Ergersheim (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ergersheim
Ergersheim (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ergersheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 31′ N, 10° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Uffenheim
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 30,02 km2
Einwohner: 1086 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91465
Vorwahl: 09847
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 122
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Neuherberger Straße 6
91465 Ergersheim
Webpräsenz: www.ergersheim.de
Bürgermeister: Dieter Springmann
Lage der Gemeinde Ergersheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Über dieses Bild

Ergersheim ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Uffenheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergersheim besteht aus sechs Ortsteilen:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Markt Nordheim, Bad Windsheim, Burgbernheim, Gallmersgarten, Uffenheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde erstmals am 25. Dezember 822 in einer Urkunde des Kaisers Ludwig des Frommen erwähnt. Archäologische Spuren früher Siedlungstätigkeit wurden an zahlreichen Stellen auf dem Gemeindegebiet gefunden, unter anderem bedeutende jungneolithische Siedlungsspuren auf dem Dachsberg[3] und dem Dolinenfeld Am Hahnenbuck.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Gemeindegebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1974 die bis dahin selbständige Gemeinde Ermetzhofen eingegliedert.[5] Dieses hatte am 1. Januar 1972 die Orte Neuherberg und Seenheim aufgenommen.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat (Vergleich zu 2008):

  • Wählergemeinschaft Gemeinde Ermetzhofen 5 Sitze (± 0)
  • Freie Wählergemeinschaft Ergersheim 7 Sitze (± 0)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 2014 ist Dieter Springmann (* 1958) (Initiative für Ergersheim) der Bürgermeister.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geviert von Silber und Schwarz; in 1: ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz, belegt mit einem silbernen Lilienkreuz mit goldenen Lilien, in 4: ein achtspitziges rotes Kreuz.[8]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportverein Ergersheim bietet in verschiedenen Sparten Möglichkeiten der sportlichen Betätigung an. Bisweilen werden 328 Mitglieder (Stand: 2007) geführt, die sich in der Tischtennis-, Aerobic- und Fußballabteilung engagieren.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergersheim ist ein fränkischer Weinort, der an der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße liegt. Am Ergersheimer Altenberg werden auf einer Fläche von etwa 15 Hektar folgende Rebsorten angebaut: Müller-Thurgau, Silvaner, Bacchus, Blauer Silvaner, Rieslaner und Ortega als weiße Rebsorten und Domina, Spätburgunder, Frühburgunder, Dornfelder und Cabernet Dorsa als rote Rebsorten. Alljährlich findet am dritten Wochenende im Juni ein Straßenweinfest mitten im Ort statt. Ein Tag rund um die Ergersheimer Weinberge („Ergersheimer Weinberge erleben und genießen“) lädt ein, die abwechslungsreiche Natur um Ergersheim näher kennenzulernen und dabei die Weine des Ergersheimer Altenbergs zu genießen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fällversuch mit einem Dechsel beim Ergersheimer Experiment im März 2011

Seit 2011 finden jährlich im März die „Ergersheimer Experimente“ im gemeindeeigenen Rechtlerwald statt. Es handelt sich um eine fortlaufende Reihe archäologischer Experimente zur praktischen Erprobung bandkeramischer Baumfäll- und Holzbearbeitungstechniken mit nach archäologischen Befunden rekonstruierten steinzeitlichen Werkzeugen. Die aufeinander aufbauenden Experimente werden von Wissenschaftlern verschiedener Institutionen, zusammen mit Archäotechnikern und interessierten Laien durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Versuche werden in internationalen Fachpublikationen veröffentlicht.[9][10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Ergersheim. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 61 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Erich Krück: Ergersheim: ein Dorf in Mittelfranken. Krück, Ergersheim 1991, DNB 931341671.
  • Gottfried Stieber: Ergersheim. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 344–346 (Digitalisat).
  • Gottfried Stieber: Senheim. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 756–758 (Digitalisat).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Abfrage: Ergersheim auf Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Markus Ullrich: Endneolithische Siedlungskeramik aus Ergersheim, Mittelfranken: Untersuchungen zur Chronologie von Schnurkeramik- und Glockenbechern an Rhein, Main und Neckar. Habelt, Bonn 2008, ISBN 978-3-7749-3587-7 (Dissertation an der Universität Bamberg, 2005).
  4. Markus Ullrich: Das Dolinenfeld „Am Hahnenbuck“ bei Ergersheim, Landkreis Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim : ein Fundplatz des Endneolithikums, der Bronze- und der Urnenfelderzeit. Dr. Faustus, Büchenbach 2011, ISBN 978-3-933474-15-5.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 722.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 583.
  7. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  8. * Eintrag zum Wappen von Ergersheim (Mittelfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Peter Walter, Rengert Elburg, Wulf Hein, Werner Scharff: Ergersheimer Experimente zur bandkeramischen Fäll-und Holzbearbeitungstechnik. In: Plattform, Zeitschrift des Vereins für Pfahlbau- und Heimatkunde e.V. Nr. 19/20, 2012, ISBN 978-3-9813625-9-6, ISSN 0942-685X, S. 89–94 (PDF).
  10. TV-Beitrag: Baumfällen wie in der Steinzeit auf der Mediathek des Bayerischen Fernsehens vom 25. April 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ergersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien