Wassertrüdingen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Höhe: | 423 m ü. NN | |
| Fläche: | 53,58 km² | |
| Einwohner: |
5916 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 110 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91717 | |
| Vorwahlen: | 09832, 09836 (Obermögersheim) | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 214 | |
| Stadtgliederung: | 18 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktstraße 9 91717 Wassertrüdingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Günther Babel (CSU) | |
| Lage der Stadt Wassertrüdingen im Landkreis Ansbach | ||
Wassertrüdingen ist eine Stadt im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Das ehemalige Markgrafenstädtchen Wassertrüdingen liegt oberhalb von 420 m ü. NN an der aus dem Westen in breitem Tal heranziehenden Wörnitz, die hier von Norden den Lentersheimer Mühlbach aufnimmt und dann nach Süden abknickt. In westnordwestlicher Richtung erstreckt sich von der Stadt aus über mehr als sieben Kilometer das bis zu 689 m ü. NN hohe kleine Massiv des Hesselbergs, ein Jura-Zeugenberg und einziger Berg Frankens, der Blick auf die Alpen bietet. Etwa 15 Kilometer im Nordosten beginnt bei Gunzenhausen das Fränkische Seenland. Im Osten läuft der Hahnenkamm aus. Südwestlich Wassertrüdingens liegen die weiten Waldhöhen des Oettinger Forsts.
Die Stadt liegt an der Deutschen Ferienstraße Alpen-Ostsee.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Wassertrüdingen hat 18 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Nach Gemarkungen:
| Ortsteil | Einwohner (nur Hauptwohnsitz) |
|---|---|
| Wassertrüdingen | 4.152 |
| Altentrüdingen mit Eislerhof | 194 |
| Fürnheim mit Goschenhof und Himmerstall | 347 |
| Geilsheim mit Oberaumühle | 498 |
| Obermögersheim mit Laufenbürg | 534 |
| Reichenbach mit Stahlhöfe | 66 |
| Schobdach | 170 |
Stand: 1. Oktober 2010
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
(von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):
- Gunzenhausen
- Markt Gnotzheim
- Westheim
- Auhausen
- Fremdingen
- Weiltingen
- Gerolfingen
- Röckingen
- Ehingen
- Unterschwaningen
Klima [Bearbeiten]
-
Niederschlagsdiagramm für Wassertrüdingen (blaue Kurve) vor den Mittelwerten (Quantilen) für Deutschland (grau)
In Wassertrüdingen beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 688 mm.
Geschichte [Bearbeiten]
Wassertrüdingen entstand im Hochmittelalter als Wasserburg. Im Gegensatz zu Altentrüdingen, dem Stammsitz der Edelfreien von Truhendingen und deren später errichteten Burg Hohentrüdingen erhielt diese Neugründung an der Wörnitz den Namen „Wassertrüdingen“. Unter dem Einfluss der Grafen von Oettingen entwickelte sich rasch eine Ansiedlung, die erstmals 1242 erwähnt und 1371 an die Burggrafen von Nürnberg übergegangen war. In der markgräflich-ansbachischen Stadt Wassertrüdingen wurde 1528 die Reformation eingeführt.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
| Ehemalige Gemeinde |
Einwohner (1970) |
Datum |
|---|---|---|
| Altentrüdingen | 237 | 1. Juli 1971[3] |
| Fürnheim | 262 | 1. Mai 1978[4] |
| Geilsheim | 653 | 1. Mai 1978[4] |
| Obermögersheim | 545 | 1. Juli 1972[3] |
| Reichenbach | 89 | 1. Juli 1971[3] |
| Schobdach | 158 | 1. Juli 1971[3] |
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Stadt Wassertrüdingen mit eingemeindeten Ortsteilen:
- 1939: 3.669 Einwohner
- 1950: 5.822 Einwohner
- 1961: 5.131 Einwohner[4]
- 1970: 5.378 Einwohner[4]
- 1979: 5.298 Einwohner
- 2003: 6.247 Einwohner
- 2009: 5.979 Einwohner
- 2011: 5.916 Einwohner
Stadt Wassertrüdingen ohne eingemeindete Ortsteile:
- 1824: 1.922 Einwohner (23 Katholiken, 1749 Protestanten, 1 Reformierter, 149 Israeliten)[5]
- 1910: 1.910 Einwohner[6]
- 1933: 1.736 Einwohner
- 1939: 1.667 Einwohner[7]
- 1961: 3.024 Einwohner[4]
- 1970: 3.434 Einwohner[4]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Auf dem Hesselberg befindet sich ein als Hybridturm ausgeführter Sendeturm der Deutschen Telekom AG, der als Unterbau einen Stahlfachwerkturm verwendet.
Im Stadtkern steht die Evangelisch-Lutherische Stadtkirche „Heilige Dreieinigkeit“. Sie wurde zwischen 1738 und 1740 von Leopold Retti als dritte Residenzkirche im Markgrafenbarockstil erbaut. Der Chorraum geht auf die gotische Vorgängerkirche zurück. Im Innern steht ein wertvoller Flügelaltar aus der Zeit um 1500 mit Motiven aus der Weihnachtsgeschichte. Im Turm der Stadtkirche befindet sich eine renovierte Türmerwohnung.
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Wassertrüdingen
Museen [Bearbeiten]
- Fischerei- und Naturkundemuseum
- Türmerstube
- Imkereimuseum
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Wassertrüdinger Volksfest
- „Trüdinger“ Nußmärtel-Treiben (immer am 10. November)
- Internationales Motorradtreffen auf dem Hesselberg (MRC Wassertrüdingen) (immer am letzten vollen Juni-Wochenende)
- Altstadtfest (immer 1. Juliwochenende)
- Sonnwendfeuer der ELJ
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderatswahl 2008 [Bearbeiten]
Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern:
Gemeinderatswahl 2002 [Bearbeiten]
Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern:
Wirtschaft [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Durch Wassertrüdingen führt die Teilstrecke Nördlingen–Gunzenhausen der ehemaligen Ludwigs-Süd-Nord-Bahn, die als erste bedeutende Eisenbahnstrecke Bayerns Lindau mit Hof verband. Der Streckenabschnitt wird heute im Personenverkehr als Museumsbahn betrieben, seit einiger Zeit findet auch wieder Güterverkehr statt, den die BayernBahn durchführt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Albert Hauck (* 9. Dezember 1845, † 7. April 1918 in Leipzig), evangelischer Theologe
- Johann David Steingruber (1702–1787), markgräflicher Baumeister „Landbauinspektor“
- Christian Friedrich Freyer (1794–1885), einer der renommierten Entomologen des 19. Jahrhunderts
- Otto von Beust (1799–1864), königlich-bayerischer Generalmajor
- August von Voit (1801–1870), Architekt
- Hans Kohn (1866–1935), Mediziner und Entdecker der kohnschen Alveolarporen
- Ulrich Enzensberger (* 1944), deutscher Schriftsteller
- Johannes Seidlitz (* 1990), deutscher Autorennfahrer
- Michael Samhammer (1602–1676), Tuchmacher in Wassertrüdingen während des 30-jährigen Krieges)[8]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1366&attr=590&modus=automat&tempus=20110802/221027&hodie=20110802/224010
- ↑ a b c d Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 448.
- ↑ a b c d e f Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 707 und 708.
- ↑ Geschichte der Stadt Wassertrüdingen verfasst von Friedrich Löhrl, Wassertrüdingen, 1926
- ↑ http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/dinkelsbuehl.htm
- ↑ http://geschichte-on-demand.de/bay_dinkelsbuehl.html
- ↑ Geschichte der Stadt Wassertrüdingen verfasst von Friedrich Löhrl, Wassertrüdingen, 1926
Weblinks [Bearbeiten]
- Stadt Wassertrüdingen – Offizielle Internetpräsenz
- Wassertrüdingen: Wappengeschichte vom HdBG
- Wassertrüdingen: Amtliche Statistik des LStDV
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