Sachsen bei Ansbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sachsen bei Ansbach
Sachsen bei Ansbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sachsen bei Ansbach hervorgehoben
49.28944444444410.660555555556412Koordinaten: 49° 17′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 412 m ü. NHN
Fläche: 20,95 km²
Einwohner: 3275 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91623
Vorwahlen: 09827, 09802 (Hirschbronn, Neukirchen), 0981 (Alberndorf, Büchenmühle, Silbermühle, Steinbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 196
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 22
91623 Sachsen b. Ansbach
Webpräsenz: www.sachsen-b-ansbach.de
Bürgermeister: Hilmar Müller (UWG)
Lage der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Sachsen bei Ansbach (amtlich: Sachsen b.Ansbach, umgangssprachlich: Saksn[2]) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Sachsen hat 13 Ortsteile[3], daneben gibt es noch zwei Mühlen, die offiziell keine Ortsteile sind:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name soll auf die Ansiedlung von Sachsen durch Bischof Bernwulf von Würzburg zur Zeit Karls des Großen zurückgehen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1277. Sachsen war Teil der Herrschaft Lichtenau der Herren von Heydeck, die diese 1406 der Reichsstadt Nürnberg verkauften. Schon 1409 verkaufte die Stadt wegen der fortlaufenden Auseinandersetzungen mit Ansbach die Herrschaft Lichtenau und damit auch Sachsen an das Patriziergeschlecht Rummel. Diese verkauften den Ort an das „Reiche Almosen“ in Nürnberg, das seit 1472 alleiniger Grundherr im Ort war. Landesherr war die Reichsstadt Nürnberg, die 1666 einen vom Fürstentum Ansbach angebotenen Gebietstausch ablehnte. 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Gemeinde Einwohner
(1970)
Eingemeindungs-
datum
Bemerkungen
Alberndorf[4] 246 1. Januar 1972 mit Büchenmühle, Hirschbronn, Neukirchen und Steinbach
Ratzenwinden[4] 183 1. Januar 1972 Eingliederung von 126 der 183 Einwohner (mit Steinhof und Oberer sowie Unterer Walkmühle), Umgliederung der anderen Einwohner nach Lichtenau
Volkersdorf[4] 472 1. April 1971 mit Rutzendorf und Rutzenmühle

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Gemeinde Sachsen mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 1060
  • 1950: 1542
  • 1961: 1693
  • 1970: 2283
  • 1979: 2818
  • 2007: 3239

Gemeinde Sachsen ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1800: 0176
  • 1846: 0233 [5]
  • 1910: 0370 [6]
  • 1933: 0373
  • 1939: 0385 [7]
  • 1961: 0831
  • 1963: 1029
  • 1970: 1434

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Sachsen bei Ansbach hat 17 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

SPD CSU Unabhängige Wählergemeinschaft Gesamt
2008 3 7 [8] 7 17 Sitze
2002 3 9 5 17 Sitze


Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler am Spalt, hinten in Silber zwei schräg gekreuzte, rote Kurzschwerter (Saxe).

Bedeutung:
Sachsen gehörte einst zur Herrschaft Lichtenau, die 1406 in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg gelangte. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts war das Reiche Almosen in Nürnberg der alleinige Grundherr im Ort. Diese starke Verbindung mit Nürnberg kommt durch die Übernahme des vorderen Teiles des kleinen Nürnberger Wappens (mit veränderter Bewehrung) zum Ausdruck. Die beiden gekreuzten Kurzschwerter Saxe sind redend für den Gemeindenamen und erinnern daran, dass die Gründer des Ortes um die Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert zwangsweise umgesiedelt wurden.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in unmittelbarer Nähe zum Autobahnanschluss Lichtenau der Autobahn A 6; die Bundesstraße 14 verläuft am Rand der Gemeinde sowie die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim mit einem Haltepunkt der S4 in Sachsen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 190f.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 164f.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 137f.
  • Georg Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, Ansbach 1940.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sachsen bei Ansbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. E. Fechter, S. 154.
  3. Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek
  4. a b c  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7., Seite 421
  5. Rusam, S. 310
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
  8. CSU Ortsverband Sachsen: Gemeinderatsfraktion
  9. [1]