Kröv
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bernkastel-Wittlich | |
| Verbandsgemeinde: | Kröv-Bausendorf | |
| Höhe: | 120 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,75 km² | |
| Einwohner: |
2.243 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 152 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54536 | |
| Vorwahl: | 06541 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WIL | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 31 072 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Robert-Schuman-Str. 65 54536 Kröv |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Günter Müllers (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Kröv im Landkreis Bernkastel-Wittlich | ||
Kröv, amtliche Schreibweise bis 16. Juli 1936: Cröv[2] ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf an und ist deren Sitz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Kröv liegt an der Mosel zwischen der Stadt Traben-Trarbach und Kinheim. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort und dem deutlich kleineren Ortsteil Kövenig, der östlich von Kröv liegt und durch den Höhenrücken des Mont Royal von ihr getrennt wird.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ortsname leitet sich von dem ursprünglich galloromanischen croviacum ab, das später ein merowingisches Königsgut wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Orts erfolgte unter dem karolingischen König Lothar II. im Jahr 862. Kröv war Teil des Kröver Reichs, eines früheren Königsguts der Karolinger, das gewisse Privilegien bis zur Französischen Revolution behaupten konnte. Die Französische Revolution beendete die Existenz des Kröver Reichs. Der Ort gehörte bis 1815 zum französischen Departement de la Sarre, nach der endgültigen Niederlage Napoleons I. zu Preußen. Seit 1946 ist der Ort Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
[Bearbeiten] Baldur von Schirach
Der Nationalsozialist und Reichsjugendführer Baldur von Schirach zog sich nach seiner Entlassung aus der Haft 1966 nach Kröv zurück, wo er wenige Jahre später (1974) starb und auch begraben wurde. Schirachs Grabstein auf dem Kröver Friedhof trägt die Inschrift „Ich war einer von euch“.
[Bearbeiten] Felssturz 1992
Auf dem Kamm des Kröv gegenüber liegenden Moselhanges wurde im Dezember 1991 ein Felskörper von insgesamt 90.000 m3 in Bewegung befindlich festgestellt. Trotz einer niederschlagsarmen Periode vergrößerten sich die Abrisse und Spalten. Am 23. Mai 1992 wurden die Felsmassen durch eine Sprengung kontrolliert zum Absturz gebracht.[3][4]
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Kröv besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister Günter Müllers als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[5]
| SPD | CDU | FDP | Kövenig e.V. | Gesamt | |
| 2009 | 2 | 7 | 6 | 1 | 16 Sitze |
| 2004 | 2 | 8 | 5 | 1 | 16 Sitze |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Burggebäude St. Josef
- Pfarrkirche St. Remigius
- Pfarrhof
- Grabkapelle Kesselstatt
- Dreigiebelhaus (ehemaliges Rathaus)
- Echternacher Hof
- Hof der Grauen Schwestern
- Karolingerhof
- Staffelter Hof (der seinen Namen von Stavelot in der Reichsabtei Stablo-Malmedy ableitet, zu der er über Jahrhunderte gehörte und der gegenüber er abgabepflichtig war)
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kröv
[Bearbeiten] Weinbau
Der Weinbau ist ein bedeutender Wirtschaftszweig Krövs. Die Rebstöcke werden in den Ortsteilen Kröv und Kövenig auf etwa 350 Hektar zum Teil im Steilhang bewirtschaftet. Hier wird ganz überwiegend Riesling angebaut; in den flacheren Lagen werden außerdem Müller-Thurgau, Kerner und Dornfelder produziert.
Die Weinberge Krövs gehören zur Großlage Kröver Nacktarsch.
[Bearbeiten] Infrastruktur
In Kröv gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule.
Durch den Ort führt die Bundesstraße 53. Im Ortsteil Kövenig befindet sich ein Haltepunkt an der Moselwein-Bahn, der Strecke Traben-Trarbach-Bullay.
[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 268
- ↑ http://www.geo-international.info/Krov_Sprengung_1991_GLOTZL.pdf
- ↑ http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9280694.html
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
[Bearbeiten] Weblinks
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