Keidelheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Keidelheim
Keidelheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Keidelheim hervorgehoben
49.9911111111117.4994444444444320Koordinaten: 49° 59′ N, 7° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern/Hunsrück
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 2,72 km²
Einwohner: 304 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55471
Vorwahl: 06761
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 065
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 2
55469 Simmern/Hunsrück
Webpräsenz: www.keidelheim.de
Ortsbürgermeister: Friedhelm Kurz
Lage der Ortsgemeinde Keidelheim im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Keidelheim ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern/Hunsrück an.

Geographie[Bearbeiten]

Mehrzweckhaus

Keidelheim liegt zentral im Hunsrück zwischen Simmern und Kastellaun, direkt am Schinderhannes-Radweg auf einer mittleren Höhe von 320 m über NN. Der Külzbach trennt die Dörfer Keidelheim und Kümbdchen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname mit -heim lässt auf die Entstehung zur Zeit der Fränkischen Landnahme schließen. Keidel wird von Keil abgeleitet und bedeutet, dass hier ein grober Mensch die namensgebende Person war. Wenn umgangssprachlich auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört, dann könnte dies ein erster Holzfäller gewesen sein.

Um 1310 (1350) erfolgte die erste schriftliche Erwähnung im Zinsregister der Grafen von Sponheim.

1410 wurde das gesamte Propsteigebiet, mit dem Kloster Ravengiersburg und den Landgerichten Nunkirch und Biebern, an das neu geschaffene Herzogtum Pfalz-Simmern-Zweibrücken, später Pfalz-Simmern, übertragen. Keidelheim gehörte zu Biebern mit den Dörfern auf der Moselseite.

Die kurpfälzische Herrschaft endete nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794). Von 1798 bis 1814 gehörte Keidelheim zum Kanton Simmern im Département de Rhin-et-Moselle mit Koblenz als Hauptstadt.

1815 übernahm Preußen das Gebiet. In Simmern war die zuständige Bürgermeisterei im Landkreis Simmern.

Am 16. März 1945 war für Keidelheim der Zweite Weltkrieg durch den Einmarsch der 3. US-Armee unter George S. Patton zu Ende. Am 10. Juli 1945 lösten die Franzosen die Amerikaner ab und es entstand die Französische Besatzungszone.

Mit der Verwaltungsreform vom 7. Juni 1969 kam Keidelheim zum neuen Rhein-Hunsrück-Kreis. Danach erweiterte sich der Ort mit ansehnlichen Neubaugebieten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1815 103[2]
1835 168
1871 150
1905 181
1939 172
1950 180
1961 161
1970 152
1987 208
2002 328
2004 335

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Keidelheim besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Freizeit[Bearbeiten]

Radfahrer, Wanderer und Skater können ohne Umwege über öffentliche Straßen den Schinderhannes-Radweg benutzen. Der Radweg führt über die Bahntrasse der ehemaligen Hunsrückbahn durch den Schmiedeltunnel unter den Schmiedelanstalten hindurch nach Simmern (zum ehemaligen Bahnhof). darüber wird gerne in der Region das Lied in Hunsrücker Mundart gesungen: Zwische Siemere un Keirellem do is en Tunell, wenn mer rinfährt, werd´s dunkel, wenn mer rausfährt, werds hell. Holladihi, Holladiho, Holladihoppsassa Holladiho !

Siehe auch[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hans Augustin (* ca. 1570, ∞ 1595 Keidelheim, † ca. 1656) einer der ältesten Keidelheimer [4]
  • Karl Kaul, expressionistischer Maler mit Atelier seit 2000 in Keidelheim
  • Herbert Wagner (* 1930 in Keidelheim), Chronist, Maler und Schriftgestalter

Literatur[Bearbeiten]

  • Willi Wagner: Keidelheim – Geschichte eines Dorfes im Külztal, Keidelheim 1993.
  • Mades und Wilhelm, Anwaltsbüro in Simmern: Die Region, Hunsrücker Justizgeschichte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt RLP
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. http://www.augustin-koblenz.de/ahn_list.htm - Ahnen-Nr. 2144