Dangolsheim

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Dangolsheim
Wappen von Dangolsheim
Dangolsheim (Frankreich)
Dangolsheim
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Molsheim
Kanton Molsheim
Gemeindeverband Mossig et Vignoble
Koordinaten 48° 34′ N, 7° 28′ OKoordinaten: 48° 34′ N, 7° 28′ O
Höhe 172–384 m
Fläche 4,47 km2
Einwohner 743 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 166 Einw./km2
Postleitzahl 67310
INSEE-Code

Dangolsheim ist eine französische Gemeinde mit 743 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde fließt der Kehlbach. Nachbargemeinden von Dangolsheim sind Soultz-les-Bains im Norden und Osten, Mutzig im Süden, Dinsheim-sur-Bruche im Südwesten sowie Bergbieten im Westen und Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

758 wird der Ort erstmals unter dem Namen Danckratzheim erwähnt. Während der Französischen Revolution war Dangolsheim ein Dorf der Bailliage de Haguenau, der Ballei um Haguenau.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Dangolsheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Molsheim im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

Von 1992 bis 31. Dezember 2007 bildete Dangolsheim mit Bergbieten und Flexbourg die Communauté de communes des Villages du Kehlbach mit Sitz in Dangolsheim. Am 1. Januar 2008 trat sie mit den beiden anderen Gemeinden der Communauté de communes de la Porte du Vignoble bei, die wiederum 2017 in der Communauté de communes de la Mossig et du Vignoble aufging.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Blau ein goldener Tempel mit drei Stufen, vier Säulen und einem Runddach.

Bevölkerungsentwicklung[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2011 2013
Einwohner 463[2] 446 503 531 514 493 603 624 638 691 733

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wird größtenteils landwirtschaftlich, besonders auch für den Weinbau genutzt. Durch Dangolsheim führt die Elsässer Weinstraße.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Pankratius (Saint-Pancrace) weist im Wesentlichen drei Bauabschnitte auf: Der Turm stammt aus romanischer Zeit, der Chor aus dem 16. Jahrhundert ist der Gotik zuzurechnen und das Kirchenschiff im neoklassischen Stil stammt aus dem Jahr 1843. Wertvolle Teile der Ausstattung sind nicht mehr hier vorhanden: Ein Retabel befindet sich im Straßburger Münster und die Dangolsheimer Madonna, ein Hauptwerk der rheinischen Gotik befindet sich im Bodemuseum in Berlin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dangolsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dangolsheim auf der Seite des INSEE
  2. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Molsheim