Kröv

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kröv
Kröv
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kröv hervorgehoben
49.9776166666677.0845638888889120Koordinaten: 49° 59′ N, 7° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Traben-Trarbach
Höhe: 120 m ü. NHN
Fläche: 14,74 km²
Einwohner: 2257 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54536
Vorwahl: 06541
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 072
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 3
56841 Traben-Trarbach
Webpräsenz: www.kroev.de
Ortsbürgermeister: Günter Müllers (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Kröv im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild
Panoramablick auf die Ortsgemeinde
Weinbrunnenhalle am Moselufer

Kröv, amtliche Schreibweise bis 16. Juli 1936: Cröv,[2] ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach an. Bis dahin war Kröv Verwaltungssitz der gleichzeitig aufgelösten Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf. Kröv ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[3]

Geographie[Bearbeiten]

Kröv liegt an der Mosel zwischen der Stadt Traben-Trarbach und Kinheim. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort und dem deutlich kleineren Ortsteil Kövenig, der östlich von Kröv liegt und durch den Höhenrücken des Mont Royal von ihr getrennt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich von dem ursprünglich galloromanischen croviacum ab, das später ein merowingisches Königsgut wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Orts erfolgte unter dem karolingischen König Lothar II. im Jahr 862. Kröv war Teil des Kröver Reichs, eines früheren Königsguts der Karolinger, das gewisse Privilegien bis zur Französischen Revolution behaupten konnte. Die Französische Revolution beendete die Existenz des Kröver Reichs. Der Ort gehörte bis 1814 zum französischen Departement de la Sarre, nach der endgültigen Niederlage Napoleons I. zu Preußen. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Baldur von Schirach[Bearbeiten]

Der Nationalsozialist und Reichsjugendführer Baldur von Schirach zog sich nach seiner Entlassung aus der Haft 1966 nach Kröv zurück, wo er wenige Jahre später (1974) starb und auch begraben wurde. Schirachs Grabstein auf dem Kröver Friedhof trägt die Inschrift „Ich war einer von euch“.

Felssturz 1992[Bearbeiten]

Auf dem Kamm des Kröv gegenüber liegenden Moselhanges wurde im Dezember 1991 ein Felskörper von insgesamt 90.000 m3 in Bewegung befindlich festgestellt. Trotz einer niederschlagsarmen Periode vergrößerten sich die Abrisse und Spalten. Am 23. Mai 1992 wurden die Felsmassen durch eine Sprengung kontrolliert zum Absturz gebracht.[4][5]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kröv besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2014 2 8 5 1 16 Sitze
2009 2 7 6 1 16 Sitze
2004 2 8 5 1 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Kövenig e.V.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kröv

Weinbau[Bearbeiten]

Der Weinbau ist ein bedeutender Wirtschaftszweig Krövs. Die Rebstöcke werden in den Ortsteilen Kröv und Kövenig auf etwa 350 Hektar zum Teil im Steilhang bewirtschaftet. Hier wird ganz überwiegend Riesling angebaut; in den flacheren Lagen werden außerdem Müller-Thurgau, Kerner und Dornfelder produziert.

Die Weinberge Krövs gehören zur Großlage Kröver Nacktarsch.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In Kröv gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule.
Durch den Ort führt die Bundesstraße 53. Im Ortsteil Kövenig befindet sich ein Haltepunkt an der Moselwein-Bahn, der Strecke Traben-Trarbach-Bullay.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kröv – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 268
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. http://www.geo-international.info/Krov_Sprengung_1991_GLOTZL.pdf
  5. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9280694.html
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen