vertretern der nationalen Minderheiten des Landes. Dies jedoch erlaubte die Entstehung einer Vielzahl von politischen Parteien, ohne dass es einen klaren Spitzenreiter in der führenden politischen Einheit gab.

Tomáš Garrigue Masaryk wurde in den Wahlen von 1920 zum ersten Präsidenten des Landes gewählt und seine spätere Führung trug dazu bei, das der Vielvölkerstaat seine schwersten Jahre überstand. Eine Koalition von fünf tschechoslowakischen Parteien, die bekannt wurden als Pětka („Die Fünf“), bildeten das Rückgrat der Regierung und verliehen dadurch dem Staat auch erst die politische Stabilität. Ministerpräsident Antonin Svehla führte die Pětka in den 1920er Jahren an und sorgte für ein Muster der Koalitionspolitik, das bis 1938 überdauert hatte. Masaryk wurde 1925 und 1929 wiedergewählt und war bis zum 14. Dezember 1935 als Staatspräsident aktiv. Als er wegen seiner schlechten Gesundheit zurücktrat, folgte ihm Edvard Beneš mit über 60 % der Stimmen bei den Wahlen als Präsident. Beneš selbst war vorher Außenminister und schuf das System der Allianzen, die die internationale Haltung der Republik bis 1938 bestimmte. Die bis 1921 dauernden Restaurierungsversuche der Habsburger in Ungarn konnten von der ČSR zerstreut werden.

Für die politischen Köpfe der Ersten Republik war es notwendig, eine akzeptable Lösung für die Vielfalt der Kulturen, die innerhalb im Land vertreten waren, zu finden. Die nationalen Minderheiten genossen daher bis 1937 einen besonderen Schutz der Behörden, zusätzlich durfte die Sprache einer Minderheit bei Landesteilen mit über 20 % dieser Bevölkerung als Hilfssprache benutzt werden, wobei einige deutsche und ungarische Parteien auch damit unzufrieden waren. Als Kompromiss durfte ab 1926 je ein Mitglied einer Minderheitenpartei ins Parlament und dort die Partei vertreten. Während sich die meisten deutschen Parteien damit zufrieden gaben, standen die ungarischen Parteien der tschechoslowakischen Regierung offen feindselig gegenüber.

Ethnische Spannungen (1935–1937)[Bearbeiten]

Ethnische Gruppen der Ersten Tschechoslowakischen Republik aus tschechischer Sicht (1931)

Durch die vom Tschechoslowakismus dominierte politische Struktur der Ersten Republik entstand bei den Minderheiten des Landes ein starker Nationalismus mit dem Wunsch, eine breitere politische Autonomie zu erhalten. Die Slowakische Volkspartei unter der Leitung von Andrej Hlinka bildeten in der Slowakei ein populäres Beispiel. Als Hitler im Jahr 1933 an die Macht kam, fürchtete vor allem die politische Elite der ČSR eine mögliche deutsche Aggression. Beneš ignorierte dennoch die Möglichkeit ein stärkeres mitteleuropäisches Bündnissystem aufzubauen. Dennoch kam es zu einem Bündnis mit der Sowjetunion.

Die deutsche Minderheit, die im Sudetenland lebte, und sich größere Autonomie von der tschechoslowakischen Regierung wünschte, fühlte sich von den Behörden unterdrückt. In den Parlamentswahlen 1935, erhielt die neu gegründete Sudetendeutsche Partei, vom nationalsozialistischen Deutschland finanziert, unter der Führung von Konrad Henlein eine gewaltige Mehrheit von mehr als zwei Drittel der sudetendeutschen Stimmen. Dieser von der tschechoslowakischen Bevölkerung unerwartete Wahlerfolg störte die nationalistisch eingestellten Tschechen und verschlechterte die Beziehungen zwischen Teilen der Tschechen und Teilen der Sudetendeutschen. Henlein traf sich am 28. März 1938 mit Hitler in Berlin, wo er angewiesen wurde, die Forderungen der Partei an die tschechoslowakische Regierung noch zu erhöhen. Am 24. April gab die SdP das „Karlsbader Programm“ bekannt und löste damit die Sudetenkrise aus.

Sudetenkrise und Zerfall[Bearbeiten]

Tschechoslowakische Soldaten in Schönlinde (Krásná Lípa) 1938
Hauptartikel: Sudetenkrise

Als sich die politische Situation verschlechterte, war die Lage im Sudetenland sehr kritisch. Die Region wurde ständig zum Schauplatz kleiner Zusammenstöße zwischen SdP-Anhängern und tschechoslowakischen Grenztruppen. In einigen Orten wurde die tschechoslowakische Armee gegen die Sudetendeutschen eingesetzt. Die deutsche Seite machte die tschechoslowakische Regierung für Gräueltaten an unschuldigen Deutschen verantwortlich. Die tschechoslowakische Öffentlichkeit wurde von der Regierung auf einen Krieg vorbereitet. Am 20. Mai 1938 wurde die sogenannte Tschechoslowakische Teilmobilmachung (wörtlich „spezielle militärische Vorsorge“) durchgeführt. Großbritannien versuchte die Situation zu beruhigen und zwang die tschechoslowakische Regierung einen Teil der Karlsbader Forderungen zu erfüllen. Die SdP akzeptieren die vorgeschlagenen Kompromisse nicht. Die neugegründeten Sudetendeutschen Freikorps verübten einige Verbrechen in den Grenzgebieten, dabei wurden 110 Tschechoslowaken getötet und 2020 tschechoslowakische Staatsbürger entführt. Im August schickte der britischen Premierminister Neville Chamberlain Lord Runciman ins Staatsgebiet der ČSR, um zu sehen, ob eine Einigung zwischen der tschechoslowakischen Regierung und der sudetendeutschen Minderheit entstanden war. Dieser diplomatische Versuch scheiterte. Infolge der Sudetenkrise kam es nur kurze Zeit später zum Münchner Abkommen.

Münchner Abkommen[Bearbeiten]

Neville Chamberlain bei seiner Rede ,,Europa ist gerettet"
Hauptartikel: Münchner Abkommen

Das Abkommen von München beendete die Ära der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Mit der Unterzeichnung des Dokuments durch Adolf Hitler, Neville Chamberlain, Benito Mussolini und Édouard Daladier trat die Prager Regierung offiziell das Sudetenlands an das Deutsche Reich ab. Zuvor war der ČSR noch vonseiten Großbritanniens und Frankreichs ein Ultimatum gestellt worden, dass der Tschechoslowakei eine selbständige Lösung des Problems oder die friedliche Abtretung des Sudetenlands unter den Augen der Westmächte bot. Die tschechoslowakische Regierung akzeptierte das Ultimatum und sorgte landesweit für Proteste.

Nach Ratifizierung des Abkommens verblieben der Tschechoslowakei ca. 40 % der tschechoslowakischen Industrie, sowie eine fast wehrunfähiger und nur noch mühsam wirtschaftlich selbstständigen Reststaat. Neben diesem wirtschaftlichen Verlust verlor die Erste Republik in ihrem letzten Tag des Bestehens Böhmen, Mähren und Schlesien; entsprechend über 38 % der Ladefläche und über drei Millionen Einwohner. In den besetzten Gebieten fanden Vertreibungen und Morde an Tschechen, sowie Verschleppungen von tschechischen Juden und Sinti beziehungsweise Roma statt. Die darauf folgenden Sabotageakte tschechischer Widerstandskämpfer, führten wiederum zu Vergeltungsaktionen durch Wehrmacht und SS.

Auflösung[Bearbeiten]

Sudetendeutsche beseitigen einen Tschechoslowakischen Grenzpfahl

Am Morgen des 30. September wurde das Resultat in der Ersten Republik bekannt gegeben. Hochrangige Offiziere trafen sich darauf mit Beneš in der Prager Burg und verhandelten mit ihm über einen militärischen Widerstandsakt der tschechoslowakischen Armee gegen die Wehrmacht, der Tschechoslowakische Wall sollte dabei der Heimatarmee einen entscheidenden Vorteil bieten. Beneš lehnte dies ab, und die tschechoslowakische Verfassung von 1920 wurde dadurch de facto außer Kraft gesetzt, was, nach einer historischen Zeitspanne von knapp 20. Jahren, das erwartete Ende der Ersten Tschechoslowakischen Republik bedeutete.

Geografie[Bearbeiten]

Tschechoslowakei 1920–1938

Die Erste Republik bestand aus einem tschechischen, einem slowakischen und noch einem karpatenrussischen Landesteil (Podkarpatská Rus, Karpatoukraine, heute Karpatenukraine).

Der tschechische Teil wurde aus den Ländern Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien gebildet. Dieses bestand seinerseits aus dem ehemaligen Österreichisch-Schlesien und dem vorher preußischen Gebiet um Hultschin, aber ohne einen Gebietsstreifen östlich von Teschen, der an Polen fiel, das sogenannte Olsagebiet. Der Charakter der Landschaft in den einzelnen Landesteilen der ersten Republik war sehr unterschiedlich. Das westliche Gebiet war ein Teil des nord-mitteleuropäischen Oberlandes. Der Staat hatte von 1918 bis 1938 Grenzen zu Österreich, Ungarn, Rumänien, zu Deutschland und zu Polen.

Die größten Städte der Ersten Tschechoslowakischen Republik (1930)[4][5]
Rang Stadt Einwohner
1 Prag 849.000
2 Brno 265.000
3 Ostrau 125.000
4 Bratislava 124.000
5 Pilsen 115.000
6 Olomouc 66.000
7 Košice 58.000
8 Ústí nad Labem 44.000
9 Budweis 44.000
10 Liberec 39.000

Gliederung[Bearbeiten]

Die historischen Länder der Tschechoslowakei 1928
Die historischen Länder des Landes (mit Wappen)

Das Staatsgebiet der Ersten Tschechoslowakischen umfasste die fünf historischen Länder Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien und dazu die Slowakei und noch Karpatenukraine. Die Verwaltungsgliederung der Ersten Tschechoslowakischen Republik war eng angelehnt an die Verwaltungsgliederung Österreich-Ungarns, die bis 1918 Bestand hatte: Gemeinden waren in „Politische Bezirke“ und diese in Kreise eingeteilt. Es änderten sich lediglich die Namen: Der Politische Bezirk wurde ein politický okres, der Kreis ein kraj.

Länder der Ersten Tschechoslowakischen Republik 1921
Land Hauptstadt Fläche in km² Einwohner
Böhmen Prag 52,065 6 668 518
Mähren Brno 22.233 2 649 323
Schlesien Ostrava 4,459 602 202
Slowakei Bratislava 49'036 2 989 361
Karpatenukraine Uschhorod 12.777 592 044
Tschechoslowakei insgesamt Prag 140.800 13 410 750

Neben den fünf historischen Ländern bildeten die drei Länder Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien einen gemeinsamen Staatsteil in der Form Tschechiens. Heute Tschechische Republik

Länder Tschechiens 1921
Land Hauptstadt Fläche in km² Einwohner
Böhmen Prag 52,065 6 668 518
Mähren Brno 22.233 2 649 323
Schlesien Ostrava 4,459 602 202
Tschechien insgesamt Prag 78.864 9 920 043

Die Slowakei und Karpatenukraine waren zwar einzelne Länder innerhalb des Staates bildeten aber zusammen den restlichen Landesteil.

Restliche Länder 1921
Land Hauptstadt Fläche in km² Einwohner
Slowakei Bratislava 49'036 2 989 361
Karpatenukraine Uschhorod 12.777 592 044
Restliche Länder insgesamt 61.813 3.581.405

Topographie[Bearbeiten]

Das Land war in der Regel auf ein unregelmäßiges Gelände oder Gebiet verteilt. Der westliche Bereich war Teil des nördlich-zentralen europäischen Hochlandes. Die östliche Region bestand aus den nördlichen Ausläufern der Karpaten und Donau-Becken.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ethnische Gruppen[Bearbeiten]

Sprachenverteilung in der Tschechoslowakei um 1930
Nationalitäten der Tschechoslowakei 1921[6]
Nationalität Einwohner relative Anzahl
Tschechoslowaken 8,761 Mio. 64,35 %
Deutsche 3,123 Mio. 22,94 %
Ungarn 0,745 Mio. 5,47 %
Russen (Großrussen), Ukrainer, Karpatorussen 0,461 Mio. 3,38 %
Juden 0,180 Mio. 1,32 %
Ausländer 0,238 Mio. 1,74 %
Polen und andere 0,102 Mio. 0,75 %
Gesamteinwohnerzahl 13,613 Mio. 100 %

In der Ersten Tschechoslowakischen Republik bildeten die beiden Titularnationen Tschechen und Slowaken nicht die gesamte Bevölkerung – etwa ein Drittel gehörte anderen Nationalitäten an. Der Vielvölkerstaat umfasste bei einer Volkszählung 1921 neben 8,761 Mio. Tschechen und Slowaken auch 3,1 Mio. Deutsche (23 %), die damit die Anzahl der Slowaken überstiegen, sowie große Minderheiten von Magyaren, Roma, Russinen, Ukrainern, Juden und Polen.

Nationale Streitigkeiten entstanden aufgrund der Tatsache, dass die tschechische Mehrheit immer mehr Positionen in der Zentralregierung und anderen nationalen Institutionen besetze, die alle ihren Sitz in der böhmischen Hauptstadt Prag hatten. Die slowakische Mittelklasse war, weil Ungarn, Deutsche und Juden zuvor die meisten Verwaltungs-, Berufs- und Handelspositionen verwalteten, das Ergebnis der Domination der Tschechen in die Abschiebung auf einfache Berufe in der Unterklasse. Die Position der jüdischen Gemeinde, vor allem in der Slowakei und Tschechien wurde zunehmend immer mächtiger, so das es die jüdischen Parteien im Ganzen auf 11 Sitze im Parlament brachten und oft zum Zionismus aufschauten. Außerdem war die meiste Industrie der Tschechoslowakei in Böhmen und Mähren, somit hatten andere ethische Gruppen fast keine Möglichkeit dem Staat irgendwie wirtschaftlich zu helfen. Durch die zentrale politische Struktur der Tschechoslowakei entstand starker Nationalismus in der nicht-tschechischen Bevölkerung und wurde durch mehrere Parteien und Bewegungen mit dem Ziel, eine Autonomie zu erhalten, ausgedrückt, wie die gebildete Sudetendeutschen Partei unter der Leitung von Konrad Henlein und der Slowakischen Volkspartei Hlinkas unter der Leitung von Andrej Hlinka.

Die deutsche Minderheit in Sudetenland forderten eine Autonomie von der tschechischen Regierung, weil sie behaupteten unterdrückt zu wurden. In den Parlamentswahlen 1935, erhielt die neu gegründete Sudetendeutsche Partei, angeführt von Konrad Henlein, mehr als zwei Drittel der sudetendeutschen Stimmen. Als Folge verschlechterten sich die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei weiter.

Ethnische Gruppen in den einzelnen Ländern[Bearbeiten]

Nationalitäten der Tschechoslowakei in den einzelnen historischen Ländern 1921:[7]

Historisches Land Tschechoslowaken
(Tschechen und Slowaken)
Deutsche Magyaren Ukrainer Juden andere Gesamt Einwohnerzahl
Böhmen
4 382 788
2 173 239
5 476
2 007
11 251
93 757
6 668 518
Mähren
2 048 426
547 604
534
976
15 335
46 448
2 649 323
Mährisch-Schlesien
296 194
252 365
94
338
3 681
49 530
602 202
Slowakei
2 013 792
139 900
637 183
85 644
70 529
42 313
2 989 361
Karpatenukraine
19 737
10 460
102 144
372 884
80 059
6 760
592 044
Tschechoslowakei (gesamt)
8 760 937
3 123 568
745 431
461 849
180 855
238 080
13 410 750

Religionen[Bearbeiten]

Staatspräsident Edvard Beneš und Rabbiner Chaim Elazar Spira (1935)

Die konfessionelle Vielfalt der Ersten Republik war einzigartig in Europa. Das Spektrum der in der Tschechoslowakei vertretenen Religionen reichte vom Judentum (im Zeitraum 1920–1935 stieg die Anzahl der Juden von anfangs nur etwa 180.000 auf über 450.000) über den Protestantismus, Katholizismus und die Orthodoxie bis zum Islam und ca. 24 % Atheismus.

Die Gründung einer von Rom unabhängigen tschechoslowakischen Kirche 1920 und die Erhebung des Hus-Tages zum Staatsfeiertag 1925 ließ den im 15. Jahrhundert entstandenen Konflikt mit dem Vatikan wieder aufflammen; dieser Konflikt wurde im Februar 1928 beigelegt. Die Beziehungen zum Vatikan blieben indessen schwierig.

1934 wurde in Prag die erste muslimische Religionsgemeinde für die Tschechoslowakei (Moslimské náboženské obce pro Československo) angemeldet und 1935 der Bau einer Moschee in der Hauptstadt beantragt. Seit 1937 wurde eine muslimische Zeitschrift herausgegeben und 1938 weitere muslimische Gesellschaften in Mähren (Brünn) und der Slowakei (Bratislava) errichtet. Fördergelder kamen aus von ägyptischen und bosnischen Muslimstiftungen – 700 Tschechen und Slowaken, überwiegend Angehörige des Kleinbürgertums und der Arbeiterklasse, traten damals zum Islam über.

Neben der Bevölkerung mit islamischem Glauben gab es in der Republik auch über 450,000 Juden. In Prag allein lebten über 120,000 Juden, was eine der größten jüdischen Bevölkerungsgruppen war. Nach den antideutschen Unruhen 1920 in Prag wurde das Jüdische Rathaus gestürmt und das Inventar stark beschädigt.[8]

1919 erschien die erste Zeitung für Juden und Prag erhielt 1920 die erste jüdische Schule, in der Franz Kafkas Schwester Valli Pollak als eine der ersten Lehrerinnen unterrichtete. 1922 wurde der Historiker Samuel Steinherz (1857–1942) zum Rektor der deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag gewählt und hatte dieses Amt bis 1928 inne.

Nationalistische Spannungen[Bearbeiten]

Von Beginn an war die politische Situation des neuen Staates geprägt von dem sich zuspitzenden Konflikt zwischen den zentralistisch gesinnten tschechischen Parteien und den föderalistisch gesinnten slowakischen Parteien. Während slowakische Parteien einen dualistischen Staat anstrebten, bestehend aus Tschechien, der Slowakei und der Karpatenukraine, verteidigten tschechische Parteien den Einheitsstaat, mit dem Tschechoslowakismus als Staatsdoktrin. Man einigte sich schließlich auf eine Gliederung der Staates, der aus den historischen Ländern bestand.

Während sich einige slowakische Parteien zufrieden gaben, befanden sich die Ukrainer zwischen den Fronten, da sie einerseits selbst nach einem föderalistischen Ausgleich strebten, andererseits keinen Ausgleich mit den slowakischen Parteien finden konnten. Das 1937/8 entstandene deutsche Nationalbewusstsein richtete sich in der Form der Sudetendeutschen Partei gegen das oder genauer gegen die Vormachtstellung, die die Tschechen für sich beanspruchten.

Gebietsgewinne[Bearbeiten]

In den Friedensverträgen[Bearbeiten]

Polnisch-Tschechoslowakischer Grenzkrieg[Bearbeiten]

Tschechische Karte des Abstimmungsgebietes
Tschechoslowakische Soldaten im Gebiet

Am 23. Januar 1919 um 11:00 Uhr in Cieszyn trafen sich der polnische Kommandeur Franciszek Latinik und der tschechoslowakische Offizier Josef Šnejdárek mit einer Gruppe von ausländischen Offizieren. Diese Gruppe bestand aus Deutschen, Briten, Franzosen, Italienern und US-Vertretern (auf Antrag der tschechoslowakischen Partei). Der polnischen Seite wurde ein Ultimatum gestellt, dass sie den Bereich beim Fluss Biała in weniger als zwei Stunden zu evakuieren habe. Nach Ablauf dieser Zeit begann die tschechoslowakische Armee um 13:00 Uhr mit der Besetzung der Gebiete Bohumín und Karviná. Aus dem Osten, zur gleichen Zeit, begann ein Angriff von italienischen Legionär-Einheiten und das Oslagebiet wurde ohne einen Kampf am 27. Januar 1919 besetzt. Die polnischen Truppen zogen sich zum Fluss Weichsel zurück.

Am 30. Januar 1919 erhielt General Josef Šnejdárek den Auftrag, die Weichsel zu überqueren und die Bahnstrecke zwischen Bohumín und Jablunkov tschechoslowakisch zu sichern. Sie überquerten den Fluss und die polnischen Truppen zogen sich erneut zurück, diesmal bis nach Skoczów, wo die Frontlinie ins Stocken geraten war. Weitere tschechoslowakische Verstärkung traf in dieser Zeit ein, die Šnejdárek einen Vorteil gegenüber der polnischen Einheiten gab. Die tschechoslowakische Armee war nun bereit für einen Angriff auf Skoczów. Da man die Annahme hatte, dass es einen Zusammenbruch der polnischen Verteidigung geben würde.

Am 31. Januar 1919, wurde wegen des Drucks der ausländischen Vertretern der Angriff auf Skoczów abgebrochen, und die tschechoslowakische Armee hörte auf zu kämpfen und zog sich zurück. Eine neue Grenze zwischen der Ersten Republik und der Zweiten Polnischen Republik wurde im tschechoslowakischen-polnischen Vertrag festgelegt, dieser wurde am 3. Februar 1919 in Paris abgeschlossen. Das Oslagebiet fiel 1938 wieder an Polen und war einer der vielen Gebietsverluste.

Politik[Bearbeiten]

Tomáš Garrigue Masaryk war von 1938 bis 1935 tschechoslowakischer Staatspräsident in der Ersten Republik

Zu einem großen Teil wurde die tschechoslowakische Demokratie vom Präsidenten Masaryk beeinflusst, da er als einer der Hauptgründungsvater der Republik großes Ansehen genoss und ähnlich wie George Washington in den Vereinigten Staaten von Amerika verehrt wurde. So schien es, als würde Masaryk scheinbar alle unlösbaren politischen Probleme überwinden oder sogar lösen. Masaryk ist bis heute immer noch das Symbol der tschechoslowakischen Demokratie. In der Verfassung vom 29. Februar 1920 wurde die vorläufige Verfassung von 1918 in ihren Grundzügen ersetzt. Der tschechoslowakische Staat wurde als parlamentarische Demokratie konzipiert, in deren erster Linie die Nationalversammlung stand, bestehend aus dem Senat und dem Abgeordnetenhaus, dessen Mitglieder auf der Grundlage gewählt werden mussten. Die Nationalversammlung war verantwortlich für die legislative Initiative und wurde Aufsicht über die gegebene Exekutive und Judikative. Alle sieben Jahre wurde ein neuer Präsident gewählt und mit dem von ihm ernannten Kabinett bestätigt. Die Verfassung von 1920 wurde für die Zentralregierung bereitgestellt, um ein hohes Maß an Kontrolle über die lokale Regierung auszuüben.

Von 1928 bis 1939 wurde die Tschechoslowakei in die fünf Länder (tschechisch země) unterteilt: Böhmen, Mähren, Schlesien, die Slowakei und die Karpatenukraine. Obwohl im Jahr 1927 Baugruppen nur für Böhmen, die Slowakei und die Karpatenukraine vorgesehen waren, wurde ihre Zuständigkeit auf die Anpassung von Gesetzen und Verordnungen der Zentralregierung auf die lokalen Bedürfnisse beschränkt.

Die Verfassung identifiziert den „Tschechoslowakismus“ als Hauptbestandteil des tschechoslowakischen Staates und etablierte die Tschechische und Slowakische Sprache als Amtssprache. Das Konzept der tschechoslowakischen Nation war notwendig, um die Gründung der Tschechoslowakei gegenüber der Welt zu rechtfertigen, da sonst die statistische Mehrheit der Tschechen im Vergleich zu den Deutschen eher schwach wirken würde, und es hatte mehr Deutsche im Staat als Slowaken. Die nationalen Minderheiten standen unter besonderem Schutz der Behörden; in Bezirken, in denen sie mehr als 20 % der Bevölkerung ausmachte wurde den Mitgliedern von Minderheitengruppen die volle Freiheit gewährt, ihre Sprache wurde im Alltag ausgeübt, in der Schule wurde sie auch gewährt.

Der Betrieb der neuen tschechoslowakischen Regierung wurde durch Stabilität ausgemacht. Weitgehend dafür verantwortlich waren die gut organisierten politischen Parteien, die als die eigentlichen Machtzentren entstanden. Ohne Berücksichtigung der Zeit von März 1926 bis November 1929, als die Koalition ersetzt werden musste, wurde eine neue Koalition von fünf tschechoslowakischen Parteien gebildet diese bildeten später das Rückgrat der Regierung. Folgende Parteien waren das:

Die Demokratie in der Ersten Republik wurde im Laufe immer wieder durch ungarische Parteien beschädigt und offen als feindselig gesehen.

Innenpolitik[Bearbeiten]

Die Tschechoslowakei war sowohl politisch als auch konfessionell ein heterogenes Gebilde. Nach den Ergebnissen der einzigen beiden tschechoslowakischen Volkszählungen der Zwischenkriegszeit bestand die Bevölkerung 1921 (1930) neben Tschechen 51,5 % (51,2 %) und Slowaken 14 % (15 %) noch aus einer großen Zahl von Deutschen 23,4 % (22,5 %) in den böhmischen Ländern (Sudetenland) und der Slowakei (Karpatendeutsche), sowie aus Magyaren 5,6 % (4,9 %) und Russinen (Ruthenen) beziehungsweise Ukrainern 3,5 % (3,9 %) in der Slowakei. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass bei den Volkszählungen die Tschechen und Slowaken als „Tschechoslowaken“ angegeben wurden, so dass in manchen Quellen abweichende Anteile der Tschechen und Slowaken vorzufinden sind (zum Beispiel 43 % Tschechen und 22,5 % Slowaken), deren Summe aber von der obigen nicht abweicht. Die Ruthenen und Ukrainer wurden als Rus(ové) angegeben.

Das Verhältnis der Volksgruppen zueinander war konfliktbeladen. Es gab mehrere kleinere Auseinandersetzungen.

Tschechoslowakische Abgeordnetenkammer 1920–1935 – Deutsche und ungarische Parteien[11][12]
Partei Mandate 1920 Mandate 1925 Mandate 1929 Mandate 1935 Stimmen 1935
Sudetendeutsche Partei 44 1.256.010
Deutsche Nationalpartei 10 7
Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei 15 17 8
Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei 31 17 21 11 300.406
Deutsche Christlich-Soziale Volkspartei 7 13 14 6 163.666
Bund der Landwirte 11 24 5 142.775
Ungarische Parteien

und sudetendeutscher Wahlblock

9 4 9 9 292.847
Vereinigte deutsche Parteien 6 16
Summe (aus 300 Mandaten) 79 85 75 75
  • Ungarische Parteien und sudetendeutscher Wahlblock (1935):[11] Deutsch-demokratische Freiheitspartei, Deutsche Gewerbepartei, Deutschnationale Partei, Sudetendeutsche Landbund, Deutsche Arbeiterpartei, Zipser deutsche Partei, Ungarische Christlichsoziale Partei, Ungarische Nationalpartei

Die sudetendeutsche Volksgruppe lebte vor allem in den industriell geprägten Ballungsräumen und stellte prozentual eine größere Volksgruppe dar als die Slowaken. Mit ihrer Stellung im Staat waren sie unzufrieden, denn der Einmarsch tschechischer Truppen hatte 1918 Volksabstimmungen der Deutschen verhindert und der von den Sudetendeutschen geplante Anschluss an Österreich war von den Siegermächten untersagt worden. Ehemals österreichische Beamte, die kein Tschechisch sprachen, wurden entlassen, ebenso erging es vielen Chefs staatseigener Betriebe. In den deutschen Schulen wurde die Staatssprache Tschechisch als Pflichtfach eingeführt (der sonstige Unterricht blieb deutsch). Viele Sudetendeutschen lehnten die Verpflichtung zum Erlernen der Staatssprache ab. Nachdem die Deutsche Nationalpartei unter der Leitung von Rudolf Lodgman von Auen bei den Wahlen von 1920 einen gewissen Erfolg errungen hatte, sank ihre Bedeutung im Laufe der späten Zwanzigerjahre zusehends. Die deutschen Sozialdemokraten waren von 1920 bis 1935 die stärkste deutsche Fraktion im Prager Abgeordnetenhaus und wurden ab 1929 mit ihrem Vorsitzenden Ludwig Czech, der verschiedene Ministerposten bekleidete, auch Regierungspartei. Ab 1933 waren große Teile der sudetendeutschen Bevölkerung von den Anfangserfolgen des deutschen Nationalsozialismus fasziniert. Die zuerst nach Autonomie strebende Sudetendeutsche Partei von Konrad Henlein, hervorgegangen aus der Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei, wandte sich ab 1937 Adolf Hitler zu.

Unzufrieden waren auch die Slowaken, die innerhalb des Staates keine Autonomie erhalten hatten, obwohl sie ihnen durch den Pittsburgher Vertrag zwischen Amerikatschechen und Amerikaslowaken im Mai 1918 zugesichert worden war. Sie fühlten sich zudem durch den Begriff der tschechoslowakischen Nation beleidigt. 1929 kam es zudem zur Verurteilung einer der führenden slowakischen Persönlichkeiten, des slowakischen Professors Vojtech Tuka (* 1880, † 1946) zu 15 Jahren Zuchthaus, von denen er acht Jahre tatsächlich im Gefängnis absitzen musste. Tuka wurde während des Zweiten Weltkriegs slowakischer Premierminister. Slowakisch und Deutsch waren Anfang des 20. Jahrhunderts an Grundschulen in Ungarn nur als Fremdsprache zugelassen. Daher fehlte es an einer slowakisch sprechenden Intelligenz. Sie wurde durch tschechische Lehrer und Beamte ersetzt, deren Verhalten von den Slowaken als arrogant empfunden wurde. Die tschechischen Lehrer und Beamten trugen deutlich zu einer Tschechisierung der slowakischen Sprache bei.

Außenpolitik[Bearbeiten]

Edvard Beneš (1884–1948) (damals Außenminister)

Edvard Beneš, der erste tschechoslowakische Außenminister (1918–1935) und späterer tschechoslowakischer Staatspräsident, war ein großer Förderer des Systems der demokratischen westlichen Staaten, die die Tschechoslowakei bis 1938 auf internationalen Boden unterstützten. Beneš glaubte, durch den Völkerbund würde die friedliche Entwicklung Europas gefördert und die Sicherheit der Länder, die neu entstanden, gewährleistet werden. Auch fädelte er ein Bündnis mit Rumänien und Jugoslawien aus, das später als Kleine Entente bekannt wurde. Dies sollte den ungarischem Revanchismus aufhalten und alle drei Staaten eine sichere Zukunft bieten. Den durch die Angliederung der Slowakei und der Annexion der Karpatenukraine hatte Ungarn wirtschaftliche Probleme, da die ganze Industrie und der Holzvorrat aus diesen Gebieten stammte, und das Königreich ohne die Gebiete wirtschaftlich abhängig war. Als Folge dieses Problems blieben die Beziehungen zwischen den beiden Staaten angespannt.

Beneš wandte sich, in fester Überzeugung, in der Außenpolitik des Landes Großbritannien und vor allem Frankreich zu, da diese beiden Länder auch in vielen anderen Bereichen ein Vorbild für die Erste Republik waren. Während das Vereinigte Königreich eine Politik der Isolation verfolgte, da die Tschechoslowakei im Krieg kein erreichbarer Bündnispartner wäre, entwickelten sich die Beziehungen mit Frankreich hervorragend.

Im Jahr 1925 wurden mehrere Verträge unterzeichnet, die Deutschland in den Völkerbund Aufnahmen und so die Beziehungen zwischen der Weimarer Republik und der Ersten Republik verbesserten, Grund für die Verbesserungen der Beziehungen war die deutsche Staatsgarantie, die Grenzen mit der Tschechoslowakei und Polen zu akzeptieren, aber in der Zukunft wurde es vereinbart jede Streitigkeiten zwischen Ländern in einem internationalen Schiedsverfahren zu lösen, darauf hin schloss Frankreich mit der Tschechoslowakei und Polen, gefolgt von militärischen Lieferungen jeglicher Hilfe, einen zusätzlichen Bündnisvertrag, die im Falle eines Überfalls Deutschlands die Länder verteidigen sollte.

Nachdem in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht kamen und ihre Sympathie zu wachsen begann und in den Grenzgebieten der westlichen Hälfte der Tschechoslowakei auch aufkeimte, um die mögliche Veränderung der Staatsgrenzen und eine Angliederung des Sudetenlandes an NS-Deutschland zu bewirken begann die Tschechoslowakischen Diplomatie nach neuen Verbündeten zu suchen. Beneš wandte sich stark der UdSSR zu und schloss 1935 das sogenannte Tschechoslowakische-sowjetische Bündnis, das eine Intervention der Rote Armee im Kriegsfall garantieren würde und die Tschechoslowakei aus der Luft militärisch versorgen würde.

Durch den Vertrag wandte sich die tschechoslowakische Vertretung vom westlichen Bündnis ab. Durch das Münchner Abkommen war die langjährige Außenpolitik des Landes gescheitert.

Verbündete[Bearbeiten]

Karte des Bündnisses der Kleinen Entente zwischen der Ersten Tschechoslowakischen Republik, dem Königreich Rumänien und dem Königreich Jugoslawien

Die traditionellen Hauptverbündeten der Tschechoslowakei waren Frankreich und Großbritannien. Die Tschechoslowakei war in der Zwischenkriegszeit ein wichtiges Glied des Bündnissystems zwischen den drei Staaten. Von 1920 bis 1939 war das Land mit dem Königreich Jugoslawien und Rumänien in der Kleinen Entente verbunden. Dieses Bündnis war vornehmlich gegen den Revisionismus Ungarns gerichtet. Als Deutschland seinen Einfluss nach Mittel- und Südosteuropa ausdehnte, wurde dieser Zusammenschluss obsolet. Der Erste Wiener Schiedsspruch entzog der Kleinen Entente die Existenzgrundlage. Neben diesen beiden Bündnissen schloss die Erste Republik mit der Sowjetunion ein Bündnis. Dieses wurde 1938 gelöst.

Beziehungen zu den Nachbarländern[Bearbeiten]

Polen

Die Beziehungen zum Nachbarn Polen waren wegen der Oslagebietfrage die gesamte Zwischenkriegszeit über eher schlecht. Polen erkannte die Herrschaft der ČSR über das Gebiet nicht an. So wie die ČSR das Gebiet schlesisch ansah, sah Polen dass die Polen im Gebiet unterdrückt werden würden und unterstützte oft Aufstände. Die ČSR baute umfangreiche Grenzschutzanlagen an der tschechoslowakisch-polnische Grenze auf, was zum Tschechoslowakischen Wall gehörte. Als sich Polen an NS-Deutschland anlehnte annektierte es nach dem Münchner Abkommen das Olsagebiet.

Deutschland

Mit Deutschland konnte die Tschechoslowakei ebenfalls keine gutnachbarlichen Beziehungen erreichen. Zwar garantierte die Weimarer Republik in den 1925 geschlossenen Grenzverträgen die Anerkennung der neuen Grenzen zur Tschechoslowakei, hob dies aber später wieder auf. Das im Rahmen des Versailler Vertrages von der ČSR gegen die Stimmen der Bewohner annektierte Hultschiner Ländchen blieb ein Streitpunkt. Die weiteren Beziehungen der beiden Staaten waren durch Konfrontation geprägt. So unterstützte Hitler von 1937 bis 1938 die deutsch national orientierte Sudetendeutsche Partei. Der Konflikt um das Sudetenland endete mit der Abtretung im Rahmen des Münchner Abkommens.

Ungarn

Wegen der unsicheren Situation in der Südslowakei – dort fand nach dem Ersten Weltkrieg der Ungarisch-Rumänische Krieg statt an dem sich auch die Tschechoslowakei beteiligte – gab es zum Nachbarn Ungarn nur schlechte Beziehungen. Nach dem Vertrag von Trianon wurde die gesamte Südslowakei der Tschechoslowakei zugesprochen. Die ungarische Minderheit bekämpfte immer wieder die Vorherrschaft der Tschechoslowaken und wurde vom ungarischen Heimatland stark unterstützt. Da sich auch Ungarn an Deutschland anlehnte annektierte es im Schutz des Reiches im Ersten Wiener Schiedsspruch einen Teil der Südslowakei und der Karpatenukraine.

Rumänien

Zwischen der Ersten Republik und dem Königreich Rumänien gab es seit dem Ungarisch-Rumänischen Krieg gute außenpolitische Beziehungen. Mit Rumänien kam zusätzlich im Vertrag von Sèvres zu einem kleineren Gebietsaustausch in der Karpatenukraine, dabei verbesserten sich die Beziehungen noch mehr. Der Bevölkerung der 14.000 Rumänen im Land ging es gut und es fanden zahlreiche kulturelle Austausche statt. Als die Tschechoslowakei Rumänien zwei große Mengen von Geld lieh, und das Königreich es nicht zurückzahlte verhängte die ČSR eine Handelsbeschränkung über Rumänien, wobei der Handel stark reduziert wurde. Nebenbei griff Rumänien entgegen dem Bündnis 1938 nicht ein und entzog so als einziger Verbündeter in Reichweite der Ersten Republik die Existenzgrundlage.

Österreich

Der Reststaat Deutschösterreich büßte als Verlierer seine dominierende Stellung im Donauraum ein, während die neu entstandene Erste Tschechoslowakische Republik von den Siegermächten wie ein Verbündeter behandelt wurde und als wirtschaftliches Kraftzentrum der Region über weitaus bessere Startchancen verfügte als die übrigen Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns. Anfangs waren die bilateralen Beziehungen Österreichs und der Tschechoslowakei vor allem durch die sudetendeutsche Frage und die Modalitäten der Trennung belastet. Zur Überraschung Vieler entwickelte sich in den 1920er-Jahrem aber eine konstruktive Zusammenarbeit, in deren Rahmen die nach wie vor bestehenden Spannungen bewältigt werden konnten. Dabei gerierte sich der tschechoslowakische Außenminister Beneš wechselweise als Anwalt und als Vormund des politisch schwachen und nach dem Verlust des gemeinsamen Wirtschaftsraums des Habsburgerreiches wirtschaftliche Not leidenden Nachbarlandes. Dieses war auf das Wohlwollen Prags mehr angewiesen war, als umgekehrt die mit der damaligen Hegemonialmacht Frankreich verbündete Tschechoslowakei. Gemeinsam standen beide Länder auch im Zentrum der in jener Zeit von den verschiedensten Seiten und mit unterschiedlichen Motiven ins Gespräch gebrachten „Mitteleuropa“-Konzeptionen. Nach einer Phase der Konsolidierung geriet die Region im Zuge der Weltwirtschaftskrise und der Machtübernahme Hitlers im Deutschen Reich wieder in schwereres Fahrwasser. Belastet wurde das bilaterale Verhältnis Österreichs und der Tschechoslowakei dabei vor allem durch die autoritäre Wende in Österreich und die außenpolitische Orientierung Wiens an Italien und Ungarn. Dies erschwerte auch eine Annäherung, als beide Länder seit Mitte der 1930er Jahre zunehmend ins Visier der expansionistischen Außenpolitik des Deutschen Reichs gerieten. Obwohl angesichts der existentiellen Bedrohung Österreichs und der Tschechoslowakei eine „Aktionseinheit“ geboten gewesen wäre, hielten sich beide Länder auch weiterhin an ihre „formalen“, einander in herzlicher Feindschaft verbundenen Alliierten in der Kleinen Entente bzw. im Paktsystem der Römischen Protokolle. Dies erwies sich in beiden Fällen als fatale Fehleinschätzung. Während für Österreich kaum Handlungsalternativen bestanden, wurde die tschechoslowakische Außenpolitik in der Endphase der Ersten Republik vom zunehmenden Realitätsverlust in der Österreichfrage, nun völlig isoliert und war ab diesem Zeitpunkt bis zum Münchner Abkommen von allen anderen demokratischen Staaten Westeuropas abgeschnitten.

Minderheitenpolitik[Bearbeiten]

Durch den Minderheitenvertrag von Versailles, die Verfassung sowie der Genfer Konvention waren die Minderheiten theoretisch geschützt. Vor allem die deutsche Minderheit war dankbar dafür, in Konfliktfällen internationale Schiedsorgane anrufen zu dürfen. Zwischen 1920 und 1930 gab es über 1.200 Petitionen an den Völkerbund, 175 davon kamen aus der Tschechoslowakei und davon wiederum fast die Hälfte aus den Jahren 1938, als die Tschechoslowakei und NS-Deutschland den Höhepunkt ihrer Auseinandersetzung in der Sudetenkrise hatten.

Somit war die Erste Republik de facto ein multinationaler Staat. Im offiziellen Sprachgebrauch blieben die Minderheiten jedoch unerwähnt, sondern stets der tschechoslowakische Charakter der Republik betont. Dies führte zu erheblichen Konflikten mit den nationalen Minderheiten. So wurde den Ukrainern, Polen, teilweise auch den Deutschen Minderheiten der Betrieb eigener höherer Bildungseinrichtungen untersagt.

Die Erste Tschechoslowakische Republik war der Staat mit einer der größten jüdischen Bevölkerungsgruppe in Mitteleuropa.

Die deutschen Parteien bauten bei Wahlen ihren Stimmenanteil von über 20,18 % (1935) auf. Der Stimmenanteil deutscher Parteien in den Sudeten lag deutlich über dem in der amtlichen Statistik ausgewiesenen Prozentzahl an Deutschsprachigen, der nach dem Zensus von 1938 bei 23,0 % lag (im Jahr 1921 noch bei 25,2 %). Dies ließ nur den Schluss zu, dass auch viele tschechischsprachige Sudeten für deutsche Parteien gestimmt hatten, worüber sich tschechoslowakische Nationalisten besonders erbost zeigten. Die Ukrainer unterstützten dafür erfolgreich den Ausbau der ukrainischsprachigen Grundschulen die von 200 auf 1570 im Jahr 1925 stieg. Zusätzlich stieg noch die Zahl der zweisprachigen Schulen von 5426 auf 12.710.

Die ca. 100.000 Juden die 1917/1919 aus den Nachbarländern aus- bzw. zurückgewandert waren erhielten zwischen 1920 und 1935 die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft.

Für die Polen im Olsagebiet ergab sich, zumindest kurzfristig, eine Verbesserung ihrer Lage. In der Sudetenkrise 1938 baute die sudetendeutsche Partei die Unterstützung der deutschen Bevölkerung auf und forderte eine Autonomie: Als jedoch das Standrecht über 13 sudetendeutsche Kreise folgte, forderte Konrad Henlein den Anschluss an das Deutsche Reich, was im Münchner Abkommen realisiert wurde. Die ungarische Minderheit in der Slowakei wurde vom Königreich Ungarn finanziell unterstützt und sorgte immer wieder für Aufstände.

Parteienspektrum[Bearbeiten]

Das Parteienspektrum der Ersten Republik war weitgehend entlang der ethnischen und kulturellen Grenzen gespalten. In Böhmen dominierten lange die konservativen und zentralistisch-tschechisch orientierten Parteien. In der Slowakei dominierten wiederum föderalistisch-republikanische Parteien und in der Karpatenukraine oft jüdische Parteien. Die sudetendeutsche Minderheit stimmte oft nur für deutsche Parteien und die ungarische Minderheit für nationalistische Parteien, die eine Annäherung an Ungarn forderten.

Tschechoslowakische Parteien[Bearbeiten]

Die RSZML entstand 1922 durch eine Kombination einiger tschechischer und slowakischer Agrarparteien. Der Vorsitzende war Antonin Svehla und der Hauptbestandteil war die Arbeitergesellschaft. Svehla kombinierte zusätzlich für die Partei soziale und demokratische Ideen. Die Partei war von 1922 bis 1938 auch Teil einer Koalitionsregierung.

Die ČSDSD war eine sozialdemokratisch orientierte Partei, die nach den Wahlen von 1920 die größte Partei im Land war. Die Orientierung der Partei war neutral, es gab weder eine Annäherung an die linken oder rechten Parteien des Landes, daher fand auch in der Blütezeit der Partei eine Spaltung in rechts und links statt. Der Streit führte schließlich auch noch zur Verschiebung des Parteitags. Die neue linke Partei unter dem Namen Šmeralově links triumphierte am Ende. Später wurde dadurch noch die unabhängige Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei gegründet. Die Sozialdemokratie wurde dadurch stark geschwächt und erlebte in den Wahlen von 1925 ein Debakel. Im Jahr 1929 verbesserte sich die Situation der Partei, da der neue Leiter der Partei Antonín Hampl die Partei erneuerte und ihr im Volk zahlreiche Sympathien einbrachte.

Emblem der KSČ

Die KSČ entstand am 14. Mai 1921 durch Umbenennung eines von der Tschechoslowakischen Sozialen Demokratie (Československá sociální demokracie – ČSSD) abgespaltenen linken Flügels. Der erste Vorsitzende war Bohumír Šmeral. Bereits bei den Parlamentswahlen im November 1925 wurde die Partei mit 13 % der Stimmen und 20 Mandaten nach der Agrarpartei die zweitstärkste Partei des Landes. 1925 wurde der Prozess der Bolschewisierung beschlossen, verbunden mit einer Festigung der programmatischen Abhängigkeit von der Kommunistischen Internationale. 1929 übernahmen die sogenannten „Jungs von Karlín“ (karlínští kluci), die dafür verantwortlich zeichneten, angeführt von Klement Gottwald, die Führung der Partei. Viele Gründungsmitglieder verließen daraufhin die Partei und die KSČ verlor die meisten ihrer Wähler.

Die CSNS wurde 1926 offiziell zur Tschechoslowakischen Sozialistischen Partei). Die Mitte-Links-Partei befürwortete den sogenannten "Tschechoslowakischen Sozialismus" (oder den Nationalsozialismus tschechischer Orientierung. Die Spitze der Partei war Václav Klofáč. Zusätzlich gab es in der Partei sehr populäre Mitglieder wie Edvard Beneš oder Milada Horakova. Der Atheist Beneš wurde 1935, auf Empfehlung Masaryks, ins Amt des Staatspräsidenten gewählt.

Die CSL war eine Mährisch-Schlesische Christlich-Soziale Partei, die katholisch-konservativ war und 1918 gegründet wurde. Die Partei war eine treue Anhängerin des christlichen Glaubens und eine starke Gegnerin der Tschechoslowakischen Hussitenkirche. Seit 1922 wurde sie vom katholischen Priester Jan Šrámek geleitet.

Die CSND wurde nach dem Ersten Weltkrieg gegründet, sie sympathisierte mit den Jungtschechen und mit anderen rechten und zentristischen Parteien. Ideologisch war sie so radikal wie eine typische nationale und wirtschaftliche liberale Partei. Sie wurde von Karel Kramar und später Alois Rasin geleitet.

Slowakische Parteien[Bearbeiten]

Jüdische Parteien[Bearbeiten]

Der Verband der jüdischen Bauern in der Karpatenukraine war eine der jüdisch dominierten Interessenorganisationen und politischen Parteien in der Karpatenukraine. Sie vertrat vor allem jüdische Agrarier im Landesteil.

Die Jüdische wirtschaftliche Partei war eine konservative politische Partei, die sich für eine gleichmäßige Verteilung der Wirtschaft in der Ersten Republik einsetzte und vor allem in der Slowakei und der Karpatenukraine aktiv war. Sie holte in den Parlamentswahlen von 1925 einen Sitz.

Die Jüdischen Zivilpartei war eine in der Karpatenukraine aktive Partei die sich für die Zivilbevölkerung des Landesteils einsetzte und die Ideologie des Zionismus anstrebte.

Die Jüdischen Republikanischen Partei war eine rechts konservativ orientierte Partei in der Karpatenukraine , die in den Provinzwahlen im Jahr 1928 und 1935 ein Parteienbündnis mit dem Verband der jüdischen Bauern in der Karpatenukraine schloss.

Die jüdische Konservative Partei war eine Partei in der Karpatenukraine. Sie verfolgte Ideologisch die ultraorthodoxe Bewegung. Sie bekämpfte jedoch stark den Zionismus und Säkularismus.

Die jüdische Volkspartei war eine jüdische politische Partei zionistischer Orientierung in der Karpatenukraine. In den Wahlen von 1924 erzielte sie einen Wahlerfolg bei der ukrainischen Bevölkerung.

Sie wurde 1919 vom jüdischen Nationalrat der Tschechoslowakei in Prag gegründet. Es war die stärkste jüdische politische Partei in der Ersten Republik. In der Partei waren tschechoslowakische, ukrainische, deutsche, ungarische und polnische Juden des Landes vertreten. Die Partei hatte ein zionistisches politisches Programm und es gelang ihr bei der Beeinflussung der Verfassung soweit mitzuwirken, dass die Juden offiziell als gleichberechtigte Bürger angesehen und als nationale Minderheit bestätigt wurden.

Mit einem Wahlbündnis mit Parteien der polnischen Minderheit wurden zwei Kandidaten (Julius Reisz und Ludvík Singer) ins Parlament aufgenommen. Nach dem Tod Singers folgte ihm Angelo Goldstein in den Parlamentswahlen von 1929. Neben Goldstein kam noch als dritter Vertreter der Partei Chaim Kugel ins Parlament. In den Wahlen von 1935 triumphierte die Partei und erhielt 370.000 jüdische Stimmen.

Deutsche Parteien[Bearbeiten]

Die DSAP (Sozialdemokratische Deutsche Arbeiter), die in den ersten Parlamentswahlen fast 590.000 Stimmen erhielt, auf die mehr als 43,5 % in Deutschland und 11,1 % der Stimmen aller tschechoslowakischen Stimmen und 31 Sitze entfielen. Die Partei wurde drittstärkster Mitspieler im ganzen Land. Obwohl diese Partei weiterhin eine negative Haltung gegenüber dem tschechischen Staat mit seinem Minderheitenkonzept zwecks Vermeidung einer Verfassungskrise einnahm, ermöglichte sie die Bildung der ersten Regierung. Wie die tschechischen Sozialdemokraten litt sie an einer Spaltung der Partei und daran, das Rennen um die Parteiführung zu verlieren. Bei den zweiten Parlamentswahlen von 1925 erreichte sie nur ein Wahlergebnis von 6 % bzw. 17 Sitzen.

Die BDL war eine wichtige Aktivistin der deutschen Landwirte in der Tschechoslowakei. Sie war Teil der tschechoslowakischen Regierung in mehreren Koalitionen. Der wichtigste Vertreter war Franz Spina. Die Partei verschwand durch den Anschluss an die Sudetendeutschen Partei im März 1938.

Die DCV war eine andere deutsche Partei in der Ersten Republik. Sie war eine katholisch dominierte Partei und auch Teil der tschechoslowakischen Regierung in mehreren Koalitionen. Der wichtigste Vertreter war Robert Mayr-Harting. Sie wurde unter dem Druck von der SdP 1938 aufgelöst.

Die SdP war ein weit rechts-nationalistische Partei die im Oktober 1933 unter Konrad Heinlein entstand. In Wahlen im Jahre 1935 erhielt sie den größten Anteil der Stimmen aller Kandidaten der Parteien. In den Jahren 1937/38 entstand in der Partei ein starker Nationalismus. Auf Weisung Hitlers verursachte sie die Sudetenkrise und später das Münchner Abkommen.

Ungarische Parteien[Bearbeiten]

Die ungarische-SPD war eine sozialdemokratische Partei in der Slowakei. Sie wurde 1919 von Sozialdemokraten ethnischer Minderheiten gegründet. Die Partei hatte eine deutsche und eine ungarische Vertretung. In den Parlamentswahlen von 1920 errang die Partei vier Sitze.

Die Führer der Partei waren Sam Mayer, Gyula Nagy (zwischen 1919 und 1922), Géza Borovszky (ab 1922) und Jószef Földessy. Am 1. Januar 1927 wurde die Partei aufgelöst.


Die MNP wurde im Februar 1920 in Komárno als Partei der Kleinbauern gegründet. Am 21. Juni 1936 fusionierte die Partei mit der Christlich-sozialen Partei, einer weiteren großen ungarischen Partei. Das Hauptziel der Partei war zunächst, eine Autonomie für die ungarischen Teile der Slowakei zu erhalten. Diese Haltung änderte sich später, und die Partei sprach sich für eine Revision des Vertrags von Trianon aus. Im Bereich der Wirtschaft befürwortete die Partei den freien Markt und die staatliche Unterstützung von Kleinbauern, Bauern wurden durch sie gefördert.

Die OKSZP war die wichtigste politische Partei der ethnischen Minderheit der Magyaren in der Ersten Republik. Sie wurde durch eine Fusion der katholischen Verbände aus Bratislava und Košice am 23. November 1919 in Košice gegründet. Der erste Parteitag fand im März 1920 in Bratislava statt. Die beiden Hauptziele waren einerseits die Umsetzung der slowakischen Autonomie und die Verteidigung der christlichen Ideologie gegen den Kommunismus. Die erste Parteiführung war Lajos Körmendy-Ékes, ein Großgrundbesitzer aus Košice. In den Parlamentswahlen 1925 erhielt die Partei 17.285 Stimmen, nicht genug für eine Parlamentssitz. Am 21. Juni 1936 fusionierte die Partei mit der ungarischen Nationalpartei.

Polnische Parteien[Bearbeiten]

Titelseite der Robotnik Śląski Zeitung am 8. Januar 1924

Die PSL wurde im Herbst 1922, auf der Basis der polnischen Mittelklasse, gegründet. Der Vorsitzende der Partei war der Arzt Jan Buzek. Andere prominente Parteiaktivisten waren der Pfarrer Józef Berger und der Journalist Jarosław Waleczko. Bei den Parlamentswahlen von 1929 wurde Buzek zum Mitglied des Parlaments gewählt. Er schloss sich der Tschechoslowakischen Sozialdemokratischen Fraktion an. Die Partei veröffentlichte die Wochenzeitung Cieszyn Czeski und Prawo ludu.

Die PSPR wurde im Februar 1921 auf der Basis polnischen Arbeiter gegründet. Die Partei war aktiv in Gewerkschaftskämpfe verwickelt. Der Vorsitzende der Partei war Emanuel Chobot. Weitere prominente Mitglieder der Partei waren Antoni Steffek und Wiktor Sembol. Die Partei arbeitete eng mit der Tschechoslowakischen Sozialdemokratischen Partei zusammen und erhielt von ihr Finanzhilfe. Die Partei veröffentlichte nebenbei die Zeitung Robotnik Śląski. Im September 1921 spaltete sich die zu stalinistische Hälfte ab und trat der KSČ bei. In den Parlamentswahlen von 1929 und 1935 triumphierte die Partei mit ihrem Wahlblock und dem Bündnis mit größeren Parteien bei der polnischen Minderheit. Die Partei war ein zwischen 1923 und 1938 Mitglied der Sozialistischen Arbeiter-Internationale.

Ruthenische Parteien[Bearbeiten]

Die АЗС war eine politische Partei in der Tschechoslowakei , die für die Autonomie der Karpatenukraine kämpfte . Die Partei wurde als Karpatenbauernpartei und veröffentlichte Russkij vestnik. Die Partei wurde wurde im tschechoslowakischen Parlament durch Ivan Kurtyak vertreten. Die Partei war eine der prominenten ruthenischen Parteien in der Tschechoslowakei und schwankte zwischen ungarischen und tschechoslowakischen Parteien. In den Parlamentswahlen von 1935 verlor die Partei ihren Sitz.

Die Partei wurde 1919 gegründet und hatte eine "Groß-russische" Ausrichtung. Die Partei wurde unter der Leitung von Andrey Gagatko 1924 ins Parlament gewählt. Die Partei hatte in den Wahlen 1924, 1925 und 1935 ein Wahlbündnis mit den tschechoslowakischen Sozialisten. Die Partei befürwortet die Trennung von Kirche und Staat.

Die Russische Nationalautonome Partei wurde von Stepan Fencik gegründet. In den Parlamentswahlen von 1935 wurde Fencik ins Parlament gewählt. Die Partei veröffentlicht Nash Put ("Unser Weg"). Die Partei kämpfte für die Autonomie der Karpatenukraine . Politisch zeigte sie sich antisemitisch und ganz rechts. In den programmatischen Erklärungen forderte sie die Anerkennung der russischen nationalen Minderheit.

Ruthenische Bauernpartei wurde 1920 gegründet. Die prominenteste Persönlichkeit in der Partei war Awgustyn Woloschyn. Die Partei veröffentlichte die Wochenzeitung Svoboda. Im Jahr 1923 änderte die Partei ihren Namen in Christliche Volkspartei (Christijansko-narodna partija). Im Jahr 1924 fusionierte die Partei mit der Tschechoslowakischen Volkspartei.

Verfassung der Ersten Tschechoslowakischen Republik von 1920[Bearbeiten]

Titelseite der Buchausgabe der Verfassung der Ersten Republik

Nachdem die von den Verträgen bestimmte tschechoslowakische Verfassung von 1918 Ende 1919 außer Kraft gesetzt wurde, etablierte sich der Staat als Republik und Demokratie mit der Verkündung der Verfassung von 1920. Diese Verfassung wurde von der Nationalversammlung am 29. Februar 1920 verabschiedet und ersetzte so die vorläufige Verfassung vom 13. November 1918.

Die Verfassung wurde nach den Verfassungen der westlichen Vorbilder etabliert, die den Test der Zeit bis zum totalen Ende 1939 bestanden hatte. Zu den bemerkenswertesten Einflüssen zählten die des Vereinigten Königreichs, der USA und Frankreichs. Das Regierungssystem der eingeführten Verfassung machte aus der Ersten Republik die am meisten westlich orientierte Demokratie aller zentralen und osteuropäischen Staaten in der Zwischenkriegszeit. Die Verfassung sah nicht nur ein Parlament, sondern auch einen freien gewählten Präsidenten und dessen Kabinett und eine unabhängige Justiz vor.

Staatsform[Bearbeiten]

Die Erste Republik wurde in beiden Verfassungen von 1918 und 1920 als Republik proklamiert. Die eine republikanische Demokratie sein sollte, im Gegensatz zu Polen hatte sich der junge Staat den Ruf einer republikanischen Demokratie bewahrt und fiel bis 1939 keiner Diktatur zum Opfer.

Offizielle Bezeichnung der Republik[Bearbeiten]

Ihre amtliche Staatsbezeichnung war von 1918 bis 1938 Tschechoslowakische Republik (ČSR, anfangs RČS); bis 1920 existierte die Kurzform Tschecho-Slowakei, doch mit dem Landesnamen war die Karpatenukraine unzufrieden und deren Vertretung setzte sich bis 1920 für einen angemessenen Namen ein, mit der amtlichen Bezeichnung Tschechoslowakische Republik jedoch war letztendlich auch die Karpatenukraine zufrieden.

Regierung[Bearbeiten]

Staatssymbole[Bearbeiten]

Flagge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Flagge der Tschechoslowakei

Es wurde in der Republik lange überlegt, welche Flagge der neue Staat haben solle. Seit 1918 wurden vorläufig verschiedene Formen der traditionellen weiß-roten böhmischen Flagge verwendet. 1918 wurde sie zur Flagge der Tschechoslowakei erklärt. Das wiedergegründete Polen führte aber fast die gleiche Flagge. Nur durch das Seitenverhältnis von 5:8 statt 2:3 konnte man beide Flaggen unterscheiden. Zwei Jahre später, am 30. März 1920, wurde am linken Rand der Flagge ein blaues gleichschenkliges Dreieck für die Slowakei eingefügt. Das Blau entstammt der slowakischen Flagge. Nach anderen Quellen ist die blaue Farbe dem Wappen Mährens entnommen. Die Flagge blieb trotz des Untergangs der Ersten Republik erhalten.

Wappen[Bearbeiten]

Offizielles Wappen der Ersten Republik
Hauptartikel: Wappen der Tschechoslowakei

Nach der Auflösung Österreich-Ungarns und nach Provisorien in den ersten zwei Jahren der Republik wurden in der Verfassung vom 29. Februar 1920 drei Wappen konstruiert, wobei das Große Wappen das offiziell alleinige Wappen der Ersten Tschechoslowakischen Republik war und erst 1945 durch das Wappen der Dritten Republik ersetzt wurde. Die Streitigkeiten setzten sich wie bei der Flagge weiterhin fort und waren auch in der Zweiten Republik Thema der autonomen Provinzen.

Militär[Bearbeiten]

Panzer der Tschechoslowakischen Armee während der Mobilisation 1938

Die Erste Republik hatte eine Armee die aus rund 200.000 Soldaten und zusätzlich noch 50.000 Reservisten, in 17 Infanteriedivisionen und 4 schnellen Divisionen.

Die Einheiten wurden für wegen des hohen Bundesbudgets gut ausgerüstet und hervorragend ausgebildet. Das Oberkommando war vor allem in Jugoslawien sehr angesehen und schloss so ein Bündnis mit Rumänien und Jugoslawien. Die Verteidigungspläne waren durch den tschechoslowakischen Wall vorerst gesichert. Der Verteidigungshaushalt war nicht begrenzt und wurde durch die eigene Herstellung von Waffen nicht belastet und erlaubte einen großen Spielraum an anderen militärischen Sachen. Noch vor dem Münchner Abkommen fand während der Sudetenkrise eine Mobilisation der Tschechoslowakischen Armee statt.

Nach dem Münchner Abkommen hatte Hitler einen Großteil des Walls bekommen und konnte so 1939 den fast wehrlosen tschechoslowakischen Staat problemlos einnehmen.

Bildung[Bearbeiten]

Die Erste Tschechoslowakische Republik baute ihr Hochschulwesen schnell aus. So kamen zu den bereits existierenden Universitäten in den Großstädten auch neue Universitäten hinzu, und es wurde 1919 ein Rahmengesetz für die Hochschulen erlassen. 1921 war ein Viertel der Bevölkerung Analphabeten, wobei sich die Verteilung sehr stark unterschied. Im zuvor ungarischen Osten, also der Karpatenukraine, waren dies bis zu 60 %, im tschechischen Teil Böhmens lediglich 0,75 %. In der Slowakei wurde zusätzlich 1919 die bis dahin nicht bestehende allgemeine Schulpflicht eingeführt, wodurch sich innerhalb von vier Jahren die Zahl der Lehrer als auch Schüler um zwei Drittel erhöhte.

Grundschulen waren vor allem in Form von Grund- und Mittelschulen vertreten. Es gab auch Zentralschulen, dann Gymnasium in der klassischen (altsprachlichen) Form oder als Realgymnasium. Weitere Schulen waren: Wirtschaftsschulen, (Landwirtschafts-) und Industrieschulen.

Am Übergang zwischen mittleren und höheren Schulen waren vielfältig höhere berufsbildende Schulen und Hochschulen vertreten. Es gab eine Staatsschule für Angewandte Kunst in Prag, staatliche Konservatoriuen in Prag (in Tschechisch und Deutsch), Brno und Bratislava, Pädagogische Akademien, die auch in Prag (in Tschechisch und Deutsch), Brno und Bratislava, Hochschule für Sozialwesen in Prag, das Staatsarchiv wurde in einigen Prager Schulen oder in staatlichen Schulbibliotheken in Prag aufbewahrt.

In der Karpatenukraine[Bearbeiten]

In der Karpatenukraine waren über 65 % der Bevölkerung Analphabeten und es existierten nur ca. 250 Schulen. Mit der Angliederung an die Tschechoslowakei änderte sich dies. Mehr noch als in der Slowakei wurde dort das Schulwesen ausgebaut und der Bildungsstandart verbesserte sich.

In der Slowakei[Bearbeiten]

In der Slowakei unterschied sich der Bildungsstand in extremer Weise nach der ethnischen Zugehörigkeit. Am höchsten war er bei den Magyaren, denen ein in österreichischer Zeit ausgebautes Schulsystem der römisch-katholischen Kirche zur Verfügung stand. Die Slowaken waren dagegen zu 35 % Analphabeten und bildeten das Schlusslicht.

In Tschechien[Bearbeiten]

Tschechien hatte 1918 bereits ein gut ausgebautes Schulsystem. Über 90 Prozent der Kinder besuchten eine staatliche oder Grundschule. Die Analphabetenrate lag unter 0,75 Prozent. Nach dem Krieg wurde vor allem die Mittelschulbildung (Realschulen und Gymnasien) für die Tschechien verbessert, zum einen indem vorher deutschsprachige Schulen in einigen Teilen des Landes zur tschechischen Unterrichtssprache übergingen, zum anderen gab es auch zahlreiche Neugründungen, die oft vom Staat getragen wurden.

Die Technische Universität Příbram

Hochschulen[Bearbeiten]

Schulfinanzierung[Bearbeiten]

Dem tschechoslowakischen Staat fehlte es weder an finanziellen Mitteln noch am politischen Willen, den geringen Bildungsstand der früheren Österreichisch-Ungarischen Monarchie wollte vor allem Tomáš Garrigue Masaryk bekämpfen. Auch an einer Förderung der Ukrainer war man interessiert. Diese wiederum lehnten sich an die neuen tschechoslowakischen Schulen an, weil man sie als gleichberechtigte Bürger ansah und ihnen nicht den ehemaligen Willen der Benachteiligung gab.

Fortschritte gab es in der Zwischenkriegszeit vor allem in der Slowakei und Tschechien. In Böhmen wiederum gründete der tschechoslowakische Staat säkulare Schulen, um die Vorherrschaft der tschechoslowakischen Demokratie im Bildungswesen zu sichern. 1935 betrug das staatliche Budget für Bildung der insgesamt ca. 3 Mio. Kinder 1,5 Milliarden Tschechoslowakische Kronen.

Kulturelle Blütezeit in der Ersten Republik[Bearbeiten]

Seit der Nationalen Geburt 1918 wuchs die Kultur und der Nationalismus der jungen Republik auf ungeahnte Höhen und wirkte sich dabei auf die Weltliteratur sowie Kunst und das Theater aus. Der sogenannte Tschechoslowakismus, der das System zusammenhielt und die Grundlage schaffte, bestand bis 1938 ununterbrochen weiter und wird bis heute positiv wahrgenommen.

Sport[Bearbeiten]

Eishockeyspiel zwischen der ČSR und Deutschland während der Eishockey-Weltmeisterschaft 1938

Die Tschechoslowakische Fußballnationalmannschaft war mit vier Auftritten bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1934 sehr angesehen und belegte den zweiten Platz für die Erste Republik.

An den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin nahm die Tschechoslowakei mit 163 Teilnehmern teil. Sie gewann drei Gold- und fünf Silbermedaillen.

Die 12. Eishockey-Weltmeisterschaft und 23. Eishockey-Europameisterschaft fand vom 11. bis 20. Februar 1938 in Prag statt. Der Austragungsmodus wurde im Vergleich zum Vorjahr erneut verändert. 14 Mannschaften nahmen an dieser WM teil. Dabei belegte die Eishockey-Mannschaft der ČSR den dritten Platz und holte Bronze.

Tschechoslowakismus[Bearbeiten]

Hauptartikel: Tschechoslowakismus

Nach der Entstehung der ČSR wurde der Tschechoslowakismus zur Staatsdoktrin, die 1920 in der Verfassung verankert wurde. Ohne den Tschechoslowakismus hätte es in der ČSR keine in diesem Maße überwiegende Staatsnation gegeben. Für die Slowaken schuf das Zusammengehen mit den Tschechen gewissermaßen Raum für die Emanzipation als eigenständiges Volk, das noch vor dem Krieg von völliger Magyarisierung bedroht gewesen war. Während die Anerkennung des Tschechoslowakismus unter Tschechen selbstverständlich war, bewahrte sich die Mehrheit der Slowaken im Bewusstsein der slowakischen Selbstständigkeitsbestrebungen, die bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreichten, eine Sichtweise auf die Slowakei als eigenständige Entität. Zudem wurden die tschechisch-slowakischen Verträge, über die der Weg zur Staatsgründung bereitet wurde, von slowakischen Autonomisten, vor allem aus der Hlinka-Partei, zur Unterminierung des Tschechoslowakismus benutzt – laut Pittsburgher Abkommen sollte der Slowakei Autonomie eingeräumt werden. Der tschechisch-slowakische Staat mit seiner offiziell tschechoslowakistischen Doktrin verursachte demnach in der Slowakei Abneigung gegen ebendiese Doktrin. Obwohl mit dem Tschechoslowakismus einige Probleme auftauchten, überstand das demokratische Ideal die Sudetenkrise, nach der Münchner Konferenz ging der Tschechoslowakismus in der gekränkten Bevölkerung verloren.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Münze in der Ersten Tschechoslowakischen Republik

Die neue Nation hatte eine Bevölkerung von über 14,8 Millionen zusätzlich waren es 70 bis 80 % der gesamten Industrie des zusammengebrochenen österreichisch-ungarischen Reiches, die im neuen Staat verblieben, einschließlich der Porzellan- und Glasindustrie und den Zuckerfabriken, mehr als 40 % aller Brennereien und Brauereien, die produzierte Militärrüstung, Lokomotiven, Autos und Maschinen, und die chemische Industrie in Nordböhmen. Siebzehn Prozent der ungarischen Industrie, die das Königreich in der Slowakei während des späten 19. Jahrhunderts entwickelt hatte, fiel auch der Republik zu. Die Tschechoslowakei war der weltweit am zehntmeisten industrialisierte Staat und von 1920 bis 1935 sogar der neuntreichste Staat der Welt.

Die tschechischen Länder wurden dabei weit mehr als die Slowakei industrialisiert. In Böhmen, Mähren und Schlesien, wurden 39 % der Bevölkerung des Staates in der Industrie und 31 % in der Landwirtschaft beschäftigt. Die meisten Leicht- und Schwerindustrien waren im Sudetenland und wurden meistens Deutschen oder von deren Banken gesteuert. Tschechen machten nur 20 bis 30 % der gesamten Industrie aus. In der Slowakei wurden nur 17,1 % der Bevölkerung in der Industrie beschäftigt, dafür aber 60,4 % in der Land- und Forstwirtschaft. Nur 5 % der gesamten Industrie in der Slowakei war in slowakischen Händen. Die gesamte Karpatenukraine war im Wesentlichen ohne Industrie und lebte nur vom Tourismus und vom Holztransport.

In der Landwirtschaft wurde nach der Staatsgründung ein Reformprogramm eingeführt, das die ungleiche Verteilung von Wirtschaft beheben sollte. Die Weltwirtschaftskrisetraf auch von 1929 bis 1933 die Tschechoslowakei. Die Zahl der Arbeitslosen belief sich auf etwa eine Million zusätzlich verzeichnete sich ein Rückgang der Industrie von 40,4 %.

Währung[Bearbeiten]

Nach der Entstehung der Ersten Republik musste schnell ein neues Währungssystem geschaffen werden, das sich von den inflationsbehafteten Währungen der anderen neu entstandenen Länder unterschied. Vorerst galten jedoch auf dem Territorium des jungen Staates die Banknoten und Münzen der österreichisch-ungarischen Bank noch weiter.

Es fand so eine Währungsreform statt, mit der die Tschechoslowakische Krone geschaffen wurde (Československá koruna, Kč/später Kčs). Die ersten Banknoten kamen noch im gleichen Jahr in Umlauf, 1922 folgten dann die ersten eigenen Münzen, die die bis dahin noch geltenden vormaligen österreichisch-ungarischen unedlen Nominale ablösten. Die alten Gold- und Silberkronen waren seit dem Krieg praktisch schon lange aus dem Umlauf verschwunden.

Die Kronenwährung unterlag im weiteren Verlauf noch mehreren Reformen und Veränderungen. So wurde z. B. die Goldparität durch Gesetz vom 7. November 1929 auf 44,85 mg pro 1 Kč im kommerziellen Handel festgelegt („Goldkernwährung“). In der Zeit von 1923 bis etwa 1929 war die Krone relativ wertstabil, sie schwankte um durchschnittlich 15,36 bis 16,37 Schweizer Franken pro 100 Kronen. Der Wechselkurs gegenüber der Reichsmark betrug 1932 0,85.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 1929 waren 35 % der Einwohner der Ersten Republik in der Landwirtschaft tätig. Durch die starke Industrialisierung gab es in der tschechoslowakischen Landwirtschaft einen Abschwung von über 20 %, neben dem gab es auch mehrere Wellen der Verstaatlichungen von Bauernhöfen und Landwirtschaftlichen Betrieben. Die Landwirtschaft des Landes war vor allem in der Slowakei und Karpatenukraine vertreten.

Industrie[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg begann sich die tschechoslowakische Industrie schnell zu entwickeln. Modernere Handarbeit, Maschinenbau und neue Technologien ersetzen das alte System Österreich-Ungarns. Einer der wichtigsten Vertretern der Industrie der damaligen Zeit war Tomas Bata, der in der Lage war, Arbeit für Tausende von Arbeitern zu schaffen. Doch im Jahr 1924 erreichte die Industrieproduktion des Staates einen Spitzenwert. Die Textilien, Glas-und Schuhindustrie war eine der modernsten Industrien der Welt. Zusätzlich war die tschechoslowakischen Rüstungsindustrie in Europa die absolut größte. Zusammen mit Abschluss der Elektrifizierung der Tschechoslowakei boomte auch die elektrische Energieversorgung. Im Jahr 1928 gab es in der Tschechoslowakei nur 38.000 Arbeitslose, die nicht mal 1 % der arbeitenden Bevölkerung ausmachten. In der Industrieproduktion war die Erste Republik auf dem zehnten Platz der Welt.[13]

Tourismus[Bearbeiten]

Plakat für Touristen (von Prag nach Bratislava)

Die Erste Tschechoslowakische Republik gehörte zwischen den 1920ern Jahren und 1930 neben Frankreich und Großbritannien zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Millionen Touristen verbrachten ihren Urlaub in Prag, oder anderen Großstädten des Landes. Das meistbesuchte historische Land war Böhmen, dank der Hauptstadt Prag. Der Wintertourismus konzentrierte sich auf die Karpaten in der Slowakei und der Karpatenukraine. Die vielen Wahrzeichen Prags, wie die Prager Burg oder der Altstädter Ring, waren ebenfalls beliebte Ziele von zahlreichen Touristen. Nicht nur die Karpaten war beliebt bei Besuchern sondern auch die zahlreich vertretene Natur in der Karpatenukraine und der Slowakei im Land. Durch die jährlichen acht Millionen Touristen machte das Land allein ca. 900 Millionen Kronen Umsatz.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die zwei Hauptbahnstrecken von der Tschechoslowakei in die Karpatenukraine

Die Infrastruktur, da zuvor auf die jeweilige Teilungsmacht ausgerichtet war schlecht miteinander verbunden. So gab es keine direkte Bahnverbindung von Böhmen in die Karpatenukraine, da diese zum Königreich Ungarn gehörte und nur mit der Slowakei verbunden war. Die neuen Eisenbahnstrecken änderten dies und es wurden zwei Hauptbahnstrecken in die bis dahin isolierte Karpatenukraine geschaffen. Diese verteilten Holz und weitete Rohstoffe aus dem Gebiet im ganzen Land und waren über 1.800 km lang.

Weltwirtschaftskrise[Bearbeiten]

arbeitslose Tschechoslowaken während der Weltwirtschaftskrise in einem Kanal (1934)

Die unabhängige tschechoslowakische Republik war wirtschaftlich der mächtigste Nachfolgestaat Österreich-Ungarns. Während die böhmischen Länder vor dem Krieg einen hohen Grad der Industrialisierung erreicht hatten, gab es in der Slowakei und der Karpatenukraine eine deutlich unterentwickelte Wirtschaft. Im Jahr 1924 erreichte die Industrieproduktion wieder ein Vorkriegsniveau, und überschritt dieses 1929 um 41 %.

Als die Weltwirtschaftskrise auch 1931 die Tschechoslowakei traf schrumpfte die Wirtschaft um 61 % und viele Unternehmen gingen Konkurs. Zahlreiche Arbeiter und Handwerker wurden Arbeitslos, manche Menschen litten unter Unterernährung. Die Krise begann sich 1931 weiter zu vertiefen und hatte ihren Höhepunkt in der Tschechoslowakei im Jahre 1933, als es 1,3 Mio. Arbeitslose gab. Aber auch während dem Abnehmen der Krise gab es in der Tschechoslowakei bis 1936 keinen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung. Erst 1936 kam der Aufschwung, der im Jahr 1937 noch stärker geworden war. Die treibende Kraft der Wirtschaft lag vor allem in der Chemie-, Metall-, Textil-, Papier-Industrie. Diese Branchen waren auch wieder in der Lage, auf das Vorkrisenniveau zurückkehren. Auch die Wirtschaft, die um 38 % schrumpfte wuchs bis 1938 wieder. Kleine Unternehmen, die zuvor Konkurs gegangen waren, konnten wieder wirtschaften.

Die Hauptursache für den nur langsamen Aufbau der Wirtschaft während der Krise war nicht das überstürzte Wirtschaftswachstum sondern die verschlechterten Außenbeziehungen, da es keine wirtschaftliche Unterstützung gab.[14]

Rückgang der Industrieproduktion auf dem Höhepunkt der Krise[15]
Land Rückgang
Vereinigte Staaten − 46,8 %
Polen − 46,6 %
Kanada − 42,4 %
Deutsches Reich − 41,8 %
Tschechoslowakei − 40,4 %
Niederlande − 37,4 %
Italien − 33,0 %
Frankreich − 31,3 %
Belgien − 30,6 %
Argentinien − 17,0 %
Dänemark − 16,5 %
Großbritannien − 16,2 %
Schweden − 10,3 %
Japan − 8,5 %
Brasilien − 7,0 %

Schulden[Bearbeiten]

Die Tschechoslowakei blieb wie auch Liechtenstein in der Zwischenkriegszeit schuldenfrei, und lieh große Summen von Geld dem Königreich Jugoslawien und Rumänien. Als die Weltwirtschaftskrise 1931 stark eintraf war die Erste Republik auf das geliehene angewiesen und begann Jugoslawien und dann Rumänien unter Druck zu setzen. Als die Summen nicht gezahlt werden konnten errichtete die Tschechoslowakei eine Handelsschranke und reduzierte stark den Export. Daraufhin verschlechterten sich die außenpolitischen Beziehungen und der erhoffte Eingriff der einstigen Verbündeten blieb im Ersten Wiener Schiedsspruch aus.

Nachwirkungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Das Große Wappen der Tschechoslowakei im Veitsdom führt zwischen den ehemaligen drei Landesteilen der Ersten Republik immer noch zu Kontroversen.

In den ersten Jahren nach dem Ende der Tschechoslowakei sahen die Nachfolgestaaten ihre gemeinsame Geschichte in der Ersten Tschechoslowakischen Republik vor allem unter dem Aspekt des Wohlstands und der Demokratie. Nach den vier Jahrzehnten kommunistischer Diktatur wurden diese frühen Errungenschaften noch positiver bewertet. Dazu gehören das große gemeinsame Wirtschaftsgebiet, die Personenfreizügigkeit, die staatsbürgerlichen Rechte und die starke Demokratie, in der auch das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Die schon in den 20ern erbauten Eisenbahnnetze werden weiter benutzt, so besteht bis heute die Eisenbahnverbindung zwischen Tschechien, der Slowakei und der Karpatenukraine.

Die Erste Republik hinterließ auch ein reiches kulturelles und wissenschaftliches Erbe. Beobachter tendieren dazu, auf ähnliche Mentalität, ähnliche Küche, ähnliche Lebensart und ähnliche Kultur in den früheren fünf historischen Ländern hinzuweisen, doch mischen sich solche Beobachtungen gelegentlich mit subjektiver Nostalgie. Inzwischen existiert innerhalb der Europäischen Union wieder eine besonders intensivierte Kooperationen zwischen Tschechien und der Slowakei.

Nach 1948 bestanden in der Karpatenukraine einige nationalistische Vereine und Parteien, die eine Wiederangliederung der Karpatenukraine an die Tschechoslowakei fordern.

Nach 1945[Bearbeiten]

Ein Teil der Restauration war der Wiedergewinn der Karpatenukraine (1945–1948)

Nach der Befreiung und der Wiedergründung der Demokratie in der Form der Dritten Tschechoslowakischen Republik betrieb der aus dem Exil zurückgekehrte Staatspräsident Edvard Beneš zusammen mit dem damaligen Außenminister Jan Masaryk eine Revisonspolitik, mit dem Ziel die Demokratie und Wirtschaft, so wie in der Ersten Republik wiederherzustellen. Diese Schritte wurden jedoch teilweise durch die Sowjetunion und die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KSČ) behindert und vom populären Motto „Brücke zwischen Ost und West“ überschattet. Nach dem Februarumsturz wurde diese Form der Politik nicht mehr angestrebt.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Tschechoslowakei – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Tschechoslowakei

Literatur[Bearbeiten]

  • Rüdiger Alte: Die Außenpolitik der Tschechoslowakei und die Entwicklung der internationalen Beziehungen 1946–1947 (= Veröffentlichungen des Collegium Carolinum. Bd. 96). Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56617-2 (Zugleich: Marburg, Universität, Diss., 1998).
  • Mark W. A. Axworthy: Axis Slovakia. Hitler’s Slavic wedge, 1938–1945. Axis Europa Books, Bayside NY 2002, ISBN 1-891227-41-6.
  • Zdeněk Beneš (Hrsg.): Geschichte verstehen. Die Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen in den böhmischen Ländern 1848–1948. Gallery u. a., Prag 2002, ISBN 80-86010-66-X.
  • Kazimierz Grzybowski: Continuity of Law in Osteuropa. In: The American Journal of Comparative Law. Bd. 6, Nr. 1, Winter 1957, ISSN 0002-919x, S. 47–78, Digitalisat.
  • Mary Heimann: Tschechoslowakei. The State that failed. Yale University Press, New Haven u. a. 2009, ISBN 978-0-300-14147-4.
  • Adolf H. Hermann: A History of the Czechs. Allen Lane, London 1975, ISBN 0-7139-0486-0.
  • Jörg K. Hoensch: Geschichte der Tschechoslowakei. 3., verbesserte und erweiterte Auflage, Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1992, ISBN 3-17-011725-4.
  • Josef Kalvoda: The Genesis of Czechoslovakia (= East European Monographs. Bd. 209). Columbia University Press, New York NY 1986, ISBN 0-88033-106-2.
  • Zdeněk Kárník: Malé Dejiny Československé (1867–1939). Dokořán, Praha 2008, ISBN 978-80-7363-146-8.
  • Carol Skalnick Leff: National Conflict in Czechoslovakia. The Making and Remaking of a State, 1918–1987. Princeton University Press, Princeton NJ 1988, ISBN 0-691-07768-1.
  • Richard Lein: Das militärische Verhalten der Tschechen im Ersten Weltkrieg. Dissertation an der Universität Wien 2009.
    • Buchausgabe: Pflichterfüllung oder Hochverrat? Die tschechischen Soldaten Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg (= Europa Orientalis. Bd. 9). Lit Verlag, Münster u. a. 2011, ISBN 978-3-643-50158-5.
  • Victor S. Mamatey, Radomír Luza (Hrsg.): A History of the Czechoslovak Republic, 1918–1948. Princeton University Press, Princeton NJ 1973, ISBN 0-691-05205-0.
  • Martin Myant: The Czechoslovak Economy, 1948–1988. The Battle for Economic Reform (= Soviet and East European Studies. Bd. 65). Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1989, ISBN 0-521-35314-9.
  • František Moravec: Spion jemuž nevěřili. 3. Auflage, Academia, Praha 2002, ISBN 80-200-1006-8.
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  • Věra Olivová: Dejiny první republiky. Karolinum, Praha 2000, ISBN 80-7184-791-7.
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  • Hans Renner: A History of Czechoslovakia since 1945. Routledge, London u. a. 1989, ISBN 0-415-00363-6.
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  • Bernard Wheaton, Zdenek Kavav: The Velvet Revolution. Czechoslovakia, 1988–1991. Westview Press, Boulder CO u. a. 1992, ISBN 0-8133-1203-5.
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  • Volker Zimmermann: Eine sozialistische Freundschaft im Wandel. Die Beziehungen zwischen der SBZ/DDR und der Tschechoslowakei (1945–1969) (= Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa. Bd. 34). Klartext-Verlag, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0296-1 (Zugleich: Düsseldorf, Universität, Habilitations-Schrift, 2005).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erste Tschechoslowakische Republik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Československá vlastiveda, S. 48
  2. Hardt, John Pearce; Kaufman, Richard F. (1995), East-Central European Economies in Transition, M.E. Sharpe, ISBN 1-56324-612-0
  3. Verfassungsurkunde der Tschechoslowakischen Republik vom 29. Februar 1920, auf: verfassungen.de.
  4. >Czech Republic – historical demographical data of the urban centers
  5. Slovakia – historical demographical data of the urban centers
  6. Quellen der Volkszählungsergebnisse: Československá republika – obyvatelstvo. In: Ottův slovník naučný nové doby (Anfang der 1930er Jahre) und infostat.sk
  7. Slovenský náučný slovník, I. zväzok, Bratislava-Český Těšín, 1932
  8. psp.cz.
  9. Milan Majtán: Názvy obcí Slovenskej Republiky, Bratislava 1998.
  10. users.prf.cuni.cz
  11. a b „Prager Tagblatt“, Nr. 116 du 18 Mai 1935, Tschechoslowakische Parlamentswahl vom 19. Mai 1935
  12. Alena Mípiková und Dieter Segert, Republik unter Druck
  13. http://www.czech.cz/cz/Objevte-CR/Fakta-o-CR/Historie/Historie-ceskeho-hospodarstvi
  14. http://www.studijni-svet.cz/velka-hospodarska-krize/
  15. Christina Romer: Great Depression. (PDF; 164 kB) 20. Dezember 2003.