Liste der Stolpersteine in Stralsund

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Die Liste der Stolpersteine in Stralsund führt die erstmals von Gunter Demnig verlegten Stolpersteine sowie Stolperschwellen in Stralsund auf.[1] Die ersten Stolpersteine wurden im Oktober 2006 verlegt.

Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Straße
Koordinaten
Inschrift Foto Informationen Anmerkungen
David Benjamin Langenstraße 27 Hier wohnte
David Benjamin
Jg. 1889
deportiert 1940
Piaski
ermordet
Stolperstein David Benjamin
Der am 20. August 1889 in Hamburg geborene David Benjamin war Lagerist. Er wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und 1940/1941 in Piaski ermordet[2].
Bärbel Beyer, geb. Cohn Frankenstraße 72 Hier wohnte
Bärbel Beyer
geb. Cohn
Jg. 1936
versteckt in
Stralsund
überlebt
Stolperstein Bärbel Beyer
Die am 8. Dezember 1936 in Berlin geborene Bärbel Beyer, geb. Cohn, wurde von 1942 bis 1945 in Stralsund versteckt und überlebte[2].
Margarete Blach Ossenreyerstraße 53 Hier wohnte
Margarete Blach
Jg. 1876
deportiert 1940
Piaski
ermordet 30.7.1940
Stolperstein Margarete Blach
Die am 30. August 1876 geborene Margarete Blach wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 30. Juli 1940 in Piaski ermordet[2]. verlegt im Jahr 2014
Karl Böhm Alter Markt 1–3 Hier wohnte
Karl Böhm
Jg. 1879
deportiert 1940
ermordet in
Piasky
Stolperstein Karl Böhm
Der am 16. Februar 1879 geborene Karl Böhm war Kaufmann in Stralsund[1] Der auch mit Kurzwaren handelnde Kaufmann wurde auch „Puschenböhm“ genannt[3]. Am 12./13. Februar 1940 wurde er nach Piaski deportiert und dort am 30. Juli 1940 ermordet[4][2]. Verlegt am: 25. August 2006.
Der Stolperstein gehörte zu den ersten vier in Stralsund verlegten[1].
Bert Cohn Ossenreyerstraße 21/22 Hier wohnte
Bert Cohn
Jg. 1930
Flucht 1938
Frankreich
USA
überlebt
Stolperstein Bert Cohn
Der am 3. Mai 1930 in Stralsund geborene Bert Cohn wurde noch vor den Novemberpogromen 1938 von seinen Eltern Fritz Cohn und Ilse Cohn, geb. Joseph, zusammen mit seinem Bruder Hans Crohn nach Frankreich in ein Kinderheim geschickt[5]. Später gelang ihm die Flucht über Frankreich in die USA und er überlebte[2].
Fritz Cohn Ossenreyerstraße 21/22 Hier wohnte
Fritz Cohn
Jg. 1899
deportiert 1943
ermordet in
Auschwitz
Stolperstein Fritz Cohn
Der am 14. Februar 1899 geborene Fritz Cohn war verheiratet mit Ilse Cohn, geb. Joseph[1], ihre Kinder waren Hans Cohn und Bert Cohn. Er war 1936 Vorsteher der Synagoge[6]. Er wurde 1943 zusammen mit seiner Frau in Frankfurt am Main verhaftet und deportiert[5] und am 10. Februar 1943 in Auschwitz ermordet[2]. Verlegt am: 25. August 2006.
Der Stolperstein gehörte zu den ersten vier in Stralsund verlegten[1].
Hans Cohn Ossenreyerstraße 21/22 Hier wohnte
Hans Cohn
Jg. 1928
Flucht 1938
Frankreich
USA
überlebt
Stolperstein Hans Cohn
Der am 7. Mai 1928 in Stralsund geborene Hans Cohn wurde noch vor den Novemberpogromen 1938 von seinen Eltern Fritz Cohn und Ilse Cohn, geb. Joseph, zusammen mit seinem Bruder Bert Crohn nach Frankreich in ein Kinderheim geschickt; in den USA wurde er Soldat und später Dozent an einer Universität; er besuchte Stralsund nach mehr als 60 Jahren Abwesenheit[5][2].
Hugo Cohn Mönchstraße 37 Hier wohnte
Hugo Cohn
Jg. 1899
deportiert 1940
ermordet 1940 in
Piaski
Stolperstein Hugo Cohn
Der am 27. März 1899 geborene Hugo Cohn war Kaufmann. Er wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und im selben Jahr in Piaski ermordet[2].
Ilse Cohn, geb. Joseph Ossenreyerstraße 21/22 Hier wohnte
Ilse Cohn
geb. Joseph
Jg. 1902
deportiert 1943
ermordet in
Auschwitz
Stolperstein Ilse Cohn
Die am 15. Dezember 1902 geborene Ilse Cohn war Kauffrau in Stralsund und verheiratet mit Fritz Cohn[1], ihre Kinder waren Hans Cohn und Bert Cohn. Sie wurde 1943 zusammen mit ihrem Mann in Frankfurt am Main verhaftet und deportiert[5] und am 23. Februar 1943 in Auschwitz ermordet. Verlegt am: 25. August 2006.
Der Stolperstein gehörte zu den ersten vier in Stralsund verlegten[1].
Martha Cohn, geb. Schönborn Mönchstraße 37 Hier wohnte
Martha Cohn
geb. Schönborn
Jg. 1868
deportiert 1940
Piaski
ermordet 24.11.1940
Stolperstein Martha Cohn
Die am 15. August 1868 geborene Martha Cohn, geb. Schönborn, war Geschäftsinhaberin. Sie wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 24. November 1940 in Piaski ermordet[2].
Martin Cohn Mönchstraße 37 Hier wohnte
Dr. Martin Cohn
Jg. 1900
deportiert 1940
ermordet 1940 in
Piaski
Stolperstein Martin Cohn
Der am 8. November 1900 in Damerau geborene Martin Cohn besuchte das Gymnasium Stralsund, studierte in Greifswald, Rostock, Freiburg und Breslau[7] und wurde Arzt. Er wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und im selben Jahr in Piaski ermordet[2].
Max Cohn Mönchstraße 37 Hier wohnte
Max Cohn
Jg. 1909
deportiert 1940
Piaski
ermordet 30.7.1940
Stolperstein Max Cohn
Der am 13. Oktober 1909 geborene Max Cohn wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und im selben Jahr in Piaski ermordet[2].
Siegbert Cohn Mönchstraße 37 Hier wohnte
Siegbert Cohn
Jg. 1896
deportiert 1940
ermordet 1940 in
Piaski
Stolperstein Siegbert Cohn
Der am 5. August 1896 geborene Siegbert Cohn war Kaufmann. Er wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und im selben Jahr in Piaski ermordet[2].
Sabine Eckdisch, geb. Brantwein Frankenstraße 11 Hier wohnte
Sabine Eckdisch
geb. Brantwein
Jg. 1885
deportiert 1940
ermordet 5.6.1941 in
Piaski
Stolperstein Sabine Eckdisch
Die am 30. Juli 1885 geborene Simone Eckdisch, geb. Brantwein, wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit ihrem Ehemann Salomon Eckdisch deportiert und am 5. Juni 1941 in Piaski ermordet[2].
Salomon Eckdisch Frankenstraße 11 Hier wohnte
Salomon Eckdisch
Jg. 1883
deportiert 1940
ermordet in
Piaski
Stolperstein Salomon Eckdisch
Der im Jahr 1883 geborene Salomon Eckdisch wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit seiner Ehefrau Sabine Eckdisch, geb. Brantwein, deportiert und in Piaski ermordet[2].
Cilly Fliesswasser Frankenstraße 30 Hier wohnte
Cilly
Fliesswasser
Jg. 1935
deportiert 1942
ermordet 1942 in
Auschwitz
Stolperstein Cilly Fliesswasser
Die am 7. September 1935 geborene Cilly Fliesswasser wurde im Jahr 1942 zusammen mit ihren Eltern, Hermann Fliesswasser und Nycha Fliesswasser, geb. Kramkinal, deportiert und im selben Jahr in Auschwitz ermordet[2].
Hermann Fliesswasser Frankenstraße 30 Hier wohnte
Hermann
Fliesswasser
Jg. 1900
deportiert 1942
Auschwitz
ermordet 1.9.1942
Stolperstein Hermann Fliesswasser
Der am 12. Januar 1900 in Polen geborene Hermann Fliesswasser war Kaufmann. Er heiratete am 20. Dezember 1937 in Stralsund Nycha Kramkinal[8]. Er wurde im Jahr 1942 zusammen mit seiner Frau Nycha Fliesswasser, geb. Kramkinal, und der gemeinsamen Tochter Cilly Fliesswasser deportiert und am 1. September 1942 in Auschwitz ermordet[2].
Nycha Fliesswasser, geb. Kramkinal, verw. Großmann Frankenstraße 30 Hier wohnte
Nycha
Fliesswasser
geb. Kramkinal
Jg. 1895
deportiert 1942
Auschwitz
ermordet 26.9.1942
Stolperstein Nycha Fliesswasser
Die am 18. oder 30. November 1895 in Warschau geborene Nycha Fliesswasser, geb. Kramkinal, verw. Großmann, heiratete am 20. Dezember 1937 in Stralsund Hermann Fliesswasser[9] Sie wurde im Jahr 1942 zusammen mit ihrem Ehemann und der gemeinsamen Tochter Cilly Fliesswasser deportiert und am 26. September 1942 in Auschwitz ermordet[2].
Adolph Gerson Tribseer Straße 22 Hier wohnte
Adolph Gerson
Jg. 1872
enteignet 1938
gedemütigt / drangsaliert
tot 1938
Stolperstein Adolph Gerson
Der am 3. Juli 1872 geborene Adolf Gerson war Kaufmann und Kohlenhändler[1]. Der Ehemann von Johanna Gerson, geb. Kuhnreuter, und Vater von Natan Gerson wurde im Jahr 1938 enteignet und starb im selben Jahr an Herzversagen[2]. Verlegt am: 25. August 2006.
Der Stolperstein gehörte zu den ersten vier in Stralsund verlegten[1].
Johanna Gerson, geb. Kuhnreuter Tribseer Straße 22 Hier wohnte
Johanna Gerson
geb. Kuhnreuter
Jg. 1885
deportiert
Auschwitz
ermordet 1942
Stolperstein Johanna Gerson
Die am 30. August 1885 in Frankfurt am Main geborene Johanna Gerson, geb. Kuhnreuter, war die Ehefrau von Adolph Gerson und Mutter von Natan Gerson. Sie wurde deportiert und im Jahr 1942 in Auschwitz ermordet[2].
Natan Gerson Tribseer Straße 22 Hier wohnte
Natan Gerson
Jg. 1920
deportiert
Auschwitz
ermordet 1942
Stolperstein Natan Gerson
Der am 27. Juli 1920 in Stralsund geborene Natan Gerson war der Sohn von Adolph Gerson und Johanna Gerson, geb. Kuhnreuter. Er wurde deportiert und im Jahr 1942 in Auschwitz ermordet[2].
Anna Guss, geb. Kempler Badenstraße 41 Hier wohnte
Anna Guss
geb. Kempler
Jg. 1904
deportiert 1940
Piaski
ermordet 5.6.1941
Stolperstein Anna Guss
Die am 3. Oktober 1904 in Krakau geborene Anna Guss, geb. Kempler, war die Ehefrau von Hirsch Guss und Mutter von Vera Guss und Ruth Guss. Sie wurde zusammen mit ihrer Familie mit ihrer am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 5. Juni 1941 in Piaski ermordet[2].
Hirsch Guss Badenstraße 41 Hier wohnte
Hirsch Guss
Jg. 1901
deportiert 1940
Piaski
ermordet 5.6.1941
Stolperstein Hirsch Guss
Der am 12. Dezember 1901 in Chełm geborene Hirsch Guss war der Ehemann von Anna Guss und Vater von Vera Guss und Ruth Guss. Er wurde zusammen mit seiner Familie am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 5. Juni 1941 in Piaski ermordet[2].
Ruth Guss Badenstraße 41 Hier wohnte
Ruth Guss
Jg. 1936
deportiert 1940
Piaski
ermordet 5.6.1941
Stolperstein Ruth Guss
Die am 26. Februar 1936 in Stralsund geborene Ruth Guss war die Tochter von Hirsch Guss und Anna Guss, geb. Kempler, sowie Schwester von Vera Guss. Sie wurde zusammen mit ihrer Familie mit ihrer am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 5. Juni 1941 in Piaski ermordet[2].
Vera Guss Badenstraße 41 Hier wohnte
Vera Guss
Jg. 1932
deportiert 1940
Piaski
ermordet 5.6.1941
Stolperstein Vera Guss
Die am 16. November 1932 in Stralsund geborene Vera Guss war die Tochter von Hirsch Guss und Anna Guss, geb. Kempler, sowie Schwester von Ruth Guss. Sie wurde zusammen mit ihrer Familie mit ihrer am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 5. Juni 1941 in Piaski ermordet[2].
Johanna Guttmann, geb. Kiwi Tribseer Straße 26 Hier wohnte
Johanna Guttmann
geb. Kiwi

Jg. 1873
deportiert 1942
Piaski
ermordet
Stolperstein Julius Guttmann
Die am 29. April 1873 in Kempen geborene Johanna Guttmann, geb. Kiwi, war die Ehefrau von Julius Guttmann. Sie wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit ihrem Ehemann deportiert und in Piaski ermordet[2].
Julius Guttmann Tribseer Straße 26 Hier wohnte
Julius Guttmann
Jg. 1872
deportiert 1942
Piaski
ermordet
Stolperstein Julius Guttmann
Der am 27. April 1872 in Posen geborene Julius Guttmann war Kaufmann. Er wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit seiner Ehefrau Johanna Guttmann, geb. Kiwi, deportiert und in Piaski ermordet[2].
Charlotte Gertrud Joseph, geb. Blach Ossenreyerstraße 53 Hier wohnte
Charlotte Gertud
Joseph
geb. Blach
Jg. 1878
deportiert
Sobibor
ermordet 23.7.1943
Stolperstein Charlotte Gertrud Joseph
Die am 20. März 1878 in Berin geborene Charlotte Gertrud Joseph, geb. Blach, wurde zusammen mit ihrem Ehemann Max Joseph deportiert und am 23. Juli 1943 in Sobibor ermordet[2]. verlegt im Jahr 2014
Clara Bertha Joseph, geb. Heymann Langenstraße 69 Hier wohnte
Clara Bertha Joseph
geb. Heymann
Jg. 1886
deportiert 1940
Lublin
ermordet 15.4.1941
Stolperstein Clara Bertha Joseph
Die am 24. Juni 1886 (oder 1880) geborene Clara Bertha Joseph, geb. Heymann, wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit ihrem Ehemann Erich Joseph deportiert und am 15. April 1941 in Lublin ermordet[2].
Erich Joseph Langenstraße 69 Hier wohnte
Erich Joseph
Jg. 1875
deportiert 1940
ermordet 1940 in
Piaski
Stolperstein Erich Joseph
Der am 21. August 1875 geborene Erich Joseph war Kaufmann. Er wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit seiner Ehefrau Clara Bertha Joseph, geb. Heymann, deportiert und im selben Jahr in Lublin ermordet[2].
Gertrud Joseph, geb. Leske Külpstraße 15 Hier wohnte
Gertrud Joseph
geb. Leske
Jg. 1880
deportiert
Piaski
ermordet 1942
Stolperstein Gertrud Joseph
Die am 10. Juli 1880 in Anklam geborene Gertrud Joseph, geb. Leske, starb 1941/1942 in Piaski.
Hans Wilhelm Joseph Langenstraße 69 Hier wohnte
Hans Wilhelm<b<>Joseph
Jg. 1919
Flucht 1939
England
überlebt
Stolperstein Hans Wilhelm Joseph
Der am 7. April 1919 in Stralsund geborene Hans Wilhelm Joseph war Bäcker. Er flüchtete im Jahr 1939 nach England. Er überlebte[2].
Max Joseph Ossenreyerstraße 53 Hier wohnte
Max Joseph
Jg. 1874
deportiert
Sobibor
ermordet 23.7.1943
Stolperstein Max Joseph
Der am 4. August 1874 geborene Max Joseph wurde zusammen mit seiner Ehefrau Charlotte Gertrud Joseph, geb. Blach, deportiert und am 23. Juli 1943 in Sobibor ermordet[2]. verlegt im Jahr 2014
Max Israel Kotljarski Mühlenstraße 24 Hier wohnte
Max Israel
Kotljarski
Jg. 1893
deportiert 1943
Auschwitz
überlebt
Stolperstein Max Israel Kotljarski
Der am 15. Mai 1893 in Kiew geborene Max Kotljarski war Schneidermeister; er überlebte Auschwitz[10] und kam nach der Befreiung des Lagers nach Stralsund zurück[11][2]. Verlegt am 8. November 2010[12].
Charlotte Lesser, geb. Cohn Ossenreyerstraße 21/22 Hier wohnte
Charlotte Lesser
geb. Cohn
Jg. 1897
deportiert 1942
Riga
erschossen 29.10.1942
Stolperstein Charlotte Lesser
Die am 8. Oktober 1897 geborene Charlotte Lesser, geb. Cohn, wurde im Jahr 1942 zusammen mit ihrem Ehemann Georg Lesser deportiert und am 29. Oktober 1942 in Riga ermordet[2].
Georg Lesser Ossenreyerstraße 21/22 Hier wohnte
Georg Lesser
Jg. 1890
deportiert 1942
Riga
erschossen 29.10.1942
Stolperstein Georg Lesser
Der am 17. März 1890 geborene Georg Lesser war Kaufmann und Fotograf. Er wurde im Jahr 1942 zusammen mit seiner Ehefrau Charlotte Lesser, geb. Cohn, deportiert und am 29. Oktober 1942 in Riga ermordet[2].
Wolfgang Lesser Ossenreyerstraße 21/22 Hier wohnte
Wolfgang Lesser
Jg. 1923
Flucht 1938
England
überlebt
Stolperstein Wolfgang Lesser
Der am 31. Mai 1923 in Breslau geborene Wolfgang Lesser flüchtete im Jahr 1938 nach England und überlebte[2].
Herbert Lewkowitz Sarnowstraße 26 Hier wohnte
Herbert Lewkowitz
Jg. 1927
tot 6.10.1944
Stolperstein Herbert Lewkowitz
Der am 22. Oktober 1927 geborene Herbert Lewkowitz war Uhrmacherlehrling[13]. Der Sohn von Isidor Lewkowitz starb beim Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944[2].
Isidor Lewkowitz Sarnowstraße 26 Hier wohnte
Isidor Lewkowitz
Jg. 1875
verhaftet 1940
Arbeitslager Pölitz
tot 20.4.1943
Stolperstein Isidor Lewkowitz
Der am 22. Oktober 1875 geborene Isidor Lewkowitz war Kaufmann und Geschäftsführer bei Leonhard Tietz. Der Vater von Herbert Lewkowitz wurde im Jahr 1940 verhaftet und starb am 20. April 1943 im Arbeitslager in Pölitz[2].
Therese Neumann, geb. Räsener Frankenwall 9 Hier wohnte
Therese Neumann
geb. Räsener
Jg. 1883
deportiert 1940
Piaski
ermordet
Stolperstein Therese Neumann
Die am 20. November 1883 in Straßburg geborene Therese Neumann, geb. Räsener, war Geschäftsinhaberin. Sie wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und in Piaski ermordet[2].
Adolf Polewoy Papenstraße 4 Hier wohnte
Adolf Polewoy
Jg. 1893
Flicht 1938
Frankreich
von Gestapo
verhaftet Mai 1940
interniert St. Cyprien
ermordet
Stolperstein Adolf Polewoy
Der am 26. Juli 1893 geborene Adolf Polewoy war Schneider. Er flüchtete nach den Novemberpogromen 1938 nach Belgien und Frankreich. Er starb in der Shoa[2].
Anna Riess, geb. Grünberg Tribseer Damm 54 Hier wohnte
Anna Riess
geb. Grünberg
Jg. 1890
deportiert 1940
Lublin
ermordet 1941
Stolperstein Anna Riess
Die am 2. März 1890 in Culm geborene Anna Riess, geb. Grünberg, wurde zusammen mit ihrem Ehemann Julius Riess am 12./13. Februar 1940 deportiert und im Jahr 1941 in Lublin ermordet[2].
Julius Riess Tribseer Damm 54 Hier wohnte
Julius Riess
Jg. 1878
deportiert 1940
Lublin
ermordet 1941
Stolperstein Julius Riess
Der am 5. April 1878 in Tribsees geborene Julius Riess wurde zusammen mit seiner Ehefrau Anna Riess, geb. Grünberg, am 12./13. Februar 1940 deportiert und im Jahr 1941 in Lublin ermordet[2].
Isidor Segall Papenstraße 6 Der am 16. April 1886 in Posen geborene Isidor Segall war Kaufmann. Er wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 20. Dezember 1941 in Piaski ermordet[2].
Jakob Schnauzer Frankenstraße 51 Hier wohnte
Jakob Schnauzer
Jg. 1890
deportiert
ermordet
Stolperstein Jakob Schnauzer
Der am 17. Juli 1890 zu Lemberg geborene Jakob Schnauzer war Schneider. Er wurde, wie auch seine Ehefrau Pepi Schnauzer, geb. Kerzenbaum, und der gemeinsame Sohn Julius Schnauzer, deportiert und ermordet[2].
Julius Schnauzer Frankenstraße 51 Hier wohnte
Julius Schnauzer
Jg. 1923
deportiert
ermordet
Stolperstein Julius Schnauzer
Der am 11. Juni 1923 in Güstrow geborene Julius Schnauzer wurde, wie auch seine Mutter Pepi Schnauzer, geb. Kerzenbaum, und sein Vater Jakob Schnauzer, deportiert und ermordet[2].
Pepi Schnauzer, geb. Kerzenbaum Frankenstraße 51 Hier wohnte
Pepi Schnauzer
geb. Kerzenbaum
Jg. 1889
deportiert
ermordet
Stolperstein Pepi Schnauzer
Die am 7. November 1889 zu Drohobytsch geborene Pepi Schnauzer, geb. Kerzenbaum, wurde, wie auch ihr Ehemann Jakob Schnauzer und der gemeinsame Sohn Julius Schnauzer, deportiert und ermordet[2].
Amelie Steinfeld, geb. Pczysucher Frankenstraße 43 Hier wohnte
Amelie Steinfeld
geb. Pczysucher
Jg. 1887
deportiert 1940
Piaski
ermordet 7.3.1940
Stolperstein Amelie Steinfeld
Die am 10. Mai 1887 geborene Amelie Steinfeld, geb. Pczysucher, wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit ihrem Ehemann Simon Steinfeld deportiert und am 7. März 1841 in Piaski ermordet[2].
Simon Steinfeld Frankenstraße 43
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Hier wohnte
Simon Steinfeld
Jg. 1884
deportiert 1940
Piaski
ermordet 16.3.1941|
Stolperstein Simon Steinfeld
Der am 5. Februar 1884 geborene Simon Steinfeld wurde am 12./13. Februar 1940 zusammen mit seiner Ehefrau Amelie Steinfeld, geb. Pczysucher, deportiert und am 16. März 1841 in Piaski ermordet[2].
Charlotte Süssmann Ossenreyerstraße 53 Hier wohnte
Charlotte
Süssmann
Jg. 1899
deportiert 1940
Lublin
ermordet 17.3.1940
Stolperstein Charlotte Süssmann
Die am 3. Januar 1899 geborene Charlotte Süssmann war Kauffrau. Sie wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 17. März 1941 in Piaski ermordet[2]. verlegt im Jahr 2014
Paula Süssmann, geb. Blach Ossenreyerstraße 53 Hier wohnte
Paula Süssmann
geb. Blach
Jg. 1873
deportiert 1940
Piaski
ermordet 5.3.1941
Stolperstein Paula Süssmann
Die am 24. September 1873 geborene Paula Süßmann, geb. Blach, war Hausfrau und Mutter. Sie wurde am 12./13. Februar 1940 deportiert und am 5. März 1941 in Piaski ermordet[2]. verlegt im Jahr 2014
Edith Quietsch, geb. Gerson Mönchstraße 31 Hier wohnte
Edith Quietsch
geb. Gerson
Jg. 1911
gedemütigt/entrechtet
überlebt
Stolperstein Edith Quietsch
Die im Jahr 1911 geborene Edith Quietsch, geb. Gerson, überlebte die Shoa. Sie starb im Jahr 1962 durch Suizid in Stralsund[2].

Stolperschwellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stralsund wurden drei Stolperschwellen verlegt:

Bild Standort Lage Verlegedatum Erläuterung
Stolperschwelle Hauptbahnhof
Hauptbahnhof Welt-Icon 23. Oktober 2014 Landesheilanstalt Stralsund 1939
Von hier aus
wurden 1160 psychisch kranke Menschen abtransportiert
Nov. 1939 - Westpreussische Anstalt - Dez. 1939 - Ueckermünde - Lauenburg/Pommern - Treptow/rega
ermordet in Plasnica und Opfer der Aktion T4

Die "Stolperschwelle" wurde am 23. Oktober 2014 verlegt. Sie soll an die 1160 psychisch kranken Frauen und Männer, die im November und Dezember 1939 von dort aus in den Tod geschickt wurden, erinnern. Die Frauen und Männer waren Patienten in der “Landesheilanstalt Stralsund” auf dem Gelände des heutigen Krankenhauses West. Initiiert wurde das Projekt vom Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Harald Freyberger, und dem Leitenden Oberarzt Jan Ambruster. Unterstützt wurde das Projekt von der Deutschen Bahn und der Stadt Stralsund. Verlegt hat die Schwelle Gunter Demnig.

Stolperschwelle Klinikum
Marienstraße 2-4 Welt-Icon 26. Juni 2015 Städtisches Krankenhaus Stralsund
Hier wurden 1934–1939
652 Menschen
in der chirurgisch-gynäkologischen Abteilung
zwangssterilisiert

Die Stolperschwelle wurde am 26. Juni 2015 verlegt. Sie erinnert an die 652 Frauen und Männer, die zwischen 1934 und 1939 im Städtischen Krankenhaus unfruchtbar gemacht wurden[14].

Stolperschwelle Krankenhaus West
Rostocker Chaussee 70 Welt-Icon 26. Juni 2015 Landesheilanstalt Stralsund 1939
Von hier aus
wurden 1160 psychisch kranke Menschen abtransportiert
Nov. 1939 Westpreussische Anstalt - Dez. 1939 Ueckermünde - Lauenburg/Pommern - Treptow/Rega
Ermordet in Plasnica und Opfer der Aktion T4

Die "Stolperschwelle" erinnert an die 1160 psychisch kranken Frauen und Männer, die im November und Dezember 1939 von dort aus in den Tod geschickt wurden. Sie waren Patienten in der “Landesheilanstalt Stralsund” auf dem Gelände des heutigen Krankenhauses West.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Wilhelmus: Juden in Vorpommern, Beiträge zur Geschichte Mecklenburg-Vorpommern, Band 8, Friedrich-Ebert-Stiftung, Schwerin 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Stolpersteine in Mecklenburg Vorpommern
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax Stolpersteinverlegungen in der Hansestadt Stralsund (Stand März 2015), [1]
  3. Ostsee-Zeitung Stralsund, 18. August 2006
  4. www.stolpersteine-mv.de zu Karl Böhm
  5. a b c d „Eine Schuld, die nicht die seine ist“, http://journalistontheroad.de/text/eine-schuld-die-nicht-die-seine-ist/
  6. Willy Israel Cohn: Kein Recht, nirgends. Tagebuch vom Untergang des Breslauer Judentums, Band I, Seite 351
  7. Matrikel Uni Rostock
  8. Familiendatenbank Juden im Deutschen Reich
  9. Familiendatenbank Juden im Deutschen Reich
  10. Ostsee-Zeitung Stralsund, 9. November 2010
  11. Wolfgang Wilhelmus: Juden in Vorpommern, Beiträge zur Geschichte Mecklenburg-Vorpommern, Band 8, Friedrich-Ebert-Stiftung, Schwerin 2007, Seite 102
  12. Ostsee-Zeitung Stralsund, 9. November 2010
  13. http://www.parow-info.de
  14. FOCUS Online: Neue Stolperschwellen für NS-Opfer in Stralsund. Abgerufen am 7. Oktober 2016.