Hésingue

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hésingue
Wappen von Hésingue
Hésingue (Frankreich)
Hésingue
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Mulhouse
Kanton Saint-Louis
Gemeindeverband Communauté d’agglomération des Trois Frontières
Koordinaten 47° 35′ N, 7° 31′ OKoordinaten: 47° 35′ N, 7° 31′ O
Höhe 248–343 m
Fläche 9,14 km²
Einwohner 2.616 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 286 Einw./km²
Postleitzahl 68220
INSEE-Code
Website www.ville-hesingue.fr

Rathaus

Hésingue (deutsch Häsingen, elsässisch Häsiga) ist eine französische Gemeinde mit 2616 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Kanton Saint-Louis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hésingue liegt am östlichen Rande des Sundgaus, sechs Kilometer nordwestlich des Basler Stadtzentrums und etwa 25 Kilometer südöstlich von Mülhausen.[1] Nachbargemeinden sind Blotzheim im Norden, Saint-Louis im Osten, Hégenheim im Süden, Buschwiller im Südosten, Attenschwiller im Westen sowie Michelbach-le-Bas im Nordwesten. Ein Teil des Flughafens Basel-Mülhausen liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Hésingue.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Ausgrabungen auf dem Gemeindegebiet wurden Artefakte aus der Jungsteinzeit (5500 bis 4500 v. Chr.) und der Bronzezeit (2200 bis 1200 v. Chr.) entdeckt. Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. siedelte der keltische Stamm der Rauriker in der Region. In gallo-römischer Zeit (52 v. Chr. bis 5. Jahrhundert) lag Hésingue an der Römerstraße von Basel (Arialbinnum) nach Illzach (Uruncis).[2] Laut Joseph Schmidlin (1876–1944) steht die Kirche von Hésingue auf dem Platz eines römischen Wachturms. Bei Erdarbeiten wurden Depotfunde gemacht, die römische Münzen enthielten, die vor allem das Konterfei der römischen Kaiser Aurelian (214-275) und Maximinus Thrax (um 172-238) trugen. Im 5. Jahrhundert war die Region von Alamannen besetzt, später folgten ihnen die Franken. Die Entstehung des Ortsnamens fällt in die Zeit der Fränkischen Landnahme, er setzt sich aus dem germanischen Namen „Hasso“ und der Ortsnamensendung -ingen zusammen. Dementsprechend wurde die Ortschaft als Hassinga erstmals 831 erwähnt.[3]

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Hésingue als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Mülhausen im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1.379[4] 1.438 1.499 1.657 1.632 1.713 1.921 2.370

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hésingue unterhält eine Gemeindepartnerschaft mit Grenade-sur-l’Adour in der Region Aquitanien.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweige der Hésinguois sind Gemüsebau, Ackerbau, Weinbau, Obstbau und die Zucht von Hausrindern und Hausschweinen. Es gibt eine Landwirtschaftsgenossenschaft und eine Cidrerie vor Ort.[5] Die Cidrerie befindet sich in einer ehemaligen Mühle, die schon 1493 urkundlich erwähnt wurde. Das heutige Gebäude wurde 1780 erbaut und 1928 in eine Cidrerie umgewandelt.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hésingue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hésingue auf der offiziellen Webpräsenz der CC Trois Frontières (französisch) Abgerufen am 17. Januar 2010
  2. VR25,6 auf Itinéraires romains en France (französisch) Abgerufen am 17. Januar 2010
  3. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 2. Librairie Droz, 1996, ISBN 978-2-600-00133-5, S. 780 (in Google Books [abgerufen am 17. Januar 2010]). (französisch)
  4. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Mülhausen
  5. Liste des commerces auf ville-hesingue.fr (Französisch).
  6. Hésingue in der Base Mérimée des Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 17. Januar 2010