Traenheim

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Traenheim
Traenheim (Frankreich)
Traenheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Molsheim
Kanton Saverne
Gemeindeverband Coteaux de la Mossig
Koordinaten 48° 36′ N, 7° 28′ OKoordinaten: 48° 36′ N, 7° 28′ O
Höhe 174–265 m
Fläche 3,10 km²
Einwohner 670 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 216 Einw./km²
Postleitzahl 67310
INSEE-Code
Website http://www.traenheim.net/

Die katholische Kirche St. Peter und Paul

Traenheim (deutsch Tränheim) ist eine französische Gemeinde mit 670 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Saverne und zum Kommunalverband Coteaux de la Mossig.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traenheim liegt im Westen des Elsass, 21 Kilometer westlich von Straßburg, 15 Kilometer nördlich von Obernai und 5 Kilometer südöstlich von Wasselonne zwischen den Nachbargemeinden Westhoffen im Westen und Odratzheim im Osten.[1] Die nördliche Gemeindegrenze bildet der Kohbach, ein linker Nebenfluss der Mossig.

Bevölkerungsentwicklung[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2011 2013
Einwohner 382 397 421 477 496 556 630 686 701 670

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traenheim ist mit einer Blume im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[3] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude, in dem sich die alte Synagoge befindet, trägt an der Tür zum Keller die Jahreszahl 1582. Im Jahre 1722 wurde das Gebäude in eine Synagoge umfunktioniert, die 1723 eingeweiht wurde. Die Innenwände der alten Synagoge sind mit hebräischen Inschriften, Blumen und anderen Dekorationen bemalt. Es ist die einzige Synagoge mit bemalten Innenwänden im Elsass. 1842 wurde eine neue Synagoge gebaut und die alte Synagoge verlassen, deren bemalte Wände später übtertüncht wurden. 1923 verließ die letzte jüdische Familie Traenheim und das Consistoire Straßburg verkaufte die neue Synagoge, die nicht erhalten ist. Die Wandbemalungen in der alten Synagoge, die inzwischen als Kornspeicher genutzt worden war, wurden im 20. Jahrhundert von der Familie des Besitzers wiederentdeckt und restauriert.[4] 1998 wurde die alte Synagoge als Monument historique (historisches Denkmal) klassifiziert.

Die evangelisch-lutherische Kirche wurde über einem Friedhof aus der Merowingerzeit errichtet. Von dem ursprünglichen romanischen Gebäude aus dem 12. und 13. Gebäude existiert heute nur noch der Glockenturm. Der gotische Chor wurde im 13. oder 14. Jahrhundert errichtet. Das Kirchenschiff wurde im 14. oder 15. Jahrhundert erneuert. Am Fenster nach Süden findet man die Jahreszahl 1508. In Traenheim wurde 1556 die Reformation eingeführt. Erst nach dem Bau der katholischen Kirche Saint-Pierre Saint-Paul im Jahr 1912 wurde die lutherische Kirche für protestantische Zwecke verändert.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph (Joe) Woerlin (* 9. Oktober 1864 in Traenheim; † 22. Juni 1919 in St. Louis, Vereinigte Staaten) war ein professioneller Baseballspieler, der 1895 bei dem damaligen Team Washington Senators spielte.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traenheim gehört zur Elsässer Weinstraße. Wichtige Erwerbszweige der Traenheimois sind, neben dem Weinbau, Obstbau und die Zucht von Hausrindern und Hausschafen. Es gibt eine Weingenossenschaft und einen Weinlehrpfad vor Ort.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Traenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traenheim auf annuaire-mairie.fr (Französisch) Abgerufen am 31. Januar 2010.
  2. Traenheim auf der Seite des INSEE (Französisch) Abgerufen am 30. September 2014.
  3. Bas-Rhin, Palmarès des communes labellisées (Französisch) Abgerufen am 31. Januar 2010.
  4. Die alte Synagoge auf Judaisme de l’Alsace et de la Lorraine (Französisch) Abgerufen am 31. Januar 2010.
  5. Traenheim in der Base Mérimée (Französisch) Abgerufen am 31. Januar 2010.
  6. Joe Woerlin auf Baseball-Reference.com (Englisch) Abgerufen am 31. Januar 2010.
  7. Vignoble auf traenheim.net (Französisch).