Kludenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kludenbach
Kludenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kludenbach hervorgehoben
49.9886111111117.3694444444444420Koordinaten: 49° 59′ N, 7° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg (Hunsrück)
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 2,88 km²
Einwohner: 100 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55481
Vorwahl: 06763
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 071
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg (Hunsrück)
Webpräsenz: kirchberg-hunsrueck.de
Ortsbürgermeister: Walter Kuhn
Lage der Ortsgemeinde Kludenbach im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Kludenbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.

Geographie[Bearbeiten]

Kludenbach liegt am Oberlauf, Binger Bach, des Kyrbachs auf der zentralen Hunsrück-Hochfläche. Die Bundesstraße 421 verläuft östlich, die Bundesstraße 327 nördlich des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor- und frühgeschichtliche Grabhügel finden sich südlich von Kludenbach unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Metzenhausen. Die erstmalige Erwähnung erfolgte 1173 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Springiersbach (Ritter Richard von Clodenbach). Die Grafen von Sponheim hatten einen Hof zu Kludenbach. Es gab auch Zehntrechte der Grafen von Sponheim und der Ritter von Wildberg. Auch das Kloster Ravengiersburg war hier begütert.

Eine frühe Wüstung Lampenrode lebt noch im Namen der Lampertsmühle weiter.

Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wird der Ort französisch, 1815 wird er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Ein Abbau von Eisenerz östlich der B 421 erfolgte im 19. Jahrhundert.

Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Ortsbeschreibung[Bearbeiten]

Der Ort wird dominiert vom Gemeindehaus, das mit seinem kleinen Zwiebelturm und Glocke an eine Dorfkirche erinnert. Im traditionell katholischen Ort gibt es nur sehr wenige Evangelische Gläubige. Heute werden die Katholiken vom Kloster Ravengiersburg aus betreut.

Früher gab es beim Ort zwei Mühlen, die obere Mühle, die Lambertsmühle am Bingerbach, wurde auch von Kappeler Bauern beschickt. Ihr wurde in einem zweiten Mühlengraben am Hang entlang auch Wasser des erst unterhalb dem Binger Bach zufließenden Rielser Bachs zugeführt.

Unterhalb Kludenbachs liegt die Kludenbacher Mühle. Ab hier trägt der Bach den Namen Brühlbach. Beide Mühlen werden heute als Wohnhäuser genutzt. Bach, Mühlen und frühere Grundbesitzer haben ihren Niederschlag im Ortswappen gefunden.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kludenbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Schräglinks geteilt, vorne in Rot über einem silbernen Wellenbalken ein achtspeichiges goldenes Mühlrad, 
hinten von Blau und Gold geschacht, belegt mit einer Abtskrümme rot-silber wechselnd.“

Das Schach von Blau und Gold weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft Sponheim hin. Das Rad erinnert an die beiden Mühlen, die früher auf der Gemarkung betrieben wurden, und der Wellenbalken gibt einen Hinweis auf das Grundwort -bach im Ortsnamen. 
Der Krummstab nimmt Bezug auf das Kloster Ravengiersburg, das in Kludenbach sieben Lehen besaß. 
[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Horst Gehann, (1928–2007, lebte zuletzt und verstarb in der Lambertsmühle), Dirigent, Komponist, Konzertorganist, Cembalist und Musikverleger, sein Verlag besteht hier weiter

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kludenbach – Sammlung von Bildern

+ Messtischblatt 6010 Kirchberg von 1905 (von Uni-Greifswald, verkleinert)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Wappenbeschreibung Kludenbach