Rengha Rodewill

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Rengha Rodewill

Rengha Rodewill (* 11. Oktober 1948 in Hagen, Westfalen) ist eine deutsche Fotografin, Autorin, Publizistin, Malerin, Objektkünstlerin, Grafikerin und Tänzerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malerei und Objektkunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rengha Rodewill ist in Hagen aufgewachsen, dort studierte sie Bühnentanz bei Ingeburg Schubert-Neumann,[1] einer ehemaligen Primaballerina an der Staatsoper Dresden, sowie Malerei bei dem Kunstprofessor Will D. Nagel.[1][2] Schubert-Neumann gründete 1962 in Hagen eine Ballettschule für Bühnentanz, sie war Ballettmeisterin und Choreografin.[3][4] Durch einen Tanzunfall konnte Rodewill ihre Bühnenkarriere nicht weiter fortsetzen und hat danach ihre Energien in die Bildende Kunst als Grafikerin und Malerin einfließen lassen. Nach Studienaufenthalten in Italien und Spanien zog Rodewill 1978 von Hagen nach Berlin, wo sie als Grafikerin tätig war. Ihr erstes Atelier eröffnete sie in Zehlendorf und 1998 in Potsdam-Babelsberg in der Domstraße,[5] um hauptsächlich als Malerin und in der Objektkunst[6] zu arbeiten.

Das Babelsberger Atelier befand sich in einer Baracke, auf einem Grundstück mit Landhaus, in dem die Galerie Bauscher ihren Sitz hatte.[7][1][2] Das Haus ließ der jüdische Möbelfabrikant Paul Wiener zwischen 1923 und 1924 vom Architekten Jean Krämer errichten,[8] die Adresse war Augustastrasse, heute Rosa-Luxemburg-Straße. In den ersten Wochen und Monaten nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließen vor allem die Juden aus Angst vor Repressalien und Verfolgung Deutschland. Die Familie Wiener emigrierte 1933 nach England. Konrad Adenauer hielt sich von 1934 bis 1935 in dem Anwesen auf, dort wurde er 1934 im Zusammenhang mit dem Röhm-Putsch von der Gestapo festgenommen und nach zwei Tagen ohne weitere Erklärungen freigelassen.[9] Die Forstverwaltung des Bezirks Potsdam (DDR) war bis zur Wende 1989 in der Baracke und im Landhaus untergebracht.[10]

Während ihrer Schaffensphase in Babelsberg entwickelte Rodewill mit der Potsdamer Kunsthistorikerin Renate Bergerhoff[11] das Dance Painting[6][12][13], das als Tanz um die Leinwand beschrieben wurde. Rodewill arbeitete hauptsächlich an großformatigen Werken in der Kunstrichtung des Action Painting, das innerhalb des abstrakten Expressionismus so bezeichnet wird, wobei sie die auf dem Boden liegende Leinwand bei rasantem Tempo umtanzte und in Drip Painting Technik, in einem exzessiven Malprozess bearbeitete. Ein tranceartiger Zustand ermöglichte es ihr, sich dem Malvorgang völlig hinzugeben und alle Emotionen freizusetzen bis zur Erschöpfung arbeitend. Rodewill lässt sich nicht in das Schubfach des abstrakten Expressionismus einordnen. Für ihre Malerei ist entscheidend, dass sie untrennbar mit Musik und Tanz verbunden ist.

Mit dem Hagener Maler Emil Schumacher[14][15], dem prominenten Vertreter des Informel, stand Rodewill in einem künstlerischen Briefkontakt. Schumacher nannte Rodewill in seinen Briefen Liebes Hagener Kind. Rodewills Einladung 1998 zu ihrer Vernissage movement two,[16] im Künstlerklub Die Möwe,[17] Palais am Festungsgraben in Berlin-Mitte, musste Schumacher aus Altersgründen absagen. Emil Schumacher verstarb 1999 in seinem Ferienhaus auf Ibiza.[18] Die Begrüßungsrede hielt die Schauspielerin Renate Heymer,[16] verheiratet mit dem Filmregisseur Gunter Friedrich. Rodewills Kunsthistorikerin Renate Bergerhoff übernahm die Einführung in die Ausstellung. Vorsitzender des Künstlerklub Die Möwe e. V., war in der Zeit von 2002 bis 2010 der Literaturwissenschaftler und Kulturmanager Paul Werner Wagner.

Rengha Rodewills Materialcollagen und Installationen sind zeitkritisch. Die Künstlerin schuf mehrere Großobjekte und Installationen. Anlässlich einer Hommage zum 100. Geburtstag der Dichterin Mascha Kaléko, beklebte Rodewill den weiblichen Körper einer Figurine, die auf einer quadratischen Plinthe steht mit mehr als 2600 Textzitaten aus den Büchern der Kaléko; sie nennt das Werk Ein Leben verkleben.[16][19][20] Der Körper verschwindet vollständig hinter seiner Funktion. Er dient gleichzeitig als Bildgrund, als Träger von Zeichen, als Projektionsfläche. Die Künstlerin bedient sich des Korpus, um dem Werk Gewicht zu verleihen – um sich Raum zu verschaffen. Rodewill verarbeitet Materialien wie Montageschaum und gleichzeitig wird mit heftigen und makaberen Chiffren aus dem Judentum, Holocaust und Nazi-Deutschland gearbeitet. Stereotype Puppengesichter, Tora, Kippa, Gasmaske und Hitler Porträt, die in einer drastischen Zeichensprache nebeneinander angeordnet sind. Die Künstlerin setzt auf markante Gegensätze. In Rodewills Objektkunst spiegelt sich auch die künstlerische Richtung des Dadaismus wider, wie auf der Rückseite der Kaléko-Figur, mit einem typografischen Sprung einer großen 6 auf dem Gesäß, wie die Dadaisten ihn liebten.[19] Rodewill geht es dabei um Das sechste Leben, einem Gedicht von Mascha Kaléko, zum Anderen um Erotik und Liebe und um den Verlust von Chemjo Vinaver, Kalékos zweitem Ehemann der 1973 in Tel Aviv verstarb.

Der amerikanische Künstler Edward Kienholz suchte auf Flohmärkten und in Trödelläden nach Gegenständen und verwendete diese Materialien als Ausdruck zeitgenössischer Unkultur. Infolge der Material ähnlichen Installationen und Objekten von Rodewill, ist diese gerne mit Kienholz verglichen worden. Rodewills zeitkritische Materialcollage Dear-Love-Me-Tender.com[21][22][23] wird provokativ mit Versatzstücken aus der Welt der Computer und des Cyberspace kombiniert, wodurch ein bizarres Objekt entsteht, auch die Collage Quo vadis? Deutschland, die mit bedeutungsvollen Symbolen aufgeladen ist.[22] Objekte und Installationen sollen die Betrachter herausfordern und zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema anregen.[16]

Rodewills Kunstwerke sind in vielen Sammlungen enthalten.[1][2]

Nach Abriss des Babelsberger Ateliers verlegte Rodewill ihren Arbeitsmittelpunkt wieder nach Berlin. Fortan setzte sie ihren künstlerischen Schwerpunkt auf die Fotografie, wobei sie auch als Autorin und Publizistin tätig ist.

Eva Strittmatter und Rengha Rodewill
Rengha Rodewill und Horst Bosetzky

Literatur und Fotografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Eva Strittmatter, von der auch Gedichte Teil ihrer ersten Buchveröffentlichung Zwischenspiel – Lyrik, Fotografie (2010) sind, pflegte Rodewill von 2000 bis zum Tod Strittmatters einen künstlerischen Austausch.[2] Im Mai 2003 las Eva Strittmatter in Potsdam-Babelsberg im Ateliergarten von Rodewill ihre Gedichte auf einer Open-Air-Vernissage. Die Lesung wurde durch ein heftiges Maigewitter unterbrochen und später von Tom de Toys als Donnerdichtung[24] bezeichnet. Die Dichterin verstarb am 3. Januar 2011 in Berlin. Am 8. Januar wurde sie auf dem Friedhof in Schulzenhof neben ihrem Mann Erwin Strittmatter beigesetzt.[25]

Die Buchpremiere Zwischenspiel[16] und Ausstellung der Fotografien von Rodewill war Oktober 2010 in der Deutschen Oper Berlin,[26] kuratiert von Andreas K. W. Meyer[16] Chefdramaturg, die Eröffnungsrede hielt die Intendantin Kirsten Harms.[16] Eva Schrittmatters Gedichte wurden gelesen von der Schauspielerin Barbara Schnitzler, Tochter von Inge Keller und Karl-Eduard von Schnitzler.

Am 8. Februar 2011 veranstaltete der Plöttner Verlag in der Alten Handelsbörse Leipzig eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Geburtstages zu Ehren der Dichterin.[27] Eingeladen waren Rengha Rodewill, die über das Buch Zwischenspiel und ihre Verbindung zur Dichterin erzählte, die Journalistin und Autorin Irmtraud Gutschke und die Schauspielerin Jutta Hoffmann, die Gedichte von Eva Strittmatter vortrug. Die Moderation übernahm Michael Hametner[28] vom Mitteldeutschen Rundfunk MDR Figaro.

Im September 2013 präsentierte Rodewill unter der Veranstaltungsreihe Perspektiven, im dbb Beamtenbund Berlin, ihren Bildband: Bautzen II – Dokumentarische Erkundung in Fotos mit Zeitzeugenberichten und einem Vorwort von Gesine Schwan. Der ZDF-Fernsehjournalist Christhard Läpple moderierte die Veranstaltung, Läpple hat sich in seinen Arbeiten und Publikationen oft mit dem Thema DDR-Staatssicherheit auseinandergesetzt. Eingeladen waren Markus Meckel von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sowie die Zeitzeugin Sigrid Grünewald, die wegen versuchten staatsfeindlichen Menschenhandels 1981 zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt und in die Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II überstellt wurde. Grünewald erzählte von ihrer Verhaftung bis zum Freikauf 1982 durch die Bundesrepublik Deutschland. In Rodewills Dokumentation werden acht Schicksale ehemaliger Häftlinge aufgezeichnet. Darunter der Dramaturg und Verleger Walter Janka, Hartmut Richter, ein ehemaliger DDR-Flüchtling und Fluchthelfer, sowie der Journalist und Altkommunist Heinz Zöger.[29][30][31]

Nach der ersten Fotodokumentation Bautzen II im Frühjahr 2013, erschien 2014 ein weiterer Schwarz-Weiß Bildband: Hoheneck Das DDR-Frauenzuchthaus – Dokumentarische Erkundung in Fotos mit Zeitzeugenberichten und einem Vorwort von Katrin Göring-Eckardt.[32][33][34] Das Hoheneck-Gefängnis im sächsischen Stollberg/Erzgebirge war eines der skandalösesten und abscheulichsten Gefängnisse im SED-Staat, es war das größte Frauengefängnis der DDR. Wie zuvor in der Dokumentation Bautzen II, sind Schicksale politisch verfolgter Gefangener aufgezeichnet, die nach ihren Verhaftungen zu Nummern gemacht wurden. Acht Frauen berichten in bewegenden Biografien von ihrer Verhaftung, der Haftzeit in Hoheneck, bis zum Freikauf durch den Westen. Heute ist bekannt, dass Gefangene während ihrer Haftstrafe auch Selbstmord begangen und viele von ihnen das Martyrium in Hoheneck und im Zuchthaus Waldheim, aufgrund von Schwäche und Krankheit nicht überlebten. Im Gefängnis Waldheim in Sachsen waren 1950 weit über 3.000 Personen inhaftiert, die in einem Schnellverfahren, wegen angeblicher oder erwiesener Nazi-Kriegsverbrechen verurteilt, oder sogar hingerichtet wurden.[35] Die in beiden Zuchthäusern in den Jahren 1950–1956 ums Leben gekommenen Häftlinge äscherte man ein. In einem Gemeinschaftsgrab wurden die Urnen 1957 auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz beigesetzt. Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 – und dem Zusammenbruch der DDR – entdeckte man auf dem Dachboden des Frauenzuchthauses Hoheneck unzählige Urnen mit den sterblichen Überresten von Frauen, die während ihrer Haftzeit in Hoheneck verstorben sind. Diese Urnen wurden im Mai 1992 in dem bis dahin anonymen Gemeinschaftsgrab U 18 auf dem Friedhof in Chemnitz bestattet.[36][37]

Im Februar 2019 wurde eine Namenstafel am Ehrengrab auf dem Chemnitzer Friedhof für die ehemaligen Opfer aus der Strafvollzugseinrichtung Stollberg (Hoheneck) und aus dem Zuchthaus Waldheim eingeweiht.[38] Für die Opfer politischer Haft des Stalinismus von 1945–1989, findet jährlich am Gedenkstein an der einstigen Haftanstalt Hoheneck, eine Kranzniederlegung durch ehemalige inhaftierte Frauen statt.[39] Rodewills Dokumentation soll zur Erinnerungskultur über diesen berüchtigten Ort beitragen, der wie kein anderer für die Willkür und das Misstrauen der DDR stand. Auch war es der Künstlerin sehr wichtig aufzuzeichnen, wie es den Frauen heute geht, wie sie mit dem Alltag umgehen und mit den Folgen des durch die Inhaftierung verursachten körperlichen und seelischen Schadens leben.

Rengha Rodewill arbeitete seit vielen Jahren mit dem Krimiautor Horst Bosetzky (auch -ky) zusammen. 2014 wurde das Buchprojekt ky's Berliner Jugend – Erinnerungen in Wort und Bild realisiert. Die Fotografin folgte den Spuren aus Bosetzkys Kindheit und Jugend in Berlin-Neukölln, Berlin-Schmöckwitz und Groß Pankow (Prignitz). Der Schriftsteller beschrieb die Nachkriegszeit in vielen seiner Werke, die sein Leben prägten. Rodewill und Bosetzky präsentierten ihr gemeinsames Buch in Kultureinrichtungen und Buchhandlungen.[40][41] Horst Bosetzky verstarb am 16. September 2018 in Berlin.

Mit der deutsch-jüdischen Schriftstellerin Angelika Schrobsdorff arbeitete Rengha Rodewill lange Zeit am Konzept einer Biografie. Rodewill suchte nach Stationen, die die Lebensabschnitte von Schrobsdorff aufzeichneten, die sie auch nach Bulgarien führten. Als Kind verließ Angelika Schrobsdorff 1939 mit ihrer Mutter und Halbschwester Berlin und ging nach Sofia ins Exil. Rodewill stand der Schriftstellerin nahe. Die Zusammenarbeit an der Biografie dauerte bis zum Tod von Schrobsdorff. Angelika Schrobsdorff stirbt am 30. Juli 2016 nach langer Krankheit in Berlin. Die Bestattung fand am 8. August 2016 auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee statt. Unter der Teilnahme einer großen Trauergemeinde waren u. a. ihr Ex-Ehemann Claude Lanzmann aus Paris und ihre Nichte Evelina Stanisheva[42] aus Burgas, Bulgarien.

Nach ihrem Tod hatte Rodewill Zugang zum literarischen Nachlass der Schriftstellerin. Im März 2017 erschien die Publikation Angelika Schrobsdorff – Leben ohne Heimat. Buchvorstellung, Lesung und Gespräch mit Rengha Rodewill, fanden im Literaturforum der Leipziger Buchmesse 2017 statt.[43][16]

Ein Bildvortrag mit Lesung von Rodewill am 14. Juni 2017 im Bulgarischen Kulturinstitut Berlin,[44][16] sollte noch einmal die lebenslange enge Verbundenheit und Dankbarkeit Angelika Schrobsdorffs zu Bulgarien verdeutlichen.

Schrobsdorff verfügte noch zu Lebzeiten, dass ihr literarischer Nachlass nach Israel zurückkehrt. Die National Library of Israel in Jerusalem erhielt einen großen und bedeutenden Teil im April 2018.[45]

Crossover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen und Lesungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rengha Rodewill und Rolf Kühn
(v. l. n. r.) Doris Wagner-Dix, Laila Salome Fischer, Brigitte Grothum, Jolyon Brettingham Smith, Rengha Rodewill
(v. l. n. r.) Madeleine Wehle, Gisela May, Rengha Rodewill, Beatrix Schmidt

Die Werke von Rengha Rodewill wurden im In- und Ausland ausgestellt. Auch war sie seit Jahren Initiatorin vieler Crossover Projekte. Darüber hinaus engagierte sie sich sehr für wohltätige Zwecke und gesellschaftliche Events, an denen viele renommierte Künstler ohne Gage auftraten.

Im Oktober 2000 wurde Rodewills Werk in der Gallery Ufer 55 in Berlin unter dem Titel Moments ausgestellt. Mit dem Jazz Klarinettisten Rolf Kühn und seinem Trio fand zur Vernissage ein Jazz-Live-Konzert statt.[16] Rolf Kühn ist der ältere Bruder des Pianisten Joachim Kühn.

Im Mai 2004 präsentierte Rodewill ihre Bilder in der Friedrich-Naumann-Stiftung in Potsdam-Babelsberg unter dem Titel BTrachtungsweisen. Die Bilder waren Teil aus dem Bilderzyklus Serie im Quadrat, dazu wurden bizarre Objekte und zeitkritische Materialcollagen gezeigt.[46]

Die Potsdamer Autorin Antje Rávic Strubel las im November 2004 in Berlin auf der Vernissage Magic Square Paintings I von Rodewill aus ihren Büchern, Tupolew 134 und Offene Blende.[16]

Im April 2006 war Rodewill Initatiorin mit dem Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin der Charity-Veranstaltung Benefizzz for Kids[47] für kranke Kinder in Israel. Die auf der Veranstaltung gesammelten Erlöse gingen an die Vereinigte Israel Aktion e.V. von Keren Hayesod. Die Schauspielerin Brigitte Grothum las aus dem Buch Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry, während Harald Pignatelli vom rbb Fernsehen – Rundfunk Berlin-Brandenburg die Veranstaltung moderierte.

Am 7. Februar 2007 lud der dbb Beamtenbund Berlin unter dem Motto: Rodewill trifft Bosetzky, zur Ausstellungseröffnung Magic Square Paintings ein.[48] Gezeigt wurden Bilder Rodewills die von der Magie des Quadrats erzählen. Autor Horst Bosetzky las zur Eröffnung aus seiner 2006 erschienenen Familiensaga, Die schönsten Jahre zwischen Wedding und Neukölln.

Zur Ehrung des 100. Geburtstages der jüdischen Dichterin Mascha Kaléko schuf Rodewill eine zweiteilige Kunstinstallation. Die Ausstellung Hommage à Mascha Kaléko fand im September 2007 im Georg Kolbe Museum Berlin statt. Eine kunsthistorische Einführung zum Werk von Rodewill wurde von Regine Reinhardt vorgetragen.[49] Die Autorin Jutta Rosenkranz würdigte die Dichterin mit einer Lesung aus ihrer 2007 erschienenen Biografie Mascha Kaléko.[50]

Im Oktober 2008 war Rodewill Initiatorin der Benefizveranstaltung Save the date for charity[51] zugunsten der Deutschen Rheuma-Liga, die ebenfalls im Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin stattfand. Schauspielerin Barbara Schnitzler vom Deutschen Theater Berlin las aus Theodor Fontanes Effi Briest, Solisten des Julius-Stern-Instituts konzertierten. Von 1999 bis 2009 wurde das Julius-Stern-Institut von Doris Wagner-Dix geleitet.

Im April 2008 las der Krimiautor Horst Bosetzky, der den Bestseller Brennholz für Kartoffelschalen schrieb, aus diesem Buch. Die Lesung fand im Zusammenhang mit einer Scheckübergabe von Rodewill an die Kinderklinik Josephinchen des St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof statt.[52] Die Dankesrede hielt die Stadträtin für Gesundheit und Soziales im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Sibyll-Anka Klotz[16].

Im September 2009 präsentierte Schauspielerin, Diseuse und Autorin Gisela May ihr Buch Es wechseln die Zeiten in der Kinderklinik des St. Joseph Krankenhauses, im Zusammenhang mit Rengha Rodewills Charity-Veranstaltung Benefiz für Spatz.[53] Die Moderatorin der Veranstaltung war Madeleine Wehle vom rbb Fernsehen – Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Am 8. Februar 2018 lud die Konrad-Adenauer-Stiftung Rodewill zu einer Veranstaltung anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ins Golden Tulip Berlin – Hotel Hamburg ein, für einen Vortrag gefolgt von einer Diskussion über die Schriftstellerin Angelika Schrobsdorff.[54] Rodewill präsentierte ihre Biografie über Schrobsdorff, die im Frühjahr 2017 herauskam.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interviews[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Künstlerin Rengha Rodewill auf der Suche nach Harmonie, HagenBuch 2009, S. 125–128, ardenkuverlag, Hagen ISBN 978-3-932070-87-7.
  2. a b c d Kurzvita. Website von Rengha Rodewill.
  3. Westfälische Rundschau. Generationen von Tanzbegeisterten schätzten diese Frau. Abgerufen am 8. April 2020.
  4. WAZ. Trauer um Ingeburg Schubert-Neumann. Abgerufen am 8. April 2020.
  5. Zehn Jahre Atelier in Babelsberg. Pressemitteilung auf openPR, 14. Mai 2008. Abgerufen am 30. Januar 2020.
  6. a b Potsdamer Neueste Nachrichten. Neuer Ort für Kunst. Abgerufen am 8. April 2020.
  7. Galerie Bauscher Website. Abgerufen am 30. Januar 2020.
  8. Brandenburgische Denkmalpflege. 1993 Heft 1. Abgerufen am 30. Januar 2020.
  9. Politisches Bildungsforum Brandenburg. Konrad-Adenauer-Stiftung. Abgerufen am 30. Januar 2020.
  10. Brandenburgisches Landeshauptarchiv (blha). Rep. 514 VVB Forstwirtschaft Potsdam; 1957–1975. Abgerufen am 30. Januar 2020.
  11. Auch mit 80 noch Dozentin: Renate Bergerhoff. Abgerufen am 21. Juli 2021.
  12. Kulturserver. Rengha Rodewill. Abgerufen am 8. April 2020.
  13. Berliner Morgenpost. Zwischenspiel in den Kulissen. Abgerufen am 8. April 2020.
  14. Kulturserver. Rengha Rodewill. Abgerufen am 21. August 2020.
  15. HagenBuch. Abgerufen am 9. August 2021.
  16. a b c d e f g h i j k l m Veranstaltungen. Website von Agentur Wort und Kunst.
  17. Der Tagesspiegel. Die Möwe macht Wind. Abgerufen am 21. August 2020.
  18. Der Maler verstarb überraschend in seinem Ferienhaus auf Ibiza. Abgerufen am 1. Juli 2021.
  19. a b Georg Kolbe Museum. Rengha Rodewill und Mascha Kaléko (Hommage zum 100. Geburtstag der Dichterin). In: YouTube. Abgerufen am 24. August 2020
  20. Onomatopeya de lo Indecible. Objeto artístico con Mascha Kaléko como tema, de la artista berlinesa Rengha Rodewill. Abgerufen am 24. August 2020
  21. Rengha Rodewill – www.dear-love-me-tender.com 1. Abgerufen am 10. September 2021 (deutsch).
  22. a b Potsdamer Neueste Nachrichten. Neuer Ort für Kunst. Abgerufen am 24. August 2020.
  23. BTrachtungsweisen. Rengha Rodewill – Ausstellung in der Friedrich-Naumann-Stiftung Potsdam. In: YouTube, 24. August 2020.
  24. Donnerdichtung. Streitschrift-Satire für Eva Strittmatter statt Eva Erb. In: Poemie, 18. Mai 2003.
  25. Rengha Rodewill – Abschied von Eva Strittmatter, Beerdigung Schulzenhof. Abgerufen am 1. Juli 2021 (deutsch).
  26. Deutsche Oper Berlin. Rengha Rodewill und Eva Strittmatter. In: YouTube 24. Mai 2015.
  27. Eva Strittmatter Abend. Gespräch mit Rengha Rodewill und Jonas Plöttner, Alte Handelsbörse (Leipzig). In: vimeo, Februar 2011.
  28. Eva Strittmatter Abend. Einleitung durch Michael Hametner, Alte Handelsbörse (Leipzig), In: vimeo, Februar 2011.
  29. Rengha Rodewill Bautzen II. Abgerufen am 14. September 2020 (englisch).
  30. Buchvorstellung: „Bautzen II. Dokumentarische Erkundung in Fotos“. Abgerufen am 14. September 2020.
  31. Stasi-Sonderknast: Die harte Wirklichkeit in Bautzen II – Bilder & Fotos – WELT. Abgerufen am 14. September 2020.
  32. Rengha Rodewill – Hoheneck. Das DDR-Frauenzuchthaus. Aviva Berlin Online Magazin. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  33. Zeitzeugenbüro. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  34. DDR Frauengefängnis Hoheneck – WDR 3. 14. Juli 2014, abgerufen am 12. Oktober 2020.
  35. Gefängnis Waldheim | Jugendopposition in der DDR. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  36. Kriegsgräberanlagen | Städtischer Friedhof Chemnitz. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  37. Würdige Einweihung der Namenstafel am Ehrengrab Chemnitz – Kaßberg-Gefängnis. Abgerufen am 12. Oktober 2020 (deutsch).
  38. Würdige Einweihung der Namenstafel am Ehrengrab Chemnitz – Kaßberg-Gefängnis. Abgerufen am 11. Oktober 2020 (deutsch).
  39. Begegnungstreffen der ehemaligen „Hoheneckerinnen“. Abgerufen am 11. Oktober 2020.
  40. Berliner Woche. Horst Bosetzkys Erinnerungen. Abgerufen am 23. Juli 2020.
  41. Facetten-Magazin Neukölln. Mit 200 Seiten gegen einen gewissen Geschichts-Autismus. Abgerufen am 23. Juli 2020.
  42. Ausgerechnet Bulgarien – Film mit Evelina Stanischeva. Abgerufen am 6. September 2021.
  43. Voice Republic. Angelika Schrobsdorff – Leben ohne Heimat. Lesung und Gespräch mit Rengha Rodewill. Literaturforum, Leipziger Buchmesse 2017. Abgerufen am 23. August 2020.
  44. Angelika Schrobsdorff – Leben ohne Heimat. be.bra Verlag. Abgerufen am 5. September 2021.
  45. Nachlass von Angelika Schrobsdorff geht nach Israel. 9. Mai 2018, abgerufen am 8. November 2020.
  46. BTrachtungsweisen. Rengha Rodewill – Ausstellung in der Friedrich-Naumann-Stiftung Potsdam. In: YouTube, 30. November 2017.
  47. Benefizzz for kids. Charity-Event: Rengha Rodewill und Berliner Künstler für Israels Kinder. In: openPR, 14. Februar 2006.
  48. Rodewill trifft Bosetzky -ky. In: openPR, 30. Januar 2007. Abgerufen am 6. Oktober 2018.
  49. Georg Kolbe Museum. Rengha Rodewill und Mascha Kaléko (Hommage zum 100. Geburtstag der Dichterin). In: YouTube, 24. Mai 2015.
  50. Lesung Jutta Rosenkranz. Georg Kolbe Museum Berlin. In: YouTube. Abgerufen am 25. August 2020
  51. Rengha Rodewill – Save the date for charity. In: openPR, 30. September 2008.
  52. Kinderklinik Josephinchen des St. Joseph Krankenhaus. Rengha Rodewill's Scheckübergabe an die Kinderklinik. In: openPR, 15. April 2008.
  53. Benefiz für Spatz e.V. Mit Rengha Rodewill, Gisela May u. a. In: Gateo Online-Zeitung, 11. August 2009.
  54. Angelika Schrobsdorff – Leben ohne Heimat. be.bra wissenschaft verlag. Abgerufen am 1. Juli 2021.
  55. Die neue Dschungel. Anderswelt. Dies furchtbare Sehnen ODER Unbegrenzt vereint zu sein. In: WDR 3, 16. November 2010. Abgerufen am 3. Januar 2020.
  56. Künstlerin Rengha Rodewill auf der Suche nach Harmonie Digitale Bibliothek. Abgerufen am 8. Mai 2021.
  57. Leporello Kulturmagazin. Leporello ist seit zehn Jahren gleich – und doch jedes Mal anders. Ausgabe 2/12. Abgerufen am 20. August 2020.
  58. Deutsche Welle: eine sehr faszinierende Frau. Abgerufen am 26. April 2021.