Silberner Bär/Beste Regie

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Jafar Panahi mit seinem gewonnenen Silbernen Bären (2006)

Der Silberne Bär für die beste Regie honoriert bei den jährlich veranstalteten Filmfestspielen von Berlin die beste Leistung einer Regisseurin oder eines Regisseurs in einem Wettbewerbsfilm (Langfilm). Die Auszeichnung wurde erstmals bei der sechsten Auflage des Filmfestivals im Jahr 1956 verliehen. Über die Vergabe des Preises stimmt die Wettbewerbsjury ab, die sich meist aus internationalen Filmschaffenden zusammensetzt.

Preisträger[Bearbeiten]

Am häufigsten mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurden US-amerikanische Filmemacher (7 Siege), gefolgt von ihren Kollegen aus Frankreich (7), Italien (6) und Großbritannien (5 Siege). Dreimal triumphieren konnte der Italiener Mario Monicelli (1957, 1976 und 1982), während der Inder Satyajit Ray (1964 und 1965) und der Spanier Carlos Saura (1966 und 1968) je zweimal erfolgreich waren. Als bisher einzige Filmregisseurin erhielt die Dänin Astrid Henning-Jensen 1979 die Auszeichnung für ihr Drama Winterkinder.

Regisseure aus dem deutschsprachigen Kino waren 1961, 1990, 2005, 2011 und 2012 erfolgreich, als sich Bernhard Wicki (Das Wunder des Malachias), Michael Verhoeven (Das schreckliche Mädchen), Marc Rothemund (Sophie Scholl – Die letzten Tage), Ulrich Köhler (Schlafkrankheit) und Christian Petzold (Barbara) gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten.

Jahr Preisträger Film Deutscher Titel
1956 Robert Aldrich Autumn Leaves Herbststürme
1957 Mario Monicelli Padri e figli Väter und Söhne
1958 Tadashi Imai 純愛物語 (Jun'ai monogatari) Mitsuko – Geschichte einer jungen Liebe
1959 Akira Kurosawa 隠し砦の三悪人 (Kakushi-toride no san-akunin) Die verborgene Festung
1960 Jean-Luc Godard À bout de souffle Außer Atem
1961 Bernhard Wicki Das Wunder des Malachias Das Wunder des Malachias
1962 Francesco Rosi Salvatore Giuliano Wer erschoß Salvatore G.?
1963 Nikos Koundouros Mikres Afrodites Junge Aphroditen
1964 Satyajit Ray মহানগর (Mahanagar) Mahanagar (Die große Stadt)
1965 Satyajit Ray চারুলতা (Charulata) Charulata – die einsame Frau
1966 Carlos Saura La caza Die Jagd
1967 Zivojin Pavlovic Budjenje pacova Die Ratten erwachen
1968 Carlos Saura Peppermint Frappé Peppermint Frappé
1969
1971
Preis nicht vergeben
1972 Jean-Pierre Blanc La Vieille fille Das späte Mädchen
1973
1974
Preis nicht vergeben
1975 Sergei Solowjow Sto dnej posle detstwa Hundert Tage nach der Kindheit
1976 Mario Monicelli Caro Michele Lieber Michele
1977 Manuel Gutiérrez Aragón Camada negra Schwarzer Haufen
1978 Georgi Djulgerow Avantash Der Vorteil
1979 Astrid Henning-Jensen Vinterbørn Winterkinder
1980 István Szabó Bizalom Vertrauen
1981
Preis nicht vergeben
1982 Mario Monicelli Il Marchese del Grillo Die tolldreisten Streiche des Marchese del Grillo
1983 Éric Rohmer Pauline à la plage Pauline am Strand
1984 Ettore Scola Le bal Le Bal – Der Tanzpalast
1985 Robert Benton Places in the Heart Ein Platz im Herzen
1986 Georgi Schengelaja Achalgasrda komposotoris mogsautoba Die Reise eines jungen Komponisten
1987 Oliver Stone Platoon Platoon
1988 Norman Jewison Moonstruck Mondsüchtig
1989 Dusan Hanák Ja milujem, ty milujes Ich liebe, Du liebst
1990 Michael Verhoeven Das schreckliche Mädchen Das schreckliche Mädchen
1991 Jonathan Demme Silence of the Lambs Das Schweigen der Lämmer
Ricky Tognazzi Ultrà Ultra
1992 Jan Troell Il Capitano Il Capitano
1993 Andrew Birkin The Cement Garden Der Zementgarten
1994 Krzysztof Kieślowski Trzy kolory: Biały Drei Farben: Weiß
1995 Richard Linklater Before Sunrise Before Sunrise
1996 Richard Loncraine Richard III Richard III.
Ho Yim 太陽有耳 (Taiyang you er) Die Sonne kann hören
1997 Eric Heumann Port Djema Port Djema
1998 Neil Jordan The Butcher Boy Butcher Boy – Der Schlächterbursche
1999 Stephen Frears The Hi-Lo Country Hi-Lo Country – Im Land der letzten Cowboys
2000 Miloš Forman Man on the Moon Der Mondmann
2001 Lin Cheng-sheng Ai ni ai wo Ai ni ai wo
2002 Otar Iosseliani Lundi matin Montag Morgen
2003 Patrice Chéreau Son frère Sein Bruder
2004 Kim Ki-duk 사마리아 (Hangeul) Samaria
2005 Marc Rothemund Sophie Scholl – Die letzten Tage Sophie Scholl – Die letzten Tage
2006 Michael Winterbottom
Mat Whitecross
The Road to Guantanamo The Road to Guantanamo
2007 Joseph Cedar Beaufort Beaufort
2008 Paul Thomas Anderson There Will Be Blood There Will Be Blood
2009 Asghar Farhadi Darbareye Elly Alles über Elly
2010 Roman Polański The Ghostwriter Der Ghostwriter
2011 Ulrich Köhler Schlafkrankheit Schlafkrankheit
2012 Christian Petzold Barbara Barbara
2013 David Gordon Green Prince Avalance Prince Avalanche
2014 Richard Linklater Boyhood Boyhood

Weblinks[Bearbeiten]