Präfektur Kyōto

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Kyōto-fu
京都府
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Kyōto
Region: Kinki
Insel: Honshū
Fläche: 4.613,21 km²
Wasseranteil: 1,0 %
Einwohner: 2.610.972
(1. Februar 2015)
Bevölkerungsdichte: 566 Einw. pro km²
Landkreise: 6
Gemeinden: 26
ISO 3166-2: JP-26
Gouverneur: Keiji Yamada
Website: www.pref.kyoto.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Kyōto
Präfekturbaum: Kitayama-Sicheltanne
Präfekturblume: Cerasus spachiana f. spachiana, Chrysanthemum grandiflorum cv. Saga, Dianthus superbus var. longicalycinus
Präfekturvogel: Weißgesicht-Sturmtaucher

Die Präfektur Kyōto (jap. 京都府, Kyōto-fu, im Deutschen meist Kyoto oder Kioto) ist eine der Präfekturen Japans und liegt im Kansai-Gebiet auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung von Kyōto ist die gleichnamige Stadt Kyōto (Kyōto-shi), in der auch mehr als die Hälfte der Einwohner der Präfektur Kyōto lebt.

Geographie[Bearbeiten]

Die Präfektur Kyōto liegt im Zentrum des japanischen Archipels und nimmt flächenmäßig Platz 31 unter allen japanischen Präfekturen ein. Ihre Nordküste liegt am Japanischen Meer. Im Nordosten liegt die Präfektur Fukui, im Osten die Präfekturen Shiga und Mie, im Süden die Präfekturen Ōsaka und Nara, und im Westen Hyōgo.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Fraktionen im Präfekturparlament
(Stand: 5. November 2014, 2 Vakanzen)[1]
      
Von 58 Sitzen entfallen auf:
Das 1904 erbaute ehemalige Hauptgebäude der Präfekturverwaltung wurde 2002 zum „wichtigen Kulturgut“ Japans designiert.

In vierter Amtszeit Gouverneur von Kyōto ist der ehemalige Beamte Keiji Yamada, seit 2011 auch Präsident der Nationalen Gouverneurskonferenz. Er wurde erstmals 2002 als Kandidat der großen Parteien mit rund 90 Tausend Stimmen Vorsprung auf einen KPJ-NSP-gestützten Kandidaten gewählt und zuletzt im April 2014 wiedergewählt. Im regulär 60-köpfigen Präfekturparlament war nach den Wahlen 2011 die Liberaldemokratische Partei mit 25 Sitzen stärkste Partei, die Demokratische Partei gewann 15 Sitze, die KPJ elf und die Kōmeitō fünf.

Im nationalen Parlament ist Kyōto durch sechs Abgeordnete im Unterhaus – bei der Wahl 2014 vier Liberaldemokraten und zwei Demokraten – und vier Abgeordnete im Oberhaus vertreten, nach den Wahlen 2010 und 2013 zwei Liberaldemokraten, ein Demokrat und eine Kommunistin. Kyōto entwickelte sich in der Nachkriegszeit zu der Hochburg der Kommunistischen Partei Japans; bei Unterhauswahlen konnte sie aber nach der Einführung der Einzelwahlkreise seit der Jahrtausendwende keine Direktmandate mehr gewinnen. Bei der Oberhauswahl 2013 gewann sie erstmals seit 1998 einen der beiden Sitze Kyōtos.

Die Finanzlage der Präfektur liegt im landesweiten Vergleich im oberen Mittelfeld, im Fiskaljahr 2007 betrug der „Finanzkraftindex“ (zaiseiryoku shisū) Kyōtos 0,59.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Kreisfreie Städte (, shi)[Bearbeiten]

Landkreise (, gun)[Bearbeiten]

Liste der Landkreise der Präfektur Kyōto, sowie deren Städte (, chō) und Dörfer (, mura).

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Präfektur Kyōto unterhält fünf Regional- und Städtepartnerschaften: mit der chinesischen Provinz Shaanxi, mit der indonesischen Sonderregion Yogyakarta, mit dem US-Bundesstaat Oklahoma, mit dem russischen Oblast Leningrad sowie mit der schottischen Stadt Edinburgh. Außerdem besteht eine Wirtschafts- und Umweltkooperation mit der italienischen Region Toskana.[2]

Polizei[Bearbeiten]

Das Hauptquartier der Präfekturpolizei von Kyōto im Bezirk Kamigyō der Stadt Kyōto
Ein Streifenwagen der Präfekturpolizei beim Jidai-Matsuri
Ein Einsatzwagen der Palastpolizei in Kyōto

Die Präfekturpolizei von Kyōto (Kyōto-fukeisatsu, 京都府警察, kurz Kyōto-fukei oder bei eindeutigem Kontext nur fukei) besteht in heutiger Form seit 1954, als das neue Polizeigesetz die vorher während der Besatzungszeit stark dezentralisierte, teilweise auf Gemeindeebene angesiedelte Polizeiorganisation in Präfekturpolizeien bündelte. Wie in allen Präfekturen operiert sie unter der Aufsicht der Präfekturkommission für öffentliche Sicherheit (Kyōto-fu kōan iinkai, 京都府公安委員会). Ihre fünf Mitglieder werden prinzipiell vom Gouverneur mit Zustimmung des Parlaments ernannt, zwei werden auf Nominierung von Bürgermeister und Parlament der Stadt Kyōto ernannt, die als designierte Großstadt besondere Mitspracherechte hat. Für die nationale Koordination, Ausbildung und Ausstattung ist die Polizei von Kyōto dem regionalen Polizeiamt Kinki (Kinki kanku keisatsukyoku, 近畿管区警察局) der nationalen Polizeibehörde zugeordnet. Mit über 6.000 Polizisten ist die Polizei von Kyōto zwar bereits deutlich kleiner als die größten Präfekturpolizeien, gehört aber im landesweiten Vergleich immer noch zu den größeren und ist überproportional groß im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Es gibt in Kyōto 25 Polizeireviere, davon liegen zwölf in der Stadt Kyōto, und über 180 städtische und über 100 ländliche Polizeihäuschen (kōban und chūzaisho).[3][4][5]

Die Palastpolizei (kōgū keisatsu, engl. Kaiserliche Garde), die auch in Kyōto für den Schutz des Kaiserpalasts, der kaiserlichen Villen und ggf. der kaiserlichen Familie und deren Gäste zuständig ist und hier ein eigenes Revier unterhält,[6] ist Teil der nationalen Polizeibehörde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Präfekturparlament Kyōto: Fraktionen
  2. 京都府の友好提携州省
  3. Präfektur Kyōto: Polizei (japanisch, Teile englisch)
  4. Präfektur Kyōto: Kommission für öffentliche Sicherheit (japanisch)
  5. Polizeibehörde: Polizeiamt für den Bezirk Kinki (japanisch)
  6. Polizeibehörde, Hauptquartier der Palastpolizei: Organisation (japanisch)

35.066388888889135.61638888889Koordinaten: 35° N, 136° O