Zum Inhalt springen

Lovesexy (Album)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lovesexy
Studioalbum von Prince

Veröffent-
lichung

6. Mai 1988

Aufnahme

11. Dezember 1987 – 18. April 1988

Label(s)

Paisley Park Records / Warner Bros. Records

Format(e)

CD, Download, LP, MC

Genre(s)

Funk, Pop, Rock

Titel (Anzahl)

9

Länge

45:05

Besetzung

s. Mitwirkende

Produktion

Prince

Studio(s)

Paisley Park Studio (Chanhassen)

Chronologie
Sign “☮” the Times
(1987)
Lovesexy Batman
(1989)
Singleauskopplungen
15. April 1988 Alphabet St.
11. Juli 1988 Glam Slam
20. September 1988 I Wish U Heaven

Lovesexy ist das zehnte Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince, der alle Songs arrangierte, komponierte und produzierte. Es erschien am 6. Mai 1988 bei Paisley Park Records in Zusammenarbeit mit Warner Bros. Records.

Unmittelbar nachdem Prince die Veröffentlichung des Black Album im Dezember 1987 abgesagt hatte, nahm er das Album Lovesexy auf. Die Musik wird den Genres Funk, Pop und Rock zugeordnet; die Liedtexte sind überwiegend spirituell geprägt und von mystischer Erleuchtung sowie christlichen Motiven beeinflusst und behandeln vor allem Gott, Teufel, Schuld und Sühne. Als Gastmusikerin wirkte Sheila E. mit.

Musikkritiker bewerteten das Album unterschiedlich; einige betrachteten es als gefühlvoll und experimentell, andere kritisierten es als musikalisch und textlich überzogen. In Europa war Lovesexy kommerziell erfolgreich und erreichte in mehreren Ländern Gold- oder Platinstatus. Zudem waren nahezu alle Konzerte der Lovesexy-Tournee ausverkauft.

In den USA hingegen nahm Prince’ Popularität ab; erstmals seit 1981 verfehlte er mit einem Album den Platinstatus, und der US-amerikanische Tourneeteil entwickelte sich zu einem Verlustgeschäft, da mehrere Konzerte nicht ausverkauft waren.

Prince, 1988

Nachdem Prince die Veröffentlichung des Black Album Anfang Dezember 1987 abgesagt hatte, begann er am 11. Dezember 1987 im Paisley Park Studio in Chanhassen, Minnesota, mit den Aufnahmen für das Album Lovesexy, die bis zum 31. Januar 1988 andauerten. Er wollte damit ein positives Statement abgeben und bezeichnete Lovesexy im Gegensatz zum Black Album als sein „weißes Album“. Auf Lovesexy bringt Prince seine spirituellen Anliegen deutlicher als zuvor zum Ausdruck und präsentiert zahlreiche Bekenntnisse zu Erlösung und Glauben. Viele Songs sind von einer ernsthaften, zugleich optimistischen Stimmung geprägt. Prince beschrieb das Album als „einen mentalen Trip, vergleichbar mit einem psychedelischen Film“.[1][2]

Alan Leeds (* 1947), damaliger Tourmanager von Prince und älterer Bruder des Saxophonisten Eric Leeds, sagte über die Entstehung von Lovesexy: „Dieser Mann [Prince] hatte ganz klar eine Erweckung erlebt und beschlossen, dass er sein Leben ändern wollte – für längere Zeit oder sogar für immer.“[3] Leeds zufolge hielt Prince das Black Album im Nachhinein für Teufelswerk, das nicht wirklich von ihm selbst gewesen sei und dem er nun „eine Platte für Gott“ folgen lassen müsse. „In diesem Moment war er ein neuer Typ. Ich behaupte nicht, dass sich sein Leben dramatisch geändert hätte, doch sicherlich änderte sich die Musik, die er machte“. Karen Krattinger, ebenfalls damalige Tourmanagerin von Prince, meinte: „Es war eine Fassade. Es war mir klar, dass er mit seinem Leben noch immer nicht glücklich war“. Dez Dickerson, ehemaliger Gitarrist in Prince’ Band, sagte: „Er wusste, dass etwas nicht stimmte, dass er Kinder beeinflusste … Um dies zurechtzurücken, erfand er eine Art neue Religion, in der alles in Ordnung ist und Gott lächelnd zuschaut“. Der Saxophonist Eric Leeds gab zu: „Ich verstand nicht, was der Begriff ‚lovesexy‘ aussagen sollte. Das kapierte niemand“.[1][3][4][5]

Bereits am 20. Oktober 1987 nahm Prince in seinem Paisley Park Studio den Song When 2 R in Love auf, den er auch auf dem Black Album platziert hatte.[6] Am 11. Dezember 1987 nahm er dann mit seiner Begleitband das Stück Eye No auf, das er bereits im Juli 1986 als The Ball – im Jahr 2020 auf Sign o’ the Times Super Deluxe veröffentlicht – geschrieben und nun überarbeitet hatte. Am selben Tag nahm Prince zudem den Song Positivity auf, den er allein einspielte.[7][8] Am 13. Dezember nahm er Anna Stesia, am 14. Dezember Dance On sowie am 30. Dezember 1987 Alphabet St. auf.[9][10] Das Stück Glam Slam nahm Prince ebenfalls im Dezember 1987 auf; das exakte Aufnahmedatum ist jedoch nicht bekannt.[11]

Am 29. Januar 1988 nahm Prince das Titelstück Lovesexy auf; bereits im Dezember 1987 hatte er ein Stück mit dem Titel Luv Sexy eingespielt, das sich deutlich von der veröffentlichten Version unterscheidet. Am 31. Januar 1988 nahm Prince mit I Wish U Heaven den letzten Song für Lovesexy auf. Die abschließenden Arbeiten am Album absolvierte er am 18. April 1988 im Paisley Park Studio.[2][7][12]

Als Prince das fertige Album bei Warner Bros. Records vorstellte, war man dort wegen des anzüglichen Albumcovers besorgt. Das Cover wurde der Warner-Marketingabteilung vorgestellt, und viele der anwesenden Mitarbeiter befürchteten, dass Einkaufszentren und Musikgeschäfte das Album so nicht in die Verkaufsregale stellen würden. Daher wurde Prince um ein alternatives Albumcover gebeten, was er jedoch ablehnte. Zudem weigerte er sich, die CD-Edition des Albums mit Indexmarkierungen zu versehen, sodass die Songs nicht einzeln anklickbar sind und nur als Einzeltrack-Gesamtwerk gehört werden können. Ferner wollte Prince keine Musikvideos zum Album veröffentlichen, da er die Meinung vertrat, sich dadurch von anderen Popstars zu unterscheiden und eine geheimnisvolle Aura um die Platte Lovesexy zu schaffen.[13]

Gestaltung des Covers

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Albumcover zeigt ein Foto von Prince, aufgenommen von Jean-Baptiste Mondino; es wurde jedoch so nachbearbeitet, dass es wie ein Gemälde wirkt. Prince ist von halblinker Richtung aus zu sehen, nackt auf den weißen Blütenblättern einer großen Orchidee sitzend. Sein Blick richtet sich ins Unbestimmte, und sein linkes Bein ist angewinkelt, sodass der Genitalbereich verdeckt bleibt. Ein Staubblatt – der pollentragende männliche Teil einer Blüte –, im Hintergrund in Höhe von Prince’ Oberarm und oberhalb der Stelle zwischen seinen Beinen platziert, in Form eines nach oben krümmenden Blütenstempels, kann als phallische Anspielung interpretiert werden. Mit der linken Hand stützt sich Prince ab, die rechte liegt auf seinem Herz. Das Gesamtbild des Albumcovers soll eine spirituelle Wiedergeburt symbolisieren.[14][15][16][17] Die Liedtexte der Songs sind sowohl in der LP-Ausgabe als auch im CD-Booklet abgedruckt.

Wie Warner Bros. Records befürchtet hatte, wurde das Albumcover in den USA von mehreren Geschäften als Pornografie gedeutet, weshalb Lovesexy häufig hinter dem Ladentisch aufbewahrt wurde. Mavis Staples sagte später in London zu Prince: „Die Leute in den Staaten sind nicht so tolerant wie hier [in Europa].“[15][18]

Prince äußerte seine eigene Sicht auf das Albumcover und sagte dem US-Musikmagazin Rolling Stone 1990: „Dieses Albumcover war nur ein Bild. Wer das Bild ansieht und etwas Krankes darüber sagt, ist selbst krank – es schaut einen direkt aus dem Spiegel an.“[19]

Artdirector Steve Parke (* 1963) sagte nach Prince’ Tod im Jahr 2016: „Ich erinnere mich, dass sich die Band damals ein wenig aufgeregt hat, weil im ursprünglichen Artwork die gesamte Band zu sehen war. Als sie erfuhren, dass auf dem neuen Cover nur ein nackter Prince mit einigen Blumen abgebildet sein würde, waren sie etwas vor den Kopf gestoßen.“[20]

Musik und Liedtexte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musik ist eine stilistische Kombination aus Funk, Pop und Rock. Das Album enthält einige der anspruchsvollsten Songs in Prince’ Karriere, und viele Stücke weisen Einsprengsel auf, wobei neue Parts plötzlich erscheinen und ebenso schnell wieder verschwinden. Oftmals existieren gleichzeitig aktive Melodielinien und intensive harmonische Aktivität. Jazzige und gelegentlich dissonante Blechblasinstrumente unterstützen die komplexe harmonische Struktur. Die Arrangements sind dicht und lebendig, weit entfernt vom minimalistischen „Minneapolis-Sound“, den Prince in den 1980er Jahren prägte, können jedoch in einzelnen Songs zuweilen überladen wirken.[2][21]

Viele Songs strahlen eine ausgelassene Partystimmung aus und vermitteln ein spontanes Ensemblegefühl, wobei Blechblasinstrumente in den meisten Stücken dominant eingesetzt werden. Ein weiterer prägender Bestandteil ist der Gitarrensynthesizer, der den Gitarrenklang kräftiger und „symphonischer“ erscheinen lässt. Den Linn LM-1 Drumcomputer verwendet Prince nur in When 2 R in Love; meist setzt er andere Computer-Drums oder Live-Drums mit getriggerten Sounds ein, die häufig mechanisch klingende Beats liefern. Sein Songwriting wirkt jedoch zuweilen inkonsistent, und einige Melodien erscheinen unauffällig. Zudem wirken die rhythmischen Elemente und das Drum-Programming weniger einfallsreich als in früheren Songs.[2]

Das zentrale Thema der Liedtexte ist das Streben nach göttlicher und menschlicher Liebe. Zudem behandelt Prince Krieg und Frieden, Himmel und Hölle, Gott und Teufel sowie Schuld und Sühne. In den Liner Notes definiert er „Lovesexy“ als „das Gefühl, das man bekommt, wenn man sich verliebt, nicht in ein Mädchen oder einen Jungen, sondern in den Himmel über einem“. Er vergleicht es mit einer Droge ohne Nebenwirkungen – ein Gefühl, das ewig anhält. „Lovesexy“ scheint somit ein euphorischer Bewusstseinszustand zu sein und könnte Prince’ Art darstellen, zu sagen, dass Liebe das „sexieste“ Gefühl überhaupt ist.[2][16][22][23] Neben seinem charakteristischen Falsettgesang verwendet Prince auf Lovesexy auch tiefere Stimmlagen; vereinzelt ist er zudem im Sprechgesang zu hören.

  1. Eye No
    Das erste Wort Eye des Openers Eye No (Homophon von I Know) ist auf dem Albumcover als Auge gestaltet. Der Song beginnt mit einem gesprochenen Intro – eine Art Kinderreim – von „The Spirit Child“, einem Pseudonym von Ingrid Chavez (* 1965). Prince’ Stimme ergänzt das Intro mit einer Anti-Drogen-Botschaft: „Willkommen in der New Power Generation – der Grund, warum meine Stimme so klar ist, liegt darin, dass kein Heroin in meinem Gehirn ist.“ Das Intro ist mit einem Soundeffekt unterlegt, der aus einem Sample des von dem britischen Komponisten Roger Limb (* 1941) geschriebenen Stücks Passing Clouds (1976) stammt. Nach 1:05 Minute setzt Schlagzeugspiel ein, und Eye No entwickelt sich zu einem fröhlich und lebendig wirkenden Ein-Akkord-Stück, bei dem das Zusammenspiel von Basslinie und Bläsermotiv einen funkigen Groove erzeugt. Mehrere Komponenten erzeugen eine Partystimmung, darunter ein schneller, jazziger Bläserpart, ein Saxophonsolo sowie wimmelnde Background-Vocals, die permanent miteinander kollidieren; die Arrangements wirken dabei jedoch etwas überladen. Mit einem traditionellen Gospel-Thema thematisiert der Liedtext den Kampf zwischen Himmel und Hölle, den Prince mit den von ihm erfundenen Metaphern „Lovesexy“ und „Spooky Electric“ – vermutlich seine Metapher für Satan – beschreibt. Er fordert die Menschen auf, Nein zum Teufel in Form von Alkohol, Drogen und Waffen zu sagen. Zudem ruft er im Verlauf dreimal das von ihm konstruierte Wort „Hundalasiliah“, das laut Urban Dictionary „The funky Version of Hallelujah“ bedeutet.[24] Den Liedtext singt Prince in seinem typischen Falsettgesang.[2][21][25]
  2. Alphabet St.
    Der Song ist eine auf Blues basierende Pop-/Rock-Nummer, geprägt von einem kratzigen Rhythmusgitarrenpart mit einem Beat im Bo-Diddley-Stil. Die Rhythmusgruppe umfasst einen einfachen Drumcomputer-Beat und eine markante Basslinie. Ein händeklatschender Skiffle-Part zieht sich zudem durch den gesamten Song. Der Track enthält die einprägsamste Melodie des Albums sowie einen eingängigen „Yeah, Yeah, Yeah“-Refrain, der an The Beatles erinnert. Alphabet St. entwickelt sich von einem spärlichen Anfang zu einem lebhaften und lauten Stück, während sich die Instrumentierung schichtweise aufbaut. Cat liefert einen Rap-ähnlichen Sprechgesang, bevor der Song in einen ausgedehnten Vamp mit einem dissonanten Bläsermotiv übergeht. Im Liedtext beschreibt Prince, wie er eine junge Frau in einem weißen Ford Thunderbird anmachen und „so sexy reden“ will, dass sie ihm nicht widerstehen kann. Er ist jedoch „nicht in der Stimmung“, Liebe zu machen, und schaut lieber zu. Beim Aufsagen des Alphabets durch Ingrid Chavez am Ende des Songs fehlt der Buchstabe „g“. Als Prince am 30. April 1998 auf seiner damaligen Website von einem Fan nach den Gründen gefragt wurde, antwortete er: „Sie wurde zu der Zeit geküsst und war nervös, nehme ich an.“ Das aus dem Liedtext gesprochene Wort „Tennessee“ wurde von der Hip-Hop-Gruppe Arrested Development in ihrem Song Tennessee (1992) durchgehend gelooped. Die Band nutzte das Sample ohne Prince um Erlaubnis zu fragen. Anstatt eine Nennung als Co-Autor zu verlangen oder die Entfernung des Samples zu erzwingen, musste Arrested Development für die Nutzung eine einmalige Gebühr von 100.000 US-Dollar an ihn bezahlen.[2][26]
  3. Glam Slam
    Der rock- und gitarrenlastige Song enthält ein Concerto, bestehend aus spiralförmig aufschwingenden Gitarren, die von synthetischen Streichern begleitet werden. Im Vordergrund steht der Drumcomputer, der den Beat liefert. Der Track enthält mit „Glam Slam, thank you, ma’am, you really make my day. Glam Slam, thank you, ma’am, I pray you’ll always stay“ einen markant von Prince gesungenen Refrain, bietet darüber hinaus jedoch wenig Besonderes. Gegen Ende treten symphonisch klingende Synthesizer-Streicher hinzu, während der Song in einen instrumentalen Vamp übergeht. Im Liedtext verwendet Prince den Ausdruck „Glam Slam“ für eine Liebe, die mit nur einer Berührung befriedigt. Er beschreibt diese Liebe, an der er teilhat, als über das Physische hinausgehend und „horny“ wirkend.[2][27] Im Oktober 1990 schrieb Prince den Song Glam Slam ’91, der den Refrain „glam slam“ sampelt, ansonsten jedoch keine inhaltlichen Gemeinsamkeiten aufweist. Glam Slam ’91 wurde postum 2023 auf dem Album Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition veröffentlicht.
  4. Anna Stesia
    Die besinnliche, melancholische Rockballade ist um eine sich wiederholende Klavier-Phrase aufgebaut. Das Schlagzeugspiel liefert einen gleichmäßigen Beat, während ein Synthesizer-Bass zwischen zwei Noten pendelt. Einige Gitarren-Fills und kurze Soli setzen zusätzliche Akzente. Allmählich setzt der Hintergrundgesang ein, und der Song entwickelt sich zu einem gospelartigen Mitsing-Refrain: „Love is God, God is love. Girls and boys love God above“. Anna Stesia zählt zu den tiefgründigsten Stücken des Albums. Im spirituellen Liedtext beschreibt Prince einen Zustand extremer Einsamkeit und eine Begegnung mit „Anna Stesia“, die ihm sagt: „Wir könnten noch eine Weile leben, wenn du nur lernen könntest zu lächeln. Dann könnten du und ich wegfliegen“. Er erkennt, dass sie ihm zeigt, wie man liebt: „auf die richtige Art, ich meine auf die einzige Art“. Das Stück endet mit Prince’ Versprechen, sich der Verbreitung von Gottes Wort zu widmen. Im Songtitel betreibt er ein Wortspiel mit dem Begriff „anaesthesia“ (Narkose) und lobpreist einen schmerzfreien Zustand der Gnade, den er erfahren hat.[2][22][27]
  5. Dance On
    Der Funk-Song wird von einem pulsierenden, maschinengewehrartigen Bass und energischem, stotterndem Live-Schlagzeug angetrieben. Dem einfachen, viertönigen Refrain wird eine Orgel hinzugefügt. Hektischer Hintergrundgesang, Gitarren-Fills und hektische Synthesizer-Sounds verstärken die turbulente Atmosphäre, wodurch das Stück teils überladen und unkonzentriert wirkt. Zwar besitzt Dance On einen lebhaften Rhythmus, doch eine klare Melodie fehlt. Der Liedtext weicht von der üblichen Thematik um Liebe und Gott ab. Stattdessen kritisiert Prince die Gewalt in der modernen Welt und zeichnet ein düsteres Bild Amerikas mit Jugendbanden und verfallenden Stadtzentren. Seine Lösung besteht darin, Kinder zu erziehen und eine „neue Machtstruktur“ zu schaffen, die Produktion statt Vandalismus fördert.[2][22][28]
  6. Lovesexy
    Der Titelsong ist ein Ein-Akkord-Funk-Stück, angeführt von einem fanfarenartigen Synthesizer-Motiv. Die Textur ist dicht: Gitarrensoli und -fills, Bläserriffs sowie wilder Hintergrundgesang buhlen um Aufmerksamkeit, wodurch der Song phasenweise überladen wirkt. Gegen Ende fügt Prince eine komplexe Jazzpassage ein und beendet den Track mit einem markanten Gespräch zwischen ihm und Cat. Die Stimmlagen der beiden sind manipuliert, verlaufen zunächst spiralförmig nach oben und dann wieder nach unten. Im Gespräch geht es um Sex, allerdings sind nur Worte erlaubt, keine Berührungen. Bei Minute 5:16 durchdringt ein kurzer, schriller Pfeifton die Musik, als sei ein versehentliches Feedback aufgetreten. Prince zensierte damit absichtlich ein Wort des Satzes „I think you want me to **** inside of you“, was mit „Ich glaube, du willst, dass ich in dir komme“ übersetzt werden kann. Abgesehen vom Gespräch beschreibt der Liedtext die Wirkung des Lovesexy-Gefühls: „Alles im Leben wird einfacher, keine Frage bleibt ungelöst, und ich habe keine Angst. Komm und berühre es, ich weiß, du wirst es lieben. Damit weiß ich, dass der Himmel nur einen Schmetterlingskuss entfernt ist“.[2][23][26][29]
  7. When 2 R in Love
    Die Ballade gehört zum Pop-Genre. Der Song ist spärlich instrumentiert mit einem Cembalo-ähnlich klingenden Synthesizer, Bass-Synthesizer und einem Linn LM-1 Drumcomputer. Prince singt in etwa fünf verschiedenen Stimmlagen und wechselt teils innerhalb eines Verses zwischen den Registern. Der Liedtext behandelt Liebe und Sex; im Refrain singt er etwa: „Komm, bade mit mir. Lass uns gegenseitig in der Emotion ertrinken. Bade mit mir. Lass uns mit Parfüm und Lotion bedecken“. When 2 R in Love wurde 1987 auch auf dem Black Album veröffentlicht.[2][27][30]
  8. I Wish U Heaven
    Die Nummer ist ein schlichter Rocksong mit fast schlafliedartiger Melodie. Das Arrangement hebt einen lauten, mechanischen Drumcomputer-Beat hervor. Der Liedtext, von Prince ausschließlich im Falsett gesungen, erzählt eine kurze Geschichte über tiefe, beständige Liebe, die mehr auf Kameradschaft als auf Sex basiert. Trotz angespannter Beziehung spricht er seiner Geliebten einen Segen aus und hofft, dass sie einen Zustand der Gnade erreicht.[2][26][31]
  9. Positivity
    Das letzte Albumstück ist ein monotoner, dröhnender Rocksong, getragen von einem eindringlichen Drumcomputer-Beat mit scharfem, peitschenartigem Snare-Sound. In der Songmitte tritt ein kontrastierender Abschnitt auf, bleibt jedoch überwiegend auf einem Grundakkord. Positivity wirkt teils düster; Prince singt die Strophen in tiefer Stimmlage, während Boni Boyer und Sheila E. dem Refrain Gospel-Flair verleihen. Der Liedtext enthält gesellschaftskritische Fragen, etwa, wer schuld ist, wenn 13-Jährige die Schule abbrechen und kriminell werden. Prince plädiert für positive Veränderungen und betrachtet Kinder als Hoffnung der Zukunft. Er ruft dazu auf, den Geist der Liebe zu suchen und den Versuchungen von „Spooky Electric“ zu widerstehen, der bereits im Opener Eye No erscheint. Prince wünscht sich eine Welt, in der Liebe und Ehrlichkeit, Frieden und Harmonie herrschen.[2][32][33]
  1. Escape
    Prince nahm den Song im Mai 1988 im Paisley Park Studio auf und platzierte ihn als B-Seite der im Juli 1988 ausgekoppelten Single Glam Slam. Der Untertitel von Escape lautet „Free Yo Mind from This Rat Race“. Der Track ist funkig und eher als verspielte Jamsession denn als voll entwickelter Song anzusehen. Er basiert auf einer Basslinie und integriert Teile des Refrains von Glam Slam. Das Arrangement ist reduziert, ergänzt um kraftvolle Gitarrenakkorde, jazzige Bläser und Hintergrundstimmen. Boni Boyer und Sheila E. singen mit Prince, die Bläser stammen von Atlanta Bliss und Eric Leeds. Im Liedtext resümiert Prince: „Lieben macht mehr Spaß als Hassen“ und spielt auf die Ende der 1980er Jahre beginnende Opioidkrise in den Vereinigten Staaten an. „Fünfzehn Minuten sind nicht lang genug, um in dieser harten Welt den Verstand zu verlieren“, rappt er, bezugnehmend auf den kurzlebigen Rausch der Droge Crack. Der einleitende Satz „Snare drum pounds on the 2 and 4, all the party people get on the floor“ stammt aus seinem damals unveröffentlichten Song Rebirth of the Flesh, der erst postum 2020 auf Sign o’ the Times Super Deluxe erschien. Prince nutzte den Satz außerdem als Intro seiner Lovesexy-Tour 1988/89.[34][35]
  2. Scarlet Pussy
    Die B-Seite der im September 1988 ausgekoppelten Single I Wish U Heaven nahm Prince im Januar 1988 im Paisley Park Studio auf. Scarlet Pussy ist ein Funk-Track mit schlichtem Arrangement, das hauptsächlich auf Drum-Machine-Beat, Synth-Bass und einem Rhythmusgitarren-Lick basiert. Sheila E. singt den Hauptpart, während Prince in verlangsamter Stimme die Geschichte einer „scharlachroten Katze“ erzählt. Musikalisch und textlich erinnert das Stück an George Clinton sowie Funkadelic/Parliament. Analog zu Clintons Atomic Dog (1982) vergleicht Prince die sexuelle Verfolgung einer Frau mit der Jagd eines Hundes auf eine Katze. Im humorvollen Text nutzt er Reimschemata wie „Puppy“ und „Yuppie“. Die Zeile „Pussycat, pussycat, wherefore art thou, puppy?“ spielt auf „Romeo, Romeo, wherefore art thou, Romeo?“ aus William Shakespeares Tragödie Romeo und Julia (16. Jahrhundert) an. Prince nahm den Song zwar unter seinem Pseudonym Camille auf, doch sein Gesang ist im Vergleich zu anderen Camille-Tracks deutlich tiefer. Ursprünglich wollte er Scarlet Pussy auf Sheila E.s viertem Studioalbum (1989) platzieren, doch das Projekt wurde verworfen und das Album blieb unveröffentlicht.[36][37]

Titelliste und Veröffentlichungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Prince’ Unterschrift im Jahr 1988
# Titel Dauer
1 Eye No 5:46
2 Alphabet St. 5:39
3 Glam Slam 5:04
4 Anna Stesia 4:58
5 Dance On 3:44
6 Lovesexy 5:47
7 When 2 R in Love 4:01
8 I Wish U Heaven 2:43
9 Positivity 7:17
Spieldauer: 45:05 min.
Autor aller Songs ist Prince

Lovesexy erschien am 6. Mai 1988 in Frankreich, am 9. Mai in Großbritannien und am 10. Mai in den USA.[38] Das Album wurde auf LP, MC und CD veröffentlicht; die ersten CD-Ausgaben waren als 1-Track gepresst, später in einzelne Songs aufgeteilt.[19] Außerdem ist das Album als Download erhältlich.

Drei Singles wurden aus dem Album ausgekoppelt: Alphabet St. erschien am 15. April 1988 in Großbritannien und am 23. April in den USA.[9] Die Singleversion dauert 2:25 Minuten; die B-Seite setzt mit 3:14 Minuten fort, sodass die 5:39-minütige Albumversion vollständig wiedergegeben wird.[39] Die Veröffentlichung erfolgte in einer transparenten Hülle mit stilisiertem Aufkleber statt eines klassischen Artworks.

Glam Slam erschien am 11. Juli 1988; die Singleversion ist auf 3:28 Minuten gekürzt. Prince versuchte kurz zuvor, die Veröffentlichung zu verhindern, weil er die Entscheidung für falsch hielt, diesen Song als zweite Single von Lovesexy herauszubringen. Doch Warner Bros. Records setzte die Auskopplung durch. Die B-Seite Escape war bislang unveröffentlicht.[40][41] Wie Alphabet St. wurde die Single in einer transparenten Hülle mit stilisiertem Aufkleber veröffentlicht.

I Wish U Heaven erschien am 20. September 1988 als dritte Single und entspricht der Albumversion. Die B-Seite Scarlet Pussy war bislang unveröffentlicht.[36]

Zu den Albumsongs entstanden drei Musikvideos: Alphabet St., Glam Slam und I Wish U Heaven. Obwohl Prince ursprünglich angekündigt hatte, keine Videos zu produzieren, entschied er sich am 20. März 1988 überraschend dafür. Am Nachmittag kontaktierte er seinen Tour-Manager Alan Leeds, um noch am selben Tag ein Video für die erste Single Alphabet St. in seinem Paisley Park Studio zu drehen. Für das Projekt engagierte er Sheila E. und die Tänzerin Cat, die jedoch nicht mitwirkte. Auf Leeds’ Frage, ob Manager Steve Fargnoli (* 1949; † 2001) informiert sei, verneinte Prince, da er Eingriffe von Warner Bros. vermeiden wollte. Leeds konnte kurzfristig den in Minneapolis lebenden Videoproduzenten Michael Barnard gewinnen; die Dreharbeiten begannen gegen 23:00 Uhr.[42]

Ein vergleichbarer Ford Thunderbird, wie er im Musikvideo zu Alphabet St. zu sehen ist

Das Musikvideo wurde vor einer Blue-Box gedreht und teilweise im Cartoon-Stil gestaltet; Buchstaben schweben mit kleinen Nachrichten über den Bildschirm. Nach etwa 26 Sekunden erscheint die versteckte Botschaft „Don’t Buy The Black Album, I’m Sorry“ („Kauft nicht das Black Album, tut mir leid“). Auf die Textzeile „she’ll want me from my head to my feet“ hin macht Prince einen Schritt nach vorne und verschwindet, während die Nachricht kurz senkrecht über den Bildschirm läuft.[43][44] Weitere Botschaften sind unter anderem „dance 4 the light“ („Tanzt für die Helligkeit“), „ecstasy“ („Ecstasy“), „God I love U“ („Gott, ich liebe dich“), „H is 4 punks“ („Heroin ist für Dreckskerle“) und „heaven is so beautiful“ („Der Himmel ist so wunderschön“).[45] Außerdem ist ein Ford Thunderbird zu sehen, der Prince’ Vater gehörte; das Fahrzeug stammt jedoch aus dem Baujahr 1969 und nicht, wie im Songtext gesungen, aus 1967.[46] Die gezeigten Frauenbeine gehören Sheila E.

Das Musikvideo zu Glam Slam entstand am 7. Mai 1988 im Paisley Park Studio während der Proben für die Lovesexy-Tour. Prince beauftragte Artdirector Steve Parke mit der Gestaltung des Bühnenbilds. Nachdem Parke ein Drittel der Kulissen fertiggestellt hatte, erhielt er keine Rückmeldung von Prince. Auf die Nachfrage bei Bassist Levi Seacer Jr. antwortete dieser: „Hat Prince denn irgendetwas zu dir gesagt? Nein? Na, das bedeutet, dass es ihm gefällt“.[20] Prince trägt im Video eine Augenbinde, die er kurz vor Ende des Songs abnimmt. Neben seinen Bandmitgliedern, die auch auf der Tour spielten, sind erstmals The Game Boyz zu sehen: Damon Dickson (* 1960), Kirk Johnson (* 1964) und Tony Mosley (* 1962), die 1990 Gründungsmitglieder von The New Power Generation waren.[47] Rund 400 in Minneapolis wohnhafte Statisten wurden als Zuschauer engagiert; nach Drehschluss gab Prince für sie ein 90-minütiges Livekonzert. Regisseur und Produzent des Videos war Prince selbst.

Das Musikvideo zu I Wish U Heaven entstand am 2. Juni 1988 in Los Angeles im Studio Instrument Rentals (S.I.R). Regie führte Jean-Baptiste Mondino, Fotograf des Lovesexy-Albumcovers. Das Video zeigt Prince vor einem computergenerierten hellblauen Himmel. Der Titel „I Wish U Heaven“ erscheint in einer von Grafikdesignerin Margo Chase (* 1958; † 2017) gestalteten Schriftart und schwebt durch die Szenen. Neben Prince wirken Boni Boyer, Cat und Sheila E. mit, die alle zuletzt in einem Prince-Video zu sehen sind; das Trio erscheint in einer fortlaufenden Schleife. Außerdem existiert ein weiteres Video zu I Wish U Heaven,[47] in dem Boni Boyer nicht mitwirkt.

Ein Musikvideo zu When 2 R in Love entstand 1988 nicht. Erst 1994, zur Veröffentlichung des Black Albums, wurde ein Video produziert, da der Song auch auf diesem Album enthalten ist. Das Video entstand ohne Einfluss und Mitwirkung von Prince und zeigt lediglich einen schwarzen Bildschirm, auf dem der Liedtext am unteren Rand in weißer Schrift erscheint.

Verschiedene Musiker nahmen Coverversionen von Songs des Albums Lovesexy auf:[48][49][50] Alphabet St. wurde unter anderem von The Jesus and Mary Chain (1994), Blue States (2001), Julie Griffen (2004), David Helbock (2012) und Sufjan Stevens (2012) neu interpretiert. Anna Stesia coverte Tanya Vega (2004), Dance On Capitol K (2001), Susanna Wallumrød (2008) und Love Motel (2009). When 2 R in Love nahmen die japanische Singer-Songwriterin Epo (1991), Bob Belden (1994) und Johnta Austin (2010) neu auf. I Wish U Heaven coverten Darren Hayes (2002) sowie Anneli Drecker & Bugge Wesseltoft (2008), Positivity Mavis Staples (1993).

Alle Songs wurden von Prince arrangiert, komponiert, produziert und gesungen. Er spielte sämtliche Musikinstrumente selbst; weitere Musiker ergänzten die Aufnahmen:[51]

  • Atlanta Bliss – Gesprochene Stimme (‘Party’-Übergang) und Trompete in Eye No; Trompete in Alphabet St., Lovesexy, Positivity
  • Boni Boyer – Backing Vocals in Alphabet St., Anna Stesia, Dance On, Eye No, Positivity; Keyboard in Dance On, Eye No
  • Cat – Backing Vocals in Alphabet St., Anna Stesia, Glam Slam
  • Dr. Fink – Keyboard in Dance On, Eye No
  • Eric Leeds – Gesprochene Stimme (‘Party’-Übergang) und Saxophon in Eye No; Saxophon in Alphabet St., Lovesexy, Positivity
  • Greg Brooks und Wally Safford – gesprochene Stimme (‘Party’-Übergang) in Eye No
  • Ingrid Chavez – Gesang als „The Spirit Child“ in Alphabet St.; Gesprochenes Intro in Eye No
  • Levi Seacer Jr. – E-Bass in Dance On, Eye No
  • Mico Weaver – Rhythmusgitarrist in Dance On, Eye No
  • Sheila E. – Backing Vocals und Schlagzeug in Anna Stesia, Dance On, Positivity; Schlagzeug in Alphabet St., Eye No

Technisches Personal

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Lovesexy Tour
von Prince
Präsentationsalbum Lovesexy
Anfang der Tournee 8. Juli 1988
Ende der Tournee 13. Februar 1989

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 77
Chronologie
Sign o’ the Times Tour
(1987)
Lovesexy Tour Nude Tour (1990)
Eines seiner Outfits von Prince während der Lovesexy-Tour

Der europäische Abschnitt der Lovesexy-Tournee begann am 8. Juli 1988 im Palais Omnisports de Paris-Bercy in Paris und endete am 9. September 1988 in den Westfalenhallen in Dortmund. Insgesamt 31 Konzerte wurden von rund 500.000 Besuchern verfolgt und von Kritikern gelobt. Die Dauer der Shows variierte zwischen 120 und 150 Minuten.[53][54][55] Das Abschlusskonzert in Dortmund wurde aufgezeichnet und am 19. April 1989 als Lovesexy Live 1 und Lovesexy Live 2 auf Betamax, Laserdisc und VHS veröffentlicht.[55] Eine Veröffentlichung auf Blu-ray Disc oder DVD erfolgte bis heute (2026) nicht. Während der gesamten Tour gab es keine Vorgruppe.

Die US-Tournee begann am 14. September 1988 im Met Center in Bloomington, Minnesota, und endete am 29. November 1988 in der Reunion Arena in Dallas, Texas. 38 Konzerte wurden von rund 600.000 Zuschauern besucht.[56][57] Während in Europa nahezu alle Shows ausverkauft waren, blieb dies in den USA bei einigen Konzerten aus, sodass die Tour ein Verlustgeschäft wurde. Die Kosten der Bühnenproduktion von etwa zwei Millionen US-Dollar konnten nicht eingespielt werden.[58] US-Musikkritiker äußerten sich zurückhaltender als ihre europäischen Kollegen. Mo Ostin, damaliger Vorstandsvorsitzender von Warner Bros. Records, erklärte: „So brillant wie er [Prince] ist, hat das Publikum es schwer, ihm zu folgen.“[54]

Vom 1. bis 13. Februar 1989 spielte Prince acht Konzerte in Japan,[59] womit die Lovesexy-Tour insgesamt 77 Konzerte umfasste. Seine Begleitband bestand aus acht Mitgliedern:[58]

  • Atlanta Bliss (* 14. Dezember 1952 als Matthew Blistan in Pittsburgh, Pennsylvania, Schulfreund von Eric Leeds)[60] – Trompete
  • Boni Boyer (* 28. Juli 1958 als Bonita Louisa Boyer in Washington, D.C.; † 4. Dezember 1996 in San Pablo, Kalifornien)[61] – Backing Vocals, Keyboard
  • Cat (* 24. Juli 1962 als Catherine Vernice Glover in Chicago, Illinois; † 24. September 2024 in Los Angeles, Kalifornien)[62] – Backing Vocals, Tänzerin
  • Dr. Fink (* 8. Februar 1957 als Matthew Robert Fink in St. Louis Park, Metropolregion Minneapolis-Saint Paul)[63] – Backing Vocals, Keyboard
  • Eric Leeds (* 19. Januar 1952 als Eric Jeffrey Leeds in Milwaukee, Wisconsin) – Querflöte, Saxophon
  • Levi Seacer Jr. (* 30. April 1961 in Richmond, Kalifornien) – Backing Vocals, E-Bass
  • Miko Weaver (* 11. März 1957 als Michael Weaver in Berkeley, Kalifornien) – Akustische Gitarre, Backing Vocals
  • Sheila E. (* 12. Dezember 1957 in Oakland, Kalifornien) – Backing Vocals, Schlagzeug

Nach der Lovesexy-Tour arbeitete Prince nicht mehr mit Atlanta Bliss, Boni Boyer, Cat und Miko Weaver zusammen. Dr. Fink, Eric Leeds und Sheila E. unterstützten ihn hingegen weiterhin und traten sporadisch bei Livekonzerten auf. Ende 1990 wurde Levi Seacer Jr. Gründungsmitglied von Prince’ Begleitband The New Power Generation.

Ab 1986 spielte Prince nach dem Hauptkonzert gelegentlich eine Aftershow, also ein weiteres Konzert nach Mitternacht. Die Auftritte fanden in kleineren Clubs vor meist 300 bis 1.500 Zuschauern statt, wobei Prince auf aufwendige Bühnenshows, Choreografien und Lightshows seiner Hauptkonzerte verzichtete. Die Songauswahl unterschied sich häufig, Top-Ten-Hits ließ er oft weg. Höhepunkte einzelner Aftershows waren Gastauftritte bekannter Musiker.

1988 spielte Prince bei neun der 69 Konzerte der Lovesexy-Tour eine Aftershow. Vier davon fanden in Europa statt: Am 26. Juli im Camden Palace in London traten Greg Phillinganes, Mavis Staples, Mica Paris und Ron Wood als musikalische Gäste auf. Bei der letzten europäischen Aftershow am 31. August in der Große Freiheit 36 in Hamburg wirkte Taylor Dayne als Gastsängerin mit.[40][64]

In den USA traten am 15. September 1988 im Paisley Park Studio George Clinton, Lisa Coleman, Mavis Staples und Wendy Melvoin als musikalische Gäste auf. Bei der Aftershow am 3. Oktober 1988 im Roseland Ballroom in New York City wirkte Patti LaBelle als Gastsängerin mit.[65][66] In Japan gab es keine Aftershows.

Professionelle Bewertungen
Durchschnittsbewertung
Quelle Bewertung
AOTY[67] 81 %
Weitere Bewertungen
Quelle Bewertung
AllMusic[68] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Musikexpress[69] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
St. Paul Pioneer Press[19] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Wilson & Alroy’s Record Reviews[70] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Robert Christgau[71] B+

Musikkritiker bewerteten Lovesexy unterschiedlich: Einige lobten das Album als gefühlvoll und experimentell, das in musikalischer Komplexität an Sign “☮” the Times (1987) anknüpft. Andere kritisierten es als musikalisch und textlich überzogen. Die Website Album of the Year (AOTY) ermittelte auf Basis von sechs englischsprachigen Rezensionen eine Durchschnittsbewertung von 81 %.[67]

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel lobte die Musik als „reicher Zitatenschatz… von jazzig Inspiriertem über Soul-Harmonien bis zu Psychedelischem“. Das Lifestyle-Magazin Wiener schrieb: „Anrührend, aufwühlend, verstörend. Eine bessere Platte kann dieses Jahr [1988] keiner mehr machen.“[72] Thomas Garms von der FAZ bezeichnete Prince als „hochtalentierten Komponisten“ und erklärte: „Dieses Talent, vom Selbstzitat weitestgehend entfernt, hat Prince etwas ermöglicht, was im Popgeschäft sonst kaum denkbar erscheint: hohen musikalischen Anspruch mit kommerzieller Wirklichkeit zu verbinden. Auf der einen Seite ‚Music for musicians sake‘ machen zu können – also von aktiven Musikerkollegen wie Sting oder Bryan Ferry gehört und geschätzt zu werden – und andererseits die breite Masse anzuziehen“.[73]

Die Musikkritiker David Wilson und John Alroy vergaben vier von fünf Sternen und stellten fest, das Album dokumentiere „offenbar eine spirituelle Wiedergeburt“. Lovesexy sei bemerkenswert für die „kolossale Anzahl ineinandergreifender melodischer Hooks“, am deutlichsten im Titelstück. Den Song Anna Stesia bezeichneten sie als „stimmungsveränderndes Meisterwerk mit dramatischen Dynamikwechseln und einem erhebenden religiösen Ende“. Insgesamt sei das Album ein „solides Werk, bei dem selbst vertraut klingende Titel“ wie Eye No, Glam Slam und I Wish U Heaven „unterhaltsam sind“.[70]

Stephen Thomas Erlewine von AllMusic vergab dreieinhalb von fünf Sternen und befand, dass sich Lovesexy „von allem anderen“ unterscheide, was Prince zuvor aufgenommen habe. Selbst wenn – wie im Titelstück oder bei Alphabet St – „in harten Funk eingetaucht“ werde, besitze die Musik eine „entspannte, lässige Qualität, die nach der dichten Paranoia von Parade, Sign ‘o’ the Times [sic] und The Black Album [sic] schockierend“ sei. Prince wollte mit „durchdachter Musik und ehrgeizigen lyrischen Themen in eine neue Phase der Reife eintreten“, doch weder Musik noch Texte seien „im Verlauf des Albums durchgängig gut umgesetzt“. Zwar seien Songs wie Alphabet St., Anna Stesia, Glam Slam, I Wish U Heaven und When 2 R in Love „lohnenswert“, doch im Gesamtbild sei Lovesexy Prince’ schwächstes Album seit Controversy (1981).[68]

Die Musikjournalisten Albert Koch und Thomas Weiland vom Musikexpress vergaben dreieinhalb von sechs Sternen. Abgesehen von den Songs Alphabet St., I Wish U Heaven und Positivity wirke „der Rest etwas eilig zusammengebastelt“. Dem Album fehle „die überdurchschnittliche Eingebung und das unwiderstehliche Knistern“, weshalb Prince Mitte der 1980er Jahre „einen Stammplatz in der Hautevolee des Pop ergatterte“.[69]

Robert Christgau bewertete das Album auf einer Skala von „A+“ bis „F“ mit „B+“. Er lobte zwar „jede Menge Pep“, kritisierte jedoch: „Textlich ist es schlampig, wenn nicht sogar pseudo, wenn nicht sogar dumm“. Dies sei „doppelt ärgerlich, weil der zusätzliche religiöse Inhalt das ist“, was Prince gegenüber „seiner nicht sonderlich schockierenden Alternative haben“ sollte.[71]

Rick Shefchik von der US-Zeitung St. Paul Pioneer Press vergab zwei von vier Sternen und bezeichnete das Album als „eine vorschnelle Mitteilung einer aufgewühlten Seele.“ Auch Dave Hiltbrand von der US-Zeitschrift People zeigte sich enttäuscht: „Hier wird viel zu viel autoerotisch herumgenudelt… Der typische fein ausgereizte Funk“ von Prince sei „hier so gut wie nirgends“.[22] Gary Graff von der US-Zeitung Detroit Free Press merkte an, dass Lovesexy „für seine Hörer etwas Zeit brauchen kann, bis sie es in den Griff bekommen.“[19]

Kommerzieller Erfolg

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[74]4 (24 Wo.)24
 Österreich (Ö3)[75]3 (28 Wo.)28
 Schweiz (IFPI)[76]1 (2) (12 Wo.)12
 Vereinigte Staaten (Billboard)[77]11 (21 Wo.)21
 Vereinigtes Königreich (OCC)[78]1 (1) (36 Wo.)36
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1988)[80]Platzie­rung
 Deutschland (GfK)26
 Österreich (Ö3)10
 Schweiz (IFPI)23
 Vereinigte Staaten (Billboard)[79]100
 Vereinigtes Königreich (OCC)59
Jahr Titel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[81]
(Jahr, Titel, , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1988 Alphabet St. DE18
(11 Wo.)DE
CH5
(8 Wo.)CH
UK9
(6 Wo.)UK
US8
(13 Wo.)US
Platz eins in Norwegen
Platz eins in Neuseeland
Erste Prince-Single, die auch auf CD veröffentlicht wurde
Glam Slam DE33
(9 Wo.)DE
UK29
(4 Wo.)UK
I Wish U Heaven DE53
(4 Wo.)DE
UK24
(5 Wo.)UK

In den USA gelang es zum ersten Mal seit Do Me, Baby (1982) aus dem Album Controversy keiner Prince-Single, die US-Top-100 zu erreichen; weder Glam Slam noch I Wish U Heaven gelang der Einstieg in die Charts.

Auszeichnungen für Musikverkäufe

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA) Platin70.000
 Deutschland (BVMI) Gold250.000
 Frankreich (SNEP) 2× Gold200.000
 Neuseeland (RMNZ) Platin20.000
 Niederlande (NVPI) Gold50.000
 Österreich (IFPI) Gold25.000
 Schweden (IFPI) Gold50.000
 Schweiz (IFPI) Gold25.000
 Spanien (Promusicae) Platin100.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) Gold500.000
 Vereinigtes Königreich (BPI) Platin300.000
Insgesamt 8× Gold
4× Platin
1.590.000

Hauptartikel: Prince/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Obwohl Lovesexy in den USA Goldstatus erreichte, war es Prince’ am schlechtesten verkauftes Album seit For You (1978). Zudem war es sein erstes Album seit Controversy (1981), das die US-Top-Ten verfehlte und keinen Platinstatus erzielte. In den USA wurden rund 750.000 Exemplare verkauft, außerhalb der USA etwa 1,9 Millionen.[15]

Für die Lovesexy-Ära erhielt Prince folgende Auszeichnungen und Preise:

International German Rock Awards

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3. Dezember 1988: Lovesexy erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Bestes Pop-Album“.[82]

27. Februar 1989: Lovesexy erhielt den niederländischen Edison Award in der Kategorie „Bestes Pop-Album International“.[82]

Minnesota Music Awards

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11. Mai 1989: Prince erhielt die Auszeichnungen in den Kategorien „R&B Guitar“ und „Rock Male Vocalist“. Lovesexy wurde in den Kategorien „Album of the Year“, „R&B Album“ und „Rock/Mainstream Album“ ausgezeichnet. Zudem gewann Alphabet St. den Preis für die beste „R&B Composition“.[82][83]

  • Alex Hahn: Besessen – Das turbulente Leben von Prince. Hannibal Verlag, Höfen 2016, ISBN 978-3-85445-610-0.
  • Ben Greenman: Dig If You Will the Picture – Funk, Sex and God in the Music of Prince. Faber & Faber Ltd, London 2017, ISBN 978-0-571-33326-4.
  • Benoît Clerc: Prince – Alle Songs: Die Geschichten hinter den Tracks. Delius Klasing Verlag; 1. Auflage 2023, ISBN 978-3-667-12537-8.
  • Dave Hill: Prince – A Pop Life. Droemer Knaur, München 1989, ISBN 3-426-04036-0.
  • Jason Draper: Prince – Life & Times (Revised & Updated Edition). Chartwell Books, New York 2016, ISBN 978-0-7858-3497-7.
  • Jon Ewing: Prince – CD Books. Carlton Books, Rastatt 1994, ISBN 3-8118-3986-1.
  • Jürgen Seibold: Prince. Verlagsunion Erich Pabel-Arthur Moewig, Rastatt 1991, ISBN 3-8118-3078-3.
  • Mobeen Azhar: Prince 1958–2016: Sein Leben in Bild und Text. Edition Olms, Oetwil am See/Zürich 2016, ISBN 978-3-283-01265-6.
  • Per Nilsen: DanceMusicSexRomance – Prince: The First Decade. Firefly Publishing, London 1999, ISBN 0-946719-23-3.
  • Roland Mischke: Vom Nobody zum Pop-Prinzen. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1989, ISBN 3-404-61157-8.
  • Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince. Nilsen Publishing, Linköping 2004, ISBN 91-631-5482-X.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b Nilsen (1999), S. 250.
  2. a b c d e f g h i j k l m n Uptown (2004), S. 379–380.
  3. a b Hahn (2016), S. 184.
  4. Hahn (2016), S. 185.
  5. Ewing (1994), S. 80.
  6. Nilsen (1999), S. 269.
  7. a b Clerc (2023), S. 166.
  8. Clerc (2023), S. 160.
  9. a b Clerc (2023), S. 162.
  10. Clerc (2023), S. 165.
  11. Clerc (2023), S. 164.
  12. Clerc (2023), S. 164–165.
  13. Hahn (2016), S. 186.
  14. Hahn (2016), S. 185–186.
  15. a b c Uptown (2004), S. 91.
  16. a b Hill (1989), S. 283.
  17. Mischke (1989), S. 199.
  18. Ewing (1994), S. 77.
  19. a b c d Draper (2016), S. 86.
  20. a b Azhar (2016), S. 56.
  21. a b Hill (1989), S. 284–285.
  22. a b c d Hahn (2016), S. 189.
  23. a b Mischke (1989), S. 27.
  24. hundalasiliah. In: urbandictionary.com. 7. März 2008, abgerufen am 8. September 2025 (englisch).
  25. Begleitheft der CD Lovesexy, Warner Bros. Records / Paisley Park Records, 1988
  26. a b c Hill (1989), S. 285.
  27. a b c Hill (1989), S. 286.
  28. Hill (1989), S. 287.
  29. Ewing (1994), S. 78.
  30. Mischke (1989), S. 200.
  31. Uptown (2004), S. 379–380.
  32. Hill (1989), S. 284. u. S. 287.
  33. Uptown (2004), S. 380.
  34. Uptown (2004), S. 432.
  35. Clerc (2023), S. 236.
  36. a b Uptown (2004), S. 98.
  37. Uptown (2004), S. 432–433.
  38. Clerc (2023), S. 155.
  39. Uptown (2004), S. 90.
  40. a b Uptown (2004), S. 94.
  41. Clerc (2023), S. 236.
  42. Hahn (2016), S. 187–188.
  43. Uptown (2004), S. 623–624.
  44. Hahn (2016), S. 188.
  45. Nilsen (1999), S. 249.
  46. Greenman (2017), S. 133.
  47. a b Uptown (2004), S. 624.
  48. Prince auf Cover.Info
  49. Prince auf SecondHandSongs
  50. Prince auf WhoSampled
  51. Uptown (2004), S. 379.
  52. Bald Condensed: Remembering Margo Chase, letter alchemist. In: typenetwork.com. 22. Juli 2015, abgerufen am 12. Oktober 2025 (englisch).
  53. Uptown (2004), S. 93.
  54. a b Ewing (1994), S. 81.
  55. a b Uptown (2004), S. 97.
  56. Ewing (1994), S. 84.
  57. Uptown (2004), S. 97, 102.
  58. a b Uptown (2004), S. 92.
  59. Uptown (2004), S. 104–105.
  60. Nilsen (1999), S. 257.
  61. Bonita Louisa “"Boni"” Boyer in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 17. März 2023.
  62. Chinta Strausberg. In: facebook.com. 24. September 2024, abgerufen am 27. September 2024 (englisch).
  63. Uptown (2004), S. 21.
  64. Uptown (2004), S. 96.
  65. Uptown (2004), S. 98.
  66. Uptown (2004), S. 99.
  67. a b Prince – Lovesexy. In: albumoftheyear.org. 2025, abgerufen am 28. August 2025 (englisch).
  68. a b Stephen Thomas Erlewine: Lovesexy – Prince. In: allmusic.com. 2023, abgerufen am 6. März 2023 (englisch).
  69. a b ME-Redaktion: Aus dem grossen Prince-Special – Alle Alben im Überblick. In: musikexpress.de. 22. Mai 2016, abgerufen am 6. März 2023.
  70. a b David Bertrand Wilson und John Alroy: Wilson & Alroy’s Record Reviews – Lovesexy (1988). In: warr.org. 2023, abgerufen am 6. März 2023 (englisch).
  71. a b Robert Christgau: Prince. In: robertchristgau.com. 2023, abgerufen am 6. März 2023 (englisch).
  72. Mischke (1989), S. 198–199.
  73. Mischke (1989), S. 201.
  74. Prince. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 21. April 2024.
  75. Prince. In: austriancharts.at. Abgerufen am 21. April 2024.
  76. Prince. In: hitparade.ch. Abgerufen am 21. April 2024.
  77. Prince – Chart History. In: billboard.com. Abgerufen am 21. April 2024 (englisch).
  78. Prince. In: officialcharts.com. Abgerufen am 21. April 2024 (englisch).
  79. Top US Billboard 200 Albums – Year-end 1988. In: bestsellingalbums.org. Abgerufen am 9. August 2024 (englisch).
  80. Jahreschartquellen (1988): DE AT CH
  81. Chartquellen: DE AT CH UK US
  82. a b c Awards and nominations. In: princevault.com. 16. Februar 2024, abgerufen am 4. Dezember 2024 (englisch).
  83. Uptown (2004), S. 105.