Steinbrunn-le-Bas

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Steinbrunn-le-Bas
Wappen von Steinbrunn-le-Bas
Steinbrunn-le-Bas (Frankreich)
Steinbrunn-le-Bas
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Mulhouse
Kanton Sierentz
Koordinaten 47° 41′ N, 7° 22′ O47.6758333333337.3672222222222273Koordinaten: 47° 41′ N, 7° 22′ O
Höhe 257–403 m
Fläche 8,58 km²
Einwohner 641 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 75 Einw./km²
Postleitzahl 68440
INSEE-Code

Rathaus (Mairie)

Steinbrunn-le-Bas (deutsch Niedersteinbrunn) ist eine französische Gemeinde mit 641 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Sierentz und zum Gemeindeverband Pays de Sierentz.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Steinbrunn-le-Bas liegt im Sundgau, etwa zehn Kilometer südlich von Mülhausen.

Nachbargemeinden von Steinbrunn-le-Bas sind Bruebach im Norden, Landser und Schlierbach im Osten, Kœtzingue im Südosten, Rantzwiller im Süden, Steinbrunn-le-Haut im Südwesten sowie Flaxlanden im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Siedlungsspuren lassen sich im Gemeindegebiet bis in die Jungsteinzeit verfolgen. Auf dem 336 Meter über dem Meer liegenden Grossbock fand man Reste einer römischen Villa aus dem Zeitraum zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert.

Niedersteinbrunn wurde erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. Wie auch die umliegenden Orte gehörte das Dorf zur Herrschaft von Landser, die vom 12. bis zum 14. Jahrhundert dem Adelsgeschlecht von Steinbrunn unterstellt war. Nach dem Aussterben der Familie fiel Niedersteinbrunn zunächst an die Herren von Häsingen, später an die Truchsesse von Wolhausen und schließlich nach 1694 an die Familie Reinach von Obersteinbrunn.

Im Gemeindegebiet wurden bis in das 19. Jahrhundert zwei Mühlen betrieben: südlich des Ortskerns die Schleiffmühle, östlich die Kaegymühle.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 509 517 535 572 618 645 643

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche St. Leodegar (Saint-Léger) war ursprünglich eine von zwei Kirchen im Dorf. Die beiden Pfarreien wurden nach 1545 vereinigt, die Kirchengebäude bestanden aber weiter. Die Laurentiuskirche wurde 1756 wegen Baufälligkeit gesperrt und später abgerissen, die Kirche St. Leodegar wurde 1773 erneuert und vergrößert. Sie beherbergt eine Pietà in einer Wandnische aus dem Jahr 1520 sowie die Statuen der Heiligen Blasius und Nikolaus. Der gekreuzigte Christus über der Tür zur Sakristei stammt aus dem Jahr 1630.

St. Leodegar, Südseite
St. Leodegar, Ostseite

Das heutige Rathaus (Mairie) ist das ehemalige Pfarrhaus der heute nicht mehr existierenden Laurentiuskirche. Esstammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinbrunn-le-Bas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien