Veldenz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Veldenz
Veldenz
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Veldenz hervorgehoben
49.8905555555567.0258333333333170Koordinaten: 49° 53′ N, 7° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Bernkastel-Kues
Höhe: 170 m ü. NN
Fläche: 14,41 km²
Einwohner:

889 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54472
Vorwahl: 06534
Kfz-Kennzeichen: WIL
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 126
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gestade 18
54470 Bernkastel-Kues
Webpräsenz: www.veldenz.de
Ortsbürgermeister: Norbert Sproß
Lage der Ortsgemeinde Veldenz im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Landkreis Vulkaneifel Trier Landkreis Trier-Saarburg Rhein-Hunsrück-Kreis Bernkastel-Kues Brauneberg Burgen (Hunsrück) Erden Gornhausen Graach an der Mosel Hochscheid Kesten Kleinich Kommen Lieser (Gemeinde) Lösnich Longkamp Maring-Noviand Minheim Monzelfeld Mülheim (Mosel) Neumagen-Dhron Piesport Ürzig Veldenz Wintrich Zeltingen-Rachtig Bausendorf Bengel (Mosel) Diefenbach (bei Wittlich) Flußbach Hontheim Kinderbeuern Kinheim Kröv Reil Willwerscheid Bettenfeld Dierfeld Eckfeld Eisenschmitt Gipperath Greimerath (Eifel) Großlittgen Hasborn (Eifel) Karl (Eifel) Laufeld Manderscheid Meerfeld Musweiler Niederöfflingen Niederscheidweiler Oberöfflingen Oberscheidweiler Pantenburg Schladt Schwarzenborn (Eifel) Wallscheid Berglicht Breit Büdlich Burtscheid (Hunsrück) Deuselbach Dhronecken Etgert Gielert Gräfendhron Heidenburg Hilscheid Horath Immert Lückenburg Malborn Merschbach Neunkirchen (Hunsrück) Rorodt Schönberg (bei Thalfang) Talling Thalfang Burg (Mosel) Enkirch Irmenach Lötzbeuren Starkenburg (Mosel) Traben-Trarbach Altrich Arenrath Bergweiler Binsfeld Bruch (Eifel) Dierscheid Dodenburg Dreis Esch (bei Wittlich) Gladbach (Eifel) Heckenmünster Heidweiler Hetzerath (Eifel) Hupperath Klausen (Eifel) Landscheid Minderlittgen Niersbach Osann-Monzel Platten (bei Wittlich) Plein Rivenich Salmtal Sehlem (Eifel) Morbach WittlichKarte
Über dieses Bild
Schloss Veldenz am Tag des offenen Denkmals 2005

Veldenz ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich und früherer Hauptsitz der gleichnamigen Grafschaft, einem ehemals bedeutenden Fürstentum, dem 120 Dörfer und Städte im heutigen Rheinland-Pfalz und im nördlichen Elsass angehörten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Ortsgemeinde liegt im Bereich der Mittelmosel in einer weiten Tallandschaft, die von flachen Hängen und einstigen Moselschleifen bestimmt ist. Veldenz befindet sich auf der rechten Uferseite der Mosel, liegt jedoch nicht unmittelbar am Wasser, sondern rund zwei Kilometer landeinwärts direkt unter den ersten Hunsrückwäldern. Rund 850 Hektar der 1441 Hektar-Gemeindefläche bestehen aus Wald; auf etwa 130 Hektar wird Weinbau betrieben.

[Bearbeiten] Raumplanung

Der Ort gliedert sich in Veldenz und Thalveldenz. Benachbarte Gemeinden sind unter anderem Burgen und Mülheim. Nächstgelegene Mittelzentren sind Bernkastel-Kues, etwa zehn Kilometer entfernt, und Wittlich, etwa 17 Kilometer entfernt. Trier liegt in etwa 45 Kilometer Entfernung.

[Bearbeiten] Klima

Veldenz liegt innerhalb der gemäßigten Klimazone; es herrscht ein im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands sehr warmes und sonniges Klima – im benachbarten Brauneberg wurde am 11. August 1998 die Rekordtemperatur von 41,2 °C im Schatten, die höchste jemals in der Bundesrepublik gemessene Lufttemperatur, festgestellt. Durch die Lage im Lee der Eifel werden Niederschläge bei Nordwestwetterlagen häufig abgehalten. Eine ständige Verdunstung des nahen Moselwassers führt zu regelmäßig hoher Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für teilweise belastendes, schwüles Wetter sorgt und auch zahlreiche Gewitter mit sich bringt.

Am 26. August 2011 wurde der Ort von einem schweren Gewitter heimgesucht, in dessen Verlauf durch Hagelschlag etliche Hausdächer und -wände beschädigt wurden und ein Großteil der erntereifen Weinreben und andere Feldfrüchte vernichtet wurden.

Maisfeld nach Hagelschlag bei Veldenz am 29. August 2011
Veldenz am 29. August 2011 mit durch Hagelschlag beschädigten Dächern

[Bearbeiten] Geschichte

Bereits etwa 500 v. Chr. siedelten die Treverer, ein keltisch-germanisches Mischvolk, im fruchtbaren Tal von Veldenz. Rund 50 v. Chr. bis 500 n. Chr. folgte die Besiedelung durch die Römer. Möglicherweise im Jahr 1129 erbaute Gerlach I. eine Burg, das heutige Schloss Veldenz. 1286 wurden Stadt- und Marktrechte durch Rudolf von Habsburg verliehen, ab 1444 fielen Burg und Umland an den Grafen von Pfalz-Zweibrücken; 1543 bis 1694 Fürstentum Pfalz-Veldenz. Im Jahr 1752 wurde in Burgen bei Veldenz der überregional bekannte Räuber Johann Peter Petri, genannt Schwarzer Peter, geboren. 1777 bis 1797 gehörte Veldenz zu Bayern. Im Jahr 1835 wurde der Veldenzer Löwe als Bayerischer Löwe ins dortige Staatswappen übernommen. Noch heute findet man zahlreiche Beispiele der gräflichen Bautätigkeit im 18. Jahrhundert, darunter etwa das Rathaus. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

[Bearbeiten] Politik

Bevölkerungsentwicklung der Ortsgemeinde Veldenz

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Veldenz besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[2]

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Veldenz zeigt den Veldenzer Löwen sowie die Wittelsbacher Rauten. Im Jahr 1835 wurde der Löwe vom König von Bayern als Bayrischer Löwe ins dortige Staatswappen übernommen, wo er bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, als der letzte bayerische König Ludwig III. im Zuge der Novemberrevolution abdanken musste, verblieb.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Dorfkultur

In den Jahren 1993 und 1995 gewann Veldenz die Silbermedaille der Bundesrepublik im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden; im Jahr 2006 konnte man im Kreis- und Bezirksentscheid erneut triumphieren. In den Lagen Elisenberg, Kirchberg, Mühlberg, Grafschafter Sonnenberg und Carlsberg wird Weinbau betrieben. Im Ort existieren heute noch rund ein Dutzend Weingüter; Riesling ist die übliche Rebsorte.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Schloss Veldenz 2007

Bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Villa Romana und das Schloss Veldenz. Es existieren weitere Baudenkmale wie etwa das Rathaus, ein Signalturm aus dem 12. Jahrhundert, ein Münzhaus, ein Keltenwall und Museen mit verschiedenen Ausstellungen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ein Krammarkt, ein Bauerngarten, ein Wildgarten, die Josefinenhöhe, der Pionierfelsen, zahlreiche Erz- und Schiefergruben, die Freizeitanlage Roter Bohles und zahlreiche imposante Felsformationen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Veldenz

[Bearbeiten] Motorsport

Veldenz richtet mit dem Morgan-Club Deutschland regelmäßig Hunsrück-Bergrennen für klassische Sportwagen aus. Im Jahr 2000 wurde außerdem Trier offizieller Austragungsort der Rallye Deutschland, einem Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft. Regelmäßig finden seitdem auch Wertungsprüfungen in den Weinbergen der Umgebung statt. Die Kurse zeichnen sich durch kurze, schnelle Geraden gefolgt von scharfen Abzweigen und Spitzkehren in Hanglage aus. Mehrere zehntausend Menschen kommen so am jeweiligen Wochenende im August in die Region um Veldenz.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Weinbau und Tourismus spielen eine bedeutende Rolle. Im Veldenz gibt es zwei Dorfplätze, drei Dorfhäuser, einen Dorfsaal, mehrere Grillhütten und -plätze, einen Wein- sowie ein Waldlehrpfad, eine Gedenkstätte, einen Friedhof, zwei Kirchen und einen Sportplatz. Ferner besitzt Veldenz eine eigene Grundschule, einen Kindergarten, einen Jugendraum, einen Bolzplatz und vier Kinderspielplätze. Im Ort befindet sich ein regionales Kinder- und Jugendheim. Rund 45 Kilometer Wanderwege führen um den Ort. Veldenz zählt zum Verkehrsverbund Region Trier (VRT).

[Bearbeiten] Literatur

  • Ernst Probst: Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald. Probst, Mainz-Kostheim 2005, ISBN 3-936326-39-8
  • Theodor Gümbel: Geschichte des Fürstentums Pfalz-Veldenz. E. Grusius, Kaiserslautern 1900.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Veldenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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