Hecken (Hunsrück)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hecken
Hecken (Hunsrück)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hecken hervorgehoben
49.9152777777787.3980555555556420Koordinaten: 49° 55′ N, 7° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg (Hunsrück)
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 3,89 km²
Einwohner: 116 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55481
Vorwahl: 06763
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 048
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg (Hunsrück)
Webpräsenz: www.hecken-hunsrueck.de
Ortsbürgermeister: Heinz-Jürgen Ströher
Lage der Ortsgemeinde Hecken im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Hecken aus nördlicher Richtung
Hauptstraße aus westlicher Richtung
Hecken aus östlicher Richtung
Gemeindehaus, ehemalige Schule

Hecken ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.

Geographie[Bearbeiten]

Hecken liegt inmitten der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks rund drei Kilometer südlich der Stadt Kirchberg, am Rande des Kyrbachtals. Der Name leitet sich vom „Hag“ her, das ein eingehegtes Feld- oder Waldstück bezeichnet. Die Gemarkung misst 3,89 km² auf rund 390 bis 420 m ü. NN. Etwa die Hälfte der Gemarkung ist bewaldet.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Dillendorf Kirchberg (Hunsrück) Maitzborn
Dill Nachbargemeinden Womrath
Sohrschied Lindenschied Dickenschied

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1291. Graf Johann von Sponheim erlaubte seinem Kastellauner Burgmann Herrmann von Kestilun, seine Frau Sophia auf dem Hof, der den Grafen von Sponheim gehörte, in Hecken zu bewittumen.

Beginnend mit Heinrich von Hecken, der dem Kirchberger Schöffengericht angehörte, nannte sich ein Rittergeschlecht nach dem Ort.

Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im Bannholz, einem Waldgebiet zwischen Hecken, Lindenschied und Dickenschied, fanden sich früher etwa 100 Hügelgräber. Bei Planierungsarbeiten im Rahmen einer Landumlegung wurde 1953 ein Brustwendelring gefunden.

Religion[Bearbeiten]

Die evangelischen Hecker gehören seit 1963 zur Evangelischen Kirchengemeinde Dickenschied im Kirchenkreis Simmern-Trarbach, die katholischen Bewohner sind Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Michael Kirchberg, wie auch die Evangelischen bis Ende 1962 Kirchberg zugeordnet waren.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hecken besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Ortsgemeinde Hecken wurde 1997 durch das Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz genehmigt. Die Rose und der Dreiberg stellen eine Heckenrose auf einem Hügelgrab dar und nehmen mit dem Wendelring Bezug zu dem erwähnten Grabfund.

Die Blasonierung lautet: „In Gold aus einem grünen Dreiberg, darin ein silberner Wendelring, wachsend eine grün bespitzte und blaubesamte rote heraldische Rose auf bogigem grünem Stängel mit beidseitigen fünfblättrigen grünen Trieben.“

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Hecken gibt es derzeit (2014) noch zwei Vollerwerbslandwirtschaftsbetriebe sowie einen Betrieb aus dem Bauhandwerk.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aus dem Jahr 1878 stammt ein Fachwerkhaus, das Haus Ursula genannt wird. Die ehemalige Schule wurde 1978 grundlegend renoviert. Das Haus wurde mehrere Jahre von einer Ordensgemeinschaft als Begegnungshaus genutzt und befindet sich heute in Privatbesitz. Die ehemalige Schulglocke des Gebäudes befindet sich einem separaten Glockenturm und wird abends sowie bei besonderen Anlässen, zum Beispiel bei Todesfällen oder Gottesdiensten, geläutet. Bis Ende 2012 geschah dies von Hand, seither leistet ein Elektromotor die Arbeit.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Grabe, Winfried Berg: Hecken. Äbbes funn friah bis houd. 1290–2006. Chronik einer Hunsrückgemeinde; Hecken: Ortsgemeinde Hecken, 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hecken (Hunsrück) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen