Black Mirror (Fernsehserie)/Episodenliste

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Diese Episodenliste enthält die Episoden der britischen Science-Fiction-Serie Black Mirror, sortiert nach ihrer Erstausstrahlung auf dem britischen Fernsehsender Channel 4 und dem US-Streamingdienst Netflix.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staffel Episoden­anzahl Erstveröffentlichung UK Deutschsprachige Erstveröffentlichung
Staffelpremiere Staffelfinale Staffelpremiere Staffelfinale
1 3 4. Dezember 2011 18. Dezember 2011 11. Dezember 2013 25. Dezember 2013
2 3 11. Februar 2013 25. Februar 2013 13. August 2014 27. August 2014
Special 1 16. Dezember 2014 24. November 2015
3 6 21. Oktober 2016
4 6 29. Dezember 2017
Film 1 28. Dezember 2018

Staffel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr.
(ges.)
Nr.
(St.)
Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung (UK) Deutsch­sprachige Erstaus­strahlung (D) Regie Drehbuch Darsteller UK-Quoten
1 1 Der Wille des Volkes The National Anthem 4. Dez. 2011 11. Dez. 2013 Otto Bathurst Charlie Brooker Rory Kinnear, Lindsay Duncan, Anna Wilson-Jones,
Tom Goodman-Hill, Donald Sumpter & Lydia Wilson
2,07 Mio.
Die erste Folge ist ein politischer Thriller, in der der Premierminister Großbritanniens, Michael Callow, ein großes und schockierendes Dilemma erlebt, als die Prinzessin Susannah, ein beliebtes Mitglied der Königsfamilie, entführt wird. Als Bedingung für die Freilassung wird vom Premierminister Sex mit einem Schwein im nationalen Fernsehen gefordert. Callow widersetzt sich der Forderung hartnäckig und versucht alles, um den Entführer vor Ablauf der gesetzten Frist zu stellen. Zudem verlangt er strikte Geheimhaltung über die Entführung, jedoch wurde das Entführungsvideo auf YouTube hochgeladen und daher schon von vielen britischen Bürgern gesehen. Obwohl sich die britischen Medien zunächst verpflichten, die Geschichte nicht zu senden, erreicht diese bald darauf ausländische Nachrichtensender, wodurch schnell alle über die Entführung und die Forderung Bescheid wissen. Ist die öffentliche Meinung zu Beginn noch auf Seiten Callows, ändert sich diese, nachdem ein abgetrennter Finger, der mutmaßlich von Prinzessin Susannah stammt, bei einem Nachrichtensender auftaucht. Zudem drängt ihn die Königsfamilie zu dem Schritt, seine Frau dagegen fleht ihn an, es nicht zu machen.

Als alle andere Möglichkeiten versagen, sieht sich Callow gezwungen, die Forderung live vor einer weltweiten Öffentlichkeit zu erfüllen. Die Prinzessin wird unversehrt freigelassen, wobei es sich herausstellt, dass diese schon eine halbe Stunde vor Ablauf der Frist freikam. Dies wurde jedoch aufgrund der Liveübertragung des Premierministers nicht bemerkt. Es stellt sich heraus, dass die Entführung vom Turner-Prize-Gewinner Carlton Bloom geplant wurde. Direkt nach der Freilassung Susannahs begeht er Selbstmord.

Ein Jahr nach der Übertragung ist das politische Bild Callows intakt geblieben, die öffentliche Akzeptanz stieg sogar aufgrund des Willens zur Aufopferung seiner Würde. Prinzessin Susannah hat sich wieder von der Entführung erholt und erwartet ein Kind. Die Öffentlichkeit weiß, dass Bloom hinter der Entführung steckte, jedoch nicht, dass Prinzessin Susannah vorzeitig freigelassen wurde. Während Michael Callow in der Öffentlichkeit akzeptiert wird, ist seine Ehe zerstört.

2 2 Das Leben als Spiel 15 Million Merits 11. Dez. 2011 18. Dez. 2013 Euros Lyn Charlie Brooker
& Konnie Huq
Daniel Kaluuya, Jessica Brown Findlay,
Isabella Laughland, Rupert Everett, Julia Davis
& Ashley Thomas
1,52 Mio.
In einer dystopischen Zukunft dreht sich in dieser Episode alles um einen oberflächlichen Lebensstil, der gekennzeichnet ist durch eintönige Berufe, die schnelle Befriedigung von einfachen Bedürfnissen, körperliche Fitness als Ehrgeiz, Schönheitsideal und Nebenprodukt der am meisten verbreiteten Einkommensquelle, die Ausbeutung von Talent in anspruchslosen Unterhaltungsshows und den Konsum anspruchsloser Medien, die die vorherrschende Gesellschaft verstumpfen lassen.

In dieser Zukunft verbringen die Menschen jeden Tag in einer Sporteinrichtung auf dem Laufrad, um Guthaben zu verdienen. Dabei konsumieren sie kostenpflichtige Unterhaltungsprogramme, Apps, infantile Comedy, überzeichnete Realityformate, Pornografie oder die Castingshow „Hot Shots“. Alle tragen die gleichen Sportanzüge und leben in engen Einzelzimmern, deren Wände aus Bildschirmen bestehen, die diese Unterhaltung anzeigen. Fenster, die den Blick auf Natur und Tageslicht erlauben, existieren nicht. Übergewichtige Menschen, die auf dem Ergometer nicht mithalten können, werden zu Putzkräften degradiert und sind dem Spott der anderen auf den Laufrädern und der Unterhaltungsindustrie in entwürdigenden Sendungen und Spielen ausgesetzt.

Das Guthaben auf dem Laufrad wird für den täglichen Bedarf ausgegeben, der neben nur sehr wenigen realen Gütern wie abgepackte Lebensmittel und Zahnpasta oder frische Handtücher sehr überwiegend aus Zubehör für den eigenen Avatar sowie virtuellen Gütern und Content besteht. Außerdem muss es zum Überspringen von Werbung ausgegeben werden, deren Betrachtung in der eigenen Wohnung außerdem durch einen Pfeifton erzwungen wird, wenn man wegsieht. Alle Oberflächen, die ein Mensch dort betrachten kann, haben Bildschirme integriert und so sind auch seine persönlichen Inhalte allgegenwärtig. Der Ausdruck der Persönlichkeit findet fast ausschließlich über Avatare statt, die nicht nur gegen Guthaben im Aussehen verändert werden, sondern auch den realen zwischenmenschlichen Kontakt, insbesondere in der Freizeit, fast vollkommen ersetzt haben.

Eines Tages hört Bing auf der Unisex-Toilette eine Frau singen. Dabei handelt es sich um Abi, die erst seit kurzer Zeit in der Einrichtung lebt. Bing ist von ihrer Stimme und ihrer Schönheit fasziniert und freundet sich mit ihr an, woraus sich eine Romanze entwickelt. Sie würde gern zur Erde, weil ihre Schwester dort lebt, doch hat nicht ausreichend Guthaben, um die Einrichtung zu verlassen und einen Lebensplatz auf der Erde zu buchen, den man dort wegen Überfüllung erwerben muss. Er versucht sie zu überreden, an der Talentshow „Hot Shots“ teilzunehmen. Diese Show verspricht ihren Teilnehmern die Chance auf ein besseres Leben, was in dieser Welt bedeutet, sie verlassen zu können oder eine Wohnung mit Fenstern zu erhalten. Die Teilnahme kostet eine Gebühr von 15.000.000 der auf dem Laufrad erworbenen Einheiten. Da Abi dieses Guthaben nicht hat und gerade so viel verdient, um über die Runden zu kommen, will Bing ihr sein von einem verstorbenen Bruder geerbtes Guthaben schenken. Abi schenkt ihm einen Pinguin, den sie aus dem Packpapier gefaltet hat, in dem ein Apfel eingepackt war.

Abi, die von einem demotivierten Produktionsteam Gehorsamkeitsdrogen aufgedrängt bekommt und auf die Bühne geführt wird, tritt auf und schafft es tatsächlich, das Publikum (welches ausschließlich aus Avataren auf Bildschirmen besteht) mitzureißen. Aber trotz ihrer guten gesanglichen Darbietung spielt die Jury unbeeindruckt und bietet ihr stattdessen eine Karriere als Pornodarstellerin an, denn wie die Jury zugibt, ist der Juror „Wraith“, dem der Pornokanal gehört, in dieser Staffel der Show dabei, um etwas „Besonderes“ zu finden. „Wraith“ hatte schon vor Abis Darbietung mit anzüglichen und widerlichen Sprüchen ihren Körper kommentiert. Abi widersteht unter Tränen und trotz Drogeneinfluss einer Zusage, sodass die Jury sie vor die Wahl stellt, entweder ein „Wraith Girl“ zu werden oder auf das Laufrad zurückzukehren. Bing, der sie von der Zusage abhalten will, wird von den Sicherheitskräften des Senders aus dem Studio geführt.

Bing fällt in eine Depression, sodass er kaum in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Abi taucht in seinen vier Wänden als „Wraith Girl“ in der Werbung des Kanals wieder auf; die Einblendung kann Bing mangels Guthaben nicht übergehen. Er wird wütend, schlägt vor Wut eine Scherbe aus den Bildschirmen seines Quartiers und beginnt eisern zu sparen. Er radelt wie besessen, verbraucht ein Minimum an Konsumgütern und isst, was andere übrig lassen. So gelingt es ihm erneut, 15.000.000 Einheiten zu erwirtschaften. Mit diesen meldet er sich bei der Castingshow an. Er umgeht die Droge und sein zunächst tänzerischer Auftritt gipfelt in der Drohung, sich mit der Scherbe live auf Sendung vor allen umzubringen, wenn man ihn nicht anhört.

In seiner Wutrede beschreibt er die Apathie und die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, die sich nur noch in digitalen Gütern ausdrücken kann und deren Ehrgeiz ausschließlich darin besteht, ein „Hot Shot“ zu werden. Er klagt über die fehlende Echtheit der Welt, die sie sich geschaffen haben, da Realität für die Gesellschaft unerträglich geworden ist und jedes Anzeichen von wahrer Schönheit von der Medienindustrie sofort eingefangen und in einen Witz verwandelt wird. Er beendet seine Rede mit einem Fluch darüber, dass auch ihm durch die Medien wahre Schönheit in seinem Leben entrissen wurde. Nach beschämtem Schweigen im Publikum verfällt die Jury in ihre alte Routine und lobt die Performance von Bing. Bing bekommt von Juror „Hope“ einen eigenen Kanal angeboten, in dem er regelmäßig das flache, niveaulose Leben kommentieren soll.

Das Ende zeigt Bing, wie er in einer größeren Wohnung mit besserer Grafik auf den Bildschirmen, seine Sendung als zorniger Mann mit Scherbe produziert. Sein altes Zimmer ist zur Kulisse seiner Sendung geworden, eine Pinguinfigur aus Holz steht auf seinem Schreibtisch. Die Scherbe selbst kann inzwischen natürlich auch als Zubehör für den eigenen Avatar erworben werden. Bing hat nun auch Zugang zu realen Gütern wie Orangensaft und muss nicht mehr auf dem Laufrad arbeiten. Außerhalb seiner Sendung ist er aber so apathisch wie vor seiner Begegnung mit Abi, die noch einmal in einer Werbeeinblendung auftaucht und inzwischen ihre Natürlichkeit sichtbar verbraucht hat.

3 3 Das transparente Ich The Entire History of You 18. Dez. 2011 25. Dez. 2013 Brian Welsh Jesse Armstrong Toby Kebbell, Jodie Whittaker, Tom Cullen & Jimi Mistry 870.000
In dieser alternativen Realität hat jede Person durch ein Implantat Zugriff auf das, was man tut oder wahrnimmt, jedes Erlebnis wird gespeichert. Diese Erinnerungen können direkt auf den Augen oder externen Monitoren dargestellt werden.

So kann alles Erlebte nicht nur immer und überall beliebig oft wiedergegeben werden, es gehört auch zum Alltag, verschiedene Situationen mit seinem Partner und Freunden zu diskutieren. Hilfreich ist dabei, dass man z. B. auch kleinste Details optisch vergrößern kann, um diese im Nachhinein noch erkennen zu können.

Die Geschichte beginnt mit einem Ehepaar, das an einer Feier mit Freunden und Bekannten teilnimmt. Aus Höflichkeit lädt das Paar am Ende des Treffens noch einen Mann aus der Runde zu sich nach Hause ein, der bei der abendlichen Unterhaltung damit geprahlt hatte, dass er sich hin und wieder vergangene erotische Erlebnisse mit ehemaligen Liebhabern anschaue. Anschließend fahren das Ehepaar und er getrennt zu deren Haus. Während der Fahrt bemerkt der Ehemann, dass er den anderen Mann für einen unsympathischen Widerling hält und fragt seine Frau, woher er diesen kennt. Am Haus angekommen kommt das Paar zu dem Schluss, den Abend doch lieber allein verbringen zu wollen und lädt den Begleiter unter einem Vorwand wieder aus.

In der folgenden Nacht wird ersichtlich, dass die Bindung des Paares offenbar nicht mehr sehr aktiv ist und dass sie in Bezug auf den Bekannten nicht die volle Wahrheit gesagt hatte. Es stellt sich durch sein intensives Drängen heraus, dass er von ihr in einer zuvor bereits erlebten Beziehungspause mit eben jenem ominösen Ekel betrogen wurde.

Der Ehemann fährt daraufhin zu dem anderen Mann und zwingt ihn mit Gewalt dazu, sämtliche Erinnerungen an seine Frau zu löschen. Es bleibt unausgesprochen, ob der Mann auch der Vater des Kindes des Paares ist. Die leere Wohnung und mehrere Erinnerungsrückblicke, in denen die Augen seiner Frau und des Kindes zu sehen sind deuten darauf hin, dass durch die Augenfarbe des Kindes eine Vaterschaft des anderen Mannes wahrscheinlich ist. Auch eine Erinnerung aus dem Bad, bei dem seine Frau nach der Farbe des auszuwählenden Kleides fragt stellt einen Hinweis auf diese Frage dar. Am Ende entfernt sich der Ehemann das Implantat.

Staffel 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr.
(ges.)
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(St.)
Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung (UK) Deutsch­sprachige Erstaus­strahlung (D) Regie Drehbuch Darsteller UK-Quoten
4 1 Wiedergänger Be Right Back 11. Feb. 2013 20. Aug. 2014 Owen Harris Charlie Brooker Hayley Atwell, Domhnall Gleeson, Claire Keelan,
Sinead Matthews, Flora Nicholson, Glenn Hanning,
Tim Delap & Indira Ainger
2,01 Mio.
Martha und Ash leben zusammen auf dem Land. Als Ash bei einem Autounfall stirbt, erhält Martha von einer Freundin eine Einladung zu einem Internetangebot, das es ihr ermöglicht, mit einem Imitat ihres verstorbenen Mannes zu kommunizieren, was sie zunächst ablehnt.

Als Martha jedoch feststellt, dass sie schwanger ist und zunächst mit keinem reden kann, probiert sie den Dienst aus. Die Künstliche Intelligenz des Systems bezieht sein Wissen aus Inhalten, die Ash, als sehr onlineorientierter Mensch, in diversen sozialen Netzwerken gepostet hat.

Martha ist in ihrer Situation davon ergriffen und wünscht sich, dass sie mit Ash reden könne. Auch dies ist mit einer zusätzlichen Dienstleistung möglich. Von nun an begleitet der künstliche Ash Martha durch ihren Alltag.

Als es schließlich möglich wird, ein menschenähnliches Abbild des verstorbenen mit Hilfe der KI zum Leben zu erwecken, geht Martha auch diesen Schritt weiter und aktiviert das ihr gelieferte und zunächst identitäts- und leblose Wesen nach Anleitung in ihrer Badewanne.

Nach anfänglicher Irritation und dann Freude, bei der der neue Ash versucht, seiner Frau alles recht zu machen, stellt sich bald bei Martha Unbehagen ein. Aufgrund so manch fehlendem Wissen und anderer, oft leidenschaftsloser, Charakterzüge wird ihr klar, dass dies nur ein Imitat von Ash ist, mit dem sie doch nicht leben kann.

So verweist sie den künstlichen Ash aus dem Haus, nur um ihn am Morgen im Garten stehend zu finden, weil er sich nicht mehr als 25 Meter ohne Begleitung seines Administrators von seinem Aktivierungsort entfernen kann. So fährt sie mit ihm an die Steilküste und versucht ihn dazu zu bringen, sich hinabzustürzen. Der dabei selbst von ihr herbeigeführte, aber gespielte Gefühlsausbruch, bei dem Ash um sein Leben fleht, lässt sie von der Idee abbringen.

Nach einigen Jahren feiert Martha mit ihrem nun schon älteren Kind Geburtstag. Obwohl es kein Wochenende ist, überredet das Kind seine Mutter, auf den Dachboden zu dürfen und ein Stück Kuchen mitzunehmen. Dort steht der künstliche Ash offenbar in der übrigen Zeit und wartet auf seinen Besuch, bei dem das Kind ihn offenbar als Spielgefährten nutzt, während Martha dies weiterhin eher widerwillig akzeptiert.

5 2 Böse Neue Welt White Bear 18. Feb. 2013 13. Aug. 2014 Carl Tibbetts Charlie Brooker Lenora Crichlow, Michael Smiley, Tuppence Middleton,
Ian Bonar, Nick Ofield, Russell Barnett & Imani Jackman
1,69 Mio.
Eine Frau wacht in einem Haus auf und kann sich an nichts mehr erinnern. In den laufenden Fernsehern ist nur ein mysteriöses Symbol zu sehen, das von einem seltsamen Ton unterlegt ist. Einzelne Erinnerungsfetzen von einem kleinen Mädchen, das sie für ihre Tochter hält, und einem weißen Spielzeug-Bären verwirren sie zusätzlich.

Beim Verlassen des Hauses ist zunächst niemand zu sehen. Als plötzlich ein Paar in Tarnkleidung auftaucht, findet sich die Frau – völlig verängstigt – in einer Art Hetzjagd wieder, in der die kleine Gruppe von einer Person mit Schrotflinte und Maske, welche mit dem bereits im Fernsehen ausgestrahlten Symbol versehen ist, durch den Ort getrieben wird.

Irrwitzigerweise scheint die nun auftauchende Bevölkerung zu stummen Voyeuren verkommen zu sein: Ohne Kommentar filmen und fotografieren die Menschen den Schützen und seine Opfer. Als der Mann im Tarnanzug von dem Verfolger erschossen wird, flüchten die beiden Frauen weiter.

Vor Angst und Entsetzen schreiend, wird die Unbekannte von der Flüchtigen weiter angetrieben. Immer wieder kommen Erinnerungsfetzen von Kuscheltier und Kind in der Frau hoch, mit der bangen Frage, wo ihre Tochter abgeblieben sei. Kurz darauf ergibt sich das nächste surreale Szenario: Mitten im Wald hängen Menschen an Kreuzen, während andere Gestalten, offenbar auch Jäger, der Flüchtigen habhaft werden wollen. Auch hier tauchen die Voyeure auf und filmen das ganze Geschehen, ohne einzugreifen. Wiederholt erscheint an verschiedenen Plätzen das seltsame Symbol.

Nachdem sie in die Enge getrieben und ihre Begleiterin verletzt wurde, gelingt es der Unbekannten, einem Mann mit einer Schweißermaske dessen Gewehr zu entreißen und auf ihn zu schießen. Als nur glitzerndes Konfetti den Lauf verlässt, löst sich die Situation dermaßen auf, sodass eine Wand aufklappt und dahinter eine Bühne mit applaudierendem Publikum erscheint.

Nun wird die Unbekannte auf einem Stuhl festgebunden, während sich unter dem Beifall der Menge plötzlich Schauspieler als Darsteller der Jäger und ihrer vermeintlichen Opfer von der Bühne verabschieden.

Die Frau wird nun völlig verstört und verängstigt über ihre Identität aufgeklärt. Zusammen mit ihrem Freund, der das nun bekannte Symbol als Tätowierung getragen hat, hat die Frau das kleine Mädchen entführt, wobei der weiße Stoffbär zurückblieb. Aus unbekanntem Grund filmte die Frau dann, wie ihr Freund das Kind zunächst gequält und später ermordet hat. Der Fall hat so viel Aufmerksamkeit und Anteilnahme erhalten, dass die „White Bear“-Stiftung gegründet wurde.

Diese betreibt eine Art Freizeitpark, bei der Schauspieler zur Belustigung der filmenden Besucher – nicht also der Bewohner – tagtäglich das zuvor erlebte Szenario erleben können. Am Ende des Tages wird alles in den Ausgangszustand zurückgesetzt, aufgeräumt und die Mörderin mittels quälender Elektroschocks erneut ihrer Erinnerung beraubt. Am Ende wird klar, dass sie diese Prozedur offenbar schon eine längere Zeit zu ertragen hat.

6 3 Die Waldo-Kandidatur The Waldo Moment 25. Feb. 2013 27. Aug. 2014 Brynn Higgins Charlie Brooker Daniel Rigby, Chloe Pirrie, Jason Flemyng,
Tobias Menzies, Christina Chong & Michael Shaeffer
1,28 Mio.
Der Darsteller eines pöbelnden und live animierten Cartoon-Bären einer beliebten TV-Comedy wird nach ersten, lediglich satirischen Attacken auf einen Lokalpolitiker dazu gedrängt, in seiner Rolle am Wahlkampf um die Mitgliedschaft im Parlament teilzunehmen. Jedoch zweifelt der Künstler zunehmend an seiner Figur und der Rolle, die er mit wachsender Beliebtheit im politischen Umfeld wahrnimmt.

Eines abends trifft er eine Gegenkandidatin und erhofft sich nach einer spontanen Affäre offenbar eine Beziehung. Auf Druck ihrer Partei fängt sie allerdings an, ihn als politischen Gegner zu meiden. Seine ohnehin schon depressiven Gefühle verstärken sich somit umso mehr.

Als er in einer Diskussionsrunde von dem stetig angegriffenen Politiker demaskiert wird, schlägt er verbal um sich und entblößt – immer noch in der Rolle des digitalen „Waldo“ – seinerseits die Schwächen der anderen Bewerber. Damit trifft er allerdings auch seine eigentliche Liebe.

Bei den Wählern steigen jedoch die Sympathiewerte weiter an. Eine Versöhnung mit der Angebeteten scheitert.

Durch den Eklat wird die CIA auf die künstliche Figur und die Möglichkeiten, trotz fehlender politischer Inhalte mit beißendem Humor Wähler zu gewinnen, aufmerksam. „Waldo“ soll zur Marke werden.

Das Autorenteam führt somit den Wahlkampf fort, während Waldos Darsteller immer verbitterter wird. Als eines Tages der Medientruck, an dessen Seite ein überdimensionaler Bildschirm angebracht ist, über den „Waldo“ aus dem Inneren heraus gesteuert zu sehen ist, von einem anderen Politiker aus den Reihen der Partei der Geliebten mit Gemüse beworfen wird, steigt der Darsteller aus und versucht seinerseits den Bildschirm und damit seine Figur zu zerstören sowie die Bevölkerung aufzufordern, einen „echten“ Politiker zu wählen statt seiner.

Allerdings übernimmt der Produzent die Steuerung, gibt sich als Waldo aus und fordert das Publikum auf, den Abtrünnigen zu verprügeln. Schwer verletzt erlebt dieser den Ausgang der Wahl im Krankenhaus. Waldo gewinnt die Abstimmung zwar nicht, kann die Massen aber dazu mobilisieren, den verhassten Gewinner mit ihren Schuhen zu bewerfen, indem er jedem 500 Pfund verspricht.

Nach einigen Jahren wird der Erfinder von Waldo, als er mit anderen Obdachlosen unter einer Brücke schlafen will, von Polizeitruppen vertrieben. Auf einer Medienwand sieht er zunächst eine Waldo-Werbung, dann Kampfjets mit Waldo als Symbol am Heck und schließlich Waldo in verschiedenen Ländern und Sprachen als Maskottchen.

Nachdem er auch diesen Bildschirm beschädigen will, wird er von der Polizeitruppe des offenbar weltweiten, totalitären Waldo-Regimes niedergeknüppelt.

Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr.
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Nr.
(St.)
Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung (UK) Deutsch­sprachige Erst­veröffent­lichung (D/A/CH) Regie Drehbuch Darsteller UK-Quoten
7 1 Weiße Weihnacht White Christmas 16. Dez. 2014 24. Nov. 2015 Carl Tibbetts Charlie Brooker Rafe Spall, Nicholas Agnew, Jon Hamm, Janet Montgomery,
Zahra Ahmadi, Jonathan Arkwright, Ian Keir Attard & Oona Chaplin
1,66 Mio.
Auch diese Geschichte spielt auf mehreren Ebenen mit ineinander verwobenen echten und vermeintlichen Realitäten. In einer verschneiten Hütte sitzen zwei Männer und unterhalten sich. Beide kennen sich offenbar bereits seit fünf Jahren. Der eine ist aufgrund eines Vorfalls bedrückt.

In dieser Welt ist man offenbar in der Lage, andere an seinem Bewusstsein teilhaben zu lassen. So erklärt sich, dass sich ein eher schüchterner junger Mann von einem Coach namens Matt, der einer der beiden erzählenden Männer ist, begleiten lässt, um in einer Bar eine Frau kennen zu lernen. Dies ist fatalerweise erfolgreich – die Auserkorene ist offenbar psychisch gestört und hält ein kurz belauschtes Gespräch ihres Verehrers mit der Datinggruppe für Selbstgespräche mit imaginären Stimmen – so wie bei ihr selbst. Um sich beide zu erlösen, vergiftet sie den jungen Mann und sich selbst. Die Datinggruppe bricht daraufhin ihre Sitzung ab und vernichtet alle Beweise für einen Kontakt.

Der andere Mann, Joe, berichtet, dass ihm seine Freundin Beth einen Schwangerschaftstest vorenthalten habe und ihn im Streit um eine Abtreibung, die sie vornehmen lassen wolle, „geblockt habe“. Offenbar können die Z-Augen-Implantate, die die Menschen tragen, dafür sorgen, dass man einem unliebsame Personen sowohl optisch, als auch akustisch ausblenden bzw. so unkenntlich machen kann, dass diese einem nichts mehr anhaben können. Gleichfalls wird man selbst für den geblockten ausgeblendet. Daraufhin verlässt sie ihn. Entsetzt über diese Zurückweisung versucht Joe seine Freundin dennoch zur Rede zu stellen und stellt ihr nach. Als er erfährt, dass sie immer noch schwanger ist, möchte er sein Anrecht auf das Kind einfordern.

Die Angelegenheit landet vor Gericht und er wird nicht nur weiterhin geblockt, sondern nun auch noch aufgrund gerichtlicher Anordnung. Damit darf er sich ihr auf zehn Meter nicht nähern und die Blockierung streckt sich auch auf den Nachwuchs aus.

Es gelingt ihm aber, zumindest an Weihnachten, wenn seine Ex-Partnerin ihren Vater besucht, heimlich aus weiter Entfernung und natürlich verpixelt, einen Blick auf sein Kind zu erhaschen. In der Folge kauert er jedes Jahr im tiefen Winter im Wald und beobachtet das Haus, in dem der Ex-Schwiegervater wohnt. Zudem stellt er dem Kind immer als Geschenk eine Schneekugel vor die Tür. Das Kind wird größer und fängt an, im Garten Schneemänner zu bauen.

Blende zurück: Matt und Joe sitzen weiterhin in der verschneiten Hütte. Joe fragt Matt nach seiner Arbeit. Dieser erklärt, er würde sogenannte „Cookies“ trainieren.

Die „Cookies“ seien Implantate, die es erlauben, während der Tragezeit die Persönlichkeit des Trägers aufzunehmen und vollständig zu kopieren. Dies in der Tat so gut, dass das explantierte Bewusstsein denkt, es sei die echte Person, wenn der Chip wieder entnommen wird. Seine Aufgabe sei es, mit diesem Kandidaten zu diskutieren und zur Not durch vermeintlich tage- oder wochenlanges Einsperren so zu knacken, dass diese sich ihrem Schicksal fügen und als Controller den Implantat-Träger wecken, an Aufgaben und Termine erinnern oder Dinge recherchieren. Die Zeit, die das Cookie-Bewusstsein erlebt und die, die in der Realität tatsächlich vergangen ist, kann hierbei abweichend beeinflusst werden, sodass der Cookie in wenigen Minuten ganze Monate erleben kann.

Nun geht es wieder zurück zur Hütte und der Geschichte Joes: Eines Tages erfährt er, dass Beth bei einem Zugunglück ums Leben gekommen ist. Er macht sich daraufhin beim nächsten Weihnachtsfest besonders freudig auf den Weg, um zum ersten Mal seine Tochter zu sehen, denn durch den Tod der Mutter wird die Blockierung automatisch aufgehoben.

Als der Mann mit der Schneekugel an das Kind herantritt, dreht es sich um und hat klar erkennbar asiatische Gesichtszüge. Er erkennt, dass Beth ihn mit dem gemeinsamen Freund Tim betrogen haben muss und gerät darüber in Wut. Ein Streit mit dem hinzu gekommenen Großvater eskaliert derart, dass Joe den Älteren mit dem Geschenk erschlägt.

Nun ist Joe wieder in der Hütte mit Matt, die er zunehmend als mit der identisch wahrnimmt, in der der Großvater mit dem Kind lebte. Dies verwirrt Joe und er fragt wo er sei. Matt drängt ihn, weiter zu erzählen und die Wahrheit zu offenbaren: Nachdem er aus dem Haus des Großvaters geflüchtet war, saß das Kind allein in seinem Zimmer und wartete. Zunächst darauf, dass der Großvater wieder wach würde, dann auf Hilfe oder eine Lösung. Als sie erkannte, dass keine kommen würde, machte sie sich auf den Weg in die Stadt, konnte diese aber bei den winterlichen Verhältnissen nicht mehr erreichen. Somit hat er zwei Menschenleben auf dem Gewissen.

Matt freut sich über das Ergebnis und verschwindet. Es wird klar, dass sich dieses Treffen lediglich in einem virtuellen Raum abgespielt hat und er den Cookie des Mörders im Auftrag der Polizei manipuliert und verhört hat. Der echte Joe sitzt weiterhin in der Zelle und wird nun aufgrund des Protokolls verurteilt werden.

Der Coach allerdings ist auch ein Insasse, welcher aufgrund des Todesfalls in der Datinggruppe eine Haft verbüßt. Durch seine Mitwirkung erlangt er nun die Freiheit. Allerdings sind für ihn alle Menschen geblockt und er für die anderen, welche ihn durch ein rotes Muster jedoch als Straftäter erkennen können.

Es verbleibt Joes Cookie in seiner eiförmigen Simulationsumgebung. Einer der Polizisten ruft ein Weihnachtslied auf, welches nun in der Hütte im Radio läuft und stellt die Simulation so ein, dass 1000 Jahre in einer echten Minute vergehen. Anschließend verlassen die Ermittler die Wache für die Weihnachtsferien. Joe rennt um den Küchentisch und schleudert schließlich entnervt das Radio auf den Boden, ohne dass der Song aufhört. Wenn er sich umdreht, steht das Radio wieder völlig intakt auf der Anrichte und die Trümmer sind vom Boden verschwunden, dies wiederholt sich noch mehrere Male und die Geschichte endet.

Staffel 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dritte Staffel von Black Mirror wurde am 21. Oktober 2016 sowohl in originaler als auch in deutscher Sprache bei Netflix veröffentlicht.

Nr.
(ges.)
Nr.
(St.)
Deutscher Titel Original­titel Regie Drehbuch Darsteller
8 1 Abgestürzt Nosedive Joe Wright Rashida Jones & Michael Schur
Idee: Charlie Brooker
Bryce Dallas Howard, Alice Eve, James Norton & Cherry Jones
Diese Geschichte spielt in einer alternativen Realität, in welcher Menschen anhand ihres Social Rankings live bewertet werden können und dann auch dementsprechend behandelt werden. Die Menschen bewerten sich permanent gegenseitig und schaffen damit eine fluide Struktur des Miteinanders, weswegen alle nett zueinander sind und Freundschaft und Freundlichkeit vortäuschen, um in der Gunst der jeweils anderen zu steigen.

Die Protagonistin dieser Episode versucht, von ihren 4,2 auf 4,5 von maximal 5 möglichen Punkten im Ranking zu kommen, damit sie 20 % Rabatt bei der Miete einer schicken Wohnung in einem Szeneviertel bekommt, und sie sich damit leisten kann, statt weiter mit ihrem Bruder, der „nur eine 3 Punkt irgendwas ist“, zusammen leben zu müssen. Bei der Ranking-Steigerung helfen ihr sowohl ein professionieller Coach als auch ihre alte Freundin Naomi, auch Nay-Nay genannt. Diese hat nun vor, zu heiraten, und lädt die Freundin ein, ihre Trauzeugin zu sein, angeblich um alter Erinnerungen wegen. Da Nay-Nay eine beinahe perfekte Bewertung hat und alle ihre Gäste mindestens einen Score von 4 haben, sieht die Protagonistin hierbei ihre Chance des sozialen Aufstiegs. Auf dem Weg zu Nay-Nay geht einiges schief, und bevor sie ankommt, ist die Protagonistin nur noch eine 1,3. Obwohl Nay-Nay ihr bereits bei einem zwischenzeitlichen Telefongespräch wegen ihres schlechten Rankings absagt und offenbart, dass sie sie nur eingeladen habe, um ihr eigenes Ranking zu verbessern, schleicht die Protagonistin sich auf die Hochzeit. Das ist nicht einfach, da die Hochzeit sich auf einem gut gesicherten Anwesen befindet, das nur Personen mit 3,8 oder besser einlässt. Betrunken und verzweifelt hetzt sie am Mikrofon über die Gesellschaft und Nay-Nay her. Die Hochzeitsgesellschaft ist sichtlich gelähmt aus Angst, Schritte gegen den Störenfried einzuleiten, die von anderen Gästen schlecht bewertet werden könnten.

Die Protagonistin landet schlussendlich als 0,6 im Gefängnis. Dort trifft sie einen ihr unbekannten Inhaftierten und sie fangen beide an, gelöst von den gesellschaftlichen Zwängen, sich voller Spaß gegenseitig zu beleidigen.

9 2 Erlebnishunger Playtest Dan Trachtenberg Charlie Brooker Wyatt Russell, Hannah John-Kamen, Wunmi Mosaku & Ken Yamamura
Cooper ist ein junger Amerikaner, der nach dem Tod seines an Alzheimer erkrankten Vaters eine Weltreise macht. Am Ende derer findet er sich in London wieder, wo er eine Nacht mit Sonja, einer Einheimischen, verbringt. Während des gesamten Aufenthaltes ruft seine Mutter ihn mehrmals an; da er ein schlechtes Verhältnis mit ihr hat, nimmt er die Anrufe allerdings nicht an.

Da die Daten seiner Kreditkarte in einem vorherigen Reiseland geklaut wurden, benötigt Cooper kurzfristig Geld für die Rückreise und bekommt kurzfristig über eine App beim Videospielunternehmen SaitoGemu, geführt von Shou Saito, einem japanischen Spieleentwickler, der für seine Horrorspiele bekannt ist.

Da Sonja eine Videospieljournalistin ist, bittet sie ihn, ihr einige Bilder von innerhalb des Unternehmens zu senden. Als Cooper kurz alleine gelassen wird, schaltet er sein Handy wieder ein und macht ein Foto und sendet es Sonja. Katie, eine Mitarbeiterin von SaitoGemu, implantiert ihm einen sogenannten Mushroom, der auf sein Gehirn zugreift: Mittels eines Brain-Computer-Interfaces kann Cooper in der realen Umgebung Dinge sehen, die sonst keiner sehen kann. Zum Abend bringen Katie und Shou ihn zu einem alten Gebäude, wo er die Nacht verbringen soll (Katie ist ihm über einen Ohrknopf zugeschaltet); allerdings kann er den Test jederzeit beenden. Laut Katie können die Dinge, die er sieht, ihm physisch nichts anhaben. Er sieht unter anderem Spinnen, einen alten Feind aus der High School, sowie eine Mischkreatur aus beiden. Während die Mitarbeiterin Katie kurzfristig nicht erreichbar ist, kommt Sonja zum Haus und warnt Cooper vor SaitoGemu. Mehrere andere Touristen, die diese Art Job über die App bekommen haben, seien verschwunden. Als er ihr nicht glauben will, ersticht sie ihn mit einem Küchenmesser. Im Gegensatz zu den vorherigen Dingen, sind sie und das Messer für ihn physisch fühlbar, er nimmt an, dass sie echt sind. Nach einigen Minuten sind Sonja und das Messer verschwunden, die wieder zugeschaltete Katie versichert ihm, dass es eigentlich nicht möglich sein kann, dass er physisch etwas gefühlt hat. Er möchte jedoch nicht weiter teilnehmen und möchte den Test beenden. Katie leitet ihn zu einem anderen Zimmer im Gebäude und offenbart ihm dann allerdings, dass es keine Ausstiegsmöglichkeit gebe. Anschließend verliert Cooper wie sein Vater sein Gedächtnis, während Katie ihn beschuldigt, ein schlechter Sohn zu sein, da er nicht seiner Mutter antworten würde. Im letzten Moment ruft er das Codewort „Stop“ und wird aus der Simulation gerissen: er ist in Wahrheit immer noch im Firmensitz des Spieleunternehmens. Katie und Shou entschuldigen sich bei ihm, anscheinend habe die Simulation zu stark auf sein Gedächtnis und seine Ängste zugegegriffen. Cooper fliegt verstört zurück nach Hause in die Vereinigten Staaten, wo seine Mutter ihn nicht erkennt und versucht, ihn anzurufen. Erneut wird er aus der Simulation gerissen: Cooper ist immer noch beim Einrichten des Mushrooms mit Katie. Seit dem Einschalten sind nur 0,04 Sekunden vergangen. Da er jedoch sein Handy nach dem Fotografieren nicht ausgeschaltet hatte, stören die Funkwellen eines Anrufes seiner Mutter den Mushroom, Cooper stirbt. Als Begleiterscheinung seines Todes notiert Katie auf Anweisung von Shou, dass er "Mom" rief.

10 3 Mach, was wir sagen Shut Up and Dance James Watkins Charlie Brooker & William Bridges Alex Lawther & Jerome Flynn
Es wird die Geschichte fünf voneinander unabhängiger Personen gezeigt, die alle gemein haben, dass ihnen angedroht wird, geleaktes Material mit Existenz zerstörendem Potenzial zu veröffentlichen. Die Opfer erhalten per SMS Anweisungen von den Erpressern, bestimmte Orte aufzusuchen sowie Gegenstände zu liefern und abzuholen. Hierbei treffen sie auf ihre erpressten Leidensgenossen, wodurch eine ineinander verwobene Kette entsteht.

Schlussendlich werden alle Anweisungen ausgeführt, wozu ein Banküberfall sowie der Kampf um Leben und Tod zwischen zwei Opfern gehören. Dennoch wird letztendlich sämtliches Material ins Netz gestellt. Zum Ende hin sind die Reaktionen der Angehörigen auf die Enthüllungen zu sehen.

11 4 San Junipero San Junipero Owen Harris Charlie Brooker Gugu Mbatha-Raw & Mackenzie Davis
San Junipero, 1987. Die schüchterne Yorkie besucht den kleinen Küstenort und stürzt sich ins Nachtleben. In einer Bar lernt sie die temperamentvolle und bisexuelle Kelly kennen, welche ihr anbietet mit ihr Sex zu haben. Nach einer Woche sagt Yorkie endlich zu und erlebt ihr erstes Mal.

Nachdem Yorkie ihre neue Liebhaberin jedoch im Anschluss nicht mehr finden kann, muss sie innerhalb San Juniperos, einer simulierten Realität, mehrere Jahrzehnte bereisen, um Kelly zu finden. Die im realen Leben bereits 73 Jahre alte Kelly erklärt schließlich, dass in dieser Simulation sowohl die Toten als auch die im Sterben Liegenden ihr Bewusstsein in ihr jüngeres Ich transferieren können, um mit den Lebenden zu kommunizieren. Letztere können sich jedoch nur 5 Stunden pro Woche in San Junipero aufhalten.

Um die rechtlich notwendige Zustimmung eines Familienmitglieds zur Sterbehilfe zu erhalten, heiraten Yorkie und Kelly. Bald darauf stirbt Yorkie und schreitet für immer in die Welt von San Junipero über. Als auch die todkranke Kelly bereit ist zu sterben, entscheidet sie sich ihr Leben durch aktive Sterbehilfe beenden zu lassen und ebenso nach San Junipero überzuschreiten, wo sie und Yorkie wieder vereint sind.

12 5 Männer aus Stahl Men Against Fire Jakob Verbruggen Charlie Brooker Malachi Kirby, Michael Kelly, Madeline Brewer, Ariane Labed & Sarah Snook
Eine Militärorganisation macht in Dänemark Jagd auf Mutanten, sogenannte Roaches (Kakerlaken). Die Truppe um Stripe und Hunter ist ausgestattet mit MASS, einem Hirnimplantat, das die menschlichen Sinne signifikant verbessert. Im Rahmen einer Ausräucherungs-Aktion in einem Nest wird Stripe vom LED-Strahl eines Gerätes getroffen, das eine der Roaches verwendete – daraufhin erfährt sein MASS immer wieder Störungen, vergleichbar mit Computer-Glitches.

Als die Gruppe abermals auf die Jagd geht, sieht Stripe auf einmal Menschen, wohingegen seine Kameraden nach wie vor Roaches erblicken. Nachdem seine Anführerin Medina von einem Roach erschossen wurde und er seine Mitstreiterin Hunter ausgeknockt hat, flieht er zusammen mit einer Frau namens Catarina und ihrem Sohn. Diese erklärt dem Soldaten anschließend, dass die Roaches seit einer Kriegshandlung vor 10 Jahren einer Gattung von Menschen angehören, welche Opfer einer Propaganda gestützten ethnischen Säuberungsaktion sind. Das MASS wurde den Killern implantiert, um offenbar leichter ihre Tötungsaufträge auszuführen, da es ihnen vorgaukelt, gegen Mutanten vorzugehen. Es kommt heraus, dass sowohl Stripe als auch seine Kameraden durch das MASS auch keine Erinnerung mehr an ihre Zeit vor der Rekrutierung zum Eugenik-Programm haben. Schließlich taucht Hunter auf und tötet Catarina und ihr Kind und nimmt ihren verräterischen Kollegen in Haft.

Ein paar Tage nach den Geschehnissen wird Stripe letztendlich in vollen militärischen Ehren aus dem Dienst entlassen, musste sich aber bereit erklären, einen Reset am MASS durchführen zu lassen, wollte er nicht auf Lebenszeit inhaftiert bleiben. So kann er auch keinem Außenstehenden von den schrecklichen Vorkommnissen berichten. In der Abschlussszene sieht man ihn glücklich auf ein Haus zugehen, wo schon eine hübsche Frau auf ihn zu warten scheint. Dies ist jedoch nur eine weitere Illusion seines Implantats, denn in Wahrheit handelt es sich um eine verwahrloste Bretterbude.

13 6 Von allen gehasst Hated in the Nation James Hawes Charlie Brooker Kelly Macdonald, Faye Marsay, Benedict Wong, Jonas Karlsson & Joe Armstrong
Die Londoner Polizistin Karin Parke untersucht den Tod der Journalistin Jo Powers, die mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Wohnung aufgefunden wird, man geht von einem Suizid aus. Allerdings hatte Powers kurz vor ihrem Tod einen reißerischen Artikel über den Selbstmord einer Aktivistin einer Behindertenbewegung verfasst, woraufhin sie online unzählige Todesdrohungen erhielt. Die junge Blue Coulson, welche Parke zur Seite gestellt wird, will der Aussage von Powers' Ehemann keinen Glauben schenken, Jo hätte ihn mit einem Messer bedroht und sich anschließend selbst gerichtet.

Am darauf folgenden Tag erleidet der Rapper Tusk einen Krampfanfall und wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch er war bereits Opfer anonymer Drohungen geworden, nachdem er sich öffentlich über einen Fan lustig gemacht hatte. Während der Behandlung in einem MRT-Gerät kommt er durch einen Gegenstand, den das Magnetfeld durch seine Augenhöhle nach draußen befördert, zu Tode. Das Objekt entpuppt sich als Mikrodrohne in Form einer Biene, Teil eines Projekts der britischen Regierung gegen das Bienensterben im Land. Die künstlichen Tiere sollen die Aufgabe ihrer natürlichen Artgenossen übernehmen, indem sie weiter Blüten bestäuben. Bei der Obduktion von Jo Powers' Leichnam wird in deren Gehirn ebenfalls eine solche Drohne gefunden, im Zentrum für Schmerzempfinden. Dies legt nahe, dass sich Powers umbrachte, um den durch die Biene verursachten Schmerz nicht mehr ertragen zu müssen. Weitere Ermittlungen führen die beiden Frauen zu einer mysteriösen Website, auf der die User täglich über den Tod einer Person des öffentlichen Lebens abstimmen können und zur Firma Granular. Diese hatte die Drohnen für ihren Einsatz gebaut und kann sie auch orten und steuern. Der Firmenchef Rasmus findet schließlich heraus, dass die Drohnen gehackt worden sind.

Mithilfe der zuvor gefundenen Website stoßen Parke und Coulson auf das vermutlich nächste Opfer, Clara Meades, nachdem sie einen Zusammenhang zwischen den gehackten Drohnen und den Abstimmungsergebnissen in Betracht ziehen. Meades wird ausfindig gemacht und gemeinsam mit ihr und dem ebenfalls mittlerweile involvierten Bundespolizisten Shaun Li begeben sich die beiden Beamtinnen in ein so genanntes Safe House. Ein Schwarm Drohnen gelangt jedoch durch die Lüftungsanlage ins Innere und tötet Clara. Da aber keiner der Polizisten auch nur verletzt wird, liegt der Verdacht nahe, dass die Bienen per Gesichtserkennung nur die Person angreifen, auf die sie programmiert wurden. Die Situation spitzt sich zu, als dann auch noch der Schatzkanzler Tom Pickering per Abstimmung zum nächsten Ziel erklärt wird.

Im weiteren Verlauf stößt Parke schließlich auf Garrett Scholes, einen ehemaligen Mitarbeiter von Granular. Sie findet in der aus Jo Powers' Hirn geborgenen Drohne ein digitales von Scholes verfasstes Manifest, das seine Pläne offenbart, Leuten die Konsequenzen ihrer Handlungen aus der Anonymität heraus direkt vor Augen zu führen. Als Hintergrund dient der versuchte Suizid von Scholes' ehemaliger Mitbewohnerin, nachdem sie ebenfalls Opfer von Hasskommentaren geworden war. Scholes hatte sie in letzter Minute gerettet.

Mithilfe des Fotos, das Scholes von sich selbst schoss, kann Parke einen Ort ausmachen, an dem sich jener vor 6 Monaten regelmäßig aufgehalten hatte. Dort findet sie eine Festplatte, auf der sich das Programm zur Steuerung der gehackten Drohnen befindet, auch eine Deaktivierung scheint möglich zu sein. Das Programm koppelt sich nach der Aktivierung durch Parke sodann mit der Datenbank der Todes-Website und sendet die Daten aller, die jemals abgestimmt hatten, an die Drohnen. Da die Deaktivierungsfunktion nicht greift, führen die Bienen ihren Plan aus und töten 387.036 Menschen.

Abschließend sagt Parke, mittlerweile selbst zur Hassfigur avanciert, vor einem Ausschuss über die Geschehnisse aus. Im Anschluss erhält sie eine Nachricht der nach den Ereignissen tot geglaubten Coulson, die sich an einem unbekannten Ort befindet und meint, Scholes ausfindig gemacht zu haben.

Staffel 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Dezember 2017 wurde die vierte Staffel, u. a. in originaler und deutscher Sprache, via Streaming auf Netflix veröffentlicht.

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Deutscher Titel Original­titel Regie Drehbuch Darsteller
14 1 USS Callister USS Callister Toby Haynes Charlie Brooker & William Bridges Jesse Plemons, Cristin Milioti, Jimmi Simpson & Michaela Coel
Robert Daly, stiller Teilhaber und Entwickler des Virtual-Reality-Spiels Infinity, ist mit seinem Leben unzufrieden und flüchtet sich in seiner Freizeit in eine Spezialversion seines eigenen Spiels. Hierbei verkörpert er als Captain Daly des titelgebenden Raumschiffs USS Callister den Helden, der er im echten Leben nicht sein kann. Die Callister ist das Flaggschiff von Roberts Lieblings-Science-Fiction-Serie Space Fleet, die optisch und stilistisch an die Original-Serie Raumschiff Enterprise aus den 60er Jahren erinnert. Dementsprechend ist auch das Intro der Folge, mit einem kurzen Abenteuer gegen den Bösewicht Valdack, im Format 4:3 angelegt. Erst später stellt sich heraus, dass es sich bei der restlichen Raumschiff-Crew um virtuelle Klone seiner Firmenmitarbeiter handelt. Robert Daly hat sie mittels DNA-Scans in seine Phantasiewelt assimiliert, um sich für Fehlverhalten ihrerseits (Missachtung, falscher Kaffee, u. a.) zu rächen. Bei der Rekonstruktion der Charaktere hat Daly sie zwar ihres Genitalbereichs beraubt, ihr Persönlichkeitsempfinden blieb jedoch erhalten. Sie empfinden die virtuelle Welt, der sie weder durch Flucht noch Selbstmord entkommen können, als Gefängnis. Die Situation scheint aussichtslos, da Daly sie oder Menschen, welche ihnen nahe stehen, mittels DNA-Proben jederzeit wieder neu kreieren könnte. Im Spielmodus heucheln sie Captain Daly gegenüber Bewunderung und Unterwürfigkeit, um Bestrafungen (z. B. Verwandlung in ein Weltraummonster) zu entgehen; heimlich planen sie jedoch, ein „Update-Wurmloch“ im Space-Fleet-Universum als Ausweg aus ihrem Dilemma zu nutzen. Durch einen Trick gelingt es der Crew in der realen Welt ihre DNA aus dem Besitz Roberts zu stehlen. Nach dem Sturz in das Wurmloch gelangen sie in die Cloud des Spieles, was ihnen endlose Abenteuer im Weltraum ermöglicht. Ihr tyrannischer Captain verbleibt allerdings allein in seiner virtuellen Welt, da sich das Wurmloch geschlossen hat, bevor er durchfliegen konnte.
15 2 Arkangel Arkangel Jodie Foster Charlie Brooker Rosemarie DeWitt, Brenna Harding & Owen Teague
Marie Sabrell bringt ihre Tochter Sara zur Welt. Mit drei Jahren verschwindet diese vom Spielplatz, weshalb ihre Mutter in Panik nach ihr sucht, und sie schließlich entdeckt. Sie findet daraufhin Hilfe beim Unternehmen Arkangel. Sara erhält ein Implantat, das stets Auskunft darüber gibt, wo sie sich befindet, welche Substanzen sich in ihrem Körper befinden, und was sie gerade sieht. Auf Saras Sicht und Gehör kann sie sogar Einfluss nehmen, indem sie eine Filterfunktion aktiviert, wenn Sara etwas nicht miterleben soll. Ihre Mutter überwacht sie dabei über eine Art Tablet. Die Sichtfilter machen Sara auf ihrer Schule zunehmend zum Außenseiter. Sie leidet unter Verhaltensstörungen, weshalb ihre Mutter nach einem Angriff durch Sara erstmals in Betracht zieht Arkangel nicht mehr zu nutzen. Das Implantat selbst lässt sich allerdings nicht entfernen.

Sara will als Fünfzehnjährige zu einer Party, wobei sie vorgibt, mit anderen Mädchen einen Film anzusehen. Als die Ausrede von ihrer Mutter zufällig entdeckt wird, kann diese nicht widerstehen und greift nach Jahren wieder zu Arkangel. Sie erwischt Sara beim Sex mit ihrem Schulfreund Trick. Nach diesem Erlebnis behält Marie ihr System in Reichweite, weshalb sie sofort aufmerksam wird, als Sara von ihrem Freund Rauschgift erbittet. Sie macht Trick ausfindig und droht ihm, ihn mit seinem Drogenhandel auffliegen zu lassen wenn er nicht die Finger von ihrer Tochter lässt. Er macht daraufhin mit Sara Schluss, indem er behauptet, er wolle nicht mit ihr zusammen sein. Ihre Mutter kauft in einer Apotheke die Pille danach und mischt sie Sara unbemerkt unter ihren Milchshake. In der Schule wird Sara schlecht und sie erbricht, wobei sie von der Schulkrankenschwester über den erfolgreichen Schwangerschaftsabbruch informiert wird. Sara findet zu Hause die leere Pillenpackung und konfrontiert Marie mit der Überwachung. Daraufhin eskaliert die Situation und Sara schlägt ihre Mutter mit dem Arkangel-Tablet bewusstlos. Das Tablet nimmt dabei starken Schaden. Sara flieht per Anhalter aus der Stadt, während ihre verletzte Mutter hilflos vor der Tür ihres Hauses nach ihr ruft.

16 3 Krokodil Crocodile John Hillcoat Charlie Brooker Andrea Riseborough, Andrew Gower & Kiran Sonia Sawar
Die gesetzliche Verpflichtung zur Inspektion ihrer Erinnerungen durch ein Versicherungsunternehmen ruiniert nicht nur die Leben einiger Versicherungsnehmer.

Auf der Rückfahrt von einem Diskobesuch fahren Mia und ihr Freund Rob versehentlich einen Radfahrer an. Aus Angst, wegen Trunkenheit am Steuer belangt zu werden, überredet Rob Mia, den Schwerverletzten verschwinden zu lassen und über die Angelegenheit zu schweigen.

15 Jahre später ist Mia verheiratet und erfolgreich als Vortragsreisende unterwegs. Auf einer ihrer Reisen besucht Rob sie überraschend, weil sein Gewissen ihn plagt. Er will die Wahrheit über den Radfahrer bekannt geben, weil dessen Frau seit dem Unfall verzweifelt ihren Mann vermisst, aber Mia fürchtet um ihre Karriere und ihre Familie, tötet Rob in ihrem Hotelzimmer und versteckt seine Leiche.

Inzwischen verfolgt die Versicherungsermittlerin Shazia eine Spur von Berichten über einen harmlosen Verkehrsunfall, der sich etwa zum Zeitpunkt des Mordes von Mia an Rob vor dem Hotel auf der Straße ereignete und verwendet dazu ein Gerät, das Erinnerungen von Augenzeugen visualisieren kann. Shazia sieht in einer dieser Erinnerungen Mia als Augenzeugin dieses Unfalls, kurz nach der Auseinandersetzung mit Rob. Sie sucht Mia auf, um ihre Hilfe bei der Untersuchung einzufordern. Shazia stellt Mia vor die Wahl, sich ebenfalls an dieses Gerät anschließen zu lassen oder sie wegen mangelnder Kooperation der Polizei zu melden. Mia willigt ein und Shazia erkennt bruchstückhaft sowohl die Beseitigung des Radfahrers vor 15 Jahren als auch Robs Ermordung. Nachdem Mia Shazia in ihre Gewalt genommen hat, verspricht diese, niemanden etwas davon zu sagen. Mias Misstrauen Shazia gegenüber, dass diese niemandem erzählt habe, dass sie zu Mia fährt, überprüft Mia mittels des Erinnerungslesers, und sieht dabei direkt, wie sie es ihrem Ehemann erzählt hat. Mia tötet Shazia und reist anschließend zu deren Haus, um auch ihren Ehemann umzubringen. Um zu verhindern, dass jemand ihre Anwesenheit identifizieren kann, sieht sie sich gezwungen, deren einjährigen Sohn ebenfalls zu töten. Die Polizei untersucht die Todesfälle und stellt fest, dass der Junge blind war und den Mörder nicht sehen konnte. Sie verwendet das Erinnerungsgerät am Haustier-Meerschweinchen der Familie, das die Tat an dem Jungen verfolgt hat. Während Mia gedankenverloren ein Schultheaterstück ihres eigenen Sohnes ansieht, erscheinen bereits Polizisten im Raum.

17 4 Hang the DJ Hang the DJ Tim Van Patten Charlie Brooker Georgina Campbell, Joe Cole, Gwyneth Keyworth & George Blagden
Die Folge zeigt dem Zuschauer eine von einer Mauer eingefasste Welt, in der zwischenmenschliche Beziehungen nicht mehr aufgrund von Gefühlen geschlossen, sondern durch „das System“ bestimmt werden. Dem System wird hierbei eine Wahrscheinlichkeit von 99,8 % zugesprochen, den „richtigen“ Lebenspartner zu finden. Die Menschen werden hierbei durch ihren „Coach“, ein mobiles Handgerät, beraten. Es fordert sie beispielsweise auf, an Dates mit anderen Nutzern, sogenannten „Matches“, in einem Restaurant teilzunehmen. Weiter gibt das Gerät an, wie lange das Paar im Anschluss eine Probebeziehung führen muss, sexuelle Handlungen eingeschlossen. Aufgrund des Verhaltens, der Gedanken und Gefühle in dieser Zeit, soll nach einigen Beziehungen die perfekte Zuweisung eines endgültigen Partners ermöglicht werden.

So treffen auch Frank und Amy zum ersten Mal aufeinander und eigentlich ist es Liebe auf den ersten Blick. Das System gibt ihnen aber nur einen Zeitrahmen von 12 Stunden. Danach durchlaufen sie etliche andere – mehr oder weniger frustrierende, auch langfristige – Beziehungen. Stets mit der Begründung durch ihren Coach, dass alles aus einem Grund geschehe. Zu ihrer eigenen Überraschung, aber auch großen Freude, führt das System Frank und Amy erneut zusammen. Um sich den Zeitdruck zu nehmen, schwören sie sich, nicht auf ihrem „Coach“ nach der vom System vorgegebenen Zeit zu schauen. Nach einer langen und intensiven Zeit hält es Frank nicht mehr aus und sieht doch nach. Woraufhin das System das Intervall neu kalibriert und aus ursprünglichen 5 Jahren nur noch wenige Stunden werden. Ein drittes Mal treffen Frank und Amy aufeinander, als das System Amy informiert, dass sie am nächsten Tag ihren endgültigen Partner treffen würde. Da sie danach diese Welt verlassen müsse, hätte sie die Möglichkeit, sich von einer besonderen Person zu verabschieden. Amy entscheidet sich für Frank – im wahrsten Sinn des Wortes: Sie fliehen gemeinsam und wollen über die Mauer klettern, als sich ihre Welt als eine von 1000 alternativen Simulationen herausstellt, in denen 998 Variationen sich für die gemeinsame Flucht entschieden haben. Der realen Amy wird dieses Ergebnis (99,8 %) als Matching-Ergebnis für den realen Frank mit Ihrer Online-Dating-App angezeigt.

18 5 Metallkopf Metalhead David Slade Charlie Brooker Maxine Peake, Jake Davies & Clint Dyer
In einer postapokalyptischen Umgebung werden Überlebende von einem Roboterhund gejagt. In der ganz in schwarz-weiß gedrehten Folge ist die Hauptfigur Bella schnell auf sich alleine gestellt. Ein Kampf Mensch gegen Maschine beginnt. Nachdem sie den sie verfolgenden Roboterhund mehrfach ausgetrickst und letztendlich mit zwei Schüssen erledigt hat, wird sie jedoch vom sterbenden Roboterhund mit Ortungswanzen markiert, die sie nicht mehr alle herausschneiden kann. Dadurch wird die Situation aussichtslos für sie, und sie kann auch nicht mehr heimkehren, ohne die Roboterhunde in ihr Versteck zu führen. Bevor sie Selbstmord begeht, setzt sie noch einen unbeantworteten Funkspruch ab, dass sie ihre Mission nicht erfüllen und keinen Ersatz besorgen konnte. Die Schlussbilder suggerieren, dass sie vermutlich einen Teddy-Bären für ihr Kind gesucht hatte.
19 6 Black Museum Black Museum Colm McCarthy Charlie Brooker Douglas Hodge, Letitia Wright, Aldis Hodge & Babs Olusanmokun
Eine Frau besucht ein Museum, in dem neben den Exponaten für die Geschichte der aktuellen Folge auch Objekte aus anderen Black-Mirror-Folgen ausgestellt werden, z. B. der DNA-Scanner aus USS Callister und das Tablet aus Arkangel. Der Museumsführer entpuppt sich als ehemaliger Leiter eines Versuchslabors für neurotechnologische Experimente. Die Besucherin rächt seine menschenverachtenden Taten, indem sie ihn vergiftet.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. Dezember 2018 wurde ein interaktiver Film mit dem Namen Black Mirror: Bandersnatch, u. a. in originaler und deutscher Sprache, via Streaming auf Netflix veröffentlicht.

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Deutscher Titel Original­titel Regie Drehbuch Darsteller
20 1 Bandersnatch Bandersnatch David Slade Charlie Brooker Fionn Whitehead, Will Poulter, Craig Parkinson, Alice Lowe & Asim Chaudhry

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]