Kratzenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kratzenburg
Kratzenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kratzenburg hervorgehoben
50.1872222222227.5547222222222395Koordinaten: 50° 11′ N, 7° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 395 m ü. NN
Fläche: 7,16 km²
Einwohner: 380 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56283
Vorwahl: 06747
Kfz-Kennzeichen: SIM
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 075
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Hermann Seis

Kratzenburg ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Kratzenburg gilt als eine der ältesten Gemeinden im Vorderhunsrück. Als Cratzenberh wird es in einer auf das Jahrt 975 datierten Urkunde Kaisers Otto II., die Möglicherweise als Fälschung aus dem Mittelalter anzusehen ist, erstmals erwähnt. Der Ort tritt im Zusammenhang mit der Pfarrkirche St. Peter zu Boppard auf: „Das Dorf Cratzenberh im Gau Trier, in der Grafschaft des Siccos übergibt in der Urkunde der Pfarrkirche drei Königshufen.“ „Hufe“ bezeichnete bäuerliche Siedlerstellen mit Hof- und Wohngebäuden und dazugehörenden Ackerland. Eine Königshufe umfasste das Vierfache einer normalen Hufe.

Die erste sicher datierbare Urkunde, in der Kratzenburg erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1245. Danach gehörte der Ort zum Gallscheider Gericht. Kratzenburg gelangte mit dem gesamten Gerichtsbezirk im 14. Jahrhundert an Kurtrier.

Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wird der Ort französisch, 1814 wird er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist der Ort Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

[Bearbeiten] Namensherkunft

Der Namenspate könnte ein hölzerner, römischer Wachturm, auch „Katz“ genannt, gewesen sein. Dieser Turm soll sich einst auf dem Flurstück „Auf der Katz“ befunden haben. Crates kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „aus Holz geflochten“. Im Verlaufe der beiden germanischen Lautverschiebungen hat es sich zu „tz“ gewandelt und durch die Einflechtung von „en“ wurde die Verbindung der eingedeutschten Endung „berg“ (berh) erreicht.

Übrigens weist die Endung „berg“ (berc) eindeutig auf eine Besiedlung hin, genau wie die Namensendungen „hausen“ oder „bach“.[1]

[Bearbeiten] Wappen

Beschreibung: In geteiltem Schild oben ein roter Balken in Gold, belegt mit einem Schwarzen Schwert, unten ein silberner Schrägbalken, belegt mit drei schwarzen Schwalben.

Begründung: Das Feld oben nimmt Bezug zum ehemaligen Wappen des Gallscheider Gerichts, das Schwert erinnert an die Gerichtsstätte Henkerstein (Enkerstein) in Kratzenburg. Die untere Schildhälfte enthält das Wappen der Familie Wilhelm von Schwalbach.

[Bearbeiten] Vereine

  • Gesangverein Frohsinn Kratzenburg e. V. (1907)
  • Kratzenburger Carnevalsverein (KCV)

[Bearbeiten] Quellen

  1. Festheft zur 1.000-Jahr-Feier; 1975
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