Morshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Morshausen
Morshausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Morshausen hervorgehoben
50.1908333333337.4397222222222334Koordinaten: 50° 11′ N, 7° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 7,56 km²
Einwohner: 363 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56283
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 205
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: www.morshausen.de
Ortsbürgermeister: Horst Schmitt
Lage der Ortsgemeinde Morshausen im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Jakob Kneip-Museum und Kirche

Morshausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Emmelshausen an.

Geographie[Bearbeiten]

Morshausen liegt sechs Kilometer von der Mosel entfernt und zehn Kilometer von Emmelshausen auf 334 m Höhe.

Zu Morshausen gehört auch der Wohnplatz Haus auf dem Bröhl.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Fragment eines neolithischen (ca. 4400 bis 2200 v. Chr.) Felsovalbeils, das in der Länge 9,3 cm und in der Breite 6,4 cm erhalten ist, zeugt sicherlich von Siedlungstätigkeiten früher Ackerbauern. Das Beil, das einige hundert Meter westlich des Dorfes gefunden wurde, besteht aus devonischem Quarzit, der in der Nähe ansteht. Vergleichbare Steinbeilfunde wurden von Mitgliedern des Archäologievereins ARRATA auch in den benachbarten Dörfern Beulich, Macken und Mermuth entdeckt.[3] Verschiedene Lesefunde aus der römischen Epoche (Dachziegel, Keramik etc.) in Dorfnähe sind als Zeugnisse eines Gutshofes (villa rustica) zu werten. In den umliegenden Wäldern lassen sich Grabgärten finden, die das typische römerzeitliche Totenbrauchtum im Hunsrück widerspiegeln.

Morshausen gehörte früher zum Gallscheider Gericht des Kurfürstentums Trier

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Morshausen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Über einem Schildfuß, darin ein goldener Stutzwecken, in silbernem Feld ein schwarzer, linksgewendeter Schwengelbrunnen“.

Der Schwenkbrunnen wurde im 15. Jahrhundert von einer auf der Ehrenburg eingeheirateten ungarischen Gräfin im Stil der ungarischen Pusztabrunnen errichtet. Die Holzkonstruktion wurde seither in regelmäßigen Abständen durch die Gemeinde erneuert und ist noch immer in der Brunnenstraße zu besichtigen. Der Stutzweck resultiert aus dem Vermächtnis eines Morshausener Einwohners aus dem Jahre 1782. Er vermachte sein Vermögen der Gemeinde mit der Maßgabe, einen guten Acker zu erwerben, mit dem Pachtzins in der Karwoche Stutzwecken zu backen und Wein zu kaufen.

Tourismus[Bearbeiten]

Ab April 2015 endet in dem Ort eine Etappe des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Morshausen ist der Geburtsort des Heimatdichters Jakob Kneip.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morshausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 36 (PDF; 2,2 MB)
  3. Wolfgang Welker: Erste Erkenntnisse zur Michelsberger Kultur im Hunsrück - neu entdeckte jungsteinzeitliche Steinbeile aus dem Vorderhunsrück, in: Abenteuer Archäologie, Heft 8, 2007, S. 24–31, ISSN 1615-7125
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen