Mermuth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mermuth
Mermuth
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mermuth hervorgehoben
50.1713888888897.4838888888889440Koordinaten: 50° 10′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 4,92 km²
Einwohner: 259 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56283
Vorwahl: 06745
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 093
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: www.emmelshausen.de
Ortsbürgermeister: Christian Busch
Lage der Ortsgemeinde Mermuth im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Mermuth ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Emmelshausen an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mermuth zeichnet sich durch seine ruhige Lage aus, die unter Anderem darauf zurückzuführen ist, dass der Ort nur über eine einzige Ausfallstraße zu erreichen ist. Die Gemarkung wird eingefasst durch die Täler der beiden Bäche Ehrbach und Baybach. Beide Täler sind von Mermuth aus über Wanderwege zu erreichen. Insbesondere die beiden Einstiege in die Ehrbachklamm sind reizvoll zu erwandern. In einem Waldgebiet nördlich der Gemeinde befindet sich die mittelalterliche Rauschenburg.

Geologie[Bearbeiten]

Im näheren Umland von Mermuth steht Hunsrück-Schiefer und devonischer Quarzit an. Als Besonderheit gilt ein kleines Basalt-Vorkommen nordwestlich des Dorfes, das im Hunsrück – nördlich vom Soonwald – als einzigartig einzustufen ist. Im Jahr 2005 gelang es Wolfgang Welker (ARRATA e. V.) einen basaltischen Vulkanschlot zu entdecken, der in einem alten Steinbruch aufgeschlossen ist.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Mermuth ist wohl eine der ältesten Siedlungen im Hunsrück. Der Name wird auf die keltischen Wörter Merre/Wasser und Munt/Loch zurückgeführt. Durch Funde wurde die frühe Besiedlung bestätigt.

Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der kurtrierische Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Hervorzuheben ist noch der Mermuther Feiertag im Mai. Er wird seit vielen Generationen von der Bevölkerung zu Ehren der Jungfrau Maria gehalten. Den Erzählungen zufolge wurde nach mehreren kurz aufeinander folgenden Feuersbrünsten ein Gelübde zur Einhaltung dieses Tages abgelegt, um den Schutz der Mutter Gottes zu erlangen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mermuth besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Schild durch eingeschweifte grüne Spitze, darin eine goldene Kapelle, gespalten, vorne in silber ein rotes Balkenkreuz, hinten in Silber drei rote Schnallen schrägrechts aneinandergereiht“.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mermuth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Karin Ochel-Spies: Ein basaltischer Vulkanschlot nahe Mermuth/Hunsrück. In: Abenteuer Archäologie. Heft 8, 2006/7, S. 38–39, ISSN 1615-7125
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen