Braunshorn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Braunshorn
Braunshorn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Braunshorn hervorgehoben
50.0922222222227.5186111111111475Koordinaten: 50° 6′ N, 7° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kastellaun
Höhe: 475 m ü. NHN
Fläche: 6,98 km²
Einwohner: 596 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56288
Vorwahl: 06746
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 018
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 1
56288 Kastellaun
Webpräsenz: www.braunshorn.de
Ortsbürgermeister: Heribert Glockner
Lage der Ortsgemeinde Braunshorn im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Braunshorn ist eine Ortsgemeinde in der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kastellaun an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Der Ortsteil Braunshorn ist der Namensgeber der Gemeinde Braunshorn. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Braunshorn mit 239 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2010), Dudenroth und Ebschied.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortsteile Braunshorn und Dudenroth gehörten im Mittelalter zum Herrschaftsgebiet der Freiherren von Braunshorn. In beiden Orten befinden sich Reste von mittelalterlichen Burgen, sogenannte Motten. Vermutlich ist die Motte in Braunshorn der Stammsitz des Adelsgeschlechtes, das 1098 erstmals genannt wird. 1268 verlegte die Familie ihren Stammsitz nach Beilstein. 1273 wurde die Burg Braunshorn an die Pfalzgrafen verkauft. Nach dem Aussterben der Braunshorner fiel der Besitz mit den beiden Orten an die Herren von Winneburg, 1652 an Metternich.

Mit der Annexion des Linken Rheinufers (1794) durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch. Von 1798 bis 1814 gehörte Braunshorn zum Kanton Kastellaun im Rhein-Mosel-Departement und von 1800 an zur Mairie Gödenroth. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam Braunshorn zusammen mit Dudenroth 1816 zur Bürgermeisterei Pfalzfeld im Kreis Sankt Goar und zum Regierungsbezirk Koblenz in der Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz). Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Seit 1970 gehört die Ortsgemeinde Braunshorn der Verbandsgemeinde Kastellaun an.

Die heutige Gemeinde entstand am 17. März 1974 durch Zusammenschluss in Form einer Neubildung der bis dahin eigenständigen Gemeinden Braunshorn (damals 205 Einwohner), Dudenroth (101) und Ebschied (177).[2]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Braunshorn bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 429
1835 568
1871 533
1905 567
1939 506
Jahr Einwohner
1950 569
1961 527
1970 495
1987 520
2005 590

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Braunshorn besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Nach der Wahl verteilen sich die Mitglieder auf insgesamt drei Wählergruppen[4]

Personen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elmar Rettinger: Artikel Braunshorn; in: Historisches Ortslexikon Rheinland Pfalz. Band 2. Ehemaliger Kreis St. Goar; noch unveröffentlicht; online unter: siehe PDF unter „Braunshorn“

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Braunshorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 172 (PDF; 2,6 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat