Attenschwiller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Attenschwiller
Wappen von Attenschwiller
Attenschwiller (Frankreich)
Attenschwiller
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Département Haut-Rhin
Arrondissement Mulhouse
Kanton Saint-Louis
Gemeindeverband Porte du Sundgau
Koordinaten 47° 34′ N, 7° 28′ OKoordinaten: 47° 34′ N, 7° 28′ O
Höhe 309–401 m
Fläche 5,11 km²
Einwohner 928 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 182 Einw./km²
Postleitzahl 68220
INSEE-Code

Rathaus Attenschwiller

Attenschwiller (elsässisch Atteschwiller, deutsch Attenschweiler) ist eine französische Gemeinde mit 928 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Haut-Rhin in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine. Sie gehört zum Kanton Saint-Louis und zum Gemeindeverband Porte du Sundgau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Attenschwiller liegt am östlichen Rande des Sundgaues, fünf Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Die mittlere Höhe liegt bei ca. 360 Metern über dem Meer und damit fast 100 Meter höher als der sechs Kilometer nordöstlich liegende Flughafen Basel-Mülhausen. Trotz der Nähe zum Flughafen hält sich die Lärmbelastung in Attenschwiller durch das bewaldete, hügelige Gelände zwischen Ort und Flughafen in Grenzen, zudem liegt der Ort quer zur Haupt-Anflugschneise.

Nachbargemeinden von Attenschwiller sind Michelbach-le-Bas im Norden, Hésingue im Osten, Buschwiller im Südosten, Wentzwiller im Süden, Michelbach-le-Haut im Westen sowie Ranspach-le-Bas im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1187 wurde Attenschwiller erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte wie die gesamte nähere Umgebung zum Kloster Lützel.

Das Dorf Attenschweiler wurde durch seine Lage abseits der wichtigen Verbindungsstraßen in den Kriegen seit 1618 weitgehend verschont. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Bewohner Attenschwillers in das Département Landes in Südwestfrankreich evakuiert. Sie kehrten im Mai 1940 zurück. Am 20. November 1944 zogen die letzten deutschen Truppen aus Attenschwiller ab.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 557 594 664 640 693 836 877

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Valentin, im Jahr 1655 erbaut und ursprünglich dem Heiligen Romanus geweiht, wurde 1878 in spätgotischem Stil neu errichtet.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charakteristisch für Attenschwiller sind lange Obstbaumreihen und Weingärten. Neben landwirtschaftlichen und kleinen Dienstleistungsbetrieben verdienen die meisten Einwohner der Gemeinde ihren Unterhalt im Ballungsraum Basel/Saint-Louis.

Attenschwiller ist Standort einer Grundschule und eines Kindergartens.

Vier Kilometer östlich von Attenschwiller liegt der Verkehrsknoten Hésingue. Hier treffen mehrere überregional wichtige Straßen aufeinander, die nach Mülhausen, Basel, Altkirch/Belfort, Huningue/Weil am Rhein und Ferrette führen. Der nächste Anschluss an die Autoroute A35 liegt acht Kilometer östlich (Saint-Louis).

Von 1915 bis 1960 besaß die Gemeinde einen gemeinsamen Bahnhof mit Michelbach-le-Haut an der Bahnstrecke Waldighoffen–Saint-Louis-la-Chaussée. Der Bahnhof hatte drei durchgehende Gleise und ein Ladegleis.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Attenschwiller – Sammlung von Bildern

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kurzer Geschichtsabriss (französisch)
  2. Eglise St. Valentin (französisch)
  3. Karte der Strecke Saint-Louis – Blotzheim – Waldighoffen auf forum.e-train.fr