Leutershausen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Höhe: | 426 m ü. NN | |
| Fläche: | 84,11 km² | |
| Einwohner: |
5494 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 65 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91578 | |
| Vorwahlen: | 09823, 09803 (Frommetsfelden), 09804 (Atzenhofen, Röttenbach) | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 174 | |
| Stadtgliederung: | 49 Ortschaften | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Am Markt 1-3 91578 Leutershausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Siegfried Heß (CSU) | |
| Lage der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach | ||
Leutershausen (umgangssprachlich: Laidəscháusn[2]) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Leutershausen liegt an der Altmühl etwa in der Mitte zwischen der Bezirkshauptstadt Ansbach und Rothenburg ob der Tauber. Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Geslau, Colmberg, Lehrberg, Ansbach, Herrieden, Aurach, Dombühl, Schillingsfürst und Buch am Wald.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Leutershausen hat 49 amtlich benannte Ortsteile[3]:
Klima [Bearbeiten]
-
Niederschlagsdiagramm für Leutershausen (blaue Kurve) vor den Mittelwerten (Quantilen) für Deutschland (grau)
In Leutershausen beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 685 mm.
Geschichte [Bearbeiten]
Leutershausen wurde vermutlich um 800 von fränkischen Siedlern gegründet. Erstmals urkundlich belegt ist der Ort für das Jahr 1000 als „villa Liuthereshusunin“ in der Wildbannurkunde Kaiser Ottos III..
Leutershausen im Wandel der Zeit (Beispiele) [Bearbeiten]
Das Haus am Markt (ehemals auch Synagoge) ging 1866 für 2730 Taler an einen Seifensieder, Spezereihändler. Vor allem durch den nahen Eisenbahnbau florierte das Geschäft. Später entwickelte sich daraus ein beliebter EDEKA-Laden und wurde im Vergleich zu den neuen Supermärkten langsam zum "Tante-Emma-Laden" bis er schließlich aus dem Stadtbild verschwand. Heute befindet sich darin eine Pizzeria.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
| Gemeinde | Einwohner (1970) |
Eingemeindungs- datum |
Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Auerbach | 328 | 1. Januar 1972[4] | Eingliederung von 164 der 328 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Colmberg |
| Bieg | 183 | 1. Juli 1972[4] | Eingliederung von 121 der 183 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Colmberg |
| Brunst | 213 | 1. Mai 1978[5] | |
| Büchelberg | 286 | 1. Juli 1972[4] | Eingliederung von 155 der 286 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Aurach |
| Eckartsweiler | 105 | 1. Juli 1976[5] | |
| Erlach | 139 | 1. Mai 1978[5] | |
| Erlbach | 272 | 1. Januar 1972[4] | |
| Frommetsfelden | 138 | 1. Juli 1972[4] | |
| Jochsberg | 310 | 1. Januar 1972[4] | |
| Mittelramstadt | 192 | 1. Januar 1972[4] | |
| Neunkirchen bei Leutershausen | 577 | 1. Januar 1972[4] | |
| Rauenbuch | 145 | 1. Januar 1972[4] | |
| Wiedersbach | 548 | 1. Januar 1972[4] |
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Stadt Leutershausen mit eingemeindeten Ortsteilen:
- 1939: 4346
- 1950: 6454
- 1961: 5220
- 1970: 5268
- 1979: 5039
- 2003: 5620
- 2008: 5597
- 2011: 5494
Stadt Leutershausen ohne eingemeindete Ortsteile:
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 1962–1965: Egon Erzum (CSU)
- 1966–1974: Heinz Wellhöffer (parteilos)
- 1974–2002: Dieter Gundel (parteilos)
- seit 2002: Siegfried Heß (CSU)
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat von Leutershausen hat 21 Mitglieder einschließlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.
| SPD | CSU | Alternative Liste | Freie Wähler | Gesamt | |
| 2002 | 5 | 11 | 1 | 4 | 21 Sitze |
| 2008 | 5 | 10 | 1 | 5 | 21 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Wappen [Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot ein silbernes Torhaus mit geschlossenem roten Tor und spitzbedachtem Dachreiter; auf dem Dach beiderseits ein schwarz-silbernes Fähnchen.
Städtepartnerschaft [Bearbeiten]
Seit 1. Juli 2000 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Szendrö in Ungarn.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Bauwerke, die Leutershausen und die Umgebung auszeichnen, sind vor allem:
- in Leutershausen Teile der ehemaligen Stadtmauer und die Stadttore. Unter anderen sind erwähnenswert:
- der Röhrenbrunnen vor dem Rathaus
- das ehemalige Landgericht
- die Kirche St. Peter
- das Gustav-Weißkopf-Denkmal
- Im Ortsteil Jochsberg sind zu nennen:
- die ehemalige Synagoge
- die Kirche St. Mauritius
Denkmal [Bearbeiten]
Ein Denkmal an der Seitenmauer des Friedhofs erinnert an die zwei Wehrmachtssoldaten Friedrich Döppel und Richard Köhler (Wehrmachtsdeserteur), die wegen Desertation im April 1945 von einem SS-Kommando erschossen wurden.[8]
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Leutershausen
Museum [Bearbeiten]
- Flugpionier-Gustav-Weißkopf-Museum
Sport [Bearbeiten]
Sportanlagen:
- Stadion mit überdachter Tribüne
- Vereinsheim
- Alte und Neue Turnhalle
- Drei weitere Fußballplätze
- Vier Tennisplätze
- Beachvolleyballfeld (Sportzentrum)
- Zwei Basketballfelder (Sportzentrum und Schule)
- Hallenbad
- Freibad Altmühlbad
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Leutershausen ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken und in der Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg. Die Stadt ist zudem Mitglied der Kommunalen Allianz „AGIL“, die aus den Orten Aurach, Burgoberbach, Herrieden und Leutershausen besteht.
Des Weiteren befinden sich in Leutershausen noch verschiedene Firmen, unter anderem Deutschlands größter Garnveredler, die TVU Textilveredlungsunion GmbH & Co. KG, die zugleich auch der größte Arbeitgeber in Leutershausen ist.
Verkehr [Bearbeiten]
Der Ortsteil Wiedersbach liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim. Die Station Leutershausen-Wiedersbach ist derzeit stillgelegt und wird von den Zügen ohne Halt durchfahren. Künftig wird der Halt in die S-Bahn Nürnberg eingebunden. Mit der Verlängerung der S4 von Ansbach nach Dombühl zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 soll der Halt reaktiviert werden.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
Leutershausen ist die Heimatstadt des Flugpioniers Gustav Weißkopf. Das Flugzeug Weißkopfs wurde anlässlich des Jubiläums der Gebrüder Wright nachgebaut und das Modell 21 ist tatsächlich erfolgreich geflogen. Des Weiteren ist Paula Kissinger (geb. Stern), die Mutter von Henry Kissinger in Leutershausen geboren. Basketballnationalspieler Christopher McNaughton wurde auch in Leutershausen geboren.
Weitere Persönlichkeiten, die mit Leutershausen in Verbindung stehen [Bearbeiten]
In Leutershausen verstarb um die Mitte des 16. Jahrhunderts der Augsburger Täuferführer Georg Nespitzer, nachdem er während eines Gefängnisaufenthaltes in Ansbach seine täuferischen Ansichten widerrufen hatte.
Ehrenbürger [Bearbeiten]
Leutershausen war die dritte deutsche Stadt, die Adolf Hitler 1932 zum Ehrenbürger ernannte. 1948 wurde die Ehrenbürgerschaft vom Stadtrat aberkannt.[9]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ E. Fechter, S. 125.
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120208/193249&attr=OBJ&val=1346
- ↑ a b c d e f g h i j Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 420 und 421.
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706 und 707.
- ↑ http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
- ↑ http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 160
- ↑ DER SPIEGEL 49/1966
Literatur [Bearbeiten]
- Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 165ff.
- Konrad Bickert: Alt-Leutershausen und seine Ortsteile, Bd. 1, Leutershausen 1987, ISBN 3-922175-23-6, 9783922175230; Bd. 2, Leutershausen 1998, ISBN 3-922175-38-4, 9783922175384.
- Konrad Bickert: 1000 Jahre Leutershausen. Bilder der Heimat, mit einem Beitrag von Gerhard Rechter, Leutershausen 2000, ISBN 3-922175-43-0, 9783922175438.
- Eberhard Krauß: Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Leutershausen. Eine familiengeschichtliche Untersuchung, Nürnberg 2006.
- Hermann Schreiber: Heimatbuch Leutershausen, Leutershausen 1973.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 125f.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 119ff.
- Ernst Stimpfig: Die Juden in Leutershausen, Jochsberg, Colmberg und Wiedersbach. Eine Dokumentation, Leutershausen 2001, ISBN 3-922175-42-2, 9783922175421.
- Gerald Ulrich: Leben und Lebensraum: Leutershausen - Fotografien von innen und außen, Leutershausen 2002, ISBN 3-922175-48-1, 9783922175483.
- Albert Wüst: Gustav Weißkopf: „ich flog vor den Wrights“. Erster Motorflug 14. August 1901, Leutershausen 1999, ISBN 3-922175-39-2, 9783922175391.
Weblinks [Bearbeiten]
- Leutershausen: Wappengeschichte vom HdBG
- Flugpionier-Gustav-Weißkopf-Museum
- Ortsteil Jochsberg
- Leutershausen: Amtliche Statistik des LStDV
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