Wörnitz (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wörnitz
Wörnitz (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wörnitz hervorgehoben
49.2510.25466Koordinaten: 49° 15′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schillingsfürst
Höhe: 466 m ü. NN
Fläche: 24,45 km²
Einwohner:

1657 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91637
Vorwahlen: 09868, 07950 (Bottenweiler), 09869 (Erzberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AN
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 228
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rothenburger Str. 10
91637 Wörnitz
Webpräsenz: www.woernitz.de
Bürgermeister: Karl Beck (Allgemeine Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Wörnitz im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Wörnitz ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach, Mittelfranken. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schillingsfürst.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Wörnitz liegt im Naturpark Frankenhöhe; durch das Gemeindegebiet fließt die Wörnitz.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Wörnitz hat 17 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Name [Bearbeiten]

Seinen Namen hat Wörnitz vom gleichnamigen, die Gemeinde durchfließenden Fluss Wörnitz[3], welcher bei Donauwörth in die Donau mündet.

Klima [Bearbeiten]

In Wörnitz beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 800 mm.

Geschichte [Bearbeiten]

Der Hauptort Wörnitz liegt an der Kreuzung ehemals bedeutender Heerstraßen und wurde im Mittelalter und in der frühen Neuzeit mehrmals zerstört. Eine alte Siedlung auf der heutigen Flur Brambach soll 1388 vollständig niedergebrannt worden sein. 1449 wurden Teile des Ämtleins Wörnitz erneut verwüstet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort ab 1632 mehrmals zerstört. Dichtem Nebel, der das Dorf für kaiserliche und kroatische Truppen (wegen ihrer bunten Uniformen Türken genannt) nicht sichtbar machte, ist die Verschonung des Ortes vor einer weiteren Zerstörung zu verdanken. Seitdem findet in Wörnitz morgens um acht Uhr das so genannte Türkenläuten statt. Der Ortskern wurde 1990 umfassend saniert. Dabei wurde auf dem Dorfplatz vor der Dorfkirche St. Martin eine große Plastik aufgestellt, die an die mehrmalige Zerstörung des Ortes und die Verschonung von den „Türken“ erinnert.[4]

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. November 1971 wurden die selbstständigen Gemeinden Bottenweiler und Erzberg mit Wörnitz zusammengeschlossen.[5]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Gemeinde Wörnitz mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 0955
  • 1950: 1210
  • 1961: 0946
  • 1979: 0991
  • 2003: 1596
  • 2009: 1610
  • 2011: 1657

Gemeinde Wörnitz ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1910: 583 [6]
  • 1933: 500
  • 1939: 480 [7]
  • 1987: 456 [8]

Politik [Bearbeiten]

Gemeinderat [Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder, die alle zur Fraktion Freie Wählergemeinschaft gehören. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,7 %. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen [Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine aus einem grünen Dreiberg, der mit einem silbernen Wellenbalken belegt ist, wachsende grüne Linde, beseitet von zwei roten Zinnentürmen, die durch eine rote Mauer verbunden sind.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Dorfplatz in Wörnitz mit Dorfkirche St. Martin und Gerichtslinde

Bauwerke [Bearbeiten]

In der Ortsmitte von Wörnitz befindet sich die Dorfkirche St. Martin. Auf dem Dorfplatz davor steht eine alte Gerichtslinde. Eine Plastik erinnert an die Verschonung des Ortes im Dreißigjährigen Krieg, die Flurbereinigung 1977 und die Dorferneuerung 1990.

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Wörnitz (Gemeinde)

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

Alle zwei Jahre findet im September Süddeutschlands größtes Nutzfahrzeug-Oldtimertreffen in Wörnitz statt. Beim 11. Treffen des Jahres 2009 waren rund 300 Fahrzeuge aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland vertreten.

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Wörnitz ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.

Verkehr [Bearbeiten]

Wörnitz liegt unmittelbar an der Autobahn A 7 (Anschlussstelle 109 Wörnitz) und ist durch die Staatsstraße 2419 an die A 6 angebunden (Anschlussstelle 49 Feuchtwangen Nord).

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • Georg Ehnes (1920–1991), ehemaliger Landtags- und Bundestagsabgeordneter der CSU, stammt aus Mittelstetten.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Wörnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1376&attr=590&modus=automat&tempus=20110802/221027&hodie=20110802/230316
  3. Wolf-Armin Reitzenstein:Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung.
  4. Friedrich Ringler (Präsident der Flurbereinigungsdirektion Ansbach): Ein Wegzeichen der Ländlichen Neuordnung durch Flurbereinigung und Dorferneuerung in Wörnitz
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/rothenburg.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_rothenburgt.html
  8. http://wiki-de.genealogy.net/GOV:WORITZ_W8801