Scheinfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Scheinfeld
Scheinfeld
Deutschlandkarte, Position der Stadt Scheinfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 40′ N, 10° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Scheinfeld
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 45,11 km2
Einwohner: 4586 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91443
Vorwahlen: 09162, 09167Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 161
Stadtgliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 3
91443 Scheinfeld
Webpräsenz: www.scheinfeld.de
Bürgermeister: Claus Seifert (SPD)
Lage der Stadt Scheinfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Über dieses Bild
Nordostansicht
Ostansicht
Kirche in Oberlaimbach

Scheinfeld ist eine Stadt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Scheinfeld.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt am Südwestabfall des Steigerwaldes.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheinfeld hat 18 Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Oberscheinfeld, Burghaslach, Markt Taschendorf, Baudenbach, Langenfeld, Sugenheim und Markt Bibart.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name und Ersterwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ende des 8. Jahrhunderts wurde der Ort erstmals als „Scegifeldum“ erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. Für Scheinfeld und seine Gemeindeteile sowie für Oberscheinfeld gibt es verschiedene Schreibungen des Ortsnamens in zahlreichen, meist unveröffentlichten archivalischen Quellen, die im Historischen Ortsnamenbuch für den ehemaligen Landkreis Scheinfeld nachgewiesen sind. Die Belege und die Namenserklärungen in diesem Buch gehen auf historische (Besitz- und Lehensverhältnisse) und geographische (Lage, Landwirtschaft) Umstände ein; dabei ist die Namensdeutung für Scheinfeld und Oberscheinfeld „zu den spitz zulaufenden Feldern“ oder „zu den Feldern eines Skago“.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Scheinfeld zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete am 28. April 1946 ein DP-Lager zur Unterbringung von Vertriebenen (Displaced Persons, DPs) ein. Die Bewohner kamen aus dem DP-Lager Regensburg und stammten ausschließlich aus Litauen. Das Lager wurde von dem Team 569 der UNRRA betreut und 1949 aufgelöst. Als Zahlungsmittel wurde innerhalb des Lagers ein spezielles zweisprachiges (englisch/litauisch) Lagergeld verwendet.

Das Lager war ursprünglich durch den Reichsarbeitsdienst im Jahre 1934 errichtet worden. Bestandteile sind noch der sogenannte Altbau des Scheinfelder Gymnasiums sowie die Scheinfelder Wolfgang-Graf-Halle. Die übrigen Barackenbauten des Lagers wurden 1993 im Zuge des Neubaus der Dreifachsporthalle abgerissen.

Bis zum 30. Juni 1972 war Scheinfeld Zentralort des gleichnamigen Landkreises.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1866 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schwarzenberg eingegliedert. Anlässlich der Gebietsreform in Bayern kamen am 1. Januar 1972 Burgambach, Erlabronn, Grappertshofen, Oberlaimbach, Schnodsenbach und Thierberg sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Kornhöfstadt hinzu.[3] Ruthmannsweiler und Unterlaimbach folgten am 1. Januar 1976.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2008[5]
Wahlbeteiligung: 66,1 %
 %
50
40
30
20
10
0
28,20 %
27,30 %
44,6 %
ÜWG

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat hat 16 Mitglieder.

(Stand:16 März 2014 [1])

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Beaulieu-sur-Dordogne in Frankreich und der Stadt Grünhain-Beierfeld in Sachsen.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Verwaltungsgemeinschaft Scheinfeld gehören neben der Stadt Scheinfeld die vier Marktgemeinden Markt Bibart, Markt Taschendorf, Oberscheinfeld und Sugenheim sowie die Gemeinde Langenfeld.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadttor

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schwarzenberger Schlosskonzerte im Ahnensaal des Schlosses Schwarzenberg für Freunde der klassischen Musik und des Jazz

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Scheinfeld ist Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.
  • Die Stadtwerke Scheinfeld betreiben ein stadteigenes Hallenbad (insbesondere für Schulsport genutzt) sowie das Freibad Scheinfeld (grunderneuert im Winter 2016/2017).

Einrichtungen von Vereinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aus der Scheinfelder Flüchtlingshilfe entstand im Jahr 2016 ein soziales Gebrauchtwarenkaufhaus in Scheinfelds Altstadt. In diesem „komm rein!“ getauften Laden können Kunden zu günstigen Preisen gebrauchte Kleidung und Haushaltswaren einkaufen. Betrieben wird er vom Diakonieverein Scheinfeld. Der gesamte Erlös wird an gemeinnützige Organisationen und Projekte in Scheinfeld sowie der ganzen Welt gespendet.
  • Die Kinderbaustelle Scheinfeld (siehe unten „Jugendarbeit“).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grund- und Mittelschule Scheinfeld
  • Private Real- und Fachoberschule Schloss Schwarzenberg
  • Gymnasium Scheinfeld
  • Staatliches Berufliches Schulzentrum (BSZ) Scheinfeld (für die Fachrichtungen Ernährung und Versorgung, Kinderpflege, Sozialpflege und Agrarwirtschaft)
  • Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe
  • Krankenpflegeschule Scheinfeld
  • Bildungshaus Kloster Schwarzenberg

Jugendarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kinderbaustelle Scheinfeld (getragen vom Heimat- und Kulturverein Scheinfeld Stadt und Land e. V.) bietet Kindern (im Sommer einmal monatlich) die Möglichkeit, einen pädagogischen Abenteuerspielplatz zu besuchen.
  • Evangelische Jugend Scheinfeld
  • Klosterjugend (Kloster Schwarzenberg)
  • TSV-Scheinfeld
  • Schwimmvereine (DLRG und Delfin)

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Sportartikelhersteller Adidas hat in Scheinfeld seine einzige deutsche Produktionsstätte. Unter anderem werden dort Maßanfertigungen für Spitzensportler hergestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Scheinfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120410/195640&attr=OBJ&val=1474
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 565.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  6. Wolfgang Mück: NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933. Verlag Philipp Schmidt, 2016 (= Streiflichter aus der Heimatgeschichte. Sonderband 4); ISBN 978-3-87707-990-4, S. 209 f.